Florian Horcicka Im Fadenkreuz der Spione

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Inhaltsangabe zu „Im Fadenkreuz der Spione“ von Florian Horcicka

Spannend wie ein Thriller liest sich das neue Buch von Aufdeckungsjournalist Florian Horcicka. Seit Jahren beobachtet er die Spionage- Szene in Österreich – jetzt packt er sein Wissen aus. Welche Bedeutung hat Österreich im internationalen Spionage-Geschäft? Wie arbeiten die Agenten aus den ehemaligen Ostblockstaaten, für die Wien eine zentrale Drehscheibe ist? Wie dicht geknüpft ist ihr Netzwerk, und wie beeinflussen sie die Politik? Welche Rolle spielt das Heeresnachrichtenamt in dieser geheimen Gesellschaft? Mit seinen guten Verbindungen zu politischen Entscheidungsträgern hat es eine nicht zu unterschätzende Macht im Staat. Von Bedeutung ist auch die Wirtschaftsspionage: Welche Firmen stehen im Visier? Wie gehen die Agenten vor? Und welchen Einfluss haben sie auf Unternehmens-Entscheidungen? OMV oder OPEC sind nur zwei Beispiele von Organisationen, für die sich Agenten aus aller Welt brennend interessieren. Mit vielen atmosphärischen Beschreibungen zeichnet Florian Horcicka ein plastisches Bild des Lebens in dieser Schattengesellschaft.

Toll recherchiertes Buch über Agententum in Österreich.

— Sikal
Sikal

Ein außerordentliches Buch. Geballtes Wissen über Jahre zusammengetragen und gut strukturiert übermittelt.

— gwiehler
gwiehler

Sachlich, interessant, informativ, klar geschrieben!

— Nelebooks
Nelebooks

Ein Buch über die Welt der agenten und Spione

— Vampir989
Vampir989

Sehr informativ!

— mabuerele
mabuerele

Sehr informativ, top recherchiert und spannend. Wien - Tummelplatz der Agenten aller Länder: Der Autor deckt unglaubliche Fakten auf.

— Julitraum
Julitraum

Informativ und unterhaltsam lädt Florian Horcicka in diesem Buch zu einem Besuch in die Schattenwelt der Spionage in Österreich ein.

— Renken
Renken

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  • Spionage in Österreich – ein heißes Thema?

    Im Fadenkreuz der Spione
    Sikal

    Sikal

    16. January 2017 um 10:19

    Wenn man dem Autor des Buches Florian Horcicka Glauben schenkt, dann auf jeden Fall. Horcicka arbeitet als Journalist und in Österreich kein Unbekannter. Zu oft sorgten seine Enthüllungen bereits für Aufsehen. Auch bei diesem Buch hat man das Gefühl, top recherchierte Kapitel mit einem leicht ironischen Erzählstil genießen zu dürfen. Und das sind Horcickas Geschichten tatsächlich – ein Genuss zu lesen, obwohl die Themen rund um den russischen Geheimdienst, Wien als Drehscheibe von Korruption und Agententum, eher erschreckend als genussvoll sind. In prägnanten 24 Kapiteln (sowie einem Resümee) wird man als Leser Zeuge ob der Vielfalt der teils kriminellen Machenschaften in Wien, oftmals am Rande der Legalität, oft ziemlich außerhalb dieser. Doch nicht nur die Big Player (USA, Russland…) machen in Österreich Station, auch Balkan und z.B. Israel sind hier vertreten. Der Autor schafft es auf beeindruckende Weise, ein Sachbuch über ernste Themen zu schreiben und trotzdem humorvoll zu bleiben, trotz Kapiteln über Waffenschieber, Araber und OPEC, Pleiten, Pech und Pannen der österreichischen Geheimdienste usw. Recherchiertes Material, Anekdoten und bereits bekannte Storys werden miteinander vermischt und zu einem lesenswerten Buch. Nach dem Motto „Die im Dunkeln sieht man nicht“ musste Horcicka mit versiegenden Informationsquellen ebenso kämpfen wie mit diversem Druck, Dinge zu verschleiern. Trotzdem finde ich, ist ihm ein informatives Buch gelungen, das mit der Erkenntnis endet, dass Spionage (als ältestes Gewerbe der Welt) nicht zu verhindern ist.

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  • Ein Buch zum Staunen!

    Im Fadenkreuz der Spione
    gwiehler

    gwiehler

    26. November 2016 um 17:50

    Agenten und Spione, ist gerade ein heißes Thema - weltweit. Dieses Buch ist aber kein Thriller, auch wenn es sich teilweise so liest. Es geht um nackte Tatsachen, die vom Autor akribisch ermittelt wurden und authentisch in erfrischender Weise wiedergegeben werden. Der Leser kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Österreich und Wien als zentrale Schalt-, Kommunikations- und Aktionszentren internationaler Spionageringe. Die Machenschaften von US-, russischen, chinesischen, deutschen, österreichischen und anderen Geheimdiensten werden in konkreten Fällen mit internationalen Auswirkungen aufgezeigt. Auch auf die dubiosen Interessen und Geschäfte der OPEC, deren Konferenzen regelmäßig in Wien stattfinden, geht der Autor eindrucksvoll ein. "Eines eint diese Länder: Sie sind weit bzw. meilenweit von demokratischen Staatsformen entfernt." Das Spannungsfeld Journalismus und Spionage zieht sich durch das ganze Buch. Wer dieses interessante Buch liest, lernt viel dazu! Chapeau! "Spionage - und nicht wie fälschlicherweise angenommen Prostitution - ist das älteste Gewerbe der Welt."

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  • Spionage

    Im Fadenkreuz der Spione
    Nelebooks

    Nelebooks

    16. October 2016 um 14:09

    Allgemein: Das Cover ist recht schlicht und kann einem schon etwas über den Inhalt verraten. Der Schreibstil ist sehr klar und verständlich.Meinung: Es ist alles sehr informativ und mit Fakten bestückt. Es werden Hintergründe erklärt und die Beschreibungen sind gut. Alles ist plastisch und lebendig. Es ist sehr spannend und interessant und liest sich weniger wie ein Sachbuch. Es ist sehr glaubwürdig und realistisch (auch durch die Quellen).Fazit: Für jeden eine Empfehlung, der sich für das Thema Spionage interessiert.(c) Nelebooks

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    • 2
  • Der Dritte Mann anno 2016

    Im Fadenkreuz der Spione
    awogfli

    awogfli

    13. October 2016 um 08:53

    Warum sollte man ein Spionagebuch über das winzige unbedeutende Land Österreich lesen? Das ist leicht erklärt, denn in Wien und Salzburg spielt es sich agentenmäßig noch immer ab wie zu den goldenen Zeiten, hinter vorgehaltener Hand witzeln die Agenten vom Selbstbedienungsladen Österreich. Fast alle Geheimdienste operieren hier mit intensivstem Engagement, und wir reden hier nicht nur von den Big Playern USA, Russland, Großbritannien und China sondern auch von allen arabischen Staaten, Serbien, Kasachstan, Ukraine … und bitte nicht zu vergessen selbstverständlich auch vom BND. Warum dies so ist, kann auch leicht erklärt werden – da wären erstens mal historische Gründe – Wien als Drehscheibe und Transit zwischen Ost und West, Zentraleuropa und Balkan – schon seit ewigen Zeiten die Hauptstadt eines neutralen Staates, zweitens der Sitz wichtiger Institutionen wie OPEC, UNO etc., die es lohnen, ordentlich zu schnüffeln, drittens die atemberaubende Inkompetenz der klassischen österreichischen Polizei und die laissez-fair Mentalität der zwar sehr professionellen aber „neutral“ agierenden drei österreichischen Geheimdienste, viertens die österreichische gemütliche Mentalität, sich über nichts wirklich großartig aufzuregen, mit dem Hang zur atemberaubenden Korruption und fünftens die ausgezeichnete Lebensqualität in Wien – welcher Spion will nicht gerne in der lebenswertesten Stadt der Welt (lt. Mercer Studie) einen Job haben.Wer nun eine Räuberpistole mit Verschwörungsschwurbelcharakter erwartet, wird vom Autor gleich zu Beginn eines Besseren belehrt – das Buch stellt ganz sachlich klar:    „Nach außen hin könnte man die meisten von ihnen (Spione) für stinknormale Unternehmensberater halten – was sie bis zu einem gewissen Grad ja auch sind.“In rasanter Weise werden dann bestimmte Themen angeteasert und ein paar Hintergründe aufgedeckt: z.B. der Spionagealltag, ein paar Pannen, wie wird man Spion in Österreich, Wirtschaftsspionage, Bestechung, Sex und Erpressung, die Amis, die deutschen Spione in Wien, die Russen und der ehemalige Ostblock, die Araber, die Waffenschieber, die Politik und der Journalismus im Spannungsfeld mit der Spionage etc.. Hier werden gekonnt Hintergrundwissen, bereits aufgedeckte Fakten und Anekdoten miteinander vermischt. Dadurch ist der Leser unversehens und atemlos dann doch in einer rasanten Story à la Dritter Mann 2016, die Hollywood nicht besser hätte inszenieren können, und die der Autor ja eigentlich gar nicht scheiben wollte. Insofern ist dieses Sachbuch extrem spannend und liest sich so gar nicht fade sachlich.Wenn ich mir noch was wünschen dürfte, dann wäre es erstens etwas mehr Struktur. Manche Dreibuchstaben-Abkürzungen der Dienste und der Aufbau dieser Organisationen werden in den Kapiteln einfach zu spät erklärt, da spielen sie bereits vorher eine Rolle. Zweitens hätte ich gerne noch mindestens 500 Seiten mehr von dieser Geschichte und dann bitte komplett sachlich mit allen Hintergründen und Mitspielern, aber das ist natürlich völlig unrealistisch, denn oft kennt sich in Wahrheit gar keiner mehr aus in diesem undurchdringlichen verfilzten Geflecht an Beziehungen. Der Autor schreibt weiters selbst am Ende, dass er seine journalistische Integrität zwar behalten hat, aber mit seinen Enthüllungen keinem extrem auf die Zehen gestiegen ist. Ich tippe mal auch darauf, dass er die Veröffentlichung seines Buches einfach auch nur überleben wollte und seine Quellen schützen musste. Denn eines ist klar: Ungefährlich ist es nicht, ein Enthüllungsbuch über Spionage zu schreiben.Fazit: Ein sehr guter und breiter Überblick über das Agentenleben, sehr plastisch, realistisch und spannend wie ein Thriller geschildert. Ein Sachbuch bei dem man bedauert, dass es nicht dicker ist.

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    • 5
  • informativer Einblick

    Im Fadenkreuz der Spione
    lisam

    lisam

    10. October 2016 um 19:51

    Aufdeckungsjournalist Florian Horcicka beschreibt in kurzen und  prägnanten Kapiteln die Spionageszene in Österreich und wie ausländische Dienste hier teilweise ungestört agieren können. Wirtschaftsspionage, Politik und Beratertätigkeiten werden ebenfalls thematisiert.Mir hat das Buch gut gefallen, da es informativ und unterhaltsam einen tieferen Einblick in diese Schattengesellschaft und die Welt der Spione gibt. Manche Beschreibung lassen erkennen, dass der Autor gute Quellen haben muss, um dieses Detailwissen beschreiben zu können. Manche Dinge möchte man aber eigentlich nicht so genau wissen, da manche Beratertätigkeiten oder politische Entscheidungen einen anderen Beigeschmack erhalten.

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  • Leserunde zu "Im Zeichen der Zwillinge" von Germar Wiehl

    Im Zeichen der Zwillinge
    gwiehler

    gwiehler

    Wir freuen uns ganz besonders, hier unseren ersten Kriminalroman "Im Zeichen der Zwillinge" vorstellen und gemeinsam mit euch lesen zu dürfen.   1. Wir? Ja!  Germar Wiehl ist ein Pseudonym. Wir sind das Autorenpaar Gerhard Wiehler (gwiehler bei lovelybooks) und Marion Wiehler (Katerfelix bei lovelybooks).  Für uns ist es das zweite gemeinsame Werk. Als erstes haben wir als Katzenliebhaber das eBook "Cat-Sharing - Aus dem Tagebuch einer Leihkatze" veröffentlicht (bei Kindle und Neobooks). Wobei Marion den Text geschrieben und Gerhard die Illustration mit Fotos ergänzt hat. Gerhard hat einige Fachbücher im Verlag Publicis veröffentlicht. Marion hat dabei als Lektorin mitgewirkt, das literarische Zusammenspiel von uns beiden hat sich also sozusagen unterwegs entwickelt. Mit dem Roman 'Im Zeichen der Zwillinge' betreten wir nun in der Belletristik Neuland. Ist es wirklich ein Krimi oder eher ein Roman? Auf jeden Fall ist es ein etwas anderer Krimi: ein Genre-Mix, auch ein Reiseroman, ein Quäntchen Biographie steckt drin, sogar ein paar Seiten fachsimpeln, soweit es um die IT- Expertise geht.   2. Liebe Krimifreunde,  Wollt ihr euch mit unseren Protagonisten Jonas und Clara auf eine spannende Reise begeben, die im oberbayerischen Chiemgau mit einer Familientragödie ihren Anfang nimmt? Im Hochmoor Kendlmühlfilzen ist Joe, ein international anerkannter IT- und Security-Experte, spurlos verschwunden. Wollt ihr seine Freunde Jonas und Clara bei ihren Nachforschungen in die Provence begleiten? Wenn ihr zauberhafte Landschaften, provencalisches Savoir-vivre und kulinarische Genüsse zu schätzen wisst, seid ihr hier richtig. Wollt ihr auf Joes Spuren mit nach Florida reisen und Flora und Fauna des Sumpfgebiets der Everglades kennenlernen? Hier kommt der amerikanische Geheimdienst NSA mit ins Spiel. Durch sein Insiderwissen über eine brandaktuelle Verschlüsselungstechnologie gerät Joe in höchste Gefahr, seine amerikanische Frau kommt bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben. Für IT-Freaks gibt es interessante Expertengespräche. Leser, die an diesen Themen weniger interessiert sind, können darüber hinweglesen ohne den roten Faden zu verlieren. Wollt ihr grausame, blutrünstige Morde? Dann ist dieser Krimi nichts für euch. Bei uns gibt es spannende Unterhaltung und am Ende wird eine unglaubliche Geschichte aus der Vergangenheit aufgedeckt. Seid ihr Katzenliebhaber? Dann werdet ihr sicher Kater Felix ins Herz schließen, der die turbulenten Ereignisse aus seiner ganz persönlichen Sicht schildert.  Seid ihr aufgeschlossen für aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?  Seid ihr interessiert an einem facettenreichen Genre-Mix, der auch von Liebe und Schicksalsschlägen handelt? Haben wir eure Neugierde geweckt? Dann freuen wir uns auf eure Bewerbungen.   3. Handlung, Leseproben und Handlungsschauplätze   Ein kurzes Exposé und 5 Leseproben aus unterschiedlichen Kapiteln des Buches sind auf der Website zum Buch einzusehen:               http://www.itans.de/im-zeichen-der-zwillinge   Wer Interesse hat (vielleicht auch erst während der Leserunde), kann sich Bilder zu den Handlungsschauplätzen und Videos zum Brauchtum in der Provence hier anschauen:               http://www.itans.de/bilder   4. Der Münchner Merkur schreibt über unser Buch: „…Die Autoren blicken weit über den Tellerrand hinaus und machen nebenbei auch noch Lust auf Urlaub – sei es nun auf eine Reise in die Provence, nach Florida in die Everglades oder ins Elsass…“ Weitere Presseartikel über den Krimi findet ihr hier:             http://www.itans.de/presse 5.  Bewerbung  Wir vergeben 15 Taschenbücher unter allen, die sich bis einschließlich Sonntag, 7. August 2016 für den  Krimi "Im Zeichen der Zwillinge" bewerben und uns bitte ein bis zwei Gründe nennen, warum sie gerade bei dieser Leserunde mitmachen möchten. Wir sind gespannt auf eure Antworten und drücken euch die Daumen.   6. Dauer der Leserunde Die Leserunde beginnt am 25. August und endet am 22. September 2016.  Selbstverständlich begleiten wir die Leserunde. Auf euer Feedback und eure Fragen sind wir schon sehr gespannt. Wir wünschen euch noch einen schönen Lesesommer und freuen uns auf die gemeinsame Leserunde.   Herzlichst Gerhard und Marion Wiehler alias Germar Wiehl

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    • 200
  • Ein informatives Buch über die Welt der Spione und Agenten

    Im Fadenkreuz der Spione
    Vampir989

    Vampir989

    01. October 2016 um 20:17

    Der Autor verführt uns in die Welt der Spione und Agenten.In diesem buch erhalten wir Einblicke in die Welt der Agenten und Spione in Österreich.In 25 Kapiteln wird sehr informativ  dargestellt wie sie sich organisieren,wie sie arbeiten und wie sie untereinander kommunizieren.Glaubwürdig beschreibt der Autor durch eigene Erfahrungen und Beobachtungen  diese Welt und versteht es durch den verständlichen Schreibstil dies uns gut zu übermitteln.Ich habe viele Dinge ganz anders gesehen und wurde durch dieses Buch eines besseren belehrt.Das Buch war für mich sehr informativ und wer sich für das Thema Spionage interessiert ist es nur zu empfehlen.

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  • Informativ und erschreckend

    Im Fadenkreuz der Spione
    mabuerele

    mabuerele

    01. October 2016 um 17:13

    „...Merke: Österreichs Sicherheitsbehörden arbeiten teils miteinander – teils aber auch durchaus heftig gegeneinander. Motive: Neid, Missgunst, persönliche Rivalitäten und Lehren aus den Vertrauensbrüchen der Vergangenheit...“ In 24 Kapitel legt der Autor dar, dass Österreich seit Jahren eine Drehscheibe für Spione aller Couleur ist. Er beginnt mit einem konkreten Beispiel und beschreibt das Treffen von Marc Michelob mit asiatischen Agenten im SAS-Hotel. Dann legt er dar, auf welche Voraussetzungen Spione in Österreich treffen, welche gesetzlichen Grundlagen gelten, wie die österreichische Neutralität zu bewerten ist und warum es für Spione fast eine Auszeichnung ist, in Wien arbeiten zu dürfen. Bei der Beschreibung des normalen Arbeitsalltags eines Agenten geht er auch auf das Prinzip von Geben und Nehmen ein. Sehr genau wird die Arbeitsweise des russischen Geheimdienstes, der Tschetschenen, der Amerika und des BND dargelegt. Es gibt Unterschiede in der Arbeitsweise, aber auch manche Gemeinsamkeit. Letzteres trifft vor allem auf die Rekrutierung neuer Spione oder auf die oft fast legale Nutzung von Auskünften zu. Neben klassischen Methoden erweitert sich das Feld um die Möglichkeiten der digitalen Medien. Gerade hier gibt es einige Überraschungen, was sich alles zum Spionieren und Verschlüsseln oder Verschleiern nutzen lässt. Ein weiteres Thema ist Wirtschaftsspionage. Hier spielt nicht zuletzt Österreich als Sitz internationaler Organisationen eine wichtige Rolle. Im Umkreis der OPEC ist ein reger Austausch im Gange. Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Neben sachlichen Fakten blitzt häufig eine Prise Ironie oder eine Spur Sarkasmus auf. Vor allem zum Thema Korruption gibt es gekonnte Spitzen. Obiges Zitat zeugt ebenfalls von ganz feinem Humor. Geschickt wird dargelegt, wie die Geheimdienste die österreichische Mentalität für ihre Zwecke nutzen. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf. Dass es Quellen bis in die höchsten Bereiche der Parteien und des Staates gibt, wird deutlich gemacht. Notfalls werden bestimmte Geschehnisse unter den Teppich gekehrt, um unangenehme politische Verwicklungen zu vermeiden. An einigen Stellen hat sich der Autor sicher weit aus dem Fenster gelehnt. Das in dunklem Blau gehaltene Cover mit dem Rot unterlegten Titel passt zum Thema. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es gibt Einblicke in eine Schattenwirtschaft, die dem normalen Bürger im allgemeinen verschlossen bleibt.

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    • 4
  • Spannend, informativ und top recherchiert!

    Im Fadenkreuz der Spione
    Julitraum

    Julitraum

    28. September 2016 um 07:20

    Der Autor Florian Horcicka wurde in Wien geboren und arbeitet als Journalist. Schon oft sorgte er in Österreich für Aufsehen mit seinen Entüllungen über wirtschaftliche und politische Skandale. Seine Spezialgebiete über die er meist berichtet sind Wirtschaftskriminalität, Ost-Politik und Geheimdienste.  In diesem Buch vermittelt er dem interssierten Leser einen ungemein aufschlussreichen und spannenden Einblick in die Welt der Spionage. Top recherchiert und sehr authentisch berichtet Horcicka über die Spionage-Szene in Österreich, deren hauptsächlicher Dreh- und Angelpunkt vornehmlich die Stadt Wien ist. Dabei kann er auf die Aussagen von wahren Spionen, eigenen Beobachtungen und selbstgemachten Erfahrungen zurückgreifen. Dem Leser eröffnet sich eine unglaubliche faszinierende Welt, mit der er so nicht gerechnet hat. Ein ums andere Mal konnte ich während des Lesens nur staunen. Auch für mich als Leser aus Deutschland war dieser Einblick in die Spionagewelt in Österreich sehr lesenswert. Der Autor schreibt schonungslos über sein Heimatland und beschönigt nichts und eröffnet interessante Verwircklungen und auch unglaubliche Affären. Was sich so alles mitten in Wien abspielt, wie sich die Spione treffen, wie ihr Informationaustausch ist und wie ein normaler Arbeitstag eines Agenten aussieht. All das und noch viel mehr erläutert uns Horcicka. Wie läuft die Rekrutiereung ab und welche Rolle spielt im heutigen Zeitalter überhaupt noch die Spionage? Vornehmlich geht es natürlich um wirtschaftliche Belange und um die Beschaffung von Informationen. Wer trifft sich mit wem? Hat dies Auswirkungen auf bestimmte Unternehmensentscheidungen? Welche Spionagedienste sind in der Überzahl und wer bespitzelt sich gegenseitig oder läuft über? Horcicka erwähnt unzählige Beispiele und lässt uns viele Details aus den verschiedenen Spionagediensten der Länder wissen, nicht nur dem österreichischen Heeresamt, auch über die Agenten anderer Großmächte weiß er ungemein interessante Details zu berichten. Das Buch ist zwar so voll gepackt mit wirklich spannenden und unglaublichen Details, daß man sich fürs Lesen ruhig Zeit nehmen sollte. Durch die gute Kapitelgliederung kann man aber ohne Weiteres einzelne Kapitel noch einmal genauer nachlesen. Ein wirklich sehr gelungenes und spannendes Sachbuch, das ich Interessierten sehr gerne weiterempfehlen kann.

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  • Sehr interessantes Sachbuch

    Im Fadenkreuz der Spione
    Svanny

    Svanny

    26. September 2016 um 19:46

    Inhaltsangabe:Spannend wie ein Thriller liest sich das neue Buch von Aufdeckungsjournalist Florian Horcicka. Seit Jahren beobachtet er die Spionage- Szene in Österreich – jetzt packt er sein Wissen aus. Welche Bedeutung hat Österreich im internationalen Spionage-Geschäft? Wie arbeiten die Agenten aus den ehemaligen Ostblockstaaten, für die Wien eine zentrale Drehscheibe ist? Wie dicht geknüpft ist ihr Netzwerk, und wie beeinflussen sie die Politik? Welche Rolle spielt das Heeresnachrichtenamt in dieser geheimen Gesellschaft? Mit seinen guten Verbindungen zu politischen Entscheidungsträgern hat es eine nicht zu unterschätzende Macht im Staat. Von Bedeutung ist auch die Wirtschaftsspionage: Welche Firmen stehen im Visier? Wie gehen die Agenten vor? Und welchen Einfluss haben sie auf Unternehmens-Entscheidungen? OMV oder OPEC sind nur zwei Beispiele von Organisationen, für die sich Agenten aus aller Welt brennend interessieren. Mit vielen atmosphärischen Beschreibungen zeichnet Florian Horcicka ein plastisches Bild des Lebens in dieser Schattengesellschaft.Fazit:Dies ist ein sehr gutes Sachbuch. Und für jeden, der sich für das Thema Spionage interessiert zu empfehlen. Es lag lediglich an Kleinigkeiten, dass ich einen 1 Stern abziehen musste. Mir persönlich fehlte ein Quellenverzeichnis. An vielen Stellen wurde auf Quellen verwiesen, allerdings nicht so, dass man als interessierter Leser diese Stellen noch einmal hätte vertiefen können. Des Weiteren fand ich an einigen Stellen die Übergänge zwischen den Kapitel sehr drastisch. An vielen Stellen wurde immer wieder gesagt, dass an späterer Stelle das angesprochene näher ausgeführt wird, allerdings kam es mir so vor, dass es mehr vorgeschieben war und dies nicht wirklich weiter ausgeführt wurde.Wie schon oben erwähnt, lohnt es sich dieses Buch zu lesen. Trotz der Kleinigkeiten überwiegen die Vorteile. Der Schreibstil ist gut zu lesen und bleibt auch an schwierigen Stellen sachlich. Viele Sachverhalte werden umfangreich erörtert und man wird gut in das Thema Spionage eingeführt, da viele verschiedene Punkte angesprochen werden.

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  • Leserunde zu "Im Fadenkreuz der Spione" von Florian Horcicka

    Im Fadenkreuz der Spione
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Worum geht's?Spannend wie ein Thriller liest sich das neue Buch von Aufdeckungsjournalist Florian Horcicka. Seit Jahren beobachtet er die Spionage- Szene in Österreich – jetzt packt er sein Wissen aus. Welche Bedeutung hat Österreich im internationalen Spionage-Geschäft? Wie arbeiten die Agenten aus den ehemaligen Ostblockstaaten, für die Wien eine zentrale Drehscheibe ist? Wie dicht geknüpft ist ihr Netzwerk, und wie beeinflussen sie die Politik? Welche Rolle spielt das Heeresnachrichtenamt in dieser geheimen Gesellschaft? Mit seinen guten Verbindungen zu politischen Entscheidungsträgern hat es eine nicht zu unterschätzende Macht im Staat. Von Bedeutung ist auch die Wirtschaftsspionage: Welche Firmen stehen im Visier? Wie gehen die Agenten vor? Und welchen Einfluss haben sie auf Unternehmens-Entscheidungen? OMV oder OPEC sind nur zwei Beispiele von Organisationen, für die sich Agenten aus aller Welt brennend interessieren. Mit vielen atmosphärischen Beschreibungen zeichnet Florian Horcicka ein plastisches Bild des Lebens in dieser Schattengesellschaft.Florian Horcickageboren in Wien, ist seit 2000 als Journalist tätig. Seine berufsbedingte Neugier hat ihn tief in wirtschaftliche und politische Affären (Bawag-Skandal, NSA, Hypo) geführt. Regelmäßig sorgt er mit seinen Enthüllungen für Aufsehen. Nach Stationen bei News, Österreich und Format war er zuletzt beim trend tätig. Seine Spezialgebiete: Wirtschaftskriminalität, Ostpolitik und Geheimdienste. >> Informationen zum Buch Bewerbung zur Leserunde:  Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 64
  • Ein unterhaltsamer und lehrreicher Blick fernab vom James-Bond Klischee

    Im Fadenkreuz der Spione
    Renken

    Renken

    23. September 2016 um 21:23

    Florian Horcicka öffnet in seinem Buch „Im Fadenkreuz der Spione“ das Fenster und lässt den Leser in eine Welt von Nachrichtendiensten, Agenten und Spionen blicken. Zum Inhalt: Der Autor beleuchtet in 25 schlagkräftigen Kapiteln die Situation der Spionage in Österreich. Hier geht es neben dem Zweck der Spionage auch um die Art und Weise. Horcicka erläutert ausführlich, welche Dienste bzw. Länder unter anderem in Österreich aktiv sind und welche Dienste Österreich selbst einsetzt und wie diese organisiert sind. Der Untertitel „Wie Agenten Österreich unterwandern“ ist Programm. Horcicka stellt klar, dass Österreich eine Drehscheibe der internationalen Spionage ist und dass selbst sensible und hochrangige Ebenen und Bereiche nicht vor dem Einfluss fremder Geheimdienste gefeit sind. Mein Eindruck: Zunächst bin ich natürlich nicht in der Lage über den Wahrheitsgehalt des Buches eine Aussage zu treffen, da ich in einer anderen Branche tätig bin und mich im Metier natürlich nicht auskenne. Daher habe ich dieses Buch als Chance verstanden einmal unter den Deckmantel des Schweigens zu blicken. Florian Horcicka gelingt es vor allem durch seinen wechselnden Schreibstil Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken. Neben rein sachlich und sehr gut recherchierten Abschnitten, berichtet er aber auch sehr bild- und beispielhaft über Szenen aus dem Agentenalltag. Die klare und übersichtliche Gliederung in Kapitel macht das Buch insgesamt sehr übersichtlich. Fazit: Das Lesen dieses Buches war informativ wie unterhaltsam gleichermaßen. Mit einem offensichtlich gut recherchierten Inhalt, der überdies mit zahlreichen Quellenangaben aufwartet, konnte mich dieses Buch überzeugen.

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