Florian Illies

 3.6 Sterne bei 725 Bewertungen
Autor von 1913, Generation Golf und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Florian Illies

Florian Illies, Jahrgang 1971, studierte nach seinem Abitur Kunstgeschichte und Neuere Geschichte. Nachdem er anschließend als Volontär bei der Fuldaer Zeitung tätig war, arbeitete er unter anderem als Feuilletonredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Bekannt wurde Illis durch seinen Bestseller "Generation Golf", das im Jahr 2000 veröffentlicht wurde. Ein Jahr zuvor wurde der Autor für sein literarisches Schaffen mit dem Axel-Springer-Preis ausgezeichnet. Florian Illis ist der Gründer der Zeitschrift "Monopol" - eine Zeitschrift für Kunst, Literatur und Lifestyle. Seit 2018 ist Illies der Verleger des Rowohlt Verlags.

Alle Bücher von Florian Illies

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1913

1913

 (253)
Erschienen am 19.02.2015
Generation Golf

Generation Golf

 (253)
Erschienen am 01.06.2001
Anleitung zum Unschuldigsein

Anleitung zum Unschuldigsein

 (80)
Erschienen am 01.11.2002
Generation Golf zwei

Generation Golf zwei

 (62)
Erschienen am 01.03.2006
Ortsgespräch

Ortsgespräch

 (41)
Erschienen am 09.01.2008
Gerade war der Himmel noch blau

Gerade war der Himmel noch blau

 (2)
Erschienen am 26.10.2017
Anleitung zum Unschuldigsein

Anleitung zum Unschuldigsein

 (0)
Erschienen am 30.09.2015

Neue Rezensionen zu Florian Illies

Neu

Rezension zu "1913" von Florian Illies

Unterhaltsame Geschichtsanekdoten
Becky_Bloomwoodvor 17 Tagen

Zu Florian Illies' Buch 1913 - Der Sommer des Jahrhunderts habe ich gegriffen, da ich so viele positive Rezensionen gelesen habe und es mir sehr oft ans Herz gelegt wurde. Obwohl mich das Jahr 1913 nicht so richtig gereizt hat, habe ich zu 1913 gegriffen - und habe es nicht bereut.

Florian Illies' kleine Anekdoten aus dem Jahr, bevor der erste Weltkrieg begann, sind Ereignisse aus Kultur und Politik, wobei das Hauptaugenmerk definitiv auf ersterem liegt. Die kurzen Abschnitte gehen ineinander über, so dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte. Ein überaus angenehmer Schreibstil tut sein übriges, um aus Geschichte unterhaltsame Lektüre zu machen. Manchmal verspürte ich bei Sätzen wie "und in München verkauft ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine biederen Stadtansichten" einen kleinen unbehaglichen Schauer - was natürlich daran liegt, dass man nun weiß, was aus diesem "Postkartenmaler" wird. Dafür gefielen mir aber die Abschnitte über Rilke sehr, da ich ein Faible für den Dichter habe.

Fazit: Gelungenes und kluges Geschichtspanorama, das auch Leser begeistern wird, die ansonsten nicht so oft zu Sachbüchern greifen.


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Rezension zu "1913" von Florian Illies

Erbauliche Reise ins Jahr 1913
Cornelia_Ruoffvor 23 Tagen

  Florian Illies 
Genre:  Sachbücher 
Verlag:  S. Fischer 
Erscheinungsdatum:  19.02.2015 
Format:  Fester Einband 
Seiten:  432 
Sprecher:  Stephan Schad 
Cover:  Rosemarie Kreuzer 
Ungekürztes Hörbuch:  Audio Verlag 
Hördauer:  384 min 
Ich habe es gehört mit:  audible 
 

KLAPPENTEXT / INHALTSANGABE ZU 1913 – DER SOMMER DES JAHRHUNDERTSVON FLORIAN ILLIES

Ein Buch so farbig, so schillernd, so vielgestaltig wie der Sommer des Jahrhunderts.

„Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen - Illies‘ Geschichten sind einfach großartig.“

Ferdinand von Schirach

Die Geschichte eines ungeheuren Jahres, das ein ganzes Jahrhundert prägte: Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich. 

Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Der Erste Weltkrieg führte die Schrecken alles vorher schon Erkannten und Gedachten nur noch aus. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden. 

Malewitsch malt ein Quadrat, Proust begibt sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit, Benn liebt Lasker-Schüler, Rilke trinkt mit Freud, Strawinsky feiert das Frühlingsopfer, Kirchner gibt der modernen Metropole ein Gesicht, Kafka, Joyce und Musil trinken am selben Tag in Triest einen Cappuccino – und in München verkauft ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine biederen Stadtansichten.

„Die Konstruktion des Buches ist fabelhaft, Florian Illies‘ anekdotischen Gaben sind es nicht minder, die Charakterisierung von Personen und Situationen ist beeindruckend. Auch was ich zu kennen meinte, habe ich hier ganz neu gelesen.“

Henning Ritter

REZENSION 1913 – DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS

ZUM INHALT / REZENSION 1913 -DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS VON FLORIAN LLLIES

Man könnte es auch als ein interaktives Buch bezeichnen. Florian Illies ergänzt in 1913 vorhandenes Wissen des Lesers mit anschaulichen Anekdoten und entwirrt die Beziehungen der Künstler unter– bzw. miteinander. Florian Illies flüstert dem Leser „Privates“ über bestimmte Künstler zu und der Leser lauscht voyeuristisch.

Schon die Einleitung hat mir sehr gut gefallen: Er verbindet in wenigen Sätzen den 12-jährigen Louis Armstrong mit Franz Kafka und Stalin, die nichts außer der Zeit, in welcher sie leben, wirklich etwas miteinander zu tun haben. Aber das reicht, oder vielleicht auch deswegen war ich sofort fasziniert.

Der Name Lou Andreas Salome war mir zwar im Zusammenhang mit Nietzsche bekannt, aber ich wusste nichts, außer Fakten über sie. Florian Illies zeigt, wie die Männer, ihr zu Füßen lagen. Männer, wie Friedrich Nietzsche, Franz Wedekind, Rainer Maria Rilke, Leonid Tolstoi und Richard Strauß. Das kann bestimmt nicht nur, wegen ihrer Schönheit gewesen sein. Also habe ich Lou Andreas Salome, in meine „Faszinierende Autorinnen“-Reihe, die ich im April zu rezensieren beginne, aufgenommen.

Arnold Schönberg hatte Probleme mit der Zahl 13, Aber hat er deswegen seine 12-Ton-Musik komponiert? Immerhin hat er seine Oper von „Moses und Aaron“ in „Moses und Aron“ umbenannt, weil der erste Titel 13 Buchstaben hatte. Abergläubisch, aber durchaus menschlich.

Thomas Mann wird durch den Kuraufenthalt seiner Frau Katja in Davos, zum „Zauberberg“ animiert. Unwillkürlich erinnerte ich mich sehr schwach an die Lektüre. Vielleicht eine Anregung das Buch nochmals zu lesen?

Es wäre schade, allzu viel zu verraten. Aber Else Lasker-Schüler hatte enge Bindungen zu Franz Marc, seiner Frau, Kandinsky und vielen weiteren. Oswald Spengler, Max Liebermann, Claude Monet und Picasso sind zusammen mit vielen weiteren Künstlern, die in diesem Buch die Protagonisten sind. Florian Illies schaut auch in die Schlafzimmer seiner Helden. Und eine der wichtigsten Fragen: Wer hat die Mona Lisa geklaut?

1913 – Der Sommer des Jahrhunderts macht Spaß! Spaß beim Hören! Und Spaß beim Lesen. Allerdings handelt es sich immer um Momentaufnahmen der Zeit. Der Sprecher Florian Illies plaudert ein wenig aus dem Nähkästchen.

Das Buch animiert zum Recherchieren bzw. die eigene Leseliste zu erweitern. Es macht neugierig. Was war an Lou Andreas Salome so faszinierend, dass ihr diese klugen Männer geradezu verfallen sind?

Und diese Liebe zwischen Gottfried Benn und Else Lasker-Schüler. Es lohnt sich sicherlich, die Gedichte aus dieser Zeit zu betrachten

Aber es geht nicht nur um die Menschen, sondern auch um die Werke, die in diesem Jahr entstanden sind:

Woyzeck von Georg Büchner

Die Verwandlung von Franz Kafka

Die erste Umsetzung der Blauen Pferde von Franz Marc

Die Idee zu Der Zauberberg“ von Thomas Mann
12-Ton-Musik 
von Arnold Schönberg

Der Untergang des Abendlands von Oswald Spengler

Eine Liebe von Swann in: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Marcel Proust

Diese genannten Werke sind nur eine kleine Auswahl aus diesem Jahr der kreativen Fülle.

5/5 Punkten

SPRACHLICHE GESTALTUNG

Florian Illies erzählt diese „Fakten“ leicht und locker, so als habe er gerade von einer Freundin des Künstlers ein Geheimnis erfahren, dass er uns heute erzählen darf. Ich habe ganz aufmerksam gelauscht. Der Leser oder Hörer bringt oft ein schulisches Grundwissen über diesen Künstler mit. Genau dieses Wissen erweckt Florian Illies zum Leben. Ein wenig frivol, ein bisschen voyeuristisch, aber vor allem ist es amüsant. Es sind Anekdoten. Durch diese Vorgehensweise macht Florian Illies, aber nicht nur die Künstler, sondern auch deren Werke lebendig.

In zwölf Kapiteln, für jeden Monat im Jahr 1913 erzählt Florian Illies, was es kulturell zu erwähnen lohnt. Am Ende des Buches zitiert der Autor in einer Auswahlbibliografie, Werke denen er wichtige Hinweise verdankt. Also wer Appetit auf mehr hat, nehme sich diese Liste als Leseliste. Ab und zu hätte ich mir gewünscht, Florian Illies wäre länger bei einem Thema geblieben.

5/5 Punkten

COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUNG

Zur Vita Florian Illies

Der Einband ist schön gestaltet. Es zeigt wohl Frauen, die auf Wiesen wandeln. Passt!

4/5 Punkten

DAS HÖRBUCH

Das Hörbuch gibt es zur Zeit (13.03.2019) bei audible herabgesetzt ca. zum halben Preis.


FAZIT

1913 ist das letzte Jahr der guten alten Zeit. Es ist das letzte Jahr einer langen Friedensperiode. Bei dem Buch 1913 – Ein Jahrhundertsommer handelt es sich um ein stark kulturell ausgerichtetes Buch. Auf dieses kulturelle Füllhorn folgt das Zeitalter der Katastrophen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Verbindungen der Künstler untereinander waren mir oft nicht bekannt. Somit entwickelten sich aus kleinen Skizzen, farbenfrohe Charaktere. Ich hätte mir manchmal gewünscht, die Passage zu manchen Themen wäre länger gewesen, deswegen ziehe ich insgesamt 0,5 Punkte ab.

Aber es gibt ja noch den zweiten Teil: 1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte

Ich vergebe insgesamt 4,5/5 Punkten.


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Rezension zu "1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte" von Florian Illies

Herzlich willkommen im Jahr 1913
Sikalvor 4 Monaten

Der Autor Florian Illies hat nun die Fortsetzung zu seinem internationalen Bestseller „1913. Der Sommer des Jahrhunderts“ veröffentlicht. Das Jahr 1913 bietet anscheinend einen reichhaltigen Fundus an Anekdoten, zum Teil humorvoll, zum Teil skurril oder berührend. Auch in diesem Fortsetzungsband treffen wir auf viele bekannte Persönlichkeiten, die uns staunen oder schmunzeln lassen.


Das Buch teilt die Erzählungen von Jänner bis Dezember. Illies schreibt, die zum Teil sehr kurzen Episoden, wortgewandt und erfrischend. Die Seiten fliegen nur so dahin, während man in längst vergangene Zeiten eintaucht. Das letzte Jahr vor dem Ersten Weltkrieg hat so manches zu bieten. So ist beispielsweise Marcel Proust fertig mit dem ersten Teil von „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ und schickt diese 712 Seiten an drei verschiedene Verlage, von denen er allesamt eine Absage bekommt.

 

Ebenso treffen wir auf Egon Schiele und seine etwas eigene Art mit seinen Modellen (besonders mit Wally) umzugehen. Mehrmals begegnen wir Nijinsky sowie dem Russischen Ballett und können über eine sehr ungewöhnliche Entwicklung lesen. Oder auch Otto Witte wird erwähnt, der für einige Tage zum König von Albanien gekrönt wurde.

 

Über Igor Strawinsky gibt es ebenso etwas zu erzählen, wie über Franz Marc und die Blauen Reiter, Kafka, Rosa Luxemburg, Kandinsky, Stefan Zweig und viele andere. Von Konzerten, Affären, Reisen, Expeditionen oder Forschungen – Illies zaubert so manches aus dem Schatzkästchen des Jahres 1913.

 

Einige Fotos ergänzen diese Geschichten, lassen so manches Porträt dadurch noch persönlicher wirken. Viele interessante historische Episoden und viel Privates wird hier sehr amüsant erzählt. Gerne vergebe ich 4 Sterne für diese Klatsch- und Tratschgeschichten aus längst vergangener Zeit.

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Zusätzliche Informationen

Florian Illies wurde am 04. Mai 1971 in Schiltz (Deutschland) geboren.

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