Florian Illies 1913

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Inhaltsangabe zu „1913“ von Florian Illies

Die Geschichte eines ungeheuren Jahres – der internationale Bestseller jetzt im handlichen Taschenformat!»Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen – Illies' Geschichten sind einfach großartig.«Ferdinand von SchirachFlorian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama des Jahres, in dem unsere Gegenwart begann: 1913. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich. Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalls inne. Florian Illies lässt dieses Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein erstes Flackern des Untergangs, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

Kleine Kulturgeschichte kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs

— Buecherfreundinimnorden
Buecherfreundinimnorden

Ich glaube, jeder Historiker und auch jeder Kulturwissenschaftler hat ein Lieblingsjahr. Nach dem Lesen ist meines 1913.

— lifesayshello
lifesayshello

Wunderschön und kurzweilig

— huckelberry
huckelberry

test

— Pacoloco
Pacoloco

Schöner, poetischer Schreibstil, der die 'Hauptdarsteller' des Jahres 1913 in den verschiedensten Facetten beleuchtet! Pure Lesefreude!

— Rpunkt99
Rpunkt99

Großartig! Unterhaltsam und gleichzeitig "nach wahren Begebenheiten". Für Fans von Kafka/ C.G. Jung/ Freud/ Mann.

— chanti
chanti

Großartig! Ich hab selten so viele interessante, teilweise auch verstörende Erzählungen über Personen des 20. Jh. gelesen.

— Sterrenhemel
Sterrenhemel

Kleine Anekdoten aus den Leben wichtiger Menschen im Jahre 1913. Die meisten recht amüsant, manche befremdlich und wenige auch langatmig.

— hibiscusbloom
hibiscusbloom

Ein interessantes und lesenswertes Panorama des Jahres 1913. Empfehlenswert, jedoch recht viel Input auf einmal.

— snowi81
snowi81

Eigentlich passiert nicht wirklich etwas. Und doch ganz viel. So geschrieben, dass es Interesse für die Zeit weckt.

— sinuhe
sinuhe

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  • Rezensionen
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  • Interessante Zeitstudie in Sachen Kunst und Lebensgefühl

    1913
    Buecherfreundinimnorden

    Buecherfreundinimnorden

    03. August 2017 um 18:25

    Der Autor schildert die Befindlichkeiten diverser Geistesgrößen und Künstler im Jahr 1913. wir erleben auszugsweise mit, was Rilke, Kafka oder Jung ( um nur einige zu nennen) kurz vor Beginn des ersten Weltkriegs getan, gedacht, geschrieben haben. Mit wem oder über wen sie sich amüsierten, was sie quälte, wie es um ihre finanzielle Situaion bestellt war: alles dabei. Das letzte Jahr im Frieden, bevor die Hölle losbricht: das ist durchaus interessant, allerdings habe ich das ähnlich angelegte Buch von Werner Biermann ( Sommer 39) noch spannender gefunden. Biermann beleuchtet die europaweite Lage auch politisch, das hat mir gefallen und bei mir noch mehr Interesse geweckt - daher 4 von 5 Sternen für Illies.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • LovelyBooks Challenge Buchpreise 2017

    Widerfahrnis
    Ginevra

    Ginevra

    Challenge Buchpreise Liebe Lovelybookerinnen und Lovelybooker, lest auch Ihr gerne anspruchsvolle, womöglich sogar preisgekrönte Bücher? Interessiert Ihr Euch für die Long- und Shortlists diverser Buchpreise? Habt Ihr Lust, gemeinsam unterschiedliche Literatur- Preisträger kennenzulernen und sich hier darüber auszutauschen? Dann ist diese Challenge genau das Richtige für Dich! Hier die Regeln: Es gelten Bücher, die mindestens einmal auf einer Long- oder Shortlist für einen renommierten Buchpreis aufgetaucht sind, oder diesen sogar gewonnen haben.  Bei Preisen für das Gesamtwerk eines Künstlers/ einer Künstlerin gilt jedes Buch aus dem Gesamtwerk, auch nach der Preisverleihung erschienene Werke. Ganz wichtig: das Erscheinungsjahr ist dabei egal!  Hier werden einige Buchpreise vorgeschlagen, aber da es beinahe unzählige gibt, wird es Unterrubriken nach Genre geben. Es ist dabei egal, wieviele Bücher pro Liste gelesen werden. Wichtig ist in erster Linie der Austausch – und der Spass! Du darfst Dir ein persönliches Ziel setzen: 5, 10, 15 oder 20 Bücher! Wie funktioniert es praktisch? 1. Melde dich bitte mit einem Sammelbeitrag unter der entsprechenden Rubrik an! Der Sammelbeitrag wird in der Teilnehmerliste verlinkt, so dass Du ihn schnell wiederfindest. 2. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Und du kannst dich natürlich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. 3. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und poste den link dazu in Deinem Sammelbeitrag. 4. Bitte beachten: Die Liste der Buchpreise erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, für alle weiteren Buchpreise gibt es die Rubrik „Sonstige“. 5. Anregungen findest Du u. a. auf folgenden links: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Literaturpreisen www.literaturpreisgewinner.de http://www.deutscher-buchpreis.de/ http://themanbookerprize.com/ http://academie-goncourt.fr/ http://www.norden.org/en/nordic-council/nordic-council-prizes/nordisk-raads-litteraturpris Hier noch ein interessanter link für verschiedene Krimipreise: http://www.das-syndikat.com/krimipreise.html Nimmst du die Herausforderung an?Ich freue mich auf viele Anmeldungen! TeilnehmerInnen (ist hier eigentlich auch ein Mann dabei??): Bellis-Perennisblack_horse Buchraettin Buecherwurm corsicana dia78 erinrosewell Ginevra Gruenente gst Gwendolina Harlequin Jary krimielse leselea lizzie123 marpije miss_mesmerized Orisha schokoloko29 Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi wandablue Wedma

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  • 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts

    1913
    lifesayshello

    lifesayshello

    22. March 2017 um 14:55

    Das herrliche an diesem Buch ist, dass es wie ein Tagebuch durch das Jahr 1913 huscht. In 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts erleben Persönlichkeiten einzelne Tage in ihrem Leben. Einige dieser Menschen sind bereits bekannt, andere werden bedeutend werden. Im Großen und Ganzen bewegen sich die meisten Figuren in der Künstlerszene. Da sind bekannte und (heute nicht mehr) bekannte Literaten, Maler und eben auch ein Adolf Hitler, der einfach hätte bei seinen verdammten Aquarellen bleiben sollen. Und dann auch ein Franz Kafka, bei dessen Erwähnung, man spätestens beim dritten Mal die Augen verdreht. Während alle so heiter ihr Leben genießen, ist es nicht nur der Titel, der vermuten lässt, dass sich bald der Herbst nähern wird – er hängt die ganze Zeit über den Köpfen der Charaktere. Und dennoch ist die Geschichte eine heitere Erzählung, die oft mit etwas Ironie und meistens mit einem Augenzwinkern daher kommt, die sie so angenehm zu lesen macht. Kann ich das Buch empfehlen? Ja, auf jeden Fall. Es ist ein kurzweiliges und lehrreiches Buch. Durch die zumeist kurzen Kapitel lohnt es sich auch für „Weniger-Leser“. Es ist eine lockere Unterhaltung zwischendurch, die gut und leicht geschrieben ist, sodass es einfach ein Genuss ist, sich durch die Handlung zu blättern. Die ganze Rezension gibt es auch in meinem Blog.

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  • Wunderschön und kurzweilig

    1913
    huckelberry

    huckelberry

    06. December 2016 um 08:37

    Das Buch ist in die Monate des Jahres 1913 gegliedert und jeder Monat enthält viele kleine Annekdoten zu bekannten Persönlichkeiten. Sie lesen sich zuweilen fast wie Fortsetzungsgeschichten aus der Tageszeitun. Wirklich sehr unterhaltsam. Mit dem Jahr 1913 verbindet man nicht unbedingt Liebesgeschichten zwischen heute berühmten Künstlern. Die Geschichten bieten, teils etwas reißerisch, Einblick in das tägliche Leben und die vorherrschende Stimmung abseits der Politik.

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  • Im Jahre 1913...

    1913
    Bibliomania

    Bibliomania

    28. June 2016 um 23:49

    Unglaubliches und doch Wahres passiert im Jahr am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ob Robert Musil, Artur Schnitzler, Franz Kafka oder Adolf Hitler. Personen, Begebenheiten, Werke erblicken das Licht der Welt, verschwinden, finden statt.Mit diesem Buch ist Florian Illies ein wirklich herausragendes Buch gelungen. Klug, witzig, unterhaltsam, charmant. Mit fallen noch mehr positive Adjektive ein, um diese Perle von Buch zu beschreiben. Ein Querschnitt durch die Welt, nicht nur in Deutschland. Viele, viele bekannte Gesichter, aber auch neue Persönlichkeiten und vor allem Fakten lassen dieses Buch so lebendig wirken, als wäre man für kurze Zeit selbst im Jahre 1913. Eine klare Leseempfehlung!

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  • alles was man braucht

    1913
    dominona

    dominona

    03. August 2015 um 19:32

    Ein sehr interessanter, teils leicht reißerisch gestalteter Überblick über die Geschehnisse ein Jahr vor Kriegsbeginn. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der künstlerischen, literarischen und psychologischen Entwicklung der Zeit. Der Autor geht chronologisch vor und wendet sich immer wieder verschiedenen Personen zu. Dabei ist er oft ironisch (Rilke) und bringt aber den stürmischen Kern des Buchs immer wieder erstaunlich gut auf den Punkt. Ich habe viele Anregungen erhalten, mich welchen Biographien ich mich nochmal eingehender befassen möchte.

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  • Eine großartige Zusammenfassung

    1913
    Kartoffelschaf

    Kartoffelschaf

    18. July 2015 um 17:23

    Die Geschichte eines ungeheuren Jahres der internationale Bestseller jetzt im handlichen Taschenformat!§§"Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen Illies' Geschichten sind einfach großartig."§§Ferdinand von Schirach§§Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama des Jahres, in dem unsere Gegenwart begann: 1913. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.§§Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalls inne. Florian Illies lässt dieses Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein erstes Flackern des Untergangs, in einem grandiosen Panorama lebendig werden. * Ich war anfangs ein wenig skeptisch, ob sich dieses Buch ob der doch recht komplexen Thematik gut lesen lassen wird.Dazu kann ich nun, nachdem ich es beendet habe definitiv ja sagen. Allerdings ist es kein klassischer Roman und mir persönlich war es nicht möglich, dieses Buch an einem Stück zu lesen. Daher auch der eine Stern Abzug. Vom Aufbau her ist es untergliedert in die einzelnen Monate des Jahres 1913 und in diverse Abschnitte - jeweils zu den entsprechenden Persönlichkeiten. Hiervon sind jedem bekannt, von anderen hat man vielleicht nur mal den Namen gehört, kann diese Person aber nicht richtig einordnen. Umso spannender ist es, diverse Dinge, Begebenheiten und Beweggründe zu erfahren. Irgendwie ein klein wenig Auffrischung in Geschichtsdingen. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und bin um einiges an Wissen reicher.  Der Autor versteht es grandios, die Dramatik und Tragik einiger Geschichten mit Witz und einem ganz besonderen Charme zu beschreiben.  Ich kann dieses Buch vorbehaltlos empfehlen.

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten
    Daniliesing

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Das darf in diesem Jahr nicht fehlen!

    1913
    VeraPestel

    VeraPestel

    19. November 2014 um 10:52

    Niemand ahnte im Sommer des Jahres 1913, dass im darauffolgenden Jahr alles anders sein würde, dass es einen Krieg geben könnte. Es gab einige die unkten, allein schon aufgrund der Zahl 13, die als Unglückszahl gefürchtet wird. Illies hat einiges über das Jahr zusammengetragen. Er schreibt, 1913 sei ein "völlig überdrehtes Jahr". Der erste Looping wird geflogen. Lutz springt zum ersten Mal den Lutz. Hitler spaziert im Park von Schloss Schönbrunn, dort spaziert auch Stalin, Kaiser Franz Josef fährt in der Kutsche vorbei, so viel Geschichte auf einmal, das Unheil ist im Anmarsch. Maler, Literaten, Denker, Aufbruch und Wildheit, dazwischen die Meldung von der Geburt Gert Fröbes. Das erwartet uns in dem Roman. Illies gibt uns einen Einblick in die Welt der Künstler und Literaten. Die Politik spielt keine große Rolle, so scheint es. Man macht sich Sorgen am Rande, ja, aber das eigene Überleben steht an erster Stelle. Thomas Mann übernimmt sich mit seinem Hausbau, für Else Lasker-Schüler wird Geld gesammelt, Trakl läuft mit Depressionen am Strand entlang, die Neurasthenie scheint überall. Außerdem verkündet der Präsident der Stanford University: „Der große Krieg in Europa, der ewig droht, wird nie kommen." Also schreibt Kafka Liebesbriefe der anderen Art, Kokoschka malt besessen an einem Bild. Das sind Namen, die wir kennen. Oft wartet der Autor mit Anekdoten auf, die mich schmunzeln lassen. Was ist wahr an diesen kleinen Geschichten, wo galoppiert er mit uns davon, um ein Bild zu malen, aus dem Text zu schauen? Ich kann es nicht sagen, die angeführte Literaturliste ist lang. Manchmal wertet er bissig und treffend, "... und zeichnet die Krone der Schöpfung, das Schwein, den Menschen." Er zeichnet das Bild eines Jahres. Vieles bricht. Neue Strömungen drängen sich auf. Die Kritik ist machtlos, sie kann nichts verhindern. Der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Rückblickend sind es Revolutionen an jeder Front. Diese Aufbruchstimmung fehlt mir in der heutigen Zeit. Betrachte ich es genauer, muss ich sehen, dass es sie überall gibt. Sie liegen verstreut und es ist oft Zufall, was mich erreicht. Ich lebe in der Zeit der Informationsflut. Alles scheint wichtig. Vielleicht fühlt sich das genauso an wie damals. Die Zeit vor hundert Jahren kommt mir bahnbrechender vor. Auch wenn man Verabredungen aufgrund brieflicher, und dementsprechend langwieriger, Kommunikation verpassen konnte. Gegliedert ist der Roman ganz einfach, nach Monaten. Zu Beginn gibt er einen Ausblick auf die kommenden Tage, sehr treffend, heiter zusammengefasst. Es lässt sich leicht lesen, was Rilke und die Manns taten, wo arbeitete Gottfried Benn und was war mit Else Lasker-Schüler, wie bestritten sie ihr Leben, was hatten sie miteinander zu tun, oder kannten sie sich gar nicht? Langweilig ist es nie. Und wieder schreibt ein Historiker einen Roman. Er hat mir damit einen Einblick in die Zeit verschafft. Und er hat es besser gemacht als manch anderer. Fakten hat er geschickt verbunden und eine herrliche Atmosphäre geschaffen von dem, was einmal war. Es ist schade, dass dieses Jahr so schnell verging.

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  • Der Sommer des Jahrhunderts

    1913
    Kerstin2505

    Kerstin2505

    22. October 2014 um 15:49

    Über dieses Buch wurden ja bereits zahlreiche Lobeshymnen ausgeschüttet – und jetzt komme auch noch ich hinterher, Eeewigkeiten nachdem das Hardcover erschienen ist und auch die Taschenbuchausgabe schon über zwei Monate in den Buchhandlungen liegt. Ich tu‘ es trotzdem, denn es muss einfach sein. Ich habe lange kein Buch gelesen, das mich so bedingungslos begeistert hat, und weil ich ihm so viele Leser wie möglich wünsche, will ich es an dieser Stelle noch einmal in Erinnerung rufen für alle, die bisher nicht die Gelegenheit hatten, es zu lesen oder es irgendwo in den Untiefen ihres SuBs herumliegen haben. Worum geht es? Ganz platt gesagt: um das Jahr 1913. Etwas differenzierter gesagt: es geht um Freud, Proust, Kafka, Lasker-Schüler, Stalin, Benn, das Ehepaar Schnitzler, Kokoschka, die Manns, Hitler, Rilke… die Liste ließe sich noch ewig erweitern, denn wir treffen gefühlt wirklich jeden, der zu dieser Zeit Rang und Namen hatte oder zumindest schon in den Startlöchern dafür stand. Aber vielmehr als das WER steht hier eigentlich das WIE im Vordergrund. Florian Illies hat kein Sachbuch geschrieben, er hat auch keinen Roman geschrieben. Es sind vielmehr unzählige kleine Episoden – manche nur eine Zeile kurz – die er mühevoll anhand von Tagebüchern und Aufzeichnungen recherchiert hat und hier nun chronologisch aufbereitet und zu einem bunten Mosaik aus Fakten und manchmal auch kleineren Mutmaßungen und Gedankenspielen verschmelzt („Vielleicht haben sich die beiden [Hitler und Stalin], von denen ihre Bekannten aus dieser Zeit erzählten, dass sie gerne im Park von Schönbrunn spazieren gingen, einmal höflich gegrüßt und den Hut gelüpft, als sie ihre Bahnen zogen durch den unendlichen Park.“). Manches weiß man also sicher, bei anderem ist man ein bisschen im Ungewissen, aber eigentlich treten Kategorien wie „wahr“ oder „ausgedacht“ beim Lesen auch sehr schnell völlig in den Hintergrund. Man wird einfach nur mitgerissen von dem, was da so alles passierte in diesem „Sommer des Jahrhunderts“, wie es Illies nennt. Die Süddeutsche Zeitung beschrieb das Buch als „gewaltigen Teaser“, und das trifft meiner Meinung nach voll ins Schwarze. Man will permanent mehr wissen, tiefer in die Hintergründe einsteigen, will die Gesichter zu den einzelnen Episoden sehen, mehr über die genannten Künstler erfahren, wissen, wie es für einige von ihnen nach 1913 weiterging... Was Illies hier macht, ist wirklich ganz großes Kino und verdient daher auch eine ganz große Leseempfehlung!

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  • Ich fand das Buch nicht gut

    1913
    puppy87

    puppy87

    19. October 2014 um 14:10

    1913 - Der Sommer des Jahrhunderts ist ein ärgerliche Buch, weil, wäre es das Thema einer Seminararbeit im Fach Germanistik, der oder die Autorin dafür keinen "Schein" bekommen hätte. Es ist erschreckend, mit welcher Art Buch ein Autor in diesem Land reüssieren kann, wenn er vom Feuilleton bereits zum "Olymp" deutscher Literaten gezählt wird.   warum wird dieses Buch so gespriesen? Die antwort auf diese Frage bleibt mir verschlossen, Nach der Lektüre über due ersten beiden Monate des Jahre 1913 habe ich dieses Buch mehr als entäuscht abgebrochen kein Stern

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  • Unterhaltsame Geschichtscollage

    1913
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    Aus unzähligen einzelnen Momentaufnahmen setzt Illies seine Geschichts-Collage zusammen. In rascher Folge reiht er kleine Szenen aneinander, die er dem Leben historischer Personen entlehnt hat, wechselt in leichtem Plauderton hin und her zwischen historischen Ereignissen und skurrilen Fakten und kommentiert nicht selten mit ironischem Augenzwinkern das eine und andere biographische Detail. Wissenschaftlich fundiert ist diese Erzählweise freilich nicht, aber sie ist stets anregend und hoch unterhaltsam. Zwar bleibt Illies insgesamt an der Oberfläche der vielen kleinen Geschichten, die er erzählt, aber gerade dadurch gelingt es ihm hervorragend die 1913 herrschenden kunst- und kulturgeschichtlichen Strömungen einzufangen. Natürlich kann er - obwohl er einen sehr weiten Bogen spannt - dem Anspruch von Vollständigkeit nie genügen. So bin ich garantiert nicht die einzige Leserin, die den einen und anderen prominenten Kopf vermisst (Wo ist Hesse? Wo G. Hauptmann?). Doch angesichts der Fülle seines Personals und der beeindruckenden Vielfalt des zusammengetragenen Materials ist dieser kleine Makel sehr verzeihlich. Schade finde ich nur, dass Illies den Fokus ausschließlich auf die prominenten Köpfe von 1913 legt. Es sind Künstler und Kreative, Politiker und Denker, die im Mittelpunkt stehen. Ein wenig mehr Alltagsgeschichte hätte dem Ganzen noch mehr Bodenhaftung und Aktualitätsbezug verliehen. Doch insgesamt ist ‚1913‘ eine sehr amüsante Lektüre, die ein wenig wie ein Geschichtsbuch im Boulevard-Stil daher kommt, aber genau deshalb auch ein sehr breites Publikum unterhalten kann.

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    • 7
  • der sommer 1913

    1913
    michella propella

    michella propella

    14. July 2014 um 22:30

    ahhh! simply mindblowing. illies schafft es, uns die welt der ""wichtigen" schachfiguren des jahres 1913, sprich künstler, schriftsteller, politiker und deren bessere hälfte(n) auf einem tableau in kleinen häppchen zu präsentieren, dass man wünscht, dieses picknick nähme nie ein ende. zwischen wien und berlin, einer prise prag und paris, abstecher an die ostsee und alpen, erfahren wir über die großen und kleinen alltäglichkeiten, probleme, krankheiten, illusionen, verrücktheiten, sehnsüchte und liebschaften all jener, die das weltgeschehen in der kunst bis heute nachhaltig beeinflussen. und man versteht aufs neue, wie "klein" und miteinander verwoben die welt von damals war, als sich diese genannten untereinander kannten und bereisten und nebenbei der welt ihren stempel aufdrückten. nach monaten geordnet, in viele absätze gegliedert, lässt illies thomas mann, rilke, kafka, benn und die brücke-künstler, kokoschka, alma mahler-werfel, freud und jung (um nur einige zu nennen) lebendig und menschlich werden. grandios! ich warte auf den sommer 2014...

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  • Rezension zu "1913" von Florian Illies

    1913
    BertieWooster

    BertieWooster

    1913? Was war an diesem Jahr schon besonderes? Ja 1912 Untergang der Titanic und Wettlauf zum Südpol und 1914 Beginn des 1. Weltkriegs, diese Jahre sagen einem noch was. Aber 1913? Irrtum, wie das Buch von Herrn Illies zeigt. Das Buch zeigt, was im Leben berühmter Künstler vor sich ging. Damit wird die besondere Widersprüchlichkeit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg augenscheinlich. Auf der einen Seite die Prüderie des Wilhelminismus und des Historismus, auf der anderen Seite die moderne Kunst, sei es in der Literatur mit Kafka, Musil, Werfel oder in der Malerei mit den Künstlergruppen des Blauen Reiters oder der Brücke oder Malern wie Picasso, Duchamp, Braque, Matisse. Die Kunst will sich von ihren "Vätern" befreien. Dies spiegelt sich auch in der Psychoanlyse wieder, wenn C.G. Jung mit seinem "Vater" Freud bricht. Eine faszinierende Zeit, die im Jahr darauf in der Katastophe des Weltkriegs endet. Wenn man das Buch gelesen hat, kommt einem die jetzige Zeit richtig langweilig vor, trotz der noch gesteigerten Eile der neuen Technik. Wen wird man in 100 Jahren aus unserer Zeit noch so kennen, wie die Künstler der damaligen Zeit? Aber vielleicht ist es auch ganz gut so, in einer langweiligen Zeit zu leben.

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    • 2
    Arun

    Arun

    02. May 2014 um 20:09
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