Florian Illies 1913

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Inhaltsangabe zu „1913“ von Florian Illies

Die Geschichte eines ungeheuren Jahres – der internationale Bestseller jetzt im handlichen Taschenformat! 'Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen – Illies' Geschichten sind einfach großartig.' Ferdinand von Schirach Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama des Jahres, in dem unsere Gegenwart begann: 1913. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich. Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalls inne. Florian Illies lässt dieses Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein erstes Flackern des Untergangs, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

Kurzweiliger Überblick über das Jahr 1913, in dem sich so viel getan hat und so viele Menschen einander beeinflusst haben

— Roebbe

Kleine Kulturgeschichte kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs

— Buecherfreundinimnorden

Ich glaube, jeder Historiker und auch jeder Kulturwissenschaftler hat ein Lieblingsjahr. Nach dem Lesen ist meines 1913.

— lifesayshello

Wunderschön und kurzweilig

— huckelberry

test

— Pacoloco

Schöner, poetischer Schreibstil, der die 'Hauptdarsteller' des Jahres 1913 in den verschiedensten Facetten beleuchtet! Pure Lesefreude!

— Rpunkt99

Großartig! Unterhaltsam und gleichzeitig "nach wahren Begebenheiten". Für Fans von Kafka/ C.G. Jung/ Freud/ Mann.

— chanti

Großartig! Ich hab selten so viele interessante, teilweise auch verstörende Erzählungen über Personen des 20. Jh. gelesen.

— Sterrenhemel

Kleine Anekdoten aus den Leben wichtiger Menschen im Jahre 1913. Die meisten recht amüsant, manche befremdlich und wenige auch langatmig.

— hibiscusbloom

Ein interessantes und lesenswertes Panorama des Jahres 1913. Empfehlenswert, jedoch recht viel Input auf einmal.

— snowi81

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  • Rezensionen
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  • Interessante Zeitstudie in Sachen Kunst und Lebensgefühl

    1913

    Buecherfreundinimnorden

    03. August 2017 um 18:25

    Der Autor schildert die Befindlichkeiten diverser Geistesgrößen und Künstler im Jahr 1913. wir erleben auszugsweise mit, was Rilke, Kafka oder Jung ( um nur einige zu nennen) kurz vor Beginn des ersten Weltkriegs getan, gedacht, geschrieben haben. Mit wem oder über wen sie sich amüsierten, was sie quälte, wie es um ihre finanzielle Situaion bestellt war: alles dabei. Das letzte Jahr im Frieden, bevor die Hölle losbricht: das ist durchaus interessant, allerdings habe ich das ähnlich angelegte Buch von Werner Biermann ( Sommer 39) noch spannender gefunden. Biermann beleuchtet die europaweite Lage auch politisch, das hat mir gefallen und bei mir noch mehr Interesse geweckt - daher 4 von 5 Sternen für Illies.

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    • 3
  • 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts

    1913

    lifesayshello

    22. March 2017 um 14:55

    Das herrliche an diesem Buch ist, dass es wie ein Tagebuch durch das Jahr 1913 huscht. In 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts erleben Persönlichkeiten einzelne Tage in ihrem Leben. Einige dieser Menschen sind bereits bekannt, andere werden bedeutend werden. Im Großen und Ganzen bewegen sich die meisten Figuren in der Künstlerszene. Da sind bekannte und (heute nicht mehr) bekannte Literaten, Maler und eben auch ein Adolf Hitler, der einfach hätte bei seinen verdammten Aquarellen bleiben sollen. Und dann auch ein Franz Kafka, bei dessen Erwähnung, man spätestens beim dritten Mal die Augen verdreht. Während alle so heiter ihr Leben genießen, ist es nicht nur der Titel, der vermuten lässt, dass sich bald der Herbst nähern wird – er hängt die ganze Zeit über den Köpfen der Charaktere. Und dennoch ist die Geschichte eine heitere Erzählung, die oft mit etwas Ironie und meistens mit einem Augenzwinkern daher kommt, die sie so angenehm zu lesen macht. Kann ich das Buch empfehlen? Ja, auf jeden Fall. Es ist ein kurzweiliges und lehrreiches Buch. Durch die zumeist kurzen Kapitel lohnt es sich auch für „Weniger-Leser“. Es ist eine lockere Unterhaltung zwischendurch, die gut und leicht geschrieben ist, sodass es einfach ein Genuss ist, sich durch die Handlung zu blättern. Die ganze Rezension gibt es auch in meinem Blog.

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  • Wunderschön und kurzweilig

    1913

    huckelberry

    06. December 2016 um 08:37

    Das Buch ist in die Monate des Jahres 1913 gegliedert und jeder Monat enthält viele kleine Annekdoten zu bekannten Persönlichkeiten. Sie lesen sich zuweilen fast wie Fortsetzungsgeschichten aus der Tageszeitun. Wirklich sehr unterhaltsam. Mit dem Jahr 1913 verbindet man nicht unbedingt Liebesgeschichten zwischen heute berühmten Künstlern. Die Geschichten bieten, teils etwas reißerisch, Einblick in das tägliche Leben und die vorherrschende Stimmung abseits der Politik.

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  • Im Jahre 1913...

    1913

    Bibliomania

    28. June 2016 um 23:49

    Unglaubliches und doch Wahres passiert im Jahr am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ob Robert Musil, Artur Schnitzler, Franz Kafka oder Adolf Hitler. Personen, Begebenheiten, Werke erblicken das Licht der Welt, verschwinden, finden statt.Mit diesem Buch ist Florian Illies ein wirklich herausragendes Buch gelungen. Klug, witzig, unterhaltsam, charmant. Mit fallen noch mehr positive Adjektive ein, um diese Perle von Buch zu beschreiben. Ein Querschnitt durch die Welt, nicht nur in Deutschland. Viele, viele bekannte Gesichter, aber auch neue Persönlichkeiten und vor allem Fakten lassen dieses Buch so lebendig wirken, als wäre man für kurze Zeit selbst im Jahre 1913. Eine klare Leseempfehlung!

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  • alles was man braucht

    1913

    dominona

    03. August 2015 um 19:32

    Ein sehr interessanter, teils leicht reißerisch gestalteter Überblick über die Geschehnisse ein Jahr vor Kriegsbeginn. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der künstlerischen, literarischen und psychologischen Entwicklung der Zeit. Der Autor geht chronologisch vor und wendet sich immer wieder verschiedenen Personen zu. Dabei ist er oft ironisch (Rilke) und bringt aber den stürmischen Kern des Buchs immer wieder erstaunlich gut auf den Punkt. Ich habe viele Anregungen erhalten, mich welchen Biographien ich mich nochmal eingehender befassen möchte.

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  • Eine großartige Zusammenfassung

    1913

    Kartoffelschaf

    18. July 2015 um 17:23

    Die Geschichte eines ungeheuren Jahres der internationale Bestseller jetzt im handlichen Taschenformat!§§"Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen Illies' Geschichten sind einfach großartig."§§Ferdinand von Schirach§§Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama des Jahres, in dem unsere Gegenwart begann: 1913. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.§§Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalls inne. Florian Illies lässt dieses Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein erstes Flackern des Untergangs, in einem grandiosen Panorama lebendig werden. * Ich war anfangs ein wenig skeptisch, ob sich dieses Buch ob der doch recht komplexen Thematik gut lesen lassen wird.Dazu kann ich nun, nachdem ich es beendet habe definitiv ja sagen. Allerdings ist es kein klassischer Roman und mir persönlich war es nicht möglich, dieses Buch an einem Stück zu lesen. Daher auch der eine Stern Abzug. Vom Aufbau her ist es untergliedert in die einzelnen Monate des Jahres 1913 und in diverse Abschnitte - jeweils zu den entsprechenden Persönlichkeiten. Hiervon sind jedem bekannt, von anderen hat man vielleicht nur mal den Namen gehört, kann diese Person aber nicht richtig einordnen. Umso spannender ist es, diverse Dinge, Begebenheiten und Beweggründe zu erfahren. Irgendwie ein klein wenig Auffrischung in Geschichtsdingen. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und bin um einiges an Wissen reicher.  Der Autor versteht es grandios, die Dramatik und Tragik einiger Geschichten mit Witz und einem ganz besonderen Charme zu beschreiben.  Ich kann dieses Buch vorbehaltlos empfehlen.

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  • Das darf in diesem Jahr nicht fehlen!

    1913

    VeraPestel

    19. November 2014 um 10:52

    Niemand ahnte im Sommer des Jahres 1913, dass im darauffolgenden Jahr alles anders sein würde, dass es einen Krieg geben könnte. Es gab einige die unkten, allein schon aufgrund der Zahl 13, die als Unglückszahl gefürchtet wird. Illies hat einiges über das Jahr zusammengetragen. Er schreibt, 1913 sei ein "völlig überdrehtes Jahr". Der erste Looping wird geflogen. Lutz springt zum ersten Mal den Lutz. Hitler spaziert im Park von Schloss Schönbrunn, dort spaziert auch Stalin, Kaiser Franz Josef fährt in der Kutsche vorbei, so viel Geschichte auf einmal, das Unheil ist im Anmarsch. Maler, Literaten, Denker, Aufbruch und Wildheit, dazwischen die Meldung von der Geburt Gert Fröbes. Das erwartet uns in dem Roman. Illies gibt uns einen Einblick in die Welt der Künstler und Literaten. Die Politik spielt keine große Rolle, so scheint es. Man macht sich Sorgen am Rande, ja, aber das eigene Überleben steht an erster Stelle. Thomas Mann übernimmt sich mit seinem Hausbau, für Else Lasker-Schüler wird Geld gesammelt, Trakl läuft mit Depressionen am Strand entlang, die Neurasthenie scheint überall. Außerdem verkündet der Präsident der Stanford University: „Der große Krieg in Europa, der ewig droht, wird nie kommen." Also schreibt Kafka Liebesbriefe der anderen Art, Kokoschka malt besessen an einem Bild. Das sind Namen, die wir kennen. Oft wartet der Autor mit Anekdoten auf, die mich schmunzeln lassen. Was ist wahr an diesen kleinen Geschichten, wo galoppiert er mit uns davon, um ein Bild zu malen, aus dem Text zu schauen? Ich kann es nicht sagen, die angeführte Literaturliste ist lang. Manchmal wertet er bissig und treffend, "... und zeichnet die Krone der Schöpfung, das Schwein, den Menschen." Er zeichnet das Bild eines Jahres. Vieles bricht. Neue Strömungen drängen sich auf. Die Kritik ist machtlos, sie kann nichts verhindern. Der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Rückblickend sind es Revolutionen an jeder Front. Diese Aufbruchstimmung fehlt mir in der heutigen Zeit. Betrachte ich es genauer, muss ich sehen, dass es sie überall gibt. Sie liegen verstreut und es ist oft Zufall, was mich erreicht. Ich lebe in der Zeit der Informationsflut. Alles scheint wichtig. Vielleicht fühlt sich das genauso an wie damals. Die Zeit vor hundert Jahren kommt mir bahnbrechender vor. Auch wenn man Verabredungen aufgrund brieflicher, und dementsprechend langwieriger, Kommunikation verpassen konnte. Gegliedert ist der Roman ganz einfach, nach Monaten. Zu Beginn gibt er einen Ausblick auf die kommenden Tage, sehr treffend, heiter zusammengefasst. Es lässt sich leicht lesen, was Rilke und die Manns taten, wo arbeitete Gottfried Benn und was war mit Else Lasker-Schüler, wie bestritten sie ihr Leben, was hatten sie miteinander zu tun, oder kannten sie sich gar nicht? Langweilig ist es nie. Und wieder schreibt ein Historiker einen Roman. Er hat mir damit einen Einblick in die Zeit verschafft. Und er hat es besser gemacht als manch anderer. Fakten hat er geschickt verbunden und eine herrliche Atmosphäre geschaffen von dem, was einmal war. Es ist schade, dass dieses Jahr so schnell verging.

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  • Der Sommer des Jahrhunderts

    1913

    Kerstin2505

    22. October 2014 um 15:49

    Über dieses Buch wurden ja bereits zahlreiche Lobeshymnen ausgeschüttet – und jetzt komme auch noch ich hinterher, Eeewigkeiten nachdem das Hardcover erschienen ist und auch die Taschenbuchausgabe schon über zwei Monate in den Buchhandlungen liegt. Ich tu‘ es trotzdem, denn es muss einfach sein. Ich habe lange kein Buch gelesen, das mich so bedingungslos begeistert hat, und weil ich ihm so viele Leser wie möglich wünsche, will ich es an dieser Stelle noch einmal in Erinnerung rufen für alle, die bisher nicht die Gelegenheit hatten, es zu lesen oder es irgendwo in den Untiefen ihres SuBs herumliegen haben. Worum geht es? Ganz platt gesagt: um das Jahr 1913. Etwas differenzierter gesagt: es geht um Freud, Proust, Kafka, Lasker-Schüler, Stalin, Benn, das Ehepaar Schnitzler, Kokoschka, die Manns, Hitler, Rilke… die Liste ließe sich noch ewig erweitern, denn wir treffen gefühlt wirklich jeden, der zu dieser Zeit Rang und Namen hatte oder zumindest schon in den Startlöchern dafür stand. Aber vielmehr als das WER steht hier eigentlich das WIE im Vordergrund. Florian Illies hat kein Sachbuch geschrieben, er hat auch keinen Roman geschrieben. Es sind vielmehr unzählige kleine Episoden – manche nur eine Zeile kurz – die er mühevoll anhand von Tagebüchern und Aufzeichnungen recherchiert hat und hier nun chronologisch aufbereitet und zu einem bunten Mosaik aus Fakten und manchmal auch kleineren Mutmaßungen und Gedankenspielen verschmelzt („Vielleicht haben sich die beiden [Hitler und Stalin], von denen ihre Bekannten aus dieser Zeit erzählten, dass sie gerne im Park von Schönbrunn spazieren gingen, einmal höflich gegrüßt und den Hut gelüpft, als sie ihre Bahnen zogen durch den unendlichen Park.“). Manches weiß man also sicher, bei anderem ist man ein bisschen im Ungewissen, aber eigentlich treten Kategorien wie „wahr“ oder „ausgedacht“ beim Lesen auch sehr schnell völlig in den Hintergrund. Man wird einfach nur mitgerissen von dem, was da so alles passierte in diesem „Sommer des Jahrhunderts“, wie es Illies nennt. Die Süddeutsche Zeitung beschrieb das Buch als „gewaltigen Teaser“, und das trifft meiner Meinung nach voll ins Schwarze. Man will permanent mehr wissen, tiefer in die Hintergründe einsteigen, will die Gesichter zu den einzelnen Episoden sehen, mehr über die genannten Künstler erfahren, wissen, wie es für einige von ihnen nach 1913 weiterging... Was Illies hier macht, ist wirklich ganz großes Kino und verdient daher auch eine ganz große Leseempfehlung!

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  • Ich fand das Buch nicht gut

    1913

    puppy87

    19. October 2014 um 14:10

    1913 - Der Sommer des Jahrhunderts ist ein ärgerliche Buch, weil, wäre es das Thema einer Seminararbeit im Fach Germanistik, der oder die Autorin dafür keinen "Schein" bekommen hätte. Es ist erschreckend, mit welcher Art Buch ein Autor in diesem Land reüssieren kann, wenn er vom Feuilleton bereits zum "Olymp" deutscher Literaten gezählt wird.   warum wird dieses Buch so gespriesen? Die antwort auf diese Frage bleibt mir verschlossen, Nach der Lektüre über due ersten beiden Monate des Jahre 1913 habe ich dieses Buch mehr als entäuscht abgebrochen kein Stern

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  • Unterhaltsame Geschichtscollage

    1913

    BrittaRoeder

    Aus unzähligen einzelnen Momentaufnahmen setzt Illies seine Geschichts-Collage zusammen. In rascher Folge reiht er kleine Szenen aneinander, die er dem Leben historischer Personen entlehnt hat, wechselt in leichtem Plauderton hin und her zwischen historischen Ereignissen und skurrilen Fakten und kommentiert nicht selten mit ironischem Augenzwinkern das eine und andere biographische Detail. Wissenschaftlich fundiert ist diese Erzählweise freilich nicht, aber sie ist stets anregend und hoch unterhaltsam. Zwar bleibt Illies insgesamt an der Oberfläche der vielen kleinen Geschichten, die er erzählt, aber gerade dadurch gelingt es ihm hervorragend die 1913 herrschenden kunst- und kulturgeschichtlichen Strömungen einzufangen. Natürlich kann er - obwohl er einen sehr weiten Bogen spannt - dem Anspruch von Vollständigkeit nie genügen. So bin ich garantiert nicht die einzige Leserin, die den einen und anderen prominenten Kopf vermisst (Wo ist Hesse? Wo G. Hauptmann?). Doch angesichts der Fülle seines Personals und der beeindruckenden Vielfalt des zusammengetragenen Materials ist dieser kleine Makel sehr verzeihlich. Schade finde ich nur, dass Illies den Fokus ausschließlich auf die prominenten Köpfe von 1913 legt. Es sind Künstler und Kreative, Politiker und Denker, die im Mittelpunkt stehen. Ein wenig mehr Alltagsgeschichte hätte dem Ganzen noch mehr Bodenhaftung und Aktualitätsbezug verliehen. Doch insgesamt ist ‚1913‘ eine sehr amüsante Lektüre, die ein wenig wie ein Geschichtsbuch im Boulevard-Stil daher kommt, aber genau deshalb auch ein sehr breites Publikum unterhalten kann.

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    • 7
  • der sommer 1913

    1913

    michella propella

    14. July 2014 um 22:30

    ahhh! simply mindblowing. illies schafft es, uns die welt der ""wichtigen" schachfiguren des jahres 1913, sprich künstler, schriftsteller, politiker und deren bessere hälfte(n) auf einem tableau in kleinen häppchen zu präsentieren, dass man wünscht, dieses picknick nähme nie ein ende. zwischen wien und berlin, einer prise prag und paris, abstecher an die ostsee und alpen, erfahren wir über die großen und kleinen alltäglichkeiten, probleme, krankheiten, illusionen, verrücktheiten, sehnsüchte und liebschaften all jener, die das weltgeschehen in der kunst bis heute nachhaltig beeinflussen. und man versteht aufs neue, wie "klein" und miteinander verwoben die welt von damals war, als sich diese genannten untereinander kannten und bereisten und nebenbei der welt ihren stempel aufdrückten. nach monaten geordnet, in viele absätze gegliedert, lässt illies thomas mann, rilke, kafka, benn und die brücke-künstler, kokoschka, alma mahler-werfel, freud und jung (um nur einige zu nennen) lebendig und menschlich werden. grandios! ich warte auf den sommer 2014...

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  • Rezension zu "1913" von Florian Illies

    1913

    BertieWooster

    1913? Was war an diesem Jahr schon besonderes? Ja 1912 Untergang der Titanic und Wettlauf zum Südpol und 1914 Beginn des 1. Weltkriegs, diese Jahre sagen einem noch was. Aber 1913? Irrtum, wie das Buch von Herrn Illies zeigt. Das Buch zeigt, was im Leben berühmter Künstler vor sich ging. Damit wird die besondere Widersprüchlichkeit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg augenscheinlich. Auf der einen Seite die Prüderie des Wilhelminismus und des Historismus, auf der anderen Seite die moderne Kunst, sei es in der Literatur mit Kafka, Musil, Werfel oder in der Malerei mit den Künstlergruppen des Blauen Reiters oder der Brücke oder Malern wie Picasso, Duchamp, Braque, Matisse. Die Kunst will sich von ihren "Vätern" befreien. Dies spiegelt sich auch in der Psychoanlyse wieder, wenn C.G. Jung mit seinem "Vater" Freud bricht. Eine faszinierende Zeit, die im Jahr darauf in der Katastophe des Weltkriegs endet. Wenn man das Buch gelesen hat, kommt einem die jetzige Zeit richtig langweilig vor, trotz der noch gesteigerten Eile der neuen Technik. Wen wird man in 100 Jahren aus unserer Zeit noch so kennen, wie die Künstler der damaligen Zeit? Aber vielleicht ist es auch ganz gut so, in einer langweiligen Zeit zu leben.

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    • 2

    Arun

    02. May 2014 um 20:09
  • Das Buch des Jahres 2013

    1913

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich könnte hier hundert lobende Adjektive aneinanderreihen, so völlig begeistert bin ich. Das Buch ist ganz wundervoll, es wirft kaleidoskopartig Schlaglichter auf Ereignisse im Europa des Jahres 1913 (Literatur, Kunst, Psychologie, Philosophie, Politik - im Aufbruch in die Moderne). Dabei ist es brillant geschrieben und äußerst amüsant zu lesen. Ich möchte es allen, allen, wirklich allen Literaturinteressierten empfehlen!!!

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    • 5

    wandablue

    23. April 2014 um 00:42
  • Von Schrullen, Marotten und dem Sommer des Jahrhunderts

    1913

    FreydisNeheleniaRainersdottir

    Das Buch beginnt mit Silvester 1912/Neujahr 1913, als der kleine Louis Armstrong (ja,genau der Louis Armstrong) einen Salutschuss abfeuert und daraufhin verhaftet wird. Der Direktor des Zuchthauses,in dem er inhaftiert wird,drückt dem aufgedrehten jungen Mann recht bald eine Trompete in die Hand. Es kommt,wie es kommen muss: eine Legende wird geboren. Na,wenn das nicht die Neugier auf dieses fantastische, anekdotenreiche und prägnante Werk von Illies macht...Und überhaupt: Künstler malen um die Wette,Dichter und Schriftsteller bringen ein unvergessliches Werk nach dem anderen heraus, Leiden an furchtbaren Liebeskummer, Leben ihre Schrullen und Marotten aus.Freud steigt zum bekanntesten aller Psychologen auf und therapiert eine Katze. Drei der größten Tyrannen der Weltgeschichte halten sich zur selben Zeit in Wien auf, malen Bilder, eifern Lenin nach oder beobachten mit Argusaugen den Thronfolger des Imperiums Österreich-Ungarn. Zwei von ihnen sind sich womöglich das erste und einzige Mal im Schlosspark Schönbrunn über den Weg gelaufen,ohne jedoch zu Ahnen,dass sie sich etwa 30 Jahre später im schlimmsten aller Kriege als Feinde gegenüber stehen und Millionen Menschen für ihre sinnlosen Wettstreit um die Macht in Eurasien in den Tod schicken. Illies gewährt einen tiefen Einblick in die Leben der Persönlichkeiten und Unpersonen, die mit ihren Werken oder Taten zu (teilweise trauriger) Berühmtheit gelangt sind und tut dies auf eine Art und Weise, wie keiner vor ihm. Dieses Buch ist definitiv eine Lesereise wert, zurück zum Sommer des 20. Jahrhunderts.

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    • 2
  • Rezension zu "1913: Der Sommer des Jahrhunderts" von Florian Illies

    1913

    nw0783

    Ich dachte zuerst es ist eine Geschichte und war zuerst erstaunt und dann positiv überrascht. Es ist eine ganz andere Art Geschichte zu übermitteln. Vor allem weil es locker und sehr verständlich geschrieben ist ! Auf jeden Fall zu empfehlen !
    Fazit: Amokläufe an Schulen, Burn Out usw. gabs damals schon !

    • 2

    BrittaRoeder

    27. March 2014 um 19:37
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