In diesem Buch schrieb der Autor die Lebensgeschichte seiner Großtante Inge nieder.
Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz - als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein – und gibt das Baby ihrer Schwester als ihr eigenes aus. Eine Geschichte zwischen Bomben, Schmuck und Palmers-Strümpfen, die zeigt: Ob und wie jemand hilft, kann Leben retten.
Die Erzählungen sind in Tagebuchform aus der Ich-Perspektive geschildert. Dadurch hatte ich beim Lesen direkt einen Draht zu Inge und habe mitgefühlt und mitgefiebert .
Das Buch umfasst 200 Seiten und jedes Kapitel beschreibt ein Jahr. Zumindest von 1938 bis 1946. Das nächste Kapitel heisst dann "ab 1947" und rundet die Biografie sehr gut ab. Man erfährt wie Inge nach all den Erlebnissen ihr Leben gestaltet hat. Bewundernswert, wie sie mit all den Erlebnissen des Krieges umgegangen ist.
Auf den letzten Seiten gibt es auch noch Fotos aus Inges Leben. Und Inge ziert übrigens auch das Cover des Buches.
Das Buch selbst ist qualitativ hochwertig gebunden und hat eine etwas größere Schrift, die das Lesen sehr angenehm macht.
Fazit: Mich hat diese Biografie über Inge tief berührt und wird mich sicher noch lange beschäftigen. Ein sehr toll geschriebenes und emotional machendes Buch, das aber auch ein paar humoristische Erzählungen enthält, die das Ganze gelungen auflockern.
Das Leben schreibt die spannendsten Geschichten



