Florian Rauch

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Wie Kinder trauern, Damit aus Trauma Trauer wird und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Florian Rauch

Florian Rauch wuchs in einer alteingesessenen Münchner Steinmetz-Familie auf, die vornehmlich Grabsteine herstellte. Nach Abschluss seines BWL-Studiums wurde er Geschäftsführer der Münchner Niederlassung des größten Bestattungsunternehmens Deutschlands. 2000 gründete er in München das Bestattungsunternehmen AETAS, um seine Vorstellungen einer positiven Veränderung der Trauerkultur weiterzugeben. Heute ist AETAS eine anerkannte Anlaufstelle für Fort- und Weiterbildungsangebote zu den Themen Tod und Trauer.Florian Rauch studierte BWL und wurde Geschäftsführer eines großen Bestattungsunternehmens. Er befasste sich intensiv mit der Trauerthematik und entwickelte ein ganzheitliches Konzept, das er 2000 mit der Gründung von AETAS in die Praxis umsetzte.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Florian Rauch

Cover des Buches Wie Kinder trauern9783466371747

Wie Kinder trauern

 (6)
Erschienen am 26.06.2017
Cover des Buches Damit aus Trauma Trauer wird9783579086323

Damit aus Trauma Trauer wird

 (0)
Erschienen am 27.06.2016
Cover des Buches Das letzte Fest9783579086316

Das letzte Fest

 (0)
Erschienen am 21.03.2016

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Rezension zu "Wie Kinder trauern" von Florian Rauch

Verständlich, übersichtlich & informativ
Lia48vor 9 Monaten

INHALT:
Wir Erwachsene tun uns oftmals schwer mit Themen wie Sterben, Tod oder Trauer. Während diese Thematik früher viel mehr in den Alltag der Menschen integriert war, wird sie heute in unserer Kultur nach Möglichkeit eher gemieden, meist aus Angst und Unsicherheit. Und da Eltern ihre Kinder in der Regel gerne beschützen wollen, haben viele die Tendenz, ihre Kinder eher von der Thematik fernzuhalten, statt wenn jemand stirbt, sie aktiv in die Prozesse miteinzubeziehen.
Doch um "den Schmerz zu verarbeiten, muss Trauer erlaubt sein. Denn wenn wir uns und unseren Kindern das Trauern verbieten, wird ein Abschiednehmen unmöglich." (S.10)

Doch was ist Trauer überhaupt? Wie erleben Kinder diese (im Vergleich zu uns Erwachsenen)? Welche altersabhängigen Vorstellungen gibt es vom Tod? Mit welchen Traueraufgaben werden Kinder während der Trauer konfrontiert? Wie lassen sich Kinder in die Zeit des Sterbens miteinbeziehen? Wie können Gespräche geführt werden?
Diese Fragen versucht das Buch zu beantworten und beschäftigt sich außerdem mit der Zeit von Abschied & Trauer, wie man selbst trauern und gleichzeitig Halt geben kann, mit plötzlichen Todesfällen, und mit Ideen für Rituale vor und nach dem Tod.
Im Anhang befinden sich noch Literatur- & Filmempfehlungen sowie diverse Adressen.


MEINUNG:
Ich möchte dieses Buch besonders Eltern und anderen Bezugspersonen von Kindern ans Herz legen, da sich das Buch mit der Trauer innerhalb der Familie beschäftigt. Doch auch Leute die beruflich mit Kindern arbeiten und sich einen Überblick über das Thema verschaffen wollen, kann ich es empfehlen, auch wenn sich das Buch nicht explizit mit dem Umgang der Themen in Kindertageseinrichtungen auseinandersetzt. Als gelernte Erzieherin konnte ich trotzdem einige Aspekte für mich mitnehmen, im Besonderen wie wichtig es ist, trotz der eigenen Unsicherheit, die Kinder aktiv in die Sterbens- und Trauerprozesse miteinzubeziehen, aber auch die altersabhängige Vorstellung vom Sterben.
Ausgesprochen gut hat mir gefallen, dass immer wieder mögliche kindgerechte Erklärungen zu schwierigen Themen aufgelistet werden, bei denen es uns Erwachsenen oft schwer fällt, die richtigen Worte zu finden. Von denen hätte ich gerne noch ein paar mehr gehabt!

Der verständlich und nachvollziehbar geschriebene Text, macht ein flüssiges Lesen möglich. Doch durch die für uns eher schwierigen Thematik, muss man evtl. manchmal etwas pausieren.

Übersichtlichkeit ist mir bei Ratgebern & Sachbüchern immer besonders wichtig, um bei Bedarf mal etwas nachschlagen zu können. Das Buch ist auf jeden Fall strukturiert. Das Inhaltsverzeichnis wirkt recht übersichtlich.
Durch die Aufteilung in die sich zum Teil etwas überschneidenden Kapitel, gibt es einige Wiederholungen, welche mich aber nicht gestört haben.
Für Struktur sorgen zudem verschiedene Schriftgrößen, wichtige Schlüsselwörter sind fett gedruckt, es gibt Kästen mit Verhaltensvorschlägen an Erwachsene und am Kapitelende findet man immer noch eine Zusammenfassung des vorhergehenden Inhalts.

FAZIT: Verständlich, übersichtlich und informativ - ein Buch das ich besonders Eltern und anderen Bezugspersonen von Kindern ans Herz legen möchte! 4,5/5 Sterne!

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Rezension zu "Wie Kinder trauern" von Florian Rauch

Ihr Kind trauert, was tun?
MargareteRosenvor 2 Jahren

Oft fühlen sich Eltern hilflos, wenn es um kindliche Trauer geht. „Wie Kinder trauern“ bietet viele Anregungen Kinder in der Trauer zu begleiten und individuell auf die kindlichen Bedürfnisse einzugehen.

Die drei AutorInnen beschreiben in „Wie Kinder trauern“ auf achtsame Weise, welche Bedürfnisse Kinder haben, welche Möglichkeiten sich Eltern bieten, um ihre Kinder zu unterstützen und ggf. Hilfe zu erhalten. Sie geben Tipps, um mit Kindern ganz normal über dieses schwere Thema zu sprechen.

Oft sind Eltern selbst in tiefer Trauer, hilflos und überfordert, dass sie gar nicht in der Lage sind, mit ihren Kindern über den plötzlichen Verlust eines Familienangehörigen zu sprechen. Oder um die Kinder zu schonen, werden schon mal kleine Notlügen benutzt, die später dann schwierig wieder aufzulösen sind.

Wenn wir uns und unseren Kindern das Trauern verbieten,
wird ein Abschiednehmen unmöglich! Zitat aus Seite 10

Das Buch bietet eine klare Strukturierung. Die Kapitel werden mit Tipps und Anregungen bereichert. Fallbeispiele erläutern die Thematik.

Eine farbliche Unterteilung ermöglicht die Quintessenz schnell nachzulesen.

In lila Kästen stehen Erklärungen
z. B. „Trauer und ihre Gefühle“.

In lila Schrift finden wir „Auf einen Blick“ die Zusammenfassung des Kapitels in kurzen Sätzen.

Die Autoren bieten einen wertschätzender Umgang mit den verschiedenen Todesarten und Bewältigungsstrategien mit Trauer umzugehen, an. Den Themen: über das langsame Abschiednehmen, plötzliche Todesfälle und Suizid wurden besondere Kapitel gewidmet. Ich habe dies als sehr bereichernd empfunden, denn gerade diese Thematik macht den Menschen in seiner Trauer oft noch hilfloser, wie soll er dann Kinder achtsam begleiten? Das Buch gibt mutmachende Antworten.

Besonders passend finde ich die Zitate unter den Kapitel-Überschriften. So steht beim Kapitel „Selbst trauern und gleichzeitig Halt bieten“ ein Zitat aus einem meiner Lieblingsbücher:

Lange saßen sie dort und hatten es schwer,
aber sie hatten es gemeinsam schwer, und das war ein Trost.
Leicht war es trotzdem nicht.
aus „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren, Zitat aus Seite 119

Sehr achtsam wird an vielen Beispielen erklärt, wie Trauer gelebt wird, wo dabei Hilfe notwendig wird und wie Lösungen möglich werden. Dazu möchte ich besonders erwähnen, dass dies immer als Angebot formuliert und jeder Trauerfall als etwas ganz eigenes und individuelles angesehen wird.

Auch findet in den Kapiteln immer wieder der Kindermund, zum Teil mit Zeichnungen, Gehör. Dies macht mir die dargestellte Situation verständlicher und das kindliche Denken und Fühlen besser nachvollziehbar. Die Autoren haben die kindliche Sichtweise wunderbar klar und verständlich herausgearbeitet.

Der ganz Schreibton ist klar und emotionslos, so dass ich mich gut in die einzelnen Stufen der Trauer einfühlen und angebotene Umgangsweisen nachvollziehen konnte.

Dass Kinder anders denken und altersbedingte Bedürfnisse haben, wurde klar herausgestellt, dabei jedoch fernab von jedweder Wertung, sondern mit dem klaren Blick auf individuelle Bedürfnisse.

Es ist wirklich ein Buch zum Verstehen und Begleiten von Kindern!

Das Buch bietet auch Hoffnung. Denn ein Zulassen der Trauer und den Verlust wahrnehmen zu dürfen, führt letztlich zur Möglichkeit daran zu gesunden und den Schmerz zu etwas natürlichem werden zu lassen.

Kinder nehmen so häufig die Angst aus der Situation, weil sie ganz natürlich mit Tod, Abschied und Trauer umgehen können. Zitat aus S. 13

Fazit: Vor kurzem beschrieb ich einer Mutter das Buch so:
Kein schwerer Schinken, sondern ein sehr gutes Buch, das mit einer besonderen Achtsamkeit etwas Leichtigkeit in dieses schwere Thema bringt. Die AutorInnen wissen, worüber sie sprechen.

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Rezension zu "Wie Kinder trauern" von Florian Rauch

Ein informatives , sehr gutes Buch, das jeder mal gelesen haben sollte
Kinderbuchkistevor 2 Jahren

Ein Buch zum Verstehen und Begleiten Ein Buch, das jeder mal gelesen und Eltern im Schrank stehen haben sollten
Das Thema Tod ist leider immer noch ein Tabu Thema, das erlebe ich mehrmals in ser Woche wenn ich Bilderbücher zum Thema Tod in Einrichtungen vorstelle. Entweder sind es die Erzieher, die sich nicht trauen das Thema zu thematisieren oder es sind die Eltern, die meinen man könnte einem 3 oder 4 jährigem Kind noch nicht zumuten sich mit dem Tod auseinander zu setzten, doch wann denn dann? Wenn es zu spät ist. Wenn  schon jemand gestorben ist, die Sprachlosigkeit bei den Eltern womöglich alles lähmt und nicht selten zu Lügen führt? Besser man setzt sich rechtzeitig damit auseinander wenn grade kein Konkreter Fall vor liegt denn dann ist man frei sich auf das Thema einzulassen. Dieses Buch von Fachleuten geschrieben hilft dabei zu verstehen, zu erklären und Verständnis zu schaffen. Nicht nur als Vorbereitung sondern in der Tat auch noch wenn der Fall X eingetreten ist. Dabei gibt es viele Situationen die beleuchtet werden. Es ist mit Sicherheit etwas anders wenn eine entfernte Tante oder Nachbarn sterben, es ist aber jedes Mal etwas anders. Es ist anders wenn Mutter oder Vater sterben, es ist anders wenn die Großeltern sterben oder ein Geschwisterkind. Die Liste könnte ich nun lange fortsetzen aber ich denke es wird klar was gemeint ist. Das Sterben, der Tod gehört zum Leben dazu deshalb sollten wir ihn nicht ausklammern. Wann immer es möglich ist sollte man sich von dem Sterbenden noch zu Lebzeiten verabschieden können. Das ist der Idealfall, den Sterbenden in den Tod begleiten leider ist dies nicht immer möglich. Aber falls es möglich ist, und da spreche ich aus Erfahrung, ist eine gute Vorbereitung und Begleitung die beste Trauerverarbeitung. Meine Kinder waren 2,5,6,10 und 12 Jahre als ihre über alles geliebte Oma starb. Es war eine Erlösung nach langer Krankheit. Wir wussten das es zu Ende ging und waren alle mit Freunden und Familie und allen Kindern um sie rum. Wir unterhielten uns, scherzten auch mal wie bei einer Familienfeier auf der sie sanft und friedlich fast unbemerkt entschlummerte. Und auch wen  wir alle traurig waren war es ein schöner Tag. Für meine Kinder war es ein loslassen ohne Angst. Sie bekamen alles mit brauchten nicht fragen und noch heute 10 Jahre später erzählen sie von diesem Tag als etwas besonders aber eben nichts bedrückendes. Von vielen Eltern aber auch Erzieherin im Kindergarten wurde ich fast schon beschimpft wie ich so etwas machen kann. Ich hätte nun sagen können:" Ich bin Sozialpädagogin, habe auch Psychologie studiert, ich weiß was ich tue", doch das hätte wenig sinn gemacht. Statt dessen stellte ich eine Gegenfrage "Wie hätten sie es denn gemacht?" Und zuweilen frage ich :" Was für Erfahrungen haben sie als Kind mit dem Tod gemacht? Fanden sie es gut wie ihre Eltern ......?" Meist ist es dann  ganz still. Jetzt wo ich dieses Buch habe würde ich ihnen das Buch in die Hand drücken, den  es erklärt beschreibt viel von dem was man wissen muss. Das Autorenteam hat ihr die eigenen professionellen Erfahrungen, ihr ganzes Wissen und Herzblut in dieses wunderbare Buch gelegt, das nicht nur inhaltlich überzeugt sondern darüber hinaus auch wirklich gut geschrieben ist. Für mich, die überwiegend im Bilderbuchbereich zuhause ist, ist dies ein gelungenes Buch, das meine Themenliste zum Thema Tod im Bereich der Sekundärliteratur erweitert und bereichert. Ich kann nur hoffen das es viele Leser findet. Nur mit Wissen können wir der Angst begegnen.


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