Florian Rauch

 4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Wie Kinder trauern, Damit aus Trauma Trauer wird und weiteren Büchern.

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Wie Kinder trauern

Wie Kinder trauern

 (5)
Erschienen am 26.06.2017
Das letzte Fest

Das letzte Fest

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Erschienen am 21.03.2016
Damit aus Trauma Trauer wird

Damit aus Trauma Trauer wird

 (0)
Erschienen am 27.06.2016

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Rezension zu "Wie Kinder trauern" von Florian Rauch

Ihr Kind trauert, was tun?
MargareteRosenvor 9 Monaten

Oft fühlen sich Eltern hilflos, wenn es um kindliche Trauer geht. „Wie Kinder trauern“ bietet viele Anregungen Kinder in der Trauer zu begleiten und individuell auf die kindlichen Bedürfnisse einzugehen.

Die drei AutorInnen beschreiben in „Wie Kinder trauern“ auf achtsame Weise, welche Bedürfnisse Kinder haben, welche Möglichkeiten sich Eltern bieten, um ihre Kinder zu unterstützen und ggf. Hilfe zu erhalten. Sie geben Tipps, um mit Kindern ganz normal über dieses schwere Thema zu sprechen.

Oft sind Eltern selbst in tiefer Trauer, hilflos und überfordert, dass sie gar nicht in der Lage sind, mit ihren Kindern über den plötzlichen Verlust eines Familienangehörigen zu sprechen. Oder um die Kinder zu schonen, werden schon mal kleine Notlügen benutzt, die später dann schwierig wieder aufzulösen sind.

Wenn wir uns und unseren Kindern das Trauern verbieten,
wird ein Abschiednehmen unmöglich! Zitat aus Seite 10

Das Buch bietet eine klare Strukturierung. Die Kapitel werden mit Tipps und Anregungen bereichert. Fallbeispiele erläutern die Thematik.

Eine farbliche Unterteilung ermöglicht die Quintessenz schnell nachzulesen.

In lila Kästen stehen Erklärungen
z. B. „Trauer und ihre Gefühle“.

In lila Schrift finden wir „Auf einen Blick“ die Zusammenfassung des Kapitels in kurzen Sätzen.

Die Autoren bieten einen wertschätzender Umgang mit den verschiedenen Todesarten und Bewältigungsstrategien mit Trauer umzugehen, an. Den Themen: über das langsame Abschiednehmen, plötzliche Todesfälle und Suizid wurden besondere Kapitel gewidmet. Ich habe dies als sehr bereichernd empfunden, denn gerade diese Thematik macht den Menschen in seiner Trauer oft noch hilfloser, wie soll er dann Kinder achtsam begleiten? Das Buch gibt mutmachende Antworten.

Besonders passend finde ich die Zitate unter den Kapitel-Überschriften. So steht beim Kapitel „Selbst trauern und gleichzeitig Halt bieten“ ein Zitat aus einem meiner Lieblingsbücher:

Lange saßen sie dort und hatten es schwer,
aber sie hatten es gemeinsam schwer, und das war ein Trost.
Leicht war es trotzdem nicht.
aus „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren, Zitat aus Seite 119

Sehr achtsam wird an vielen Beispielen erklärt, wie Trauer gelebt wird, wo dabei Hilfe notwendig wird und wie Lösungen möglich werden. Dazu möchte ich besonders erwähnen, dass dies immer als Angebot formuliert und jeder Trauerfall als etwas ganz eigenes und individuelles angesehen wird.

Auch findet in den Kapiteln immer wieder der Kindermund, zum Teil mit Zeichnungen, Gehör. Dies macht mir die dargestellte Situation verständlicher und das kindliche Denken und Fühlen besser nachvollziehbar. Die Autoren haben die kindliche Sichtweise wunderbar klar und verständlich herausgearbeitet.

Der ganz Schreibton ist klar und emotionslos, so dass ich mich gut in die einzelnen Stufen der Trauer einfühlen und angebotene Umgangsweisen nachvollziehen konnte.

Dass Kinder anders denken und altersbedingte Bedürfnisse haben, wurde klar herausgestellt, dabei jedoch fernab von jedweder Wertung, sondern mit dem klaren Blick auf individuelle Bedürfnisse.

Es ist wirklich ein Buch zum Verstehen und Begleiten von Kindern!

Das Buch bietet auch Hoffnung. Denn ein Zulassen der Trauer und den Verlust wahrnehmen zu dürfen, führt letztlich zur Möglichkeit daran zu gesunden und den Schmerz zu etwas natürlichem werden zu lassen.

Kinder nehmen so häufig die Angst aus der Situation, weil sie ganz natürlich mit Tod, Abschied und Trauer umgehen können. Zitat aus S. 13

Fazit: Vor kurzem beschrieb ich einer Mutter das Buch so:
Kein schwerer Schinken, sondern ein sehr gutes Buch, das mit einer besonderen Achtsamkeit etwas Leichtigkeit in dieses schwere Thema bringt. Die AutorInnen wissen, worüber sie sprechen.

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Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Wie Kinder trauern" von Florian Rauch

Ein informatives , sehr gutes Buch, das jeder mal gelesen haben sollte
Kinderbuchkistevor 10 Monaten

Ein Buch zum Verstehen und Begleiten Ein Buch, das jeder mal gelesen und Eltern im Schrank stehen haben sollten
Das Thema Tod ist leider immer noch ein Tabu Thema, das erlebe ich mehrmals in ser Woche wenn ich Bilderbücher zum Thema Tod in Einrichtungen vorstelle. Entweder sind es die Erzieher, die sich nicht trauen das Thema zu thematisieren oder es sind die Eltern, die meinen man könnte einem 3 oder 4 jährigem Kind noch nicht zumuten sich mit dem Tod auseinander zu setzten, doch wann denn dann? Wenn es zu spät ist. Wenn  schon jemand gestorben ist, die Sprachlosigkeit bei den Eltern womöglich alles lähmt und nicht selten zu Lügen führt? Besser man setzt sich rechtzeitig damit auseinander wenn grade kein Konkreter Fall vor liegt denn dann ist man frei sich auf das Thema einzulassen. Dieses Buch von Fachleuten geschrieben hilft dabei zu verstehen, zu erklären und Verständnis zu schaffen. Nicht nur als Vorbereitung sondern in der Tat auch noch wenn der Fall X eingetreten ist. Dabei gibt es viele Situationen die beleuchtet werden. Es ist mit Sicherheit etwas anders wenn eine entfernte Tante oder Nachbarn sterben, es ist aber jedes Mal etwas anders. Es ist anders wenn Mutter oder Vater sterben, es ist anders wenn die Großeltern sterben oder ein Geschwisterkind. Die Liste könnte ich nun lange fortsetzen aber ich denke es wird klar was gemeint ist. Das Sterben, der Tod gehört zum Leben dazu deshalb sollten wir ihn nicht ausklammern. Wann immer es möglich ist sollte man sich von dem Sterbenden noch zu Lebzeiten verabschieden können. Das ist der Idealfall, den Sterbenden in den Tod begleiten leider ist dies nicht immer möglich. Aber falls es möglich ist, und da spreche ich aus Erfahrung, ist eine gute Vorbereitung und Begleitung die beste Trauerverarbeitung. Meine Kinder waren 2,5,6,10 und 12 Jahre als ihre über alles geliebte Oma starb. Es war eine Erlösung nach langer Krankheit. Wir wussten das es zu Ende ging und waren alle mit Freunden und Familie und allen Kindern um sie rum. Wir unterhielten uns, scherzten auch mal wie bei einer Familienfeier auf der sie sanft und friedlich fast unbemerkt entschlummerte. Und auch wen  wir alle traurig waren war es ein schöner Tag. Für meine Kinder war es ein loslassen ohne Angst. Sie bekamen alles mit brauchten nicht fragen und noch heute 10 Jahre später erzählen sie von diesem Tag als etwas besonders aber eben nichts bedrückendes. Von vielen Eltern aber auch Erzieherin im Kindergarten wurde ich fast schon beschimpft wie ich so etwas machen kann. Ich hätte nun sagen können:" Ich bin Sozialpädagogin, habe auch Psychologie studiert, ich weiß was ich tue", doch das hätte wenig sinn gemacht. Statt dessen stellte ich eine Gegenfrage "Wie hätten sie es denn gemacht?" Und zuweilen frage ich :" Was für Erfahrungen haben sie als Kind mit dem Tod gemacht? Fanden sie es gut wie ihre Eltern ......?" Meist ist es dann  ganz still. Jetzt wo ich dieses Buch habe würde ich ihnen das Buch in die Hand drücken, den  es erklärt beschreibt viel von dem was man wissen muss. Das Autorenteam hat ihr die eigenen professionellen Erfahrungen, ihr ganzes Wissen und Herzblut in dieses wunderbare Buch gelegt, das nicht nur inhaltlich überzeugt sondern darüber hinaus auch wirklich gut geschrieben ist. Für mich, die überwiegend im Bilderbuchbereich zuhause ist, ist dies ein gelungenes Buch, das meine Themenliste zum Thema Tod im Bereich der Sekundärliteratur erweitert und bereichert. Ich kann nur hoffen das es viele Leser findet. Nur mit Wissen können wir der Angst begegnen.


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petrahillebrands avatar

Rezension zu "Wie Kinder trauern" von Florian Rauch

Ein Buch, das verstehen hilft und das nicht nur Fachleute lesen sollten
petrahillebrandvor einem Jahr

Kinder trauern anders. Wie, das wird uns hier sehr praxisnahe mit berührenden Fallbeispielen, Kinderzeichnungen und sowie Zitaten von Kinder und Jugendlichen geschildert. Ziel dieses Buches ist es, das Verständnis für Ausdrucksformen kindlicher Trauer zu mehren, damit Kinder und Jugendliche, die mit dem Verlust eines ihnen nahestehenden Menschen konfrontiert sind, aktive Hilfsangebote bekommen und in ihrem Gefühlswirrwarr nicht alleine gelassen werden.

Eltern und andere Erwachsene werden von dem Autorenteam bestehend aus Tita Kern, Nicole Rinde sowie Florian Rauch, die alle im Bestattungsinstitut AETAS mitarbeiten, dazu ermutigt, Kindern (aber auch sich selbst) die Möglichkeit zu geben, den Tod einer Person, die sie geliebt haben, im wahrsten Sinne des Wortes zu "begreifen". Man bekommt Einblick, warum es so vielen geholfen hat, den Leichnam noch einmal zu sehen, wie wichtig eine gute Vorbereitung dafür war und warum auch Angehörige, die vorher Angst vor diesem Schritt hatten, diese Erfahrung im Nachhinein nicht mehr missen möchten. 

Alle Tipps sind als unaufdringliche Angebote verpackt. Einfühlsam werden sie als mögliche Hilfen im Trauerprozess angesprochen - mit großer Achtung vor den Wünschen der Kinder, ihrer persönlichen Grenzen und ihrem individuellen Weg der Trauer.

Von Anfang an wird hier für einen offenen Umgang mit der Wahrheit - auch in Zusammenhang mit Suizid - plädiert. Dies, weil selbst gutgemeinte Lügen den künftigen Trauerprozess erschweren können. Deshalb wird betroffenen Erwachsenen über die Kinderstiftung von AETAS auch Hilfestellung geboten, bisher Gesagtes, das unrichtig war, in kindgerechter Weise zu korrigieren. In diesem Buch, kann man sich sicher einige wertvolle Anregungen hierzu holen.

"Wie Kinder trauern" ist ein einfühlsamer Ratgeber, der klar strukturiert und verständlich geschrieben wurde, sodass ihn auch Laien gut nutzen können. 

Gefallen hat mir das Bild des "Leuchtturms", das uns Erwachsenen in der Zeit kindlicher Trauer zugedacht ist - mit dem Hinweis, nie darauf zu vergessen, dass wir auch für uns Freiräume einplanen sollten, um neue Kraft zu schöpfen.

Fazit: Ein wichtiges Buch, das ich weiterempfehlen würde, wenngleich mir konkrete Anregungen gefehlt haben, wie man zuhause oder im Krankenhaus angesichts des nahenden Todes bei schwerer Krankheit einen würdigen Rahmen schaffen kann, damit Kinder und Jugendliche sich in dieser schwierigen Zeit des Loslassens und Abschiednehmens nicht alleingelassen fühlen und bei Bedarf auch gut begleitete Rückzugsmöglichkeiten nutzen können.

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