Florian Rauch , Nicole Rinder Wie Kinder trauern

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Inhaltsangabe zu „Wie Kinder trauern“ von Florian Rauch

Trauer ist eine Antwort der Seele Wenn Kinder trauern, wenn sie Fragen zu Tod und Sterben haben, brauchen sie Halt und Orientierung. „Wie Kinder trauern“ ist von Fachleuten geschrieben, die täglich mit Kindertrauer zu tun haben. Sie wissen, was es bedeutet, wenn Kinder reagieren: mit Fragen, mit Schweigen, mit Wut, mit Appetitlosigkeit, mit Rückzug. Erklärend und beratend stehen sie Erwachsenen zur Seite, damit Kinder ihre Trauer in einem verständnisvollen, schützenden Umfeld leben können.

Ein praxiserprobtes Fachbuch, das berührt und das ich gerne weiterempfehle

— petrahillebrand
petrahillebrand

Nützliche Hilfe in schwierigen Zeiten

— Kellerbandewordpresscom
Kellerbandewordpresscom

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  • Ein Buch, das verstehen hilft und das nicht nur Fachleute lesen sollten

    Wie Kinder trauern
    petrahillebrand

    petrahillebrand

    08. August 2017 um 22:50

    Kinder trauern anders. Wie, das wird uns hier sehr praxisnahe mit berührenden Fallbeispielen, Kinderzeichnungen und sowie Zitaten von Kinder und Jugendlichen geschildert. Ziel dieses Buches ist es, das Verständnis für Ausdrucksformen kindlicher Trauer zu mehren, damit Kinder und Jugendliche, die mit dem Verlust eines ihnen nahestehenden Menschen konfrontiert sind, aktive Hilfsangebote bekommen und in ihrem Gefühlswirrwarr nicht alleine gelassen werden. Eltern und andere Erwachsene werden von dem Autorenteam bestehend aus Tita Kern, Nicole Rinde sowie Florian Rauch, die alle im Bestattungsinstitut AETAS mitarbeiten, dazu ermutigt, Kindern (aber auch sich selbst) die Möglichkeit zu geben, den Tod einer Person, die sie geliebt haben, im wahrsten Sinne des Wortes zu "begreifen". Man bekommt Einblick, warum es so vielen geholfen hat, den Leichnam noch einmal zu sehen, wie wichtig eine gute Vorbereitung dafür war und warum auch Angehörige, die vorher Angst vor diesem Schritt hatten, diese Erfahrung im Nachhinein nicht mehr missen möchten.  Alle Tipps sind als unaufdringliche Angebote verpackt. Einfühlsam werden sie als mögliche Hilfen im Trauerprozess angesprochen - mit großer Achtung vor den Wünschen der Kinder, ihrer persönlichen Grenzen und ihrem individuellen Weg der Trauer. Von Anfang an wird hier für einen offenen Umgang mit der Wahrheit - auch in Zusammenhang mit Suizid - plädiert. Dies, weil selbst gutgemeinte Lügen den künftigen Trauerprozess erschweren können. Deshalb wird betroffenen Erwachsenen über die Kinderstiftung von AETAS auch Hilfestellung geboten, bisher Gesagtes, das unrichtig war, in kindgerechter Weise zu korrigieren. In diesem Buch, kann man sich sicher einige wertvolle Anregungen hierzu holen. "Wie Kinder trauern" ist ein einfühlsamer Ratgeber, der klar strukturiert und verständlich geschrieben wurde, sodass ihn auch Laien gut nutzen können.  Gefallen hat mir das Bild des "Leuchtturms", das uns Erwachsenen in der Zeit kindlicher Trauer zugedacht ist - mit dem Hinweis, nie darauf zu vergessen, dass wir auch für uns Freiräume einplanen sollten, um neue Kraft zu schöpfen. Fazit: Ein wichtiges Buch, das ich weiterempfehlen würde, wenngleich mir konkrete Anregungen gefehlt haben, wie man zuhause oder im Krankenhaus angesichts des nahenden Todes bei schwerer Krankheit einen würdigen Rahmen schaffen kann, damit Kinder und Jugendliche sich in dieser schwierigen Zeit des Loslassens und Abschiednehmens nicht alleingelassen fühlen und bei Bedarf auch gut begleitete Rückzugsmöglichkeiten nutzen können.

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  • Wie Kinder trauern

    Wie Kinder trauern
    Kellerbandewordpresscom

    Kellerbandewordpresscom

    31. July 2017 um 11:06

    Meine Buchbewertung: Im April 2017 starb meine Oma – der Kinder ihre Uroma. Es war die erste richtige Berührung der Kinder mit dem Tod. Wie soll ich mit ihnen damit umgehen? Verstehen doch wir Erwachsenen das Ende des Lebens kaum, wie sollen es dann meine beiden mit 2 und 4 jährigen Kinder verstehen das wir sie nicht mehr besuchen gehen?   Es ist nicht zu beschreiben, wie kalt und leer es ist. 
Ich versuche, nicht zu zeigen, wie sehr ich dich vermiss.
 Meine Freunde tun ihr Bestes, aber das Beste ist nicht gut genug.
 Für das, was du mir gabst, hat diese Welt kein Substitut.
(…)
 Bei Gott, es fehlt ein Stück, haltet die Welt an. 
Es fehlt ein Stück, sie soll stehen.
 Und die Welt dreht sich weiter, und dass sie sich weiterdreht, ist für mich nicht zu begreifen. Merkt sie nicht, dass einer fehlt? 
Haltet die Welt an, es fehlt ein Stück.
 Haltet die Welt an, sie soll stehen.
 Aus dem Lied »Haltet die Welt an« von Glashaus Sie haben sofort nach dem Anruf gemerkt, dass ich verändert war. Da unsere Uroma schon fast 92 Jahre alt wurde, konnte ich den Kindern verständlich machen, dass sie ein langes Leben hatte und nun gestorben sei. Tod und Sterben eines nahestehenden Menschen bedeuten immer einen tiefen Einschnitt in das Leben aller Betroffenen. Das Leben nach dem Tod eines lieben Menschen ist ein anderes, als es das Leben mit diesem Menschen war. Im Buch findest man viele und taugliche Tipps, wie der Umgang mit einem trauernden Kind gelingen kann und auf was man achten sollte. Für mich wichtig war, dass man seine Gefühle nicht verbergen sollte. Die Kinder dürfen sehen und merken, dass mir der Verlust wehtut. Und das es nicht nur ein, zwei Tage wehtut. Es kommen immer wieder Situationen in mir hoch, die mich an meine Oma erinnern und ich vielleicht Tränen im Auge haben werde. Aber auch die Kinder brauchen Zeit und Hilfe von uns Großen. Wie diese aussehen kann und an was wir Erwachsene unbedingt denken sollten gibt es in übersichtlichen Auflistungen in dem Buch. Ebenso enthält es viele Beispiele und Erklärungen als Hilfestellung für Eltern. Bei uns war dann alles erst mal tot. Die Puppe war tot. Die Tür war tot. Das Bobbycar war tot. Im Rollenspiel war der Papa tot, wenn sie eben nur zu zwei waren und „Mutter-Vater-Kind“ gespielt haben. Da war ich erst mal platt und wußte nicht, wie ich damit umgehen sollte. Muss ich jetzt eingreifen und erklären, dass eine Tür oder ein Ding nicht sterben kann? Ich ließ es sein.  Reagieren Sie gelassen, wenn der Begriff »tot« ausprobiert wird. Tot und »weg« hat noch eine nahezu identische Bedeutung, der Unterschied wird erforscht und erprobt. Korrigieren Sie falsche Annahmen Ihres Kindes liebevoll, mit einer Haltung, die Sie auch bei jedem anderen Thema zeigen würden, das Ihr Kind fasziniert.
 Nun weiss ich, ich hätte wohl eher ein bisschen mehr darauf eingehen sollen. Kindgerecht zu erklären…. Mir reichten aber emotional schon die ganzen Fragen der 2 bis 4 Jährigen, die ich versucht habe zu lösen. Mit vielen selbstgemalten Kinderbilder über deren Verabeitung des Sterbens einer naheliegenden Person wird das wunderbare Buch bunt und zeigt die Ansichten und Denkweise von Kindern im Umgang mit dem Tod. Und als die Stunde des Abschieds nahe war:
»Ach!«, sagte der Fuchs, »ich werde weinen.«
Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz   Viele Rituale und stärkende Hilfen für die Zeit vor und nach dem Tod gibt dieses buch für jedes Kindesalter. Abschliessende Literaturhinweise zu passenden Kinderbücher und Filmen zu dem Thema runden das Buch ab. Mein Lieblingszitat: »Lange saßen sie dort und hatten es schwer, aber sie hatten es gemeinsam schwer, und das war ein Trost. Leicht war es trotzdem nicht.«
Astrid Lindgren in »Ronja Räubertochter« Vielen Dank an den Kösel Verlag und das Bloggerportal für das kostenfreie Rezensionsexemplar. Mehr Buchtipps auch bei www.kellerbande.wordpress.com

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