Florian Schulz Ein Jahr in der Arktis

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Inhaltsangabe zu „Ein Jahr in der Arktis“ von Florian Schulz

Er campiert im Eis, taucht unterhalb von Eisbergen, fährt Hunderte Kilometer mit dem Hundeschlitten und wehrt Millionen Moskitos ab – Naturfotograf Florian Schulz nimmt die Leser mit auf eine faszinierende Reise in die Arktis. In außergewöhnlichen Bildern dokumentiert er das Leben der Tiere, die sich perfekt an ihre frostige Umgebung anpassen: Moschusochsen im wärmenden Fell, verletzliche junge Robben auf Eisschollen oder brütende Schnee-Eulen. Anhand einer Eisbärin und ihrer zwei Jungen dokumentiert er die besonderen Herausforderungen, denen sich die Tiere im Lauf eines Jahres stellen müssen. Weitwinkelfotos der sommerlichen Tundra offenbaren die unvorstellbare Weite, in der zahlreiche Vögel aus aller Welt für einige Monate eine Heimat finden. Seine eindringlichen Bilder feiern das Leben in der scheinbaren Abgeschiedenheit und zeigen eine Welt, die wir bewahren sollten. Florian Schulz folgt seit mehr als zehn Jahren seiner Leidenschaft: der Naturfotografie zum Schutz der Wildnis. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Emil begibt er sich oft monatelang auf abenteuerliche Expeditionen, um Ökosysteme zu dokumentieren und die einzigartige Ausstrahlung eines Ortes einzufangen.
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  • Rezension zu "Ein Jahr in der Arktis" von Florian Schulz

    Ein Jahr in der Arktis

    michael_lehmann-pape

    12. January 2013 um 13:06

    Beeindruckend illustrierter „Naturbericht“ Um mit einem missverständlichen Verständnis des Titels zu Beginn aufzuräumen: nicht ein Jahr am Stück hat sich der überzeugte Naturschützer und hervorragende Fotograf Florian Schulz zum Zwecke der Fotografie in der Arktis aufgehalten, sondern insgesamt stehen 15 Monate Aufenthalt im Verlauf von 6 Jahren im Raum, innerhalb derer Florian Schulz zu jeder Jahreszeit und aus fast jedem denkbaren Blickwinkel sich der nördlichsten Region der Erde intensiv angenommen hat. Herausgekommen ist ein beeindruckender, faszinierender Bildband in besonders aufwendigem und große, Format. Ein Format, welches die Darstellung mancher Fotografien in einem selten erlebten, breiten Panoramaformat ermöglicht. Eine Möglichkeit, von der Schulz ausgiebig Nutzen zieht und in dem es ihm wieder und wieder gelingt, tief beeindruckende Bilder der Flora und Fauna dieser unwirtlichen Gegend des ewigen Eises vor Augen zu führen. Wenn auf eine Region der Welt der Begriff „unberührte Natur“ noch zutrifft, dann gehört der Nordpol und die ihn umgebende Arktis mit Sicherheit dazu. Die vielfachen doppelseitigen Panoramabilder von Sonneuntergängen über zerklüfteten Eis- und Schneelandschaften, von „Wolken“ von Möwen über gerade noch offenem Meer, von Unmengen von Karibus an der Küste in dem, was in der Arktis einen kurzen Sommer darstellt, allein dies ist faszinierend zu betrachten und wunderbar im Buch dargestellt. Aber auch „kleinere“ (was das Format angeht) Eindrücke der Welten „unter dem Eisberg“ oder charakteristischer Tiere wie den Regenbrachvogel, natürlich Eisbären und Robben sowie Schwärme von Blassgänsen verfehlen ihre Wirkung nicht. Dass teilweise auch idyllische, sommerliche Seenlandschaften zu Zeiten in der Arktis anzutreffen sind (z.B. im Firth), dies zeigt Schulz genauso auf, wie er die raue, lebensfeindlich wirkende „Winterseite“ der Arktis in umfassenden Bildern zur Geltung bringt. Neben den beeindruckenden Bildern lohnt es sich, die erläuternden Texte, auch wenn diese nur in komprimierter und kurzer Form zumeist vorliegen, konzentriert wahrzunehmen. Viele Informationen verpackt Schulz in die begleitenden Texte und Bildunterschriften, so dass in Wort und Bild, mit Einleitung und Nachwort, auf den gut 210 Seiten des Buches ein wirklicher und breiter Einblick in all die Facetten der Arktis letztlich vorliegt, der den Leser ohne weitere mit auf eine intensive und interessante Reise in diesen „Schatz der Natur“ zu nehmen vermag. Im Gesamten eine beeindruckende, großformatige und bestens ins Licht gerückte Darstellung der Arktis, wie es sie in dieser umfassenden und, vor allem bildlich, tief reichenden Form nur selten anzutreffen gibt. Sehr empfehlenswert.

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