Florian Sitzmann

 4.5 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Der halbe Mann, Bloß keine halben Sachen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Florian Sitzmann

Florian Sitzmann, geboren 1976, hat nach einem schweren Motorrad-Unfall 1992 beide Beine verloren. 1999 schließt er eine kaufmännische Ausbildung ab. Im Jahr 2002 startet er eine international erfolgreiche Karriere als Leistungssportler im Handbiken. Seine positive Art, seinen Lebenswillen und seine Lebenserfahrung versucht er in verschiedenen Projekten an Menschen weiterzugeben, die sich in ähnlich schwierigen Lebenslagen befinden. Aus diesen Projekten entsteht eine immer größer werdende Vernetzung mit Gleichgesinnten, die wie Florian Sitzmann etwas bewegen wollen. Sein Buch „Der halbe Mann - Dem Leben Beine machen“ über die ersten Jahre nach seinem Unfall ist bereits in der 5. Auflage und wurde mehr als 12.000 mal verkauft.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Florian Sitzmann

Cover des Buches Der halbe Mann (ISBN:9783579068855)

Der halbe Mann

 (12)
Erschienen am 17.08.2009
Cover des Buches Bloß keine halben Sachen (ISBN:9783641083793)

Bloß keine halben Sachen

 (6)
Erschienen am 26.11.2012
Cover des Buches Der halbe Mann (ISBN:9783641139124)

Der halbe Mann

 (2)
Erschienen am 11.02.2014
Cover des Buches Vom Aufgang der Sonne - Das Psalmenprojekt (ISBN:4010276019404)

Vom Aufgang der Sonne - Das Psalmenprojekt

 (0)
Erschienen am 23.07.2014

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Rezension zu "Bloß keine halben Sachen" von Florian Sitzmann

Deutschland – (k)ein Rollstuhlmärchen
SagMalvor 5 Monaten

Florian Sitzmann verlor nach einem schweren Motorradunfall 1992 beide Beine und ist seitdem mit Rollstuhl mobil. In „Bloß keine halben Sachen | Deutschland – ein Rollstuhlmärchen“ berichtet er von seinen beinlosen Erfahrungen im Fußgängerdschungel, gibt viele wertvolle Tipps und macht gleichzeitig Mut.

So schreibt Sitzmann im Buch über wichtige Bereiche des Lebens, erzählt, wie er sie persönlich im Rollstuhl sitzend gemeistert hat und was er sich für eine wirklich gelungene Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft wünscht. Er berichtet unter anderem auch von seinen ersten Erfahrungen in der Reha, die soweit weg vom „normalen Leben mit anderen Menschen“ war. Er erzählt weiterhin von überforderten Menschen und wie er sich mit viel Eigeninitiative selbst ins Arbeitsleben einbrachte. Er schreibt, wie er sich den Sport zurückeroberte und auch in der Liebe neues Glück fand. Ferner, worauf es für ihn beim barrierefreien Wohnen ankommt, was es beim Urlaub buchen zu beachten gilt und warum soziales Engagement so wichtig ist.

Mein Fazit:
Ich selbst bin Fußgängerin, doch mein Lebensgefährte sitzt nach einem Schicksalsschlag im Rollstuhl und ist seitdem auf Hilfe angewiesen. Das Buch von Florian Sitzmann bestätigt viele unserer eigenen Erfahrungen, hat uns darüber hinaus aber auch gute Hinweise gegeben und Tipps für Anlaufstellen, bei denen wir uns noch mal genauer umschauen können. Ein Buch also, dass wir mit einer bestimmten Erwartungshaltung gelesen haben und das uns dort vollends abgeholt hat.

Darüber hinaus finde ich es persönlich wichtig und großartig, wie sich der Autor als selbst Betroffener für Menschen mit Behinderung einbringt, kämpft und damit auch all denen eine Stimme gibt, die das gegebenenfalls momentan nicht selbst können. 

Für wirklich gelungene Inklusion ist es meiner Ansicht nach noch ein weiter Weg. Das erleben wir täglich aus eigener Erfahrung, sobald ich mit meinem Lebensgefährten das Haus verlasse. Bücher, wie die von Florian Sitzmann, helfen jedoch, auch bei Nichtbetroffenen mehr Verständnis und Einfühlung zu erzeugen und sind meiner Ansicht nach ein Baustein dafür, etwas an der jetzigen Situation für Menschen mit Behinderung zu ändern und die Wichtigkeit von Inklusion ins Bewusstsein zu rücken.

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Rezension zu "Bloß keine halben Sachen" von Florian Sitzmann

Perspektivenwechsel
LaMenschvor 3 Jahren

Florian Sitzmann hat durch einen Unfall beide Beine verloren. Knapp 20 Jahre sind seither vergangen. Viel Erfahrung hat er in diesen Jahren gesammelt. Seine Erfahrungen, lustiges, sinnloses und einfach nur interessantes teilt er in diesem Buch mit dem Leser. Er sieht als Rollstuhlfahrer das Leben aus einer anderen Perspektive. Als Fußgänger hat man nicht das Bewusstsein, dass man auf vier Rädern diverse Bordsteinkanten oder Stufen nicht überwinden kann. Es fällt einem schlichtweg nicht auf, denn für den Fußgänger stellt das kein Hindernis dar.


Ich finde es interessant, der Schreibstil weckt Interesse und erzählt auf lustige und sachliche Weise eine andere Perspektive. Der Humor in diesem Buch ist beachtlich, man sieht, dass man das Leben einfach manchmal nicht zu ernst nehmen darf. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen, ich habe keine 5 Stunden gebraucht. Die knapp 200 Seiten verfliegen wie im Flug. Man bekommt gar nicht mit, wie schnell man eigentlich vorankommt. Innerhalb dieser 4 Stunden spürte ich keinen Anflug von Langeweile und auch nicht das Bedürfnis, das Buch zur Seite zu legen um eine Pause zu machen. Ich war einfach mittendrin.


Dazu muss ich sagen, dass ich vom ersten dieses Autors „der halbe Mann“ nicht so begeistert war. Dieses Buch jedoch hat mich überzeugt und liefert nebenbei auch noch wertvolle Tipps für das eigene Leben. Egal ob mit oder ohne Behinderung. Jeder kann dieses Buch lesen und ich glaube nicht, dass sich ein Mensch dabei langweilen wird. Ich bin über diese Machart wirklich begeistert und kann definitiv nur 5 von 5 Sternen vergeben.


@Florian Sitzmann: ich weiß, nach der Lektüre dieses Buches, dass du keinen Mitleidsbonus möchtest. Diesen gibt es bei mir auch nicht. Die Wertung ist auf rein sachlicher Ebene geschrieben.

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Rezension zu "Der halbe Mann" von Florian Sitzmann

unentschieden
LaMenschvor 3 Jahren

Florian Sitzmann hat bei einem Motorradunfall beide Beine verloren. Über seinen Weg zurück ins Leben schreibt er genannten Buch.


Der Schreibstil ist gut zu lesen und für jeden verständlich geschrieben. Auch für Menschen die mit Erkrankungen und Behinderungen noch nicht viel Erfahrung gemacht haben. Selbst wenn mal ein Fachwort dabei ist ist es so im Buch und der Geschichte eingebaut, dass es sich häufig von selbst erklärt. Das Buch besteht nicht nur aus Buchstaben, es gibt auch einige Fotos, welche stilecht in schwarz-weiß Format abgedruckt wurden.


Es ist für mich schwierig, dieses Buch objektiv zu bewerten, ich denke, ich werde 2 verschiedene Wertungen vergeben. Fachlich gesehen (ohne Gefühle und Einstellungen meinerseits zu beachten) vergebe ich auf jeden Fall 4,5 von 5 Sternen, denn das Buch kann Menschen, die vielleicht gerade an ihrem Leben zweifeln Mut machen und aufbauen. Aber wenn ich jetzt meine persönliche Einstellung mit in die Wertung einfließen lasse vergebe ich 3 von 5 Sternen, denn manche Einstellungen, wie sie im Buch erklärt und beschrieben sind akzeptiere ich, bin aber auf keinen Fall ebenfalls überzeugt von dieser Meinung. Ich vertrete teilweise einfach eine komplett andere Einstellung und kann somit dem Buch nicht ganz so viel abgewinnen.

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