Foline Ullrich

 3.4 Sterne bei 12 Bewertungen

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Vertauschtes Leben

Vertauschtes Leben

 (12)
Erschienen am 03.11.2010

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Rezension zu "Vertauschtes Leben" von Foline Ullrich

Viele Fragen – kaum Antworten …
Herbstrosevor 17 Tagen

Inhaltsangabe Hansanord-Verlag:

„Meine Eltern sind gar nicht meine Eltern. Ich bin das Kind unserer Nachbarn!“

Als Gabi im Alter von 36 Jahren herausfindet, dass sie als Baby im Krankenhaus vertauscht wurde, gerät sie in eine tiefe Identitätskrise. Doch es kommt noch schlimmer: Sie erfährt, dass ihre Eltern von der Vertauschung wussten, genau wie die Eltern des anderen Mädchens. Selbst Nachbarn und Freunde waren eingeweiht. Doch niemand unternahm etwas. Ahnungslos ließ man die beiden Mädchen in den falschen Familien aufwachsen, als Nachbarskinder und Freundinnen.

Tagelang weint Gabi um ihr entgangenes Leben bei den leiblichen Eltern. Wie oft hat sie ihre Freundin um deren intaktes Elternhaus, um die Fürsorge und Förderung beneidet. Und wie sehr hat sie gelitten unter den Umständen, unter denen sie selber aufwachsen musste. Gabi beginnt, ihr Umfeld mit anklagenden Fragen zu konfrontieren. Doch niemand will sich der Realität stellen. Überall trifft sie auf Schweigen und Ablehnung. Erst in ihrem leiblichen Bruder findet Gabi einen Verbündeten. Gemeinsam versuchen die beiden Geschwister, dem Rätsel der Vertauschung auf die Spur zu kommen.

Eine wahre Geschichte – bewegend und mitreißend erzählt, rätselhaft und spannend bis zum Schluss.

Meine Wertung:

Nach dem Lesen der Inhaltsangabe erwartete ich von dem Buch mehr, viel mehr. Obwohl es sich um eine wahre Begebenheit handeln soll, (am Ende des Buches erklärt die Autorin, dass einige Szenen und Dialoge dramaturgisch umgestaltet wurden und kein Anspruch auf Faktizität bestehe) konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Die Geschichte ist nicht wirklich spannend und zieht sich sehr in die Länge. Mir will auch nicht einleuchten, dass ein erwachsener Mensch, bis er 36 Jahre alt ist, nichts von einer Vertauschung bemerkt haben will, obwohl alle Anzeichen lange schon dafür sprachen.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, Gefühle und Emotionen konnte ich nicht erspüren. Wohl um das Buch zu füllen wird seitenlang über die Familienverhältnisse, über Verwandtschaften, über Tanten, Onkels und Cousinen berichtet, was man ohnehin dann später wieder vergessen hat. Über Gabis Wut auf alle Beteiligten wird zwar ständig geschrieben, aber wirklich nachvollziehbar ist sie für mich nicht. Die Geschichte dreht sich nur im Kreis, nichts wird wirklich hinterfragt und eine Erklärung oder Lösung des Problems gibt es auch nicht.

Fazit: Kann man lesen, muss aber nicht.


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Rezension zu "Vertauschtes Leben" von Foline Ullrich

Gibt es irgendwann eine Antwort?
Siko71vor einem Jahr

Den Satz: "Du wurdest als Baby bestimmt in der Klinik vertauscht" sagt man manchmal im Spaß so dahin. Aber unsere Protagonistin Gabi wurde mit diesem Satz mehr als konfrontiert.
Hilde Siebeck und Margot Knappe bekommen zur gleichen Zeit Kinder, Mädchen,  in der gleichen Klinik und liegen auch noch zusammen im gleichen Zimmmer. Jahre später stellen verschiedene Verwandte Unterschiede fest, die den Müttern bislang noch nicht aufgefallen sind oder auffallen wollten. Bei Hilde scheint es eher Letzteres zu sein. Sie hat ihrem Sohn Detlef gegenüber eine Andeutung gemacht, diese aber wieder im Sande verlaufen lassen.
Aber Gbi wird mit zunehmenden Alter mmer aufmerksamer und geht auf die Suche nach hrem wahren "Ich". Allerdgung wird sie bei ihrer Mutter nicht das Gehör finden, wie bei ihrem Bruder Detlef...

Eine wahre Geschichte, die unter die Haut geht. Viele Fragen bleiben offen. Ob Gabi jemals erfahren wird warum alles so geblieben ist wie es ist?

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Rezension zu "Vertauschtes Leben" von Foline Ullrich

bewegende Story
SaintGermainvor 3 Jahren

"Meine Eltern sind gar nicht meine Eltern. Ich bin das Kind unserer Nachbarn!" Als Gabi im Alter von 36 Jahren herausfindet, dass sie als Baby im Krankenhaus vertauscht wurde, gerät sie in eine tiefe Identitätskrise. Doch es kommt noch schlimmer: Sie erfährt, dass ihre Eltern von der Vertauschung wussten, genau wie die Eltern des anderen Mädchens. Selbst Nachbarn und Freunde waren eingeweiht. Doch niemand unternahm etwas. Ahnungslos ließ man die beiden Mädchen in den falschen Familien aufwachsen, als Nachbarskinder und Freundinnen. Tagelang weint Gabi um ihr entgangenes Leben bei ihren leiblichen Eltern. Wie oft hat sie ihre Freundin um deren intaktes Elternhaus, um die Fürsorge und Förderung beneidet. Und wie sehr hat sie gelitten unter den Umständen, unter denen sie selber aufwachsen musste. Gabi beginnt, ihr Umfeld mit anklagenden Fragen zu konfrontieren. Doch niemand will sich der Realität stellen. Überall trifft sie auf Schweigen und Ablehnung. Erst in ihrem leiblichen Bruder findet Gabi einen Verbündeten. Gemeinsam versuchen die beiden Geschwister, dem Rätsel der Vertauschung auf die Spur zu kommen... Eine wahre Geschichte - bewegend und mitreißend erzählt, rätselhaft und spannend bis zum Schluss.

Man fasst es kaum, was hier passiert ist: beide betroffenen Mütter wissen, dass ihre Kinder vertauscht wurden, sie kennen sich, wohnen dicht beieinander und trotzdem unternehmen sie nichts! Einfach unglaublich! Eine der Mütter sieht zu, wie ihre leibliche Tochter unglücklich ist, wie hält man das als Mutter aus!? Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, am liebsten möchte man eingreifen und manche Personen schütteln, weil man ihre Handlungs- bzw. Nichthandlungsweise nicht nachvollziehen kann. Die Geschichte erstreckt sich über eine lange Lebenszeit , die die Autorin sehr intensiv und bewegend schildert. Alles in allem ein eindrucksvoll und als Lektüre empfehlenswertes Buch.

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