Forrest Carter

 4.4 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Der Stern der Cherokee, Der Stern der Cherokee und weiteren Büchern.

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Vielleicht nicht ganz so beeindruckend wie Dee Browns "Bury my heart at Wounded Knee/Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses", an das es sich zumindest dem deutschen Titel nach ja irgendwie anzulehnen versucht, aber meiner Meinung nach auf jeden Fall ein 4-Sterne-Buch.

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Rezension zu "Der Stern der Cherokee" von Forrest Carter

Schönes Jugendbuch!
Maggivor 5 Jahren

Dieses schmale Buch behandelt die Geschichte der Kindheit des Cherokee-Jungen Little Tree, der nach dem frühen Tode seiner Eltern bei seinen Großeltern aufwächst. Es ist ein sehr stimmungsvolles, schönes, berührendes, aber auch teilweise schwermütiges und wehmütiges Buch. Die Naturverbundenheit des alten Ehepaares, das sein Wissen an ihren Enkelsohn weiter gibt, aber auch das Kämpfen ums tägliche Überleben werden geschildert. So wird etwa die Methode des Großvaters den Lebensunterhalt der Familie durch das Schwarzbrennen von Whiskey zu verdienen sehr detailliert beschrieben.

Die Perspektive ist stets die des Jungen, der seine Umwelt mit Kinderaugen wahrnimmt und doch so früh reif und erwachsen werden muss, weil das Leben es so erfordert und der dadurch schon in jungen Jahren eine Weisheit hat, wie sie selten ist und so nur bei Kindern vorkommt, die eben (zu?) schnell erwachsen werden müssen.

Das Buch spielt in den späten 1920ern und frühen 30ern und umspannt, durch die Lebenserinnerungen der Großeltern auch die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und gibt so andeutungsweise einen Überblick über die Entwicklung der Indianerpolitik mehrerer Jahrzehnte. Das Indianer Menschen zweiter Klasse sind, bzw. von vielen so behandelt werden kommt vor, zieht das Buch aber nicht ins Depressive, so dass es auch schon jüngere Kinder gut lesen können. Es wird nichts verharmlost und die Darstellungen sind realistisch, dennoch wird das wahre Ausmaß nicht deutlich, wird lediglich angedeutet. Jedoch ist es von einem kleinen Jungen, aus dessen Perspektive ja erzählt wird, auch nicht zu erwarten alles zu durchschauen. Auch der besondere Humor, den viele Native Americans haben, kommt rüber, jedoch hier stets mit einem wehmütigen Unterton.

Mit hat es dieses dünne Buch, welches in der dtv junior Reihe erschienen ist, richtig angetan! Es erzeugt eine ganz besondere Stimmung und gibt einem ein gutes Gefühl für die Protagonisten, die mir allesamt sympathisch sind, aber auch ganz menschliche Stärken und Schwächen haben, sind sie doch auch dem wahren Leben entnommen. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter!

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T

Auch wenn die in diesem Buch erzählte Geschichte sich nicht so genau an alle historischen Fakten hält (eher nicht, und ganz korrekt ist die Abfolge und das Ende ebenfalls nicht!), so ist es doch eine Erzählung, die jeder, der sich mit den Apachen als Volk und der Geschichte der letzten Jahre ihres Freiheitskampfes beschäftigt, gelesen haben sollte.
Hier wird, hauptsächlich aus der Sicht Geronimos, deutlich, was es für diese Menschen bedeutet haben muss, am Ende überall gejagt zu werden, jedermans Feind zu sein und keinen Ort zu finden, an dem man sie einfach nur leben ließ.

Aufrüttelnd, bewegend und zugleich unendlich traurig machend, denn vieles, was dort in Romanform geschildert wird, ist ja wirklich passiert!

Die "Historiker" sollen sich damit trösten, dass es hervorragende Fachbücher zu diesem Thema gibt, die man, Interesse vorausgesetzt, ebenfalls lesen kann! Ich zumindest bin der Meinung, dass es oftmals wertvoller ist, Stimmungen und Lebensumstände einer gewissen Epoche der Geschichte aufzufangen, als sich lediglich damit zu begnügen, historische Fakten aneinanderzureihen. Ein Roman, eine Geschichte, lebt nämlich von dem, was der Leser dabei empfindet.
Und die in diesem Buch erzählte Geschichte lässt mit Sicherheit keinen unberührt ...
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