Forrest Griffin Voll auf die Zwölf

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Inhaltsangabe zu „Voll auf die Zwölf“ von Forrest Griffin

Forrest Griffin ist kein Kampfkünstler, er ist ein Fighter. Zudem ist er ziemlich durchgeknallt und hat ganz eigene Ansichten vom Leben und Kämpfen. In seinem Buch erklärt er, wie man ein mental und körperlich starker Fighter werden kann, und präsentiert eine Vielzahl erprobter Nahkampftechniken, darunter auch, wie man den Angriff eines Pudels abwehrt. Lesen dürfen sein Werk allerdings nur jene, die den Männlichkeitstest am Anfang des Buches bestehen. Wer durchfällt, muss sich leise durch die Hintertür verziehen. Den erfolgreichen Absolventen der Männlichkeitsprüfung erklärt Forrest, was es bedeutet, ein echter Mann zu sein. Vom Aufreißen bis zum Umhauen deckt er jedes Thema ab und bietet großartige Einsichten in die Gedankenwelt eines erfolgreichen Mixed-Martial-Arts-Kämpfers. Das sind die ganz harten Jungs, die fast ohne Regeln kämpfen und alle Arten von Kampftechniken anwenden dürfen, inklusive Treten und Schlagen im Bodenkampf. In diesem Sport hat es Forrest bis ganz nach oben gebracht. Wer glaubt, er sei ein Mann, sollte erst einmal dieses Buch lesen.

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  • "Ehrlich, mein IQ liegt nur 17 Punkte über der Debilitätsgrenze." (229)

    Voll auf die Zwölf

    R_Manthey

    14. July 2015 um 12:21

    Diesen Satz muss man nicht ganz so ernst nehmen, auch wenn Forrest Griffin seinen geringen IQ mehrfach stolz erwähnt. Er sonnt sich gerne in seiner Verrücktheit. Und irgendwie macht ihn das mit samt seinem merkwürdigen Buch am Ende doch recht sympathisch. Immerhin hat er Politikwissenschaften studiert und war mal Polizist, was allerdings auf beides ein eher zweifelhaftes Licht wirft. Eigentlich hätte ich das Buch nicht lesen dürfen, denn ich bin bei seinem Männlichkeitstest schmachvoll durchgefallen. Forrest verdient seine Kohle als MMA-Kämpfer. Das sind die Typen, die in Käfige steigen und sich fast regellos gegenseitig so lange verdreschen, bis einer liegen bleibt. Wer den Film Karate Kid gesehen hat, der sollte wissen, dass Forrest dort derjenige sein würde, der immer wieder in Daniel-sans schmerzendes Bein tritt, und nicht etwa Daniel, der Kampfkünstler. Forrest blickt auf solche Kampfkünstler mit einer gewissen Verachtung. Er ist ein Kämpfer, der keinen Schmerz kennt und gnadenlos die Schwächen seiner Gegner ausnutzt. Gelegentlich demonstriert er das, indem er sich ein brennendes Feuerzeug sekundenlang an seinen Unterarm hält und dabei seelenruhig einen Film sieht, während die schockierten Zuschauer flüchten. Wenn man genug Toleranz und Humor besitzt, dann wird man dieses Buch mit einem gewissen Vergnügen lesen können, denn es ist in einem völlig abgedrehten Stil geschrieben, den zwar nicht alle witzig finden werden, aber gewiss Leute, an die dieser Text adressiert ist. Offenbar ist Forrest in der MMA-Szene sehr beliebt. Mich wundert das nicht, denn im Gegensatz zu seinem angeblich sehr geringen IQ, besitzt er die Fähigkeit die Dinge sehr klar auf den Punkt zu bringen, wenn man sich erst einmal an seine zotigen Mitteilungen gewöhnt hat. In den ersten drei Kapiteln geht es ums Physische, ums Mentale und um einige gute Ratschläge. Viel Neues habe ich nicht gelernt, musste aber oft grinsen, weil Forrest wirklich nicht alle Tassen im Schrank hat, aber dabei dennoch sehr realistisch ist. Zwar wird sein merkwürdiger, aber irgendwie liebenswerter Humor nach einer gewissen Zeit immer voraussehbarer, das ändert aber nichts an den vielen am Ende wahren Feststellungen über das Milieu, in dem er lebt und seine Kohle verdient. Nach ein paar kurzen Bemerkungen übers Geschäftliche kommt er dann in den Kapiteln 5 und 6 zu Kampftipps. Die meisten davon gelten für den Bodenkampf, schließlich wird bei den Mixed Martial Arts nicht nur geboxt, was man an seiner Nase sieht, sondern auch gerungen, wovon seine Ohren berichten. Schöner wird man bei dieser Beschäftigung schließlich nicht. Forrest schildert diese Tipps in seinem witzigen Stil mit brauchbaren Bildern. Wer in ähnlichen Techniken geübt ist, kann mit Forrests Beschreibungen garantiert etwas anfangen. Natürlich gilt auch hier sein Hinweis, dass man für die Beherrschung solcher Griffe und Techniken oft Jahre braucht, bis sie nicht nur sitzen, sondern auch automatisiert funktionieren. Wenn man zur erweiterten Zielgruppe dieses Buches gehört und es nicht schrecklich ernst nimmt, wird man es mit Heiterkeit lesen und benutzen können. Alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen.

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