Frédéric Beigbeder

 3.7 Sterne bei 432 Bewertungen
Autor von Neununddreißigneunzig, Windows on the world und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Frédéric Beigbeder

Satire trifft auf Romanzen, die nicht ganz romantisch sind: Frédéric Beigbeder wurde 1965 im französischen Neuilly-sur-Seine geboren. Er studierte später Politik in Paris und arbeitete danach jahrelang in einer Webreagentur als Texter. Mit seinem Roman "39,90" wurde er international bekannt. Im Jahre 1994 rief er den Prix de Flore für junge Autoren ins Leben. Für sein Werk "Un roman français" erhielt er 2009 den Prix Renaudot. Heute lebt Beigbeder als anerkannter Kritiker und Schriftsteller in Paris.

Neue Bücher

Endlos leben

 (2)
Neu erschienen am 02.10.2018 als Hardcover bei Piper.

Endlos leben: Roman

Neu erschienen am 02.10.2018 als E-Book bei Piper ebooks.

Alle Bücher von Frédéric Beigbeder

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Neununddreißigneunzig

Neununddreißigneunzig

 (220)
Erschienen am 10.11.2011
Windows on the world

Windows on the world

 (45)
Erschienen am 01.09.2005
Der romantische Egoist

Der romantische Egoist

 (26)
Erschienen am 12.07.2007
Memoiren eines Sohnes aus schlechtem Hause

Memoiren eines Sohnes aus schlechtem Hause

 (26)
Erschienen am 01.11.2001
Die Liebe währt drei Jahre

Die Liebe währt drei Jahre

 (20)
Erschienen am 02.01.2003
Oona und Salinger

Oona und Salinger

 (18)
Erschienen am 01.08.2016
Ein französischer Roman

Ein französischer Roman

 (12)
Erschienen am 01.03.2012

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Neue Rezensionen zu Frédéric Beigbeder

Neu
killmonotonys avatar

Rezension zu "Endlos leben" von Frédéric Beigbeder

Rezension: Endlos leben
killmonotonyvor 12 Tagen

Ich hatte das Glück, Frédéric Beigbeder auf der Frankfurter Buchmesse bei einem Interview am F.A.Z.-Stand zu sehen, in dem er von seinem neuen Buch „Endlos leben“ erzählte. Zu diesem Zeitpunkt wartete ebendieses bereits daheim auf mich und nach diesem Interview musste ich sofort beginnen, es zu lesen. Beigbeder erzählte, dass es in seinem neusten Buch (eigentlich als „Roman“ betitelt) um die Frage seiner Tochter geht: „Papa, stimmt es, jeder mal stirbt?“ Da er feige sei, habe er dies mit folgendem Satz beantwortet: „Bisher war das so, aber jetzt wird sich etwas daran ändern!“ – und so beginnt Frédéric Beigbeders Reise (oder vielmehr die seines Protagonisten/Alter Egos) um die Welt, zu den fortschrittlichsten Forschungseinrichtungen und zu berühmten Kurhäusern, um alles aufzusaugen und auszuprobieren, was man im heutigen Zeitalter gegen den Erzfeind, den Tod, unternehmen kann. Und Methoden und Forschungsansätze gibt es verdammt viele: vom Transhumanismus (Erweiterung der Lebensdauer durch Technologie) über Genveränderungen bis hin zu der Umkehrung des Altersprozesses. Frédéric Beigbeder schaut sich zusammen mit seiner Familie die verschiedenen Methoden an und fühlt der Wissenschaft gehörig auf den Zahn. Dass er sich dabei immer weiter von seiner Frau entfremdet, merkt er dabei nicht…

"Das Leben ist ein Massaker. Ein Mass murder mit 59 Millionen Toten pro Jahr. […] Es ist mir ein Rätsel, warum Terroristen sich solche Mühe geben, die Statistik aufzubessern: So viele Leute wie Mutter Natur können sie nie umbringen. Die Menschheit wird unter allgemeiner Gleichgültigkeit dezimiert. Wir akzeptieren diesen täglichen Genozid, als handele es sich um einen normalen Prozess."

Dieses Buch ist unglaublich schwer einzuschätzen. Ist es ein Roman, sind alle diese Dinge tatsächlich passiert oder gibt es lediglich kleinere Überschneidungen? Frédéric Beigbeder sagt auf der Buchmesse und auch im Vorwort zu „Endlos leben“, dass es all die erwähnten wissenschaftlichen und auch weniger wissenschaftlichen Methoden zur Lebensverlängerung tatsächlich gibt. Auch scheinen der Protagonist und er einiges gemein zu haben… Doch lassen wir diesen Aspekt einmal offen. Beigbeders „Endlos leben“ liest sich wie ein skurriler Trip durch die abgedrehtesten Neuheiten, die der Verjüngungsmarkt zu bieten hat: Bluttransfusionen mit dem Blut junger Menschen, die Übertragung des eigenen Bewusstseins auf eine Festplatte, eine ganz spezielle Ernährung, die niemandem schmeckt, aber trotzdem den Tod in Schach halten soll… Beigbeder wendet sich jedoch nicht nur der Wissenschaft zu, als Atheist besucht er auch die heiligen Stätten in Jerusalem und nimmt neben einigen Eindrücken der Kultur auch den Wunsch, zu glauben, mit auf seine weiteren Reisen.

Weiterlesen: https://killmonotony.de/rezension/endlos-leben-fakt-oder-fiktion

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wandablues avatar

Rezension zu "Endlos leben" von Frédéric Beigbeder

Thema brandaktuell. Umsetzung fad.
wandabluevor 18 Tagen

Thema brandaktuell. Umsetzung etwas fad.
„Ein französischer Roman“ war meine erste Begegnung mit Frédéric Beigbeder, der im Nachbarland durch das französische Fernsehen und als Autor wohl bekannter ist als hierzulande. „Ein französischer Roman“ war ein nachdenklicher Roman über das Leben und vor allem die Kindheit des Autors, der mir sehr gut gefiel.

„Endlos leben“ beschäftigt sich mit dem Wunsch nach einem verlängerten Leben. Der Autor nimmt die Wissenschaft aufs Korn, die sich in vielen Ländern und Bereichen damit beschäftigt, den Tod zu eliminieren oder zumindest das Leben so lange wie möglich zu erhalten. Kann man die Spirale aufhalten oder gar den Prozeß des Alterns umkehren und wohin führt dies? Schon jetzt ist der Jugendwahn wirklich ein Wahn, wie das Wort es aussagt.

Der Wunsch des Menschen nach einem endlosen Leben ist alt. Er hat die Menschen in die Spiritualiät geführt. Und zu einer gesunden Lebensführung animiert, in der optimierte Ernährung und viel Bewegung Prioritäten darstellen.

Doch seit die Life-Sciences mit der Entschlüsselung der DNA und weiteren spektakulären Entdeckungen und Erfindungen operieren und gleichzeitig die Informatik die Künstliche Intelligenz ins Felde führt und "Algorithmen" sämtlichste Lebensregungen berechnen, treibt der Wunsch nach einem endlosen Leben manchenorts seltsame Blüten.

Damit beschäftigt sich der Roman, in dem der langsam alternde Held mit der jungen Ehefrau und seinen Kindern samt einem Roboter eine Reise quer durch die Kontinente antritt, um Wissenschaftler in aller Welt aufzusuchen und zu schauen, welche Mittel ihm heute schon „Unsterblichkeit“ verleihen könnten. Während er sich mehr und mehr den Methoden der Lebensverlängerung und Lebensverjüngung ausliefert, verliert er allmählich seine Menschlichkeit und muss seine Beziehungen opfern.

Der Leser wird durch den Roman, der mit Absurditäten arbeitet, durchaus informiert, aber durch die spannungsarme Handlung leider auch gelangweilt. Es geht ihm wie Romy, der 10jährigen Tochter, die während der Unterredungen von Daddy mit dem berühmten Professor lieber im Vorzimmer mit ihrem Roboter spielt.

Fazit: Beigbeders Ansatz, diese ganze neue Industrie zu persiflieren und nebenbei aufzuzeigen, was, auf die Spitze getrieben, daraus wird, wenn man alle ethischen Vorstellungen zugunsten der Sucht nach Ewigkeit über Bord wirft, hat was, ist aber nicht unterhaltsam genug aufgebaut. Schade. Beigbeders Witz, der an manchen Stellen durchaus aufscheint, zündet nicht.

Kategorie: anspruchsvolle Literatur
Verlag: Piper, 2018

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dominonas avatar

Rezension zu "Neununddreißigneunzig" von Frédéric Beigbeder

*Ironie an* Werbung ist scheiße *Ironie off
dominonavor 2 Monaten

Ich musste oft grinsen und habe mir viel Makaberes aufgeschrieben. Schonungslos ehrlich wird uns der Spiegel vorgehalten. Was macht Werbung mit uns und wie funktionieren die Mechanismen. Wer jetzt denkt, er bekommt ein Sachbuch, hat sich geschnitten. Übrigens auch, wer glaubt, der Protagonist werde zu irgendeinem Zeitpunkt sympathisch, aber das war hier tatsächlich nicht so wichtig. 

Es eskaliert, und zwar richtig, aber das war zu erwarten.

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Frédéric Beigbeder wurde am 21. September 1965 in Neuilly-sur-Seine (Frankreich) geboren.

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