Frédéric Lenoir Sokrates Jesus Buddha - Die Lebenslehrer

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Inhaltsangabe zu „Sokrates Jesus Buddha - Die Lebenslehrer“ von Frédéric Lenoir

Was macht glücklich: Nehmen oder Geben, Haben oder Sein? Frédéric Lenoir, Bestsellerautor und Frankreichs renommiertester Soziologe, studiert seit über fünfundzwanzig Jahren die Lehren von Sokrates, Jesus und Buddha. Er erzählt die Biografien der drei Lebenslehrer und bündelt deren Weisheit zu einer einmalig umfassenden spirituellen Anleitung. Denn die Fragen, die den Menschen bewegen, sind unabhängig von Epochen und Kulturen. Von erstaunlicher Modernität und Universalität, geben die Zeugnisse und Lehren der drei Meister auch Antwort auf die drängendsten Fragen unserer Zeit und zeigen: Das Leben ist eine Kunst, die erlernen kann, wer die Weisen befragt.

Spannender und erhellender Einblick in die Lehren der drei Meister. Man staunt über die Ähnlichkeit ihrer Lehren.

— Kunstguerilla

Habe das Buch noch nicht durch, kann aber sagen, dass es für mich DAS Sachbuch des Jahres ist......

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • "Sucht Zuflucht in euch selbst, nirgends sonst." (Buddha)

    Sokrates Jesus Buddha - Die Lebenslehrer

    R_Manthey

    17. July 2015 um 11:33

    Dieses Buch ist in verschiedener Hinsicht ungewollt lehrreich. Weder Sokrates, noch Jesus noch Buddha haben etwas Schriftliches hinterlassen. Dennoch hält der Autor sie für die Begründer dessen, was er als "spirituellen Humanismus" bezeichnet. Und ihm erscheinen die Lehren dieser drei Männer "universell und von erstaunlicher Modernität". Vielleicht liegt das einfach daran, dass sich der Mensch auch nach vielen hundert Jahren noch immer nicht geändert hat. Für den Autor sind die drei Weisen seine Lebenslehrer. Aus seinem Text kann man lernen, wie ein "Ismus" entsteht, denn ganz offensichtlich versucht Lenoir ihre Lehren durch den Filter seiner ganz persönlichen Wahrnehmung zu verstehen. Er pickt sich Dinge heraus, die in sein bereits bestehendes politisches Weltbild passen und unterschlägt andere, die das nicht tun. Aber die eigentliche Achillesferse seines Buches besteht darin, dass er die durch andere aufgezeichneten (und wahrscheinlich ebenso gefilterten) Lehren insbesondere von Jesus und Buddha intellektuell zu verstehen versucht. Aber weder Buddha noch Jesus waren Philosophen. Sie dachten nicht in Begriffs-Kategorien, und sie beschäftigten sich schon gar nicht mit dem Schicksal der Menschheit als Ganzes. Doch genau dies dichtet Lenoir ihnen an. Bei Buddha strebt er damit geradewegs ins Absurde, denn dessen Lehren kann man nicht intellektuell verstehen. Man muss sie selbst erfahren. Und vor allem betrifft Buddhas Lehre nur das Individuum. Ich komme darauf noch zurück. Das Buch ist in zwei Teile untergliedert. Im ersten Teil beschreibt der Autor das Leben der drei Männer unter verschiedenen Gesichtspunkten, danach erfahren wir im zweiten, etwas kürzeren Teil, was sie uns nach Meinung des Autors auch heute noch zu sagen haben. Bereits im ersten Teil findet man während der Darstellung der jeweiligen Lebensläufe zahlreiche Hinweise auf die überlieferte Sichtweise zu den jeweiligen Ansichten der drei "Lebenslehrer". Der Autor zitiert oft und gerne und benutzt dabei bei Jesus die Evangelien, bei Buddha die verschiedenen Sutren und bei Sokrates Platons Werke. Nur bei Platon kann man sich relativ sicher sein, dass die Sokrates zugeschriebenen Äußerungen und Verhaltensweisen möglicherweise auch so stattgefunden haben. Sokrates war Lebenskünstler und Philosoph. Jesus sah sich als Prophet, und Buddha wollte lediglich den einzelnen Menschen von seinem Leid befreien. Der Autor wirft die Aussagen dieser drei "Lebenslehrer" zusammen, weil er wohl für sich selbst Regeln sucht, die ihm einen Weg weisen, um ein "guter Mensch" zu werden. Das greift leider insbesondere bei Buddha viel zu kurz. Seine Zeit mit Spekulationen zu verschwenden, schreibt der Autor (123) sich auf Buddha beziehend, sei für einen, der nach Erlösung strebt, völlig nutzlos. Und das genau ist der Punkt. Ein Großteil des Textes besteht nämlich aus eben solchen intellektuellen Spekulationen. Manchmal produziert Lenoir dabei auch Lustiges, etwa wenn er den Satz "Ich weiß, dass ich nichts weiß.", der Sokrates zugeschrieben wird, als vorgebliche intellektuelle Schwäche bezeichnet. An anderen Stellen formuliert Lenoir Originalaussagen in andere Kategorien um und gibt ihnen dadurch eine andere Ausrichtung, die leider oft nur eine hohle Phrase sind. Das zeigt sich besonders bei der Darstellung buddhistischer Praktiken, die Lenoir zwar irgendwie beschreibt, denen er aber offenbar verständnislos gegenübersteht, ohne dass er das wirklich begreift. Beispielsweise hält er wohl die "Erleuchtung" für eine Art göttliches Geschenk oder Auszeichnung, obwohl Gott im Buddhismus überhaupt keine Rolle spielt. Die im Buddhismus oft vorkommende "Auflösung des Ichs" interpretiert er als Auflösung der jeweiligen Persönlichkeit, was einfach Unfug ist. Ebenso missversteht er, was Buddha mit "Anhaften" meint. In der Folge glaubt er konsequent, dass Buddhisten nicht lieben können, weil dies mit Begierde und Anhaften in Verbindung stünde. Das kann nur einem Intellektuellen passieren, der dies alles im Kopf zu verstehen versucht. Man muss es jedoch auf dem von Buddha gewiesenen Weg der Loslösung von der Macht des Geistes (eben des Intellekts) für sich selbst herausfinden. Aber das hat Lenoir offenbar nie getan, denn sonst wäre dieses Buch so nie geschrieben worden. Der Buddhismus ist eine praktische Lehre zur Selbstfindung und keine Anleitung für Menschen, die besonders vorbildlich sein wollen. Ähnliche Merkwürdigkeiten findet man auch bei Lenoirs Jesus-Bild. Beispielsweise hält er ihn für den Feministischsten der drei Männer. Das grenzt schon ans Komische, weil es nicht nur den jeweiligen historischen und kulturellen Hintergrund ausblendet, sondern auch noch einen Begriff auf sie anwendet, der erst im letzten Jahrhundert entstand und eine politische Bewegung bezeichnet. Beim Thema Gerechtigkeit kommen dann bei Lenoir Begriffe wie Recht und Unrecht ins Spiel, was die intellektuelle Gemengelage nicht gerade ordnet, sondern zu einem unpräzisen politischen Brei verschmiert, denn Gerechtigkeit wird von ihm ebenso wenig definiert wie Recht und Unrecht. Das sind nur einige von zahlreichen problematischen Stellen in diesem Text. Das Buch liest sich wie eine Semesterarbeit eines fleißigen Studenten, dem das letzte Verständnis noch fehlt. Es ist durchaus lehrreich, weil es zu den verschiedenen Themen zahlreiche Zitate enthält. Lenoirs Interpretationen hingegen sind gelegentlich ziemlich zweifelhaft, was aber auch einen gewissen Reiz besitzt. Alles in allem also ein (schon wegen der Darstellung der Lebensläufe) durchaus interessantes Buch, zu dem man sicher ganz verschiedene Meinungen haben kann. Ich würde es für mich irgendwo zwischen drei und vier Sternen bewerten. Bei philosophischem Interesse liest es sich ganz angenehm, auch wenn man gelegentlich über die gewöhnungsbedürftige Begriffsakrobatik doch etwas stolpert.

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  • Rezension zu "Sokrates Jesus Buddha" von Frédéric Lenoir

    Sokrates Jesus Buddha - Die Lebenslehrer

    rumble-bee

    Ein wenig enttäuscht bin ich schon. Oder hatte ich einfach schon zu viele Vorkenntnisse? Wie dem auch sei; das Buch hat mir (zumindest was Jesus und Buddha betrifft) nicht viel Neues vermittelt. Und der Klappentext hat ein Bild gezeichnet, das letztlich nicht mit dem Buch überein stimmte. Es ist die Rede von "überraschender Modernität" aller drei Lehrer, von Antworten auf drängende Lebensfragen. "Eine einmalige spirituelle Anleitung für alle, die vom Leben mehr erwarten." Eine Anleitung ist es nun ganz gewiss nicht! Und es findet auch keine spezielle Beantwortung von aktuellen Lebensfragen statt. Es ist, ein wenig grob gesprochen, nicht mehr (und auch nicht weniger) als die Erledigung einer "Hausaufgabe" in gehobener Schulaufsatz-Form: Vergleiche die Lebensläufe von Sokrates, Jesus und Buddha, und stelle die Gemeinsamkeiten ihrer Lehre heraus. Die Aufgabe ist, ganz nach französischer Wissenschaftstradition, penibel und gründlich erledigt worden, mit ausführlichen Zitaten aus den entsprechenden Schriften (die Bibel, Platon, buddhistische Sutras, oder auch zeitgenössische Historiker). Mir persönlich waren die Zitate aber schon fast zu gründlich; sie waren teils so lang, dass es für mich den Lesefluss gestört hat. Ich hätte viel lieber des Autors ausführliche eigene Gedanken zum Thema gelesen! Doch immer genau dann, wenn es in dieser Hinsicht spannend wurde, brach er ab, ging nicht weiter. Doch wie gesagt, das mag teils auch daran liegen, dass ich recht gute Vorkenntnisse hatte. Überhaupt gibt der Autor sehr wenig von sich preis, vor allem, was den Anlass zum Schreiben dieses Buches betrifft. In einem denkbar kurzen Vorwort heißt es lapidar, genau diese drei Persönlichkeiten hätten ihn schon lange fasziniert und beschäftigt. Mehr nicht. Das war mir zu "billig" und zu mager; zumal ja aus logischer Sicht durchaus nicht einleuchtet, warum ein Philosoph zusammen mit zwei späteren Religionsstiftern untersucht wird. Die Begründungen hierzu sind spärlich. Auch fragte ich mich: wenn schon Philosophie, Lebensanleitung und Religion zusammengeworfen werden, warum der Kreis der untersuchten Personen dann nicht größer ist (Mohammed hätte für mich unbedingt dazugehört!) - und warum keine Frauen Eingang in das Buch gefunden haben! Ich denke da z. B. an eine Hildegard von Bingen, oder eine Theresa von Avila. Mein Eindruck ist, der Autor hat sich mit diesem Buch mehr oder weniger ein "Privatvergnügen" gegönnt. Er hat im Laufe von Jahrzehnten Unmengen von Notizen zusammengetragen, und hat seine Kapitel fast im Stechschritt "abgearbeitet". Nur am Rande tauchen strittige Punkte oder ungeklärte Fragen auf. Wirklich gut und tiefschürfend fand ich eigentlich nur die Eingangsphase des Buches, in der untersucht wird, ob die Drei tatsächlich historische Personen sind - und wenn ja oder wenn nein, welche Auswirkungen das auf unsere heutige Interpretation hat. Dieser Abschnitt war sehr gut gemacht. Durch die "Abarbeitung" der Kapitel entsteht teilweise auch eine recht gedrängte Darstellung, die zwar nicht direkt falsch ist, die aber beim Laien durchaus falsche Eindrücke hervorrufen kann. Ein Beispiel: Die "Trikaya-Lehre" hat nur sehr, sehr von ferne etwas mit dem zu tun, was der Buddha selber (!!) gelehrt hat, was "Buddhismus" wirklich ausmacht. Der "Durschnittsbuddhist" wird von dieser Lehre nie etwas gehört haben. Von daher ist die Erwähnung dieses Spezialthemas in einer Überblicksdarstellung verfehlt. Ich gebe allerdings dennoch drei von fünf möglichen Sternen. Für die gute Lesbarkeit, und für die reine Fleißarbeit. Und für den einen oder anderen Gedankenanstoß. Aber wirklich neu oder "notwendig" ist dieses Buch nicht.

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  • Rezension zu "Sokrates, Jesus, Buddha" von Frédéric Lenoir

    Sokrates Jesus Buddha - Die Lebenslehrer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. January 2011 um 16:58

    „Der Mensch ist so veranlagt, dass er immer haben möchte, was er nicht hat, und wenn er seinen Nachbarn mit Gewalt abjagen muss. Doch ist einmal die Befriedigung seiner Grundbedürfnisse gesichert – Nahrung, ein Dach über dem Kopf und ein Mittel zu würdigen Leben -, muss der Mensch eine andere Logik als die des Habens umschwenken, um zufrieden und ganz und gar menschlich zu werden: die Logik des Seins.“ Frédéric Lenoir zählt zu den renommiertesten Soziologen, Philosophen und Religionshistorikern Frankreichs. In „Sokrates, Jesus, Buddha – Die Lebenslehrer“ macht er es sich zur Aufgabe, den Lesern die Lehren dreier Lebenslehrer näher zu bringen, nämlich die des griechischen Philosophen Sokrates, des jüdischen Wanderpredigers Jesus und des indischen Aristokratensohns Siddharta, der unter dem Namen Buddha bekannt wurde. Sokrates – philosophischer Geburtshelfer Sokrates, der als Sohn einer Hebamme und eines Bildhauers um 470 vor Christus geboren wurde, war kein Schüler im gebräuchlichen Sinne, sondern lernte viel eher von allem, was ihm vor die Nase kam: von den Naturphilosophen, die danach bestrebt waren rationale Antworten auf metaphysische Fragen zu finden, von den Sophisten, den Meistern der Redekunst, und wahrscheinlich auch von den Anhängern verschiedener Mysterienkulte. Er sah sich selbst als „Betreiber“ der Hebammenkunst: er brachte die Vernunft ans Licht der Welt. Jesus – jüdischer Wanderchrist Jesus wurde in eine fromme und sehr religiöse Familie geboren, die auch den Sabbat befolgte, Jesus beschneiden ließen und in den Jerusalemer Tempel geht. Sein Vater war Zimmermann und seine Mutter kümmerte sich um seine Erziehung; Jesus geht in die Synagogenschule und spricht neben Hebräisch auch Aramäisch und wahrscheinlich etwas Griechisch und Lateinisch – er gehörte zur gebildeten Elite. Buddha – erwachter Prinz Buddha wurde als Siddharta geboren und die Zeichendeuter finden auf seinem Körper die zweiunddreißig Kennzeichen des großen Mannes, die nach der indischen Tradition eine außergewöhnliche Bestimmung voraussagen; wenn er einen Alten, einen Kranken, einen Toten und einen Mönch sieht, wird er ein Erwachter, ein Buddha. Lenoir hat mich begeistert und mir gezeigt, was es heißt, sein Leben zu leben. Hinter diesem Buch verbirgt sich eine Nachricht an alle Leser, die man nur versteht, wenn man das Buch in aller Ruhe liest und mit jeder Faser seines Körpers aufnimmt – man muss sich den drei vorgestellten Persönlichkeiten hingeben! Dem Leser wird mehr als das Leben dreier außergewöhnlicher Persönlichkeiten gezeigt. Der Leser erfährt was Glauben, Wissen und Hingabe bedeutet und lernt, wie man sich von diesen drei Fertigkeiten Gebrauch macht. Lenoir schreibt ungewöhnlich klar und belegt seine Vermutungen mit Textstellen aus der Bibel und anderen Schriften, die über das Leben der drei vorgestellten Personen berichten. Auch seine Sprache zeichnet sich durch einen sehr charmanten Stil aus, der den Leser betört. Er berichtet mit Hingabe, Wissen und Glaube von drei Personen, die für ihn die Welt und so viel mehr bedeuten. Und diese Hingabe hat mich fasziniert und dieses Buch ganz besonders gemacht! Lenoir hat mir mit „Sokrates, Jesus, Buddha – Die Lebenslehrer“ einen Stück meines verlorenen Glaubens wiedergegeben. Er hat mir gezeigt, was Glaube, Liebe und auch Leben bedeutet. Und er hat mir von drei so wichtigen Personen für die Kultur- und Geistesgeschichte berichtet. Außergewöhnlich gut! „Er muss lernen, sich zu kennen und sich zu beherrschen, seine Umwelt zu erfassen und zu respektieren. Er muss lernen zu lieben, mit den Mitmenschen zu leben, mit seinem Frust umzugehen, heiter zu werden, das unvermeidliche Leid des Lebens zu überwinden, aber auch, sich offenen Auges auf den Tod vorzubereiten. Denn zu existieren ist Fakt, zu leben ist Kunst. Eine Kunst, die erlernen kann, wer die Weisen befragt und an sich selbst arbeitet.“ Erstveröffentlichung: http://literaturecosmos.wordpress.com/

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