Frédéric Lenormand Die venezianische Agentin

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Inhaltsangabe zu „Die venezianische Agentin“ von Frédéric Lenormand

Verschwörung in Venedig Venedig, 1762: Panik im Dogenpalast! Mitten in der Sitzung des Großen Rats, direkt unter dem von Tintoretto gemalten Paradies-Fresco, wurde Zan Pelizzioli erstochen, ein edler Patrizier. Der gesamte Adel Venedigs war anwesend, und doch hat niemand etwas bemerkt. Saverio Barbaran, bekannt und gefürchtet als der »Rote Inquisitor«, hat seine Gründe, den Mord geheim zu halten, und beauftragt die Agentin Leonora Pucci, den Fall mit aller nötigen Diskretion aufzuklären. Doch das ist leichter gesagt als getan: Der Bote, der Leonora den Auftrag übermitteln soll, wird vergiftet aufgefunden – in seiner Hand hält er ein rätselhaftes Gedicht. Mit Hilfe des charmanten jungen Anwalts Flaminio del Oio findet Leonora heraus, dass der Autograph von dem lang verstorbenen Dogen Grimani sein muss. Als sie die Druckerei von Grimanis Gedichten aufsucht, ist auch der Drucker tot. Und während ihre Stiefmutter plant, Leonora mit dem schwarzen Schaf einer reichen venezianischen Familie zu verheiraten, um die Finanzen aufzubessern, wird die junge Erbin der Familie dalla Frascada zum zweiten Mal zur Ermittlerin in einem spannenden Kriminalfall zwischen Canal Grande und Caffé Florian. Ein spannender und brillant recherchierter Venedig-Krimi und die ideale Lektüre für alle, die von Venedig nicht lassen können.

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  • Rezension zu "Die venezianische Agentin" von Frédéric Lenormand

    Die venezianische Agentin

    conneling

    02. January 2012 um 22:35

    Venedig im 18. Jahrhundert, eine Sitzung des Rats wird gehalten. Ein Mord findet während der Sitzung statt, ein armer Adeliger wurde ermordet, aber niemand weiss warum, das Motiv scheint ungeklärt, denn man weiss nicht genau ob er in irgendetwas verwickelt war. Frascadina, eine junge Klosterschülerin, die bereits einmal einen Kriminalfall lösen konnte wird vom Rat beauftragt auch in diesem Fall wieder zu helfen. Frascadina macht sich sofort unerschrocken daran in diesem Fall zu ermitteln und stösst auf Gedichte, die ihr die richtige Idee vermitteln um den Mörder zu finden. Ich habe den ersten Fall mit Frascadina nicht gelesen, es war aber sehr leicht in die Geschichte reinzukommen. Die venezianische Agentin baut langsam Spannung auf und hat mir sehr schöne Lesestunden beschert, es war sehr interessant wie Frascadina in dieser Zeit unerschrocken zu Werke geht.

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  • Leserunde zu "Die venezianische Agentin" von Frédéric Lenormand

    Die venezianische Agentin

    ThieleVerlag

    Liebe Lesefreunde! Ich möchte euch herzlich zur Leserunde des neu erschienene Romans von Frédéric Lenormand einladen! Taucht gemeinsam in das Venedig des 18 Jahrhunderts ein und begleitet Leonora Pucci bei der Ermittlung eines neuen Kriminalfalles. Die Leserunde startet am Freitag, den 11. November. Ich freue mich über eure Beiträge!

    • 56

    ThieleVerlag

    30. November 2011 um 12:03
  • Rezension zu "Die venezianische Agentin" von Frédéric Lenormand

    Die venezianische Agentin

    mecedora

    25. November 2011 um 18:35

    Venedig, die geheimnisvolle Stadt an der Adria, hat ihre ganz eigenen Sitten und Gebräuche - von ihrer unvergleichlichen Lage und Architektur mal ganz abgesehen. Und dieses geheimnisvolle Venedig ist Schauplatz des historischen Krimis "Die venezianische Agentin", einer Geschichte, die in der Serenissima des 18. Jahrhunderts spielt. In einer Sitzung des Rates von Venedig wird einer der anwesenden Adligen erdolcht - und keiner hat etwas bemerkt. Zur Aufklärung des Falles wird die Ursulinenschülerin Leonora, uneheliche Tochter eines aufstrebenden Adligen, in die Stadt geholt. Sie hatte sich in der Vergangenheit auf kriminalistischem Pflaster bereits bewährt. Zusammen mit ihrem Höfling Flaminio macht sich Leonora auf der Suche nach dem Mörder auf durch die verwinkelten Gassen, über die Brücken und auf die Kanäle Venedigs, durchstreift die ganze Stadt und deckt so einige kleinere und größere Machenschaften (ja, am Ende auch den Mord) auf. Die Geschichte ist an sich spannend angelegt, flott und voller Ironie und mit latentem Zynismus geschrieben, sie ist bevölkert von ungewöhnlichen, meist unsympathischen, weil korrupten und auf ihr eigenes Wohl bedachten Menschen, die Protagonistin ist intelligent, gewitzt und gewieft und es passiert eine Menge. Aber so wirklich fesseln und packen konnte mich die Story leider nicht. Das mag zum einen daran liegen, dass ich eine ganze Weile gebraucht habe, die vielen Figuren mit den irgendwie nicht sonderlich eingängigen Namen auseinanderzuhalten. Zum anderen daran, dass vieles Andeutung bleibt. Sicher ist das Teil des Stils Lenormands, aber für mich war es an vielen Stellen ein wenig zu vage. Mir fehlte außerdem ein wenig die Atmosphäre im Text, er blieb sehr an der Oberfläche und war wenig intensiv. Was mir den Zugang zur Geschichte besonders erschwert hat, das war die, wie ich finde, recht hölzerne Übersetzung aus dem Französischen. Ein Lob gibt es von mir für die Aufmachung des Buchs. Es fasst sich sehr wertig an und ich mochte die Venedig-Illustrationen vorne und hinten auf den Vorsatzblättern sehr. Einzig das Lesebändchen fehlt. und der Klappentext sollte für eine weitere Auflage noch bereinigt werden. Alles in allem eine zwar nette Lektüre, aber für mich, trotzdem ich den Schauplatz und das Genre eigentlich liebe, nicht ganz das Richtige. Von mir gibt es für diesen Roman 3 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Die venezianische Agentin" von Frédéric Lenormand

    Die venezianische Agentin

    Leela

    22. November 2011 um 01:07

    Venedig im 18. Jahrundert: Mitten in einer Sitzung des Rates der Zehn wird ein verarmter Patrizier ermordet. Um die Sache diskret aufzuklären wird Leonora, Klosterschülerin und Tochter eines der Ratsherren nach Venedig gerufen. Diese stößt während ihrer Entwicklungen auf das Gedicht eines ehemaligen Dogen, das auf merkwürdige Weise in Verbindung mit dem Fall zu stehen scheint. "Die venezianische Agentin" ist der zweite Roman über die ungewöhnliche Ermittlerin Leonora - es stört jedoch nicht, wenn man den Vorgängerroman nicht gelesen hat. Zugegeben - anfangs hatte ich meine Probleme mit diesem Buch, denn nachdem ich in letzter Zeit einige "herkömmliche", historische Romane gelesen habe, war dieses Buch doch sehr ungewöhnlich für mich - und etwas anderes erwartet hatte ich zusätzlich auch noch. Wer einen klassischen Roman aus diesem Genre erwartet, wird vielleicht ebenso überrascht, wie ich: Unter anderem fällt auf, dass es in diesem Buch sehr wenig direkte Rede gibt - vieles wird stattdessen indirekt erzählt und vom Erzähler gerne auch einmal ironisch kommentiert. Diese Erzählweise ist anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig, so erschwert sie es doch z.B., einen genaueren Einblick in das Innenleben der Charaktere zu bekommen (Leonoras Freundin Cornelia bleibt zum Beispiel bis zum Ende hin ein durchweg blasser Charakter). Der Kriminalfall entwickelt sich dagegen schnell, ist durchweg gut durchdacht und von Anfang an spannend. Zu beanstanden habe ich hier kaum etwas: Ständig kommt es zu unvorhergesehenen Wendungen, werden falsche Fährten gelegt und Unschuldige verdächtigt, bis es zu einem spannenden, aber auch aus der Geschichte heraus überzeugenden Finale kommt. Allerdings ist auch das, was abseits der Haupthandlung passiert, sehr lesenswert und die Art, wie Lenormand die Stadt Venedig und ihre Eigenarten beschreibt, zeigt gut, wie sehr er sich dort auskennt (wer selbst einmal dort war, wird merken, was ich meine). Allerdings hat auch der ungewohnte Schreibstil des Autors seine Höhepunkte: Was auf mich anfangs leicht oberflächlich wirkte, entpuppt sich mit der Zeit immer mehr als ein herrlich-ironischer Stil, der den Leser oftmals zum Schmunzeln verleitet. Einige Kommentare des Erzählers, aber auch einige der beschriebenen Situationen, fand ich sogar regelrecht witzig. Auch manche, leicht skurrile Charaktere fallen hier positiv auf. Wer sich auf einen Schreibstil einlassen will, bei dem man etwas Zeit benötigt, um sich einzugewöhnen und auf dichtere Charakterbeschreibungen verzichten kann, dafür jedoch eine Portion Humor zu würdigen weiß, dem wird dieser spannende und gut durchdachte Roman sicher gefallen. 4,5 Sterne

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  • Rezension zu "Die venezianische Agentin" von Frédéric Lenormand

    Die venezianische Agentin

    Gurke

    19. November 2011 um 19:42

    Die Lagunenstadt Venedig ist für viele ein perfekter Pilgerort für Verliebte, weil die auf dem Wasser gebaute Stadt mit ihren zahlreichen Brücken eine ganz spezielle Atmosphäre zaubert und selbst William Shakespeare diesem kleinen italienischen Ort mit „Der Kaufmann von Venedig“ ein ganzes Stück gewidmet hat. Venedig hat aber noch viel mehr zu bieten, denn nicht umsonst ranken sich auch viele düstere Legenden darum und diese Seite zeigt uns Frédéric Lenormand in seinem neuesten Roman „Die venezianische Agentin“. Im Dogenpalast herrscht gewaltige Aufruhr, denn während einer wichtigen Abstimmung wurde der Patrizier Zan Pelizzioli hinterhältig erdolcht! Jeder der Anwesenden kommt als Täter in Frage, schließlich ist das Venedig des 18.Jahrhunderts bekannt als ein wahrer Sündenpfuhl an Intrigen, die ein gewisses Risiko mit sich bringen. Der Rote Inquisitor und der Rat wollen diesen schrecklichen Vorfall erst einmal geheim halten und beschließen, die junge Leonora Frascadina aus dem Ursulinenkloster erneut in ihre Reihen zu holen, denn vor einiger Zeit hat sie sich schon einmal als kluge Agentin in ihren Diensten erwiesen. Die junge Frau verlässt nur zu gern die ruhigen Klostermauern und gerät allerdings bei ihren Ermittlungen schon bald selbst in Gefahr und niemals hätte sie gedacht, dass Gedichte einmal der Schlüssel zum Erfolg sein würden. Der Einstieg in das Buch ist mir leider ungewöhnlich schwer gefallen - auf den ersten Seiten werden nämlich schon reichlich Charaktere eingeführt, die leider auch noch ziemlich ähnliche Namen haben. Ich hätte mir am besten sofort eine Liste mit den Personen anfertigen sollen, damit ich nicht den Überblick verliere und da einige der Herren erst später wieder eine entscheidende Rolle spielen, konnte ich mich kaum noch an sie erinnern bzw. habe sie mit anderen verwechselt. Das und viele italienische Begriffe, die aber nicht immer erklärt wurden, haben das Lesevergnügen etwas getrübt. Zudem wurde mir die Protagonistin im gesamten Buch nicht sympathisch, sodass ich mit ihr nur bedingt mitfiebern konnte. Leonora ist zwar für eine Frau des 18.Jahrhunderts ungewöhnlich mutig und selbstbestimmt, doch diese Stärke hatte bei mir leider den negativen Effekt, dass sie einen ziemlich selbstbewussten und dadurch arroganten Eindruck auf mich machte. Sie zeigt nur selten eine menschliche oder mädchenhafte Seite an sich und verhält sich gegenüber ihrer Freundin Cornelia oder Familienmitgliedern nicht immer freundlich. Einzig ihr Zynismus war an manchen Stellen amüsant und hat gut in die Situation gepasst. Zum Glück gab es noch anderer interessante Personen, wie zum Beispiel Leonoras Begleiter Flaminio, der witzig und munter an ihrer Seite auf Verbrecherjagd geht, oder den Räuber Corner, der in seiner derben Art zwar nicht der Liebling der Schwiegermütter werden würde, aber ein toller Gegenspieler zu Leonoras Charakter darstellt. Der Schreibstil entführt uns gekonnt 300 Jahre in die Vergangenheit und die Beschreibungen der imposanten Bauwerke oder der Kanäle waren sehr malerisch und haben mir einen schönen Einblick in die Stadt der Verliebten gegeben und machen Lust auf eine Reise nach Venezien. Das Finale ab dem 20.Kapitel nimmt gehörig an Fahrt zu und ließ mich gespannt den Ereignissen folgen, die der Autor ganz geschickt zusammengeführt hat und überrascht mich mit einer Auflösung, die einem Venedig mit all seinen Legenden gerecht wird! Frédéric Lenormand hat mich in die unbekannte Welt der Dogen entführt, bei der es nicht nur um trockene politische Entscheidungen geht, sondern in der viele die eigenen Ziele mehr im Sinn haben als das Wohl der Region, was auch heute noch Alltag ist, aber damals nicht so schnell zu durchschauen war. ;-) Alles in allem vergebe ich 3,5 Sterne, weil mich einige Kritikpunkte schon gestört haben, aber das Ende bei mir noch deutlich punkten konnte. Eine Fortsetzung mit einer Protagonistin, die etwas sanfter geworden ist, könnte ich mir aber durchaus vorstellen! :-)

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  • Leserunde zu "Die venezianische Agentin" von Frédéric Lenormand

    Die venezianische Agentin

    ThieleVerlag

    Wir verlosen 10 Exemplare! Wer mitlesen und -diskutieren möchte, hinterlässt bitte einfach einen Kommentar bis Freitag, 30.9. hier. Panik im Dogenpalast! Mitten in der Sitzung des Großen Rats, direkt unter dem von Tintoretto gemalten Paradies-Fresco, wurde Zan Pelizzioli erstochen, ein edler Patrizier. Der gesamte Adel Venedigs war anwesend, und doch hat niemand etwas bemerkt. Saverio Barbaran, bekannt und gefürchtet als der »Rote Inquisitor«, hat seine Gründe, den Mord geheimzuhalten, und beauftragt die Agentin Leonora Pucci, den Fall mit aller nötigen Diskretion aufzuklären. Doch das ist leichter gesagt als getan: Der Bote, der Leonora den Auftrag übermitteln soll, wird vergiftet aufgefunden - in seiner Hand hält er ein rätselhaftes Gedicht. Mit Hilfe des charmanten jungen Anwalts Flaminio del Oio findet Leonora heraus, daß der Autograph von dem lang verstorbenen Dogen Grimani sein muss. Als sie die Druckerei von Grimanis Gedichten aufsucht, ist auch der Drucker tot. Und während ihre Stiefmutter plant, Leonora mit dem schwarzen Schaf einer reichen venezianischen Familie zu verheiraten, um die Finanzen aufzubessern, wird die junge Erbin der Familie dalla Frascada zum zweiten Mal zur Ermittlerin in einem spannenden Kriminalfall zwischen Canal Grande und Caffè Florian.

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  • Rezension zu "Die venezianische Agentin" von Frédéric Lenormand

    Die venezianische Agentin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. November 2011 um 21:08

    Panik im Dogenpalast! Mitten in der Sitzung des Großen Rats wird der edle Patrizier Zan Pelizzioli, in Anwesenheit von eintausendfünfhundert Adligen, erstochen. Niemand scheint etwas bemerkt zu haben.Saverio Barbaran, bekannt und gefürchtet als der "Rote Inquisitor" hat seine Gründe, den Mord geheim zu halten. Er beauftragt Leonora Pucci, den Fall mit aller nötiger Diskretion aufzuklären. Doch das gestaltet sich als äußerst schwierig: Der Bote der Leonora den Auftrag übermitteln soll, wird vergiftet aufgefunden - in seiner Hand befindet sich ein rätselhaftes Gedicht. Mit Hilfe des charmanten Flaminio del Oio findet Leonora heraus, dass dieses Gedicht von dem vor zehn Jahren verstorbenen Dogen Grimani sein muss. Kurzerhand entschließt sie sich, die Druckerei aufzusuchen, die Grimanis Gedichte druckt. Dort angekommen findet sie den Drucker tot auf. Zu allem Übel plant Leonoras Stiefmutter sie, als junge Erbin der Familie dalla Frascada, mit einem reichen venezianischen Adligen zu verheiraten, um die Finanzen ein wenig aufzubessern. Schon bald findet sich Leonora in einer Verstrickung aus Gewalt, Kriminalität und dem ganz alltäglichen venezianischen Wahnsinn wieder und merkt gar nicht, dass sie sich mit ihren Ermittlungen selbst in Gefahr bringt. * Zunächsteinmal muss ich sagen, dass ich von diesem Roman etwas anderes erwartet hatte! Nachdem ich mir die Inhaltsangebe durchgelesen hatte, hatte ich mich eigentlich auf einen historischen Kriminalroman der eher ernsten Sorte eingestellt. Doch das war nur bedingt der Fall! Der Roman lebt förmlich von dem Zynismus und der Ironie seiner Protagonisten. Da mich sowohl zynische als auch ironische Äußerungen oft zum Schmunzeln bringen, hat mich der Roman schon nach den ersten paar Kapiteln sofort in seinen Bann gezogen. * Es fällt wirklich nicht schwer, den Roman in einem Stück zu lesen, da sowohl die Ermittlung im Mordfall als auch die übrig Handlung des Romans rasch voranschreitet. Mir als Leser fiel es schwer, den Roman beiseite zu legen, da die Ermittlungen so spannend waren und so turbulent abliefen, dass ich total von dem Geschehen gefesselt war. Als Leser kann man der Geschichte sehr leicht folgen, ohne von trockenen Ermittlungen gelangweilt zu werden. * Der Schriebstil des Romans fiel mir als sehr angenehm auf. Die Sprache scheint der des Venedigs zur damaligen Zeit gut nachempfunden zu sein. Als Leser kann man komplett in diese Welt abtauchen und vergisst, dass man gerade im kalten Deutschland sitzt und keine pompösen Kleider trägt ;). Der Schreibstil aber auch die sorgfälltige Hintergrundrecherche verleiht dem Roman Authentizität. Als Leser fühlt man sich, als könne man beim Lesen sogar etwas über die damalige Zeit lernen, zum Beispiel über die Lebensverhältnisse des Adels und des Bürgertums, aber auch über die damalige Hierarchie. * Der Roman lebt fast ausschließlich von den Ermittlungen in dem Mordfall. Andere Handlungsstränge gibt es kaum, was mir persönlich aber gut gefallen hat. Schließlich wollte ich das Buch lesen, gerade weil es ein Kriminalroman ist. Da fände ich unnötige Handlungsstränge, die nur von der eigentlichen Geschichte ablenken und wegführen, eher störend. Die Probleme, die Leonora hat, da sie von ihren Eltern immer mehr dazu gezwungen wird, endlich zu heiraten, fand ich allerdings sehr amüsant. Dieser Handlungsstrang lenkt kaum vom eigentlichen Thema ab und passt sich ihm geschickt an, ohne in irgendeiner Form störend zu wirken. * Die Protagonisten haben mir alle sehr zugesagt. Vorallem Leonora und Flaminio fand ich, vorallem in Kombination, sehr unterhaltsam und sympathisch. Die Beziehung, die die beiden zueinander haben, fand ich während des Lesens sehr interessant, da sie sich von den üblichen Beziehungen, die Protagonisten eines Romans meistens haben, abhebt. Leonora war mir aufgrund ihrer gerissenen und unglaublich intelligenten und mutigen Art von Anfang an sympathisch. Ich als Leser konnte mich sehr leicht mit ihr identifizieren und mit ihr mitfühlen, wenn sie von ihren Eltern mal wieder unterschätzt oder unter Druck gesetzt wurde. Dank ihrer Intelligenz und vorallem ihrer Menschenkenntnis fällt es ihr leicht, die nötigen Informationen bzw. Hilfe von ihren Mitmenschen zu erlangen, indem sie sie teilweise auch mal recht geschickt mit ihren weiblichen Reizen bezirzt. * Der Schluss im Speziellen hat mir auch sehr gut gefallen. Der Autor hat dieses Ende wirklich wunderbar gelöst, sodass keine Fragen offen bleiben und man mit dem Schluss durchaus zufrieden sein kann! Gerechnet hätte ich mit diesem Ausgang der Geschichte allerdings nicht. Da die Handlung allerdings nicht vorhersehbar ist, war das wohl auch beabsichtigt. Ich finde es sehr schön, dass es endlich mal wieder einen Krimi gibt, dessen Ende nicht total vorhersehbar ist oder konstruiert wirkt. * Allerdings gibt es doch zwei Kleinigkeiten, die mich ein wenig gestört haben. Zum einen finde ich, dass man dem Geschehen des Romans aufgrund seiner Verworrenheit teilweise nicht sehr gut folgen konnte. Die Handlungen griffen so sehr ineinander über, dass alles ein wenig undurchsichtig wurde. Dazu beigetragen haben auch die Namen der einzelnen Personen. Diese klangen für mich, die ich die alten Namen Venedigs nicht gewohnt bin, alle recht ähnlich und ich musste mich des öfteren fragen, wer denn nun eigentlich wer ist. Zum anderen finde ich, dass man recht wenig Einsicht in den Hintergrund sowie in die Gedanken und Emotionen der einzelnen Protagonisten bekommt. In manchen Szenen hätte ich gerne detaillierter erfahren, was Leonora gerade denkt und wie sie sich fühlt. Außerdem hätte ich gerne gewusst, welche längst vergangenen Ereignisse Leonora und Flaminio zu dem gemacht haben, was sie sind. Das soll heißen, dass ich einfach gerne ein wenig mehr über ihre familiären Hintergründe (vorallem bei Flaminio) und ihre Vergangenheit im Allgemeinen erfahren hätte. Da dies aber nun schon der zweite Roman über Leonora ist und auch Flaminio im ersten Roman eine Rolle spielt, kann es sein, dass man im ersten Teil eben diese Dinge schon erfahren hat. Da ich den ersten Teil nicht gelesen habe, kann ich darüber nichts aussagen. * Alles in allem finde ich, dass "Die venezianische Agentin" ein überaus gelungener historischer Kriminalroman ist, der einige weniger bedeutsame Mängel aufzuweisen hat. Ich hatte während des Lesens sehr viel Spaß und habe mich gut unterhalten gefühlt. Ich gebe diesem Roman gut und gerne vier Sterne und kann ihn nur jedem empfehlen, der gerne einmal in den Genuss eines historischen Romans mit kriminalistischer Handlung kommen möchte.

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  • Rezension zu "Die venezianische Agentin" von Frédéric Lenormand

    Die venezianische Agentin

    leserattebremen

    12. November 2011 um 17:13

    Venedig im 18. Jahrhundert: Ein verarmter Adliger wird während einer Sitzung des Rates von Venedig ermordet, das Motiv ist unklar. Hatte er Spielschulden? Einen heimlichen Sohn? Oder hatte er sich in Geschäfte verwickeln lassen, denen er nicht gewachsen war? Für die Suche nach dem Mörder engagiert der Rat die junge Frascadina, eine Klosterschülerin, die Venedig bereits einmal in einem Kriminalfall helfen konnte. Unerschrocken macht sie sich an die Ermittlungen und findet schnell eine seltsam anmutende Spur - überall tauchen plötzlich Gedichte des verstorbenen Dogen Grimani auf und weisen der Frascadina den Weg zum Mörder des Adligen. „Die venezianische Agentin“ ist bereits der zweite Roman mit dieser Hauptfigur, doch auch ohne den ersten gelesen zu haben, kann man der Handlung problemlos folgen. Die Geschichte wirkt am Anfang etwas einfach gestrickt, nimmt aber schnell Fahrt auf und ist sehr unterhaltsam zu lesen. Besonders die teils eigenwilligen Charaktere machen die besondere Atmosphäre des Buches aus. Schon die Idee, eine junge Klosterschülerin ermitteln zu lassen, ist in der gewählten Zeit sicher sehr ungewöhnlich, dennoch bleibt die Geschichte durch viele Erklärungen zu ihrer Rolle als Frau in der Gesellschaft des damaligen Venedigs sehr glaubhaft und nachvollziehbar. Ein gelungener historischer Krimi aus ungewohnt weiblicher Perspektive- auf jeden Fall empfehlenswert!

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