Frédéric Martel Mainstream

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Inhaltsangabe zu „Mainstream“ von Frédéric Martel

Wer beherrscht unsere Köpfe und warum? - Eine faszinierende Expedition zu den Mächtigen des Kulturbetriebs Provozierende These: Will Europa ein internationaler Player sein, braucht es mehr Mainstream.

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  • Rezension zu "Mainstream" von Frédéric Martel

    Mainstream
    Rebekka_NP

    Rebekka_NP

    11. February 2013 um 12:47

    Martel schaut hinter die Kulissen des Entertainments und der Kulturindustrie. Er interviewt CEOs und Kreativschaffender großer Kulturunternehmen, hauptsächlich Amerikanischen Ursprungs. Damit ermöglicht er teilweise einen Blick hinter die Kulissen dieser Unternehmen, portraitiert Schlüsselfiguren, die Geschichte der Unternehmen und zeigt die Kooperationen und Zusammenhänge im Hintergrund auf. Als Protokoll einer Reise voller Interviews ist das Buch ganz nett. Ich hatte mich aber vom Untertietel "wie funktioniert, was allen gefällt" auf etwas Mainstream-Forschung und Psychologische Hintergründe eingestellt. Zugegeben: Der Klappentext hätte mich warnen müssen. Doch platt gesagt beschreibt dieses Buch nur eine Interviewreise durch die Kulturökonomie hauptsächlich des Amerikanischen Kontinents.

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  • Rezension zu "Mainstream" von Frédéric Martel

    Mainstream
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. June 2011 um 13:42

    Kulturelle Vielfalt oder amerikanische Vorherrschaft im Massenentertainment? Das amerikanische Modell des Massenentertainments beherrscht die (kulturelle) Welt. Warum ist das so? Gibt es eine Gegenbewegung? Wie verbreiten sich Inhalte überhaupt massentauglich in der Welt? Gibt es eine kulturelle Vielfalt, oder ist das kulturelle Leben auf diesem Planeten (zumindest da, wo es massentauglich ist), eher einseitig festgefahren? Jene Grundthese von der 'Weltherrschaft des amerikanischen Modells' und die daraus sich ergebenden Fragen sind die roten Fäden, die sich durch das Buch von Martel ziehen. Eine interessante Fragestellung an sich bereits, der Martel noch eine deutliche Spannung und innere Reibung mit auf den Weg gibt. An den Beispielen der Filmindustrie Indiens oder auch im Blick auf Fernsehkonzerne in Brasilien führt er die 'Gegenbewegung' an. Konzerne, Ziele, die eigenen Werte zu verteidigen und dem amerikanischen Modell die Stirn zu bieten, mithin taucht im Buch auch die Frage auf, ob es zu einem 'Kampf der Kulturen' demnächst kommen wird (eine Frage, die nicht letztgültig zu beantworten ist, auch im Buch nicht). So macht sich Martel mit seinen Fragen im Gepäck auf den Weg und besucht weltweit Kulturschaffende der Massenmedien Film, Funk, Fernsehen oder der Musik. Kommunikationskonzerne im weitesten Sinne, in denen überall eine Ambivalenz zum amerikanischen Modell gegenwärtig deutlich zu spüren ist. Maßstab ist es immer noch für weltweiten Erfolg, reibt sich aber umgehend am persönlichen Identitätsbedürfnis anderer Kulturen. Und ein zweites erfährt Martel bereits zu Beginn seiner Recherche: Die Kreativindustrien sind keine rein amerikanische Angelegenheit mehr, sie sind global und an vielen Orten hoch professionell zu finden, von Hollywood bis Bollywood, von MTV zu TV Globo, von Buenos Aires bis Tel Aviv spannt sich so die Reiseroute des Autors. Indem der Leser ihn begleitet, werden vielfältige Einblicke geboten. Zunächst umfassend in das amerikanische Entertainment. Das klassische Hollywood, das neue Hollywood, die Kultur der Multiplexe, Independent Firmen, Popmusik, Talk Shows, zu allem weiß Martel intensiv recherchiert Hintergründiges zu berichten. Allein schon seine Ausführungen zur Entwicklung der 'Marke Oprah' zeigen auf, wie sehr mittlerweile professionelle Vermarktungsstrukturen die künstlerischen Impulse abgelöst haben. Im zweiten Teil wendet sich Martel dann der bereits erwähnten, expandierenden 'Gegenwelt' zu, die dennoch, wie am Beispiel Bollywood deutlich nachzulesen ist, das amerikanische Erfolgsmodell vielfach aufnimmt und für eigene Ziele nutzt. Eine andere Kultur, andere Werte, aber das Modell selbst verbleibt. Im Gesamten findet Martel viele Stützen für seine These, dass der 'Krieg um Inhalte' weltweit begonnen hat und ein aktuelles 'Ringen um die Dominanz' im Blick auf die Unterhaltungsindustrie in vollem Gange ist. Hier ist ein Einlesen in den kulturellen Aufstieg der Schwellenländer im Buch empfehlenswert, um einen Blick in eine mögliche Zukunft zu werfen und jenes 'Ringen um Inhalte' durch die Ausführungen Martels auch praktisch zu erfassen. Als Schlussfolgerung fasst Martel zusammen, dass die Welt sich am Anfang einer unterhaltungsindustriellen Revolution befindet, deren Ausgang ungewiss ist, in dem der 'Mainstream' allerdings weiterhin ein, wenn nicht die, entscheidende Rolle spielen wird. Fundiert recherchiert und sachlich verständlich dargestellt bietet Martel vielfache Informationen zum 'Stand der Dinge' im Blick auf die Unterhaltungsindustrie mitsamt einer Herleitung ihrer Entwicklung zur amerikanischen Vorherrschaft. Wieweit seine Einlassungen von Interesse sind, hängt ganz von der Sicht des Betrachters ab. Da das Buch kein Unterhaltungsbuch darstellt, aber auch keine wissenschaftliche Arbeit abbildet, verbleibt letztendlich eine reine, eher sachlich nüchterne denn unterhaltsame, Beschreibung der 'Medienwelt' in der globalisierten Wirtschaft. Diese Darstellung allerdings ist umfassend und gelungen. Die Folgerungen verbleiben dann eher im Relativen.

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