Frédéric Zwicker

 4.2 Sterne bei 44 Bewertungen
Frédéric Zwicker

Lebenslauf von Frédéric Zwicker

1983 wurde Frédéric Zwicker im schweizerischen Lausanne geboren, wuchs jedoch in Rapperswil-Jona am Zürichsee auf. Er studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität in Zürich und nahm während seines Studiums an diversen Poetry Slams teil. Mit seiner Band "Knuts Koffer" setzte er einige seiner Texte musikalisch um. Er arbeitete unter anderem als Werbetexter, Journalist und Musiklehrer und ist mittlerweile für die Redaktion der Kulturzeitschrift "Saiten" tätig. Frédéric Zwicker lebt momentan wieder am Zürichsee und hat vor Kurzem seinen Debütroman "Hier können Sie im Kreis gehen" veröffentlicht.

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Frédéric ZwickerHier können Sie im Kreis gehen
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Hier können Sie im Kreis gehen
Hier können Sie im Kreis gehen
 (44)
Erschienen am 22.08.2016

Neue Rezensionen zu Frédéric Zwicker

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Achtsamkeits avatar

Rezension zu "Hier können Sie im Kreis gehen" von Frédéric Zwicker

Einsichten in eine Pflegestation
Achtsamkeitvor 9 Monaten

Der  Protagonist kommt mit 91 Jahren in ein Altersheim. Diagnose: fortschreitende Demenz. Nur ist die Demenz von ihm nur vorgetäuscht. So beobachtet er genau seine Mitinsassen, das gesamte Geschehen auf der Pflegestation. Dabei erinnert er sich an vergangene Jahre. Das Buch regt zum Schmunzeln an, aber berührt auch sehr. 

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ELSHAs avatar

Rezension zu "Hier können Sie im Kreis gehen" von Frédéric Zwicker

Rundherum geradewegs ins Grab
ELSHAvor einem Jahr

Ein 91-jähriger täuscht eine Demenz vor, um ins Pflegeheim zu dürfen. Dort lässt er uns an seinen Beobachtungen der Mitbewohner und Pfleger teilhaben. Er erzählt auch sein Leben, er resümiert was er wie gemacht und im Nachhinein gerne geändert hätte. Alles schildert er mit einer heiteren Wehmut, die ins Wanken gerät als seine große Liebe von einst seine Zimmernachbarin wird. Als er endlich den Entschluß fasst Sie in seine Lüge einzuweihen, stirbt sie.
Durch seine kurzweilige Schreibweise und Schilderung der Ereignisse, überlässt es der Autor einem selbst ob man das ganze trübsinnig betrachtet. Ein gelungenes Zeitzeugnis das auch auf die Probleme in der heutigen Pflege anspielt.

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CocuriRubys avatar

Rezension zu "Hier können Sie im Kreis gehen" von Frédéric Zwicker

Ein Buch was nicht weiß was es sein will
CocuriRubyvor einem Jahr

Ich hatte mir von diesem Buch etwas ganz anderes erhofft. Die Prämisse klang leicht skurril und der Autor ist u.a. Slammer, weshalb ich mir einen verschrobenen Humor und zu herzen gehende Geschichte erwartet – war es nicht.

Das Buch bleibt im Grundton ziemlich ernst – weshalb dann für mich das Setting schon nicht mehr nachvollziehbar ist (also einfach so freiwillig so tun, als wäre man Dement). Es ist an sich gut geschrieben: nicht zu kalt, nicht zu emotionsgeschwängert und allgemein gut beobachtet.

Man merkt, dass sich der Autor in diesem Milieu nicht fremd ist – er hat im Altersheim seinen Zivildienst abgeleistet. So liest sich das Buch aber auch – es wirft einen Blick darauf, wie es im Altersheim (Demenzstation) ist, vielleicht auch wie es ist alt zu sein. Aber es ist nicht so tiefgründig geschrieben, dass man wirklich ein Gefühl dafür bekommt.

Generell fehlte mir der Tiefgang – oder die sprachliche Präzision das gut Beobachtete auch entsprechend wiederzugeben.

Ich hatte mich gefragt, warum das Buch nicht aus Sicht des Zivildienstleistenden geschrieben wurde, statt aus der Sicht eines 91jährigen – das hätte dem Autor vielleicht mehr gelegen.

Im Prinzip gibt es zwei Handlungsstränge, zum einen den aktuellen im Pflegeheim und Erinnerungen aus dem Leben des Protagonisten.

Die Handlung ist dementsprechend relativ Sprunghaft, weil die Abschnitte sind sehr kurz – es sind immer nur kurze Momentaufnahmen die beschrieben wurden. Trotzdem lassen sich erstaunlich viele Wiederholungen finden.

Hauptsächlich erzählt der Protagonist selbst seine Geschichte, zwischendurch gibt es aber auch vereinzelnde Abschnitte, die plötzlich im allwissenden Erzähler geschrieben sind, ohne für mich erkennbaren Grund.

Was mich nicht sonderlich angesprochen hat war, dass fast alles in der Retroperspektive erzählt wurde. Es liest sich oft so, als wäre es eigentlich ein Brief – häufig an seine Enkelin, mit der er sich sehr verbunden fühlt – nicht genug um ihr die Wahrheit zu erzählen und ihr den Schmerz zu ersparen – oder er erzählt im Gedanken mit der Katze, etc. Selbst das aktuelle Geschehen ist meist nacherzählt. Das wirkte auf mich sehr unpersönlich.

Das Buch konnte mich überhaupt nicht packen – ich fand es größtenteils langweilig und es hinterlässt auch nicht gerade ein sonderlich gutes Gefühl.

Das Buch sorgt nicht dafür, dass man sich darauf freut alt zu werden. Es trägt eher den Tonus, wer ins Altersheim geht, geht dorthin um zu sterben. Punkt.

Es war aber auch nicht so, dass das Buch sonderlich kontrovers gewesen wäre oder man schockierende Dinge erfahren hätte, mit denen man nie gerechnet hätte oder noch nie vorher gehört hätte.

Gelegentlich gab es Momente, die gut beobachtet und was bedrückendes an sich hatten (also eine Emotion in mir ausgelöst haben). Die waren aber auch eher kurz.

Manchmal Schwang auch mit, dass man sein Leben jetzt leben soll und nicht erst dann, wenn sein Leben zu Tagträumen verwelkt. Aber hauptsächlich muss man sich auf eine negative Grundstimmung einstellen.

Nach dem Motto: Du wirst alt werden, jeder verdrängt es, aber gegen die Tatsache selbst kannst du nichts tun und es wird scheiße und traurig und entwürdigend werden – finde dich damit ab. Glückwunsch.


Fazit

Letztlich ist es kein wirklich schlechtes Buch, aber es weiß meines Erachtens nicht so genau, was es eigentlich sein will.

Eine witzige, skurrile Geschichte ist es nicht. Für eine Parabel war es nicht scharfsinnig genug, für eine Anekdote nicht charismatisch genug, für eine Reportage gab es kein Erkenntnisgewinn; ich fand es auch nicht literarisch wertvoll, weil es sprachlich nicht präzise genug war oder mich in meinen Grundfesten erschüttert hat.

Das Buch hat mir nichts gegeben.

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Gespräche aus der Community

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TanjaMaFis avatar

Ein Rentner mischt das Pflegeheim auf

Was machen wir eigentlich, wenn wir alt werden und uns nach Ruhe sehnen? In seinem Debütroman "Hier können Sie im Kreis gehen" erzählt Frédéric Zwicker einfühlsam die Geschichte von Johannes Kehr. Der 91-Jährige ist ins Pflegeheim gezogen und täuscht dort Demenz vor, um so ein beschauliches Leben zu führen. Doch je länger er im Pflegeheim ist, desto schwieriger wird es, das Schauspiel aufrecht zu erhalten. Und dann begegnet er auch noch seiner Jugendliebe Annemarie...
Lernt in unserer Leserunde den eigensinnigen Rentner Johannes kennen und erlebt mit ihm das Leben aus einer ganz anderen Perspektive. Außerdem nimmt Autor Frédéric Zwicker an der Leserunde teil und ihr könnt ihm eure Fragen rund um das Buch stellen!

Mehr zum Inhalt
Im Alter von 91 Jahren kommt der demente Witwer Johannes Kehr ins Pflegeheim. Nur: Seine Demenz ist vorgetäuscht. Im Heim hofft Kehr, seine Ruhe zu finden. Aber so einfach ist es nicht.  Er beobachtet die schrulligen, nicht selten aggressiven Mitbewohner und die Nachlässigkeit der Pfleger. Seine vorgetäuschte Demenz nutzt er, um Desserts zu stehlen und Gehhilfen unliebsamer Nachbarn zu verstecken. Bald aber wird seine Schauspielerei anspruchsvoller; je vertrauter ihm das Heim wird, desto größer ist die Gefahr einer Enttarnung. Als zufällig seine Jugendliebe Annemarie auftaucht, flackert die alte Zuneigung erneut auf. Ein literarisch feinfühliges Debüt, beobachtungsstark und intensiv.


Mehr zum Autor
1983 wurde Frédéric Zwicker im schweizerischen Lausanne geboren, wuchs jedoch in Rapperswil-Jona am Zürichsee auf. Er studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität in Zürich und nahm während seines Studiums an diversen Poetry Slams teil. Mit seiner Band "Knuts Koffer" setzte er einige seiner Texte musikalisch um. Er arbeitete unter anderem als Werbetexter, Journalist und Musiklehrer und ist mittlerweile für die Redaktion der Kulturzeitschrift "Saiten" tätig. Frédéric Zwicker lebt momentan wieder am Zürichsee und hat vor Kurzem seinen Debütroman "Hier können Sie im Kreis gehen" veröffentlicht.


Mit Nagel & Kimche verlosen wir 25 Exemplare von "Hier können Sie im Kreis gehen"! Wollt ihr Testleser* für Frédéric Zwickers beobachtungsstarken Debütroman werden? Dann beantwortet einfach folgende Frage:

Johannes Kehr wählt einen sehr speziellen Weg, seinen Ruhestand zu verbringen. Wie stellt ihr euch euren eigenen Lebensabend vor?

Ich freue mich auf eure Antworten und drücke euch fest die Daumen!

*Bitte nehmt an den Leseabschnitten und Themen teil und
beachtet auch unsere Richtlinien zur Teilnahme an Leserunden:  http://www.lovelybooks.de/info/richtlinien-lr-bv/
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