Frédérique Deghelt

 3.9 Sterne bei 46 Bewertungen
Autor von Frühstück mit Proust, Die Liebe der anderen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Frédérique Deghelt

Frühstück mit Proust

Frühstück mit Proust

 (35)
Erschienen am 21.05.2012
Die Liebe der anderen

Die Liebe der anderen

 (11)
Erschienen am 27.08.2010
Die Liebe der anderen: Roman

Die Liebe der anderen: Roman

 (0)
Erschienen am 01.08.2012
La nonne et le brigand

La nonne et le brigand

 (0)
Erschienen am 01.02.2013

Neue Rezensionen zu Frédérique Deghelt

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Monika58097s avatar

Rezension zu "Frühstück mit Proust" von Frédérique Deghelt

Ein wunderschönes modernes Märchen!
Monika58097vor einem Jahr

Gleich zu Jahresbeginn habe ich einen kleinen Bücherschatz aus meinem Stapel ungelesener Bücher befreit. Was für eine Entdeckung! Weshalb habe ich diesen wunderbaren Roman nicht längst gelesen? Ich weiß es nicht. 

Die achtzigjährige Mamoune erleidet einen Schwächeanfall. Daraufhin beschließen ihre drei Töchter, dass sie besser in einem Altersheim aufgehoben ist. Mamounes Enkelin Jade erfährt von ihrem Vater davon, der im weit entfernten Polynesien lebt. Spontan beschließt Jade, ihre Großmutter nach Paris zu holen. Eine ungewöhnliche, aber wunderschöne Zweier-WG beginnt. Jade entdeckt, dass ihre geliebte Großmutter, die auf dem Land gelebt, mit einem Bauern verheiratet gewesen war und immer so getan hat, als wäre sie nicht gebildet, heimlich die großen Klassiker liest, ja, sie immer schon gelesen hat. Mamoune bemerkt indes, dass ihre Enkelin, die als Journalistin arbeitet, einen Roman schreibt, mit dem es aber nicht so richtig voranzugehen scheint. Die beiden doch so unterschiedlichen Frauen lernen sich über die gemeinsame Leidenschaft zu Büchern neu kennen und ein ganz enges Band wird geknüpft.

"Frühstück mit Proust" - eine ganz wundervolle, leise Geschichte, eine Geschichte voller Weisheit und Zauber. Ein Buch, das glücklich macht, das einem bei jeder Seite ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Die Geschichte zweier so unterschiedlicher Frauen, zweier Liebesgeschichten, die miteinander verwoben diesen faszinierenden Roman ergeben. Ein modernes Märchen mit einem überraschenden, berührenden Ende, das sehr zum Nachdenken anregt. Unbedingt lesen!

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Minjes avatar

Rezension zu "Frühstück mit Proust" von Frédérique Deghelt

Älterwerden
Minjevor 3 Jahren

"Frühstück mit Proust" von Frederique Deghelt ist 2012 im Aufbau Verlag erschienen.

Das Buch spielt in Paris 2008. Jade, eine Journalistin, erfährt von ihrem in Polynesien lebenden Vater (Künstler), dass seine drei Schwestern (eine Ärztin und zwei Rechtsanwältinnen) seine Mutter Mamoune(eine Bergbäuerin) in ein Altenheim stecken wollen.
Jade ist schockiert, das kann sie nicht zulassen. Sie setzt sich in ihr Auto und fährt los in ein abgelegenes Bergdorf. Dort "entführt" sie ihre Großmutter Mamoune zu sich in ihre Pariser Wohnung. Den Überraschungsbesuch von einer der drei Schwestern verkraften beide gut. Beide Frauen finden eine neue Liebe. Jade lernt einen verführerischen Inder kennen. Mamoune, die sich alles über das Intenet erklären lässt, nimmt Kontakt zu einem Verleger auf, da sie möchte, das Jade ihren ersten Roman veröffentlicht. Ganz nebenbei lernt sie so einen sehr freundlichen älteren Herrn kennen. Er entpuppt sich als der Halbbruder eines alten Bekannten. Sie verbringt mit ihm eine Woche am Meer. Währenddessen schlägt Jades indischer Freund Jade vor, dass sie alle nach Indien ziehen, gemeinsam mit Mamoune. Was die dazu wohl sagen wird?

Ein Buch, das sehr reichhaltig ist. Es geht um das Leben und um das Lesen. Es geht um das Älterwerden. Um die damit verbundene Angst, der Enkelin zur Last zu werden. Es geht um die Generationsunterschiede z.B. bezüglich Liebe (Zwangsheirat <-> speed dating) und Verwendung von Sprache.
Das Buch ist sehr interessant geschrieben. Die eigentliche Handlung wird immer wieder unterbrochen dadurch, das wir in die Gedankenwelt von Mamoune hineingenommen werden. Das eine oder andere lässt einen heirbei sogar schmunzeln. Im nächsten Moment merken wir jedoch, wie nachdenklich uns das Ganze macht. Der Autor hat sich einer durchaus schweren Thematik gestellt, hat das Ganze mit einer bewundernswerten Leichtigkeit beschrieben.

Jade bewundere ich für ihren Mut und für ihre Entschlossenheit, sich gegen ihre drei Tanten zu stellen.
Mamoune bewundere ich für ihre Offeneheit, sich im Alter nochmals auf eine neue Umgebung einzulassen.

Fazit: Ein wunderschön geschriebenes Buch. Es sind viele interessante Denkansätze enthalten.

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Rezension zu "Frühstück mit Proust" von Frédérique Deghelt

Rezension zu "Frühstück mit Proust" von Frédérique Deghelt
HarIequinvor 5 Jahren

„Wir sind blind, in den Menschen, die uns am nächsten stehen,sehen wir immer nur, was wir von ihnen zu wissen glauben“

Nach einem Schwächeanfall soll Jades Großmutter Jeanne (auch Mamoune genannt) in ein Pflegeheim abgeschoben werden. Spontan „entführt“ Jade ihre Mamoune und quartiert sie bei sich in ihrer Pariser Wohnung ein. Durch das Zusammenleben der beiden, lernen sie sich auf völlig neue Weise kennen – so erfährt Jade beispielsweise, dass ihre Großmutter seit Jahren eine begeisterte Literaturliebhaberin ist und diese Leidenschaft immer versteckte.

Ich hatte mir viel erhofft, denn der Klappentext ließ mich auf eine herzerwärmende und poetische Geschichte hoffen, doch leider wurde ich enttäuscht.

Ich hatte mir von Anfang an nicht viel Handlung erwartet, aber dass der Roman nur so dahinplätschert hatte ich auch nicht gedacht. Es war teilweise einfach nur langweilig und das einzige, was mich zum weiterlesen bewegt hat, war die Hoffnung, dass wenigstens mal irgendwas passiert oder zumindest einige schöne Stellen/Zitate. Doch auch die waren für mich leider auch nichts so besonderes, dass sie die Handlung wettgemacht hätten. Ein bisschen Schwung bekam das Buch dennoch, denn nach jedem allgemeinen Kapitel über Jade und Jeanne, folgte eine Art innerer Monolog von Jeanne. So hat man wenigstens sie intensiver kennengelernt, Jade blieb jedoch für mich das ganze Buch über distanziert und oberflächlich beschrieben. Das Ende ließ mich dann wenigstens mit Staunen zurück, denn erwartet hatte ich es so nicht - was leider auch nicht heißt, dass es positiv war.

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