Diese Geschichte ist nicht schlecht gemacht, jedoch sagt sie mir nicht komplett zu, weshalb ich nur 3 Sterne vergeben habe. Ich finde, hier wird zu wenig auf die Hintergründe des Monsters eingegangen. Das Monster wird bekämpft usw., aber woher es kommt, wer dafür verantwortlich ist usw. das fehlt mir ein wenig in diesem Buch. Da finde ich die abgewandelte Hohlbeinversion vom "Hexer von Salem" deutlich besser nachzuvollziehen und auch ausführlicher beschrieben, was die Hintergründe betrifft. Spannend beschrieben sind hier die Kämpfe und das Gruselgefühl ist auch da, jedoch packt mich Hohlbeins Version einfach deutlich mehr.
François Baranger
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von François Baranger
Cthulhus Ruf
Die Berge des Wahnsinns
Berge des Wahnsinns – Erster Teil
Das Grauen von Dunwich
Berge des Wahnsinns – Zweiter Teil
Der Schatten über Innsmouth
Neue Rezensionen zu François Baranger
Es war mein erstes Buch von H.P. Lovecraft und hat mich wirklich fasziniert. An den Schreibstil musste ich mich erstmal gewöhnen, die Sätze sind oft lang und verschachtelt, bin dann aber gut reingekommen. Man merkt, dass es in einer anderen Zeit geschrieben wurde - 1936 wurde die Geschichte erstmals veröffentlicht. Das zeigt sich vor allem an der Wortwahl und Ausdrucksweise, aber gerade das fand ich daran auch besonders interessant.
Lovecraft begründete mit seinen Büchern damals ein ganz neues Genre, eine Mischung aus Fantasy/Science-Fiction und Horror. Es ist gerade das Unterschwellige, nur Angedeutete und Unaussprechliche was hier über das ganze Buch hinweg für eine Atmosphäre des absoluten Grauens sorgt. Es stellt die ganze uns bekannte Welt infrage und öffnet Tore ins Unbekannte, die man vielleicht lieber nicht geöffnet hätte. Mir hat es gut gefallen und es wird bestimmt nicht mein letzter "Lovecraft" sein.
Eine Expedition aus Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen bricht in die Antarktis auf. Das Ziel sind geografische ebenso wie geologische Erkenntnisse. Bald schon stößt eine Vorhut auf ein widernatürlich hohes Gebirge und im Schatten der Gipfel auf perfekt konservierte Kadaver absonderlicher Wesen. Als der Erzähler das Lager seines Kollegen erreicht, ist es verwüstet, Menschen und Hunde zerfleischt. Und doch beginnt Lovecrafts kosmischer Horror gerade erst, sich zu entfalten. Seine klassische Horrorgeschichte Die Berge des Wahnsinns inspiriert und verstört Schriftsteller, Filmschaffende und natürlich Leser bis heute.
Der Autor:
Howard Phillips Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence, Rhode Island, geboren und verbrachte sein ganzes Leben in New England. 1916 veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte, doch zu Lebzeiten blieb er als Schriftsteller verkannt. Erst lange nach seinem Tod am 15. März 1937 erlangte Lovecraft, vor allem durch bekanntere Kollegen wie Robert Bloch, Fritz Leiber, Stephen King, Joe R. Landsdale, Neil Gaiman und Alan Moore, seinen Status als Kultautor. Vor allem seine Geschichten rund um die Großen Alten, gottgleiche, grausame Wesen, die jeden Menschen in den Wahnsinn treiben, der ihnen auf die Spur kommt, fasziniert Fans und Horror-Schriftsteller seit Jahrzehnten und bilden die Basis für unzählige Romane, Spiele und Filme.
Meine Meinung:
Ich habe noch nie etwas vom Autor gelesen. Dieses Werk sollte also der Einstieg in seine Geschichten sein. Ich kann sagen, ich mag es.
Ich hatte am Anfang noch leichte Probleme mit seinem Schreibstil. Es ist sehr anschaulich aber auch sehr detailliert, das muss man mögen. Besonders die Umgebung wird ausführlich dargestellt. Auch haben wir einige Personen und demzufolge Namen. Daran musste ich mich ebenfalls gewöhnen. Der Autor verschwendet nicht viel Zeit mit Charakterbildung. Er konzentriert sich mehr auf Atmosphäre und Stimmung.
Das Buch ist spannend, trotz der Ausführlichkeit. Lange bleibt dem Leser verborgen was da wirklich lauert. Das mochte ich sehr. Die Fantasie wird angeregt und man bleibt stetig am Ball. Der Denkansatz in dieser Geschichte gefällt mir sehr. Das Buch konnte mich überraschen, da ich doch von etwas ganz anderem ausgegangen bin.
Auch kommen hier viele wissenschaftliche Begriffe vor. Mich störte das etwas im Lesefluss. Für mich ist es kein Horror-Buch im klassischen Sinne. Der Grusel schwingt hier unterschwellig mit. Es ist keine direkte Darstellung von Horror, denn das Buch lebt wirklich von der Atmosphäre. Es ist sehr klassisch und zeitgemäß erzählt.
Für mich dennoch eine Bereicherung und ich bin froh den Autor nun zu kennen. Seine Art zu schreiben und zu erzählen. Ich werde weiteres von ihm lesen.
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