Sein Leben nähren

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Inhaltsangabe zu „Sein Leben nähren“ von François Jullien

Unsere Erfahrung, in Europa, wurde ausgehend von einer Trennung von Ebenen gedacht: lebenswichtig / moralisch / geistig. Selbst das grundlegendste Verb, »nähren«, wurde von der Spaltung in Konkretes und Symbolisches erfasst: seinen Körper nähren oder seine Seele nähren (bei Platon und den Kirchenvätern).Wenn man dem in China weit verbreiteten Ausdruck »sein Leben nähren« folgt, wird man dazu geführt, zur Ungeschiedenheit dieser Ebenen zurückzukehren. (...) Der Weise hat keine Bestimmung und kein Verlangen; er »bewegt« sich im tao, heißt es, »wie ein Fisch im Wasser«...Dadurch werden einige unserer massivsten Grundbegriffe erschüttert, und zwar vor allem die der »Seele« und des »Körpers«. Wenn sein Leben nähren als begriffliche Einheit gefasst werden kann, dann in erster Linie, weil man von Grund auf in sich den »Lebensatem« nährt. Es zeichnet sich also ein anderes Verständnis ab – das vom suspekten Mystizismus zu befreien ist, mit dessen Soße die Vertreter der »persönlichen Entwicklung« uns übergießen wollen.

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  • Rezension zu "Sein Leben nähren" von François Jullien

    Sein Leben nähren
    oesterberg ost

    oesterberg ost

    04. April 2010 um 20:41

    "He forgets happiness and as a result his joy is complete."
    Dieses Buch ist keine Anleitung, kein Handbuch östlicher Philosophie, vielmehr der Versuch eines Dialogs: Wenn abendländische Kategorien wie Körper, Geist, Seele, Glück im chinesischen Denken nicht gedacht werden, so eröffnet sich daraus eine Chance für den abendländischen Menschen - aber auch viel Arbeit. Die leistet das Buch und fordert es von seinem Leser ab. Aber nicht ohne Glücksgewinn: die Konzeptionen, die z.B. dem Zen-Buddhismus zugrunde liegen, en detail und mit der Analytik des westlichen Philosophen zu durchdenken, erfüllt seinen Zweck - anders auf das eigene Denken zurückzuschauen.

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