François Lelord Die kleine Souvenirverkäuferin

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Inhaltsangabe zu „Die kleine Souvenirverkäuferin“ von François Lelord

Hanoi in den 90er Jahren: Julien, ein junger Arzt aus Paris beginnt gerade, das durch den Bürgerkrieg zutiefst traumatisierte Land und seine Menschen ein wenig zu verstehen, da bricht ein tödliches Virus aus. Er macht sich unter Umgehung sämtlicher Gesetze in die entlegene Bergregion auf, in der das Fieber wütet. Doch kaum ist er fort, wird eine kleine Souvenirverkäuferin, die er allmorgendlich am See traf, verhaftet. Die Behörden sehen den Kontakt von Einheimischen zu Ausländern nicht gern. Eine Katastrophe, denn von dem Geld, das die junge Frau in ihr Dorf schickt, lebt ihre ganze Familie. Und wie soll Julien sie nach seiner Rückkehr wiederfinden

Süße Geschichte. Man "fiebert" mit, aber doch wusste ich manchmal nicht, was der Autor mir gerade sagen möchte.

— MarthaAmasVivon

Eine wunderschöne Geschichte, die einen wirklich nach Vietnam entführt. Nur das Ende war mir etwas zu offen.

— sophiekatrin

Sehr anrührend, aber auch ein wenig fremd

— IlonGerMon

Eine schöne Geschichte in Vietnam erzählt

— BookfantasyXY

Reizend und zartbitter. Dieses Werk lässt den Horizont immer weiter fortrücken, je näher man ihm entgegen zukommen versucht.

— AnnikaLeu

Eine seltsame Viruserkrankung, eine kleine verbotene Liebe, zwei verschiedene Kulturen - eine eigentümliche, wenn auch zarte Mischung...

— parden

Berührende Geschichte über Vietnam in der Nachkriegszeit in den 1990er Jahren.

— Hikari

Das Buch konnte mich leider so gar nicht packen und ich habe es nicht fertig gelesen, was eigentlich so gar nicht meine Art ist...

— PrinzessinAurora

Berührender Roman mit asiatischer Tiefe

— RosaEmma

Ich hatte viel Freude daran, mich ins ferne Vietnam entführen zu lassen.

— littleowl

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Puh ... das war so gar nicht mein Buch. Die Story ist flach und die "Witze" platt ....

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  • Schöne Geschichte, aber etwas fehlte.

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    MarthaAmasVivon

    23. October 2017 um 17:58

    Eine kleine süße Geschichte über einen jungen Franzosen in Amerika der sich in eine junge hübsche Vietnamesin verliebt.

    Lässt sich sehr schön lesen und wird gegen Ende auch immer spannender, zwischendurch zieht es sich aber teilweise sehr in die Länge und ich wusste nicht, worauf der Autor hinaus möchte.

  • Niedlich aber etwas langatmig

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    MarthaAmasVivon

    03. October 2017 um 08:55

    Eine kleine süße Geschichte über einen jungen Franzosen in Amerika der sich in eine junge hübsche Vietnamesin verliebt. 
    Lässt sich sehr schön lesen und wird gegen Ende auch immer spannender, zwischendurch zieht es sich aber teilweise sehr in die Länge und ich wusste nicht, worauf der Autor hinaus möchte.

  • Einfach schön.

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    literat

    20. August 2017 um 07:53

    Ich mag die Sprache, ich mag den Autor un den Protagonisten. In dem Buch geht es um einen französischen Arzt, der in Vietnam arbeitet und dort zwischen 2 Frauen gerät, er muss sich entscheiden, ob er gegen die Konventionen verstößt und sich für sein Herz und die Vietnamesin entscheidet oder vor der herrschenden Klasse, der Vernunft einknickt und sich für seine englische Kollegin entscheidet, die ihn ebenfalls tatsächlich liebt. Am Ende steht er mit leeren Händen da, das Regime hat dazwischengefunkt, aber er hat doch an seinen Prinzipien festgehalten, ist seinem Herzen gefolgt. Hinreißend!!!

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  • Ein Blick hinter den Vorhang - Leben in Vietnam

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    IlonGerMon

    10. February 2016 um 22:45

    Julien lebt Anfang der 90er Jahre in Vietnam und die Eingewöhnung ist nicht einfach für ihn. So anders sind Land und Leute. Es herrscht eine permanente und immer diffuse Angst vor staatlichen Restriktionen, der Kontakt von Ausländern mit den Einheimischen wird nicht gern gesehen. Julien arbeitet als Arzt in einem Krankenhaus und wird dort mit einer rätselhaften Viruserkrankung konfrontiert. Sein vietnamesischer Chef und seine britische Kollegin Clea versuchen, die erkrankte Ordensschwester zu behandeln, stehen aber vor einem Rätsel. Da das Virus anscheinend aus dem Norden von der Dorfbevölkerung in die Städte getragen wird, begeben sich Clea und Julien auf eine ebenso verbotene wie auch gefährliche Reise in diese Region, um diesem Krankheitserreger auf die Spur zu kommen. Julien hat in den Wochen vor dieser Reise des Öfteren den Kontakt zu einer jungen Frau gesucht, die auf der Uferpromenade verbotenerweise Souvenirs an die Touristen verkauft. Wobei Kontakt fast noch besser durch Beobachten ausgedrückt wäre, denn ein wirkliches Gespräch kommt zumindest anfangs kaum zustande. Diese junge Frau ist wie viele andere, die es ihr gleichtun, in ständiger Gefahr von der Polizei aufgegriffen und inhaftiert zu werden, andererseits benötigt sie diesen noch so kleinen Verdienst für die Unterstützung ihrer Familie. Julien möchte diese junge Frau gern näher kennenlernen. Er hat sich in sie verliebt, weiß aber aus seinen Kontakten mit der französischen Botschaft, wie gefährlich eine solche Bekanntschaft beiden werden kann. Die Polizei und der Staat haben ihre Augen überall und unterbinden Kontakte dieser Art immer sehr rigoros. Julien und Clea finden wichtige Informationen über das Virus heraus, allerdings passiert bei einer Blutentnahme ein Unfall und sehr wahrscheinlich hat sich Clea selbst infiziert. Nach ihrer Rückkehr in die Hauptstadt kann Julien die kleine Souvenirverkäuferin zunächst nicht wiederfinden. Und er missachtet alle Warnungen, dass er nicht nach ihr suchen soll. In der Konsequenz wird er seitens der Polizei unter Hausarrest gestellt und ihm wird jeglicher Kontakt zu Einheimischen untersagt. Im Großen und Ganzen ist diese Geschichte um die verbotene Liebe sehr anrührend und ohne Pathos erzählt. Leider vermittelt der zwischen Zeilen immer mal wieder das Gefühl, dass die Kolonialzeit Frankreichs in Vietnam noch immer besteht, auch wenn wir mittlerweile in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts angekommen sind. Das verwunderte mich umso mehr, als ich dann las, dass der Autor in beiden Ländern lebt. Hier hätte ich etwas mehr Abstand gut gefunden. Trotz dieser kleinen Kritik hat mir der Roman sehr gut gefallen, gerade weil es eine Geschichte der leisen Töne ist. Insgesamt hat Lelord diese Mischung aus Liebesgeschichte und Medizinkrimi gepaart mit dem nötigen Wissen über das politische und gesellschaftliche Leben gekonnt erzählt. Ich kann das Buch wärmstens zum Lesen empfehlen.

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  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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  • Kleiner asiatischer Kosmos aus Liebe, Krankheit und Diplomatie

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    BookfantasyXY

    Mitten in den 1990er Jahren arbeitet der französische Arzt Julien in einem Krankenhaus. Seine britische Kollegin Clea und sein vietnamesischer Chef Dâng versuchen einen unbekannten Virus zu bekämpfen. Eine Ordensschwester ist schwer erkrankt an diesem Virus.  Da anscheinend der Virus von der Dorfbevölkerung im Norden des Landes in die größeren Städte getragen wird, überlegen sich die Ärzte wie sie der dortigen Bevölkerung helfen können, weil hauptsächlich die jungen Männer und Frauen in die Stadt gehen, um Geld für ihre Familien zu verdienen. Zwischen Krankenhausalltag und Abende in gewissen Bars mit Mitarbeitern aus der französischen Botschaft lernt Julien die kleine Souvenirverkäuferin – oder auch liebevoll Herbstmilch genannt – kennen. Herbstmilch ist auf der einen Seite nah für Julien, und dann wieder nicht. Herbstmilch lebt für ihre Familie, um Geld zu verdienen. An einem See steht sie jeden Tag, aber das Terrain ist nicht ungefährlich für sie, wenn Diplomaten in der Stadt sind. Manche Verkäuferinnen werden mit Gefängnisaufenthalt bestraft. Eines Tages machen sich Clea und Julien auf dem Weg in ein entlegenes Dorf. Dort treffen sie die ersten kranken Menschen an. Clea entnimmt Blutproben bei den Dorfbewohnern. Aus Versehen rutscht ihr die Spritze ab. Zurück in der Stadt beginnt die Zeit des Überlebens. Julien steht in einer Welt zwischen der Rolle als Arzt, der Freundschaft zu Clea und der unausgesprochenen Liebe zu Herbstmilch. Der französische Autor François Lelord ist bekannt geworden durch seine Bücher mit dem Protagonisten Hector. Bei diesem Roman begibt er sich auf eine Reise nach Asien - genauer nach Vietnam – die die zweite Heimat des Autors geworden ist. Frankreich besetzte in der Vergangenheit das asiatische Land als Kolonialherrscher. Deshalb existiert bis heute eine Beziehung zwischen beiden Ländern. Anfangs und zwischendurch bekommt man in der Geschichte den Eindruck, sich „noch“ in der Kolonialzeit zu befinden, und nicht längst entfernt davon in den 1990er Jahren. Dennoch beeindrucken die Liebe und Emotionen zwischen den Figuren sowie die Beschreibung der vietnamesischen Kultur und deren Landeseindrücke, die einen beim Lesen in eine andere Welt außerhalb Europas und jeglicher Großstadtatmosphäre versetzen. Ebenso zeigt die Geschichte negative und positive Seiten des Landes und der Kultur, trotzdem liegt keine Schwere in der Erzählweise, eher im Gegenteil. Kurze Kapitel und  ein handliches Buchformat – kleiner als übliche Hardcoverbücher – bereiten ein angenehmes Lesevergnügen. Bei diesem Roman empfand ich eine gewisse Leichtigkeit in der Sprache, Atmosphäre und Sprachstil. Mir haben die zwischenmenschlichen Beziehungen sehr gut gefallen. Eher gestört haben mich die Altlasten der Kolonialzeit, die sich zwischen den Zeilen liest. Da ich dieses Land noch nicht bereist habe, kann es gut sein, dass über diesem Land noch ein Hauch von Kolonialstil liegt. Man merkt, dass dem Autor das Land sehr am Herzen liegt, was sich in dieser Geschichte wiederspiegelt. Wer gerne in ferne Länder und deren Geschichten abtaucht, kann ich diesen Roman sehr empfehlen. Eine Geschichte aus Liebe, Diplomatie, Überlebenskampf und Kultur.

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    • 9
  • ✎ François Lelord - Die kleine Souvenirverkäuferin

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. November 2015 um 09:59

    Ich glaube, hätte ich dieses Buch nicht in einer kleinen privaten Leserunde gelesen, würde es noch ein Weilchen bei mir subben. So aber bin ich froh, dieses schöne Buch gelesen zu haben, auch wenn es mich nicht vollständig überzeugen konnte. Diese Lektüre schlägt eher die leisen Töne an, auch wenn man das bei einem Gemisch von Liebesroman mit einem Schuss Medizinkrimi mit politischem Hintergrund vielleicht nicht erwarten würde. Super sind hier vor allem die kurzen Kapitel, da man sich zwischendurch immer mal wieder schnell eins genehmigen kann, wenn man unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht. Irgendwie liest man auch die ganze Zeit so vor sich hin und ist trotzdem mitten in der Geschichte drin. Man merkt, dass François Lelord sowohl in Frankreich als auch in Vietnam lebt, denn die Geschichte wird gut aus der Sicht eines Franzosen erzählt - wobei diese auch mal wechseln -, aber die Traditionen Hanois kommen nicht zu kurz. Man bekommt einen kleinen, überschaubaren Einblick in das Leben und Denken der Menschen dort. Auch zur Geschichte bekommt man einiges zu lesen. Sehr schön fand ich auch, dass der Autor nicht einfach nur die andere Sprache verwendet hat, sondern zudem erklärt, was es heißt bzw übersetzt. (hat man ja öfter mal in anderen Büchern nicht und man muss erst googlen oder liest drüber hinweg) Sie klingt für mich irgendwie blumig, leicht - ich mag sie. Im Endeffekt fand ich es eine nette Lektüre für ruhige Abende zwischendurch, die an der ein oder anderen Stelle ruhig noch etwas ausführlicher hätte sein dürfen. Ich denke, ich werde das Buch liebevoll weitergeben, denn in meinem Regal hätte es doch ein eher tristes Dasein, da ich es kein zweites Mal lesen würde. Die Geschichte ist zwar schön, der Schreibstil des Autors auch angenehm, aber für mich nichts, was lange nachhallen wird.

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  • Eine kleine verbotene Liebe...

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    parden

    EINE KLEINE VERBOTENE LIEBE... Kann man sich verlieben, wenn einen Welten trennen? Und warum kann man sich manchmal nicht lieben, wenn doch alles zu passen scheint? Könnte es Julien doch nur gelingen, Cleas Gefühle zu erwidern. Gemeinsam arbeiten die beiden Ärzte daran, den Ausbruch einer Epidemie in Hanoi zu verhindern. Aber obwohl sie das perfekte Paar wären, muss Julien immerzu an eine junge Vietnamesin denken, der er manchmal am See des zurückgegebenen Schwertes begegnet … Einst geriet Vietnam unter französische Kolonialherrschaft. Doch in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in denen dieser Roman spielt, sind vor allem noch die Auswirkungen des Vietnamkriegs spürbar. Unter kommunistischer Führung gibt es eine enorme Polizeipräsenz und eine oftmals bedrohliche Überwachungsmentalität. Sowohl die einheimische Bevölkerung steht unter Beobachtung als auch gerade Touristen oder Ausländer, die sich beruflich länger in Vietnam aufhalten. Dies bekommt auch Julien allmählich zu spüren, ein französischer Arzt, der am Botschaftskrankenhaus in Hanoi tätig ist. Eigentlich hat er kaum Kontakt zu Einheimischen - einmal abgesehen von einem kleinen Sprachkurs und einer vietnamesischen Putzkraft. Doch an dem kleinen See im Park, wo Julien sich in seiner Freizeit gerne aufhält, trifft er nicht nur immer wieder auf Kollegen, sondern sieht gelegentlich auch eine kleine Souvenirverkäuferin, die er im Grunde erst registriert, als ihm auffällt, dass sie nicht so aufdringlich agiert wie die anderen, die eine Kleinigkeit verkaufen wollen. Minh Thư heißt die kleine Souvenirverkäuferin, Herbstlicht. Sie ist 20 Jahre alt, hat vier jüngere Geschwister und eine kranke Mutter. Ihr Vater schuftet oft in zwei Jobs, um die Familie zu ernähren. Englisch hat sie von den Touristen gelernt und in ein paar Stunden in einer Abenschule. Der Verkauf der Andenken ist verboten, doch Minh Thư und ihre Familie sind dringend auf den zusätzlichen Verdienst angewiesen, also traut sie sich immer wieder an diesen See im Park. So wie Julien auf sie aufmerksam wird, registriert auch Minh Thư den jungen Arzt - doch sie ist vorsichtig. Denn ebenso wie der Verkauf der Souvenirs ist der Kontakt mit Ausländern den Einheimischen streng verboten. In doppelter Hinsicht droht der kleinen Verkäuferin stets die Verhaftung und Unterbringung in ein Umerziehungslager. Während Juliens Gedanken immer wieder um Minh Thư kreisen und die beiden sich bei jeder Begegnung ein wenig mehr annähern, wird im Krankenhaus eine Nonne eingeliefert, die bald darauf verstirbt. Die  Anzeichen mehren sich, dass sie an einem seltsamen Virus gelitten hat, und es steht zu befürchten, dass eine Epidemie ausbrechen könnte. Julien und seine Kollegin Clea, mit der er immer wieder einmal ein Verhältnis hat, beschließen, zu dem Kloster in die entlegene Bergregion zu fahren, woher die Nonne ursprünglich kam. Sollten sich dort die Anzeichen einer reihenweise Erkrankung zeigen, hätten sie klare Anhaltspunkte für die Möglichkeit einer Epidemie - und damit eine Grundlage um zu verhindern, dass das vietnamesische Regime diese Bedrohung weiter leugnet und verschweigt. Doch auch dieses Unternehmen ist unerwünscht, so dass Clea und Julien zunehmend in den Fokus der staatlichen Überwachung geraten. Eine eigentümliche Mischung präsentiert François Lelord hier - eine mysteriöse Viruserkrankung, eine kleine verbotene Liebe, zwei verschiedene Kulturen. Interessant sind die Einblicke in das Leben, die Mentalität und Kultur Vietnams, wenn sie auch aus der Sicht des französischen Arztes geschildert sind, was somit immer ein Blick von außen bedeutet. Durch die Schilderung der Ereignisse und der Zustände im Land, bringt der Autor zwischen den Zeilen auch deutliche Kritik am Regime der damaligen Zeit an. Die Erzählweise ist, wenn auch zart, so doch stets ein wenig distanziert, so dass ich als Leser das Geschehen zwar interessiert beobachtet habe, jedoch nicht wirklich berührt wurde. Auch die Ausgestaltung der Charaktere blieb eher schemenhaft. Im Grunde passen dieser Schreibstil und die Charkaterzeichnung aber zu der doch eher distanzierten und zurückhaltenden Art der Vietnamesen, so dass ich dies auch nicht als sonderlich störend empfunden habe. Insgesamt präsentiert Lelord hier eine nette Geschichte, die für meinen Geschmack durch die zahlreichen Verflechtungen ein klein wenig überambitioniert wirkt. Es ist keine wirkliche Liebesgeschichte, aber ebensowenig ein Thriller oder ein politischer Roman. Es ist von allem etwas und dadurch zuweilen etwas verschwommen und sprunghaft - auch das Ende kam für mich recht abrupt. Alles in allem jedoch eine angenehme, zarte Erzählung. © Parden

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    • 7

    clary999

    12. September 2015 um 20:36
  • Mit Baileys

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    AnnikaLeu

    10. September 2015 um 10:46

    „(...)mit eigenen Augen anschauen.“ Na so was? Zwischen all der Fantasy, der Science Fiction und den Mixed Genres nun so was? Dat hat die Key doch bestimmt nur gekauft, weil ‚Spiegel-Bestseller‘ draufsteht! Ätsch hat se nicht. François Lelord (mit Cedille) ist einer der Lieblingsautoren meiner kleinen suista und deswegen in meinen Händen gelandet. Und statt durch irgendeine erfundene Welt zu latschen und Helden dabei zuzusehen wie sie mit Pistolen oder Schwertern um sich schnetzeln, folge ich einem stinkelangweiligen jungen Arzt (Julien) nach Hanoi (Vietnam). Und schon nach den ersten Seiten stelle ich fest: hach, das wär’ doch mal ein schönes Setting in einem Fantasy-Roman, dort geht es immer so mittelalterlich zu! Und feix’ mir einen, weil ich echt kaum aus meinem Schubladen Denken heraus komme. Aber auf denn nun also in die Wahlheimat des französischen Autors. Und obwohl ich es nicht vorhatte - immerhin hab ich doch schon drei englische Bücher dies Jahr gelesen, pauke ich jetzt Vokabeln. Ich weiß jetzt was ‚grün‘ auf Vietnamesisch heißt - aber das ist nicht so einfach. Darüber hinaus gibt es ganz viele accents aigu, accents grave sowie accents circonflexe, in so wunderschön klingenden Worten wie: „Attaché“. (Wie die ganzen Zeichen auf den vietnamesischen Worten heißen weiss ich nicht!) Es ist jedoch ein ziemlich vielseitiges Buch und daher finden wir nicht nur Französisch, Deutsch und Vietnamesisch, sondern weil’s so schön ist auch Englisch. Ganz davon abgesehen, dass es hier um vielmehr als eine Tourismusfalle geht. Die Worte Regime und Militär, sowie Aggressoren und Krieg ziehen einem das Herz zusammen. Merkwürdigerweise jedoch, lebt das Buch von einer schmeichelhaft sinnlich seichten Weise. Man spürt den Druck des Klimas, erkennt mit Julien zusammen den Unterschied zwischen Vaterland und Vaterwasser, lernt die einzelnen ausländischen Mitarbeiter der Botschaft kennen und taucht ein in ein, ich möchte mal sagen, harmonisches Leben weit jenseits unserer Grenzen. „Aber das ist nicht so einfach.“ Die im Klappentext erwähnte Epidemie hat sich angekündigt, Julien, Clea und andere Ärzte versuchen zu helfen. Dabei ist Clea, die angepriesene perfekte Frau für Julien, eine hervorragende Heldin, die es versteht mit Charme und Einschüchterung selbst Parteitreue und Polizisten zu becircen. Nur bei Julien klappt das nicht. Julien versucht nach dem Vorbild seines Vaters, einem Richter zu handeln: unnachgiebig gegenüber den Starken und mild sein zu den Schwachen. Und das Mädchen mit dem zu schweren Koffer aus einer Provinz, ihr scheint sein Herz zuzufliegen. Das schöne dabei ist, er merkt das nicht einmal selbst, sein Interesse ist eher schüchtern und verhalten. Julien ist ein angenehmer Protagonist mit einem großen Raum voller Gefühle. ‚Herbstlicht‘ hingegen ist einfach nur eins: reizend. Ich weiß nicht was es ist, aber die Zeilen tragen sich von selbst, wie eine angenehme Musik, der man gern folgt, „zart und klug“ wie auf dem Buchumschlag versprochen, unglaublich beruhigende Atmosphäre, wunderschöne Sinneseindrücke, Erfahrungsbericht einer anderen Kultur mit herrlichen Anekdoten, die einem geradezu romantisch naiv vorkommen: „Großer Bruder ist Arzt.“ „Kleine Schwester weiß.“ „Dann wissen es also alle?“ „Das ist hier so.“ (S.48) Das ist hier so. Es ist nicht einfach. Ein Seufzen liegt mir auf der Zunge, eine fast schon zartbittere Melodie des Lebens unter schwierigen Umständen. Die zeitliche Einordnung ist mir noch nicht ganz klar: nach französischer Kolonialherrschaft und nach den Amerikanern, jedoch sprechen die Charaktere von Saigon (bis 1975) statt Ho-Chi-Minh. ((2004)) „Buy for me.“ Um aber dieses Land zu verstehen muss man wohl das: Kim Vân Kiêu lesen, welches immer wieder erwähnt wird; ebenso wie die Tatsache, dass Julien seine Kollegin Clea bewundernswert findet, dies aber nicht das ist was sie hören will von ihm; oder wie hübsch die Pagode inmitten des Sees ist. Unter anderem um dieses erwähnte Buch geht es nämlich in dieser Geschichte in einem Land far far away. Julien liest es und stellt zum Schluß Vergleiche zu seinem eigenen Leben an. Hervorragend und kein Stück ‚zufällig‘ daher kommende Nebencharaktere inszenieren den Aufenthalt des Arztes mit allen Unbilden, doch auch allen schönen Seiten Vietnams. Es ist ziemlich tiefgründig und wirkt ehrlich, selbst wenn die Charaktere allesamt erfunden sind und dann obendrauf auch noch selbst ständig in Rollen spielen die ihnen in dieser Kultur vorgegeben sind. Und, was das allerschönste ist, es hat kein Happy End, eine zarte Hoffnung schon, aber vor allem fühlt es sich tragisch an - wie das Leben, zumeist schwer und unerfüllt melancholisch. Selbst für einen SurferBoy aus den Staaten oder den Hotelier des ‚Métropole‘. Ein erträglicheres Schicksal scheinen hier das Großmütterchen von Gegenüber und der Klinikprofessor zu erleben. Dieses Gefühl, wenn das Glück am Horizont wartet, dieser aber immer weiter zurück weicht, wenn man auf ihn zugeht. Fazit: Das ist … kann man das so sagen? süß. Dieses Buch ist bezaubernd süß wie FairTrade Schokolade. Eine Menge Anreize zum Nachdenken, glaubhaft geschildert. Von den Protagonisten gewertet und kritisierte Systeme, wobei nicht nur dieses ferne Land dran glauben muss, sondern auch die ‚Weststaaten‘: diese tay und Bürokratie im Allgemeinen, sowie Armut, Überbevölkerung, fehlende Schulbildung, fehlende medizinische Mittel, Glaube und Aberglaube und was nicht noch alles … aber da steht Vietnam sicher nicht alleine da. Man spürt deutlich die Faszination die dieses Land auf den Autor ausgeübt und ihn inspiriert hat. Und das ist gut so, denn so kann ich mich in Ruhe zurück lehnen und dabei zu sehen, ohne selbst hinzu fliegen - denn so weite Urlaube habe ich nicht geplant momentan. Mal was ganz anderes für mich, locker an einem Abend erledigt und das Gefühl gehabt, ganz weit weg gewesen zu sein. Gutes Buch! Zum Urteil wird ein Baileys getrunken.

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  • Die Chinesische Kalenderchallenge 2015/2016

    Die Chinesische Astrologie. So erstellen Sie Ihr chinesisches Horoskop selbst.

    stebec

    Willkommen zu unserer Challenge des Chinesischen Kalenders. Wir kattii und stebec haben uns ein paar nette Aufgaben überlegt, an deren Erfüllung ihr hoffentlich genauso viel Spaß haben werdet, wie wir bei der Erstellung. Natürlich dreht sich hier alles um den Chinesischen Kalender. Wir stellen euch Aufgaben für dessen Erfüllung ihr Punkte sammeln könnt, wenn ihr fleißig lest, aber alles der Reihe nach. Die Regel: Die Challenge findet vom 01.Mai 2015 bis zum 30.April 2016 statt. Einsteigen könnt ihr jederzeit und die verpassten Aufgaben auch nachholen.  Wir stellen euch jeden Monat zwei Aufgaben, die einem Tier des chinesischen Tierkreiszeichens passen. Die Aufgaben werden immer frühzeitig veröffentlicht, damit ihr genug Zeit habt, um euch eure Bücher herauszusuchen. Zusätzlich könnt ihr jeden Monat Elementaufgaben erfüllen, die Zusatzpunkte einbringen. Hier solltest ihr allerdings auf ein Gleichgewicht zwischen den Elementen sorgen. d.h. das jedes Element nur 6 mal verwendet werden darf. Die Elementaufgaben sind immer gleich. Natürlich müsst ihr auch darauf achten Yin&Yang im Gleichgewicht zu halten. D.h. das jedes Yin oder Yang nur 16 mal verwendet werden darf. Auch die Yin&Yang Aufgaben bleiben gleich. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, den wir verlinken können und in dem ihr eure Punkte aktuell haltet. Das hilft uns die Übersicht nicht zu verlieren.  Haltet euch hierbei bitte an das Beispiel, was wir unten erstellt haben. Die Aufgaben: Jeden Monat gibt es zwei Hauptaufgaben für euch, die von kattii im Monat vorher veröffentlicht werden. Eine zu einer schlechten und eine zu einer guten Eigenschaft des Tieres. Es geht sich also also darum für jeden Monat zwei Bücher zu lesen.  Die Elementzusätze können mit den Hautpaufgaben vereinbart werden. Die Elementzusätze sind keine Pflicht. als Beispiel: Ich lese ein Buch zu einer Hauptaufgabe, das über 450 Seiten hat und kann mir Wasserpunkte auf mein Konto schreiben. Feuer, heiß, leidenschaftlich und zerstörerisch. Um die Feuerpunkte zu bekommen, müsst ein Buch aus dem Genre Liebesroman, Thriller oder Dystopie lesen Wasser, 71% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das ist ganz schön viel. Deswegen müsst ihr für die Wasserpunkte ein Buch lesen, dass über 450 Seiten hat.  Luft, bedeutet Leichtigkeit. Man ist losgelöst von allem, deswegen lest ein Buch aus dem Genre: Fantasy, historischer Roman oder etwas humorvolles . Erde, ist ein sehr festes Element. Für die Erdenpunkte müsst ihr ein Hardcover lesen. Metall, steht für Fortschritt und deswegen müsst ihr für die Metalpunkte ein Buch lesen, dass nicht vor 2015 erschienen ist. Die Yin&Yang-Aufgaben sind simpel. Auch hier gilt, dass diese mit den Hauptaufgaben vereinbart werden können.  Yin => Ein helles Cover Yang => Ein dunkles Cover Ihr könnt euch hier entscheiden, ob ihr nur die Hauptaufgaben erfüllt oder die Zusätze auch abarbeiten möchtet.  Pro Buch könnt ihr eine Hauptaufgabe, einen Elementzusatz und einmal Yin oder Yang anrechnen. als Beispiel: Wenn ich ein Buch für eine Hauptaufgabe lesen, das über 450 Seiten hat und ein helles Cover besitzt, dann habe ich alle möglichen Aufgaben erfüllt. Sollte ich die Hauptaufgabe im Monat des Aufgabenstellung erfüllen, habe ich die höchstmögliche Punktzahl erreicht.  Die Punkte: Pro erfüllte Tieraufgabe gibt es 1 Punkt Pro erfülltes Element gibt es 1 Punkt Pro erfülltem Yin/Yang gibt es 1 Punkt Wenn ihr im Jahr des aktuellen Tieres geboren wurden seit:  Punktzahl mal 2 Wenn ihr die Aufgabe im Monat lest, in dem sie gestellt wurde: 1 Zusatzpunkt pro Aufgabe. Als Beispiel: Richtige Aufgabe + Element + Yin/Yang = 3 Punkte Ihr könnt also im Monat, wenn ihr beide Aufgaben und Zusatzaufgaben erfüllt habt 6 Punkte sammeln. Bei richtigem Geburtsjahr verdoppeln sich die Punkte auf 12. Und wenn ihr die Aufgabe im richtigen Monat lest gibt noch jeweils 1 Punkt pro Aufgabe dazu. Ihr könnt also bei richtigem Geburtsmonat 14 Punkte sammeln. Und in den anderen Monaten 8 Punkte. Am Ende der Challenge bekommt ihr noch einmal ein paar Bonuspunkte, wenn ihr fürs Gleichgewicht gesorgt habt. Punkte werden im folgenden Verhältnis verteilt. Yin&Yang: Jedes Yin&Yang mindest 8mal: 4 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 10mal: 8 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 12mal: 12 Punkte Elemente: Jedes Element mindestens 3mal: 8 Punkte Jedes Element mindestens 4mal: 12 Punkte Bonus für die Katzenaufgabe: 12 Punkte Am Ende des Jahres könnt ihr somit maximal 138 Punkte erreichen. Wenn wir euch jetzt mit unseren Regeln und Aufgaben nicht total durcheinandergebracht haben, freuen wir uns, wenn ihr uns ein Jahr lang auf dem Weg des chinesischen Kalenders begleitet. Selbstverständlich stehen wir euch immer mit Rat und Tat zur Seite.  Teilnehmer: 123sarah321 [inaktiv?] AberRush AnnaWaffel Anruba ban-aislingeach Bellastella BlueSunset Buchgeborene [inaktiv?] Buchgespenst clary999 DasBuchmonster DieBerta fabulanta [inaktiv?] Federzauber Galina86 hannelore259 Hikari Honeygirl96 [inaktiv?] janaka Jecke JuliB kattii Kitayscha Krimine LadySamira091062 Lavieenverre louella2209 lunaclamor [inaktiv?] mabuerele MiHa_Lore MiniMixi  mrsapplejuiice monana88 [inaktiv?] Niob Paulamybooksandme raphael-edward Regina99 samea Sandra251 scarlett59 Sick stebec sursulapitischi [inaktiv?] Tatsu Tiana_Loreen TigorA weinlachgummi Willia Wolfhound zazzles

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    • 2100
  • traurige Liebesgeschichte im fernen Vietnam

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    LadySamira091062

    31. August 2015 um 12:46

    Die kleine Souvenirverkäuferin spielt im Vietnam der 90iger Jahre wo Julien als französisscher Botschaftsarzt versucht Land und Leute besser kennen zu lernen. Bei seinen Spaziergängen am See entdeckt er eine junge Souvenirverkäuferin,die ihm seltsamerweise nicht mehr aus dem Kopf geht.Ihr Leben ist so ganz anders als seins und doch fesselt sie ihn mit ihrer Anmut und Schönheit.seine Arztkollegin Clea ,die inihn verliebt ist merkt sehr schnell das er ernsthafte gefühle für die junge Vietnamesin hat ,doch die gesellschaftlichen Zwänge und das politische Klima lassen eine ehrliche Liebe nicht zu .Als die junge Frau verhaftet und in ein lager geschickt wird gleingt es Julienss Botschaftskollegen auf geheimnisvollen Wegen die junge Frau frei zu bekommen, doch der Preis dafür ist hoch.Als Julien sich bei einem Besuch im Norden mit einem gefährlichen Virus ansteckt ,an dem seine Arztkollegin Clea verstirbt und eine Epedemie ausbricht weiss er nicht wie er Herbstlicht davor schützen kann ,denn sie ist die einzige ,die ihn pflegt . Kaum genesen wird Julien von der Geheimpolizei geschnappt und verhört und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Ich muss ehrlich zugeben das ich von dem Buch angenehm überrascht wurde,der Stil ist wunderschön ,berührend und liest sich schnell ,wenn auch die Schriftgröße doch sehr klein ist( was für mich älteres Semester nicht ganz einfach war ).Auch wenn das Ende mcih traurig zurück läßt mus sich sagen ein wunderschönes ,berührendes Buch ,das zu lesen sich wirklich gelohnt hat Die Kultur und die Menschen Vietnams werden einem sehr schön und einfühlsam nahe gebracht ,die Landschaft kann man sich ohne weiterers vorstellen.Und die Liebesgeschichte ist zu Herzen gehend auch oder gerade wegen dem Fehlen intimerer Szenen .Man merkt das hier mit viel Liebe zu Land und Leuten eine Geschichte erzählt wird ,die auch heute noch genau so passieren könnte .

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  • Rezension: Die kleine Souvenirverkäuferin - François Lelord

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    Hikari

    18. August 2015 um 15:31

    Die kleine Souvenirverkäuferin von François Lelord ist eine berührende und spannende Geschichte über Vietnam in den 1990er Jahren, das sich immer noch in der Nachkriegszeit des Vietnamkrieges befindet. Protagonist der Geschichte ist der junge Arzt Julien, der sich als Botschaftsarzt in Vietnam befindet. Um ihn herum tummeln sich allerlei Figuren - vor allem aber die kleine vietnamesische Souvenirverkäuferin, die es ihm angetan hat, aber deren Leben in Vietnam so ganz anders ist als seines als europäischer Ausländer. Die Feinheiten der Gesellschaft, die vietnamesische Kultur und Politik, die gesellschaftlichen Grenzen und Überwachungen werden sehr schön dargestellt in dieser Geschichte, die eine deutliche Liebe zum Land zeigt. Da Lelord selbst Arzt ist und u.a. in Hanoi gelebt hat, wirkt sein Buch wirklich authentisch und er weiß, mit seiner Geschichte und seinen Charakteren zu überzeugen. Er transferiert die kulturellen Besonderheiten und die politischen Zustände des Landes mit dieser wundervollen Geschichte und lässt einen teilhaben an den Auswirkungen der historischen Vergangenheit. Der Schreibstil ist wunderbar zu lesen und passt zur Atmosphäre des Buches, des Landes und der Geschichte. Man kann in diese andere Lebenswelt abtauchen und sehen, wie anders und gleich gewisse Aspekte sind und welche Nachwirkungen auch noch heute die verschiedenen historischen Ereignisse haben. Ein wie ich denke ehrliches Bild über Vietnam von außen betrachtet, das eine große Liebe zu Land und Leuten aufweißt.

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  • Die kleine Souvenirverkäuferin

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    buecherwurm1310

    02. August 2015 um 11:25

    Der französische Arzt Julien begegnet an einem See in Hanoi in den 90er Jahren einem einfachen vietnamesischen Mädchen. Min Thi (Herbstlicht) verkauft Souvenirs, um ihre Familie zu unterstützen. Immer wieder begegnen sie sich und fühlen sich zueinander hingezogen. Als Botschaftsarzt untersucht Julien eine französische Nonne. Zunächst geht er von einer Harmlosen Ursache aus, doch schon bald deutet alles auf einen tödlichen Virus hin. Eine Epidemie droht. Er macht sich mit seiner Kollegin Clea in die Berge auf, um den Menschen in den abgelegenen Regionen zu helfen. Immer wieder schleicht sich Min Thi in seine Gedanken. Kaum ist er weg, wird sie verhaftet, das es keine Beziehung zwischen Einheimischen und Ausländern geben darf. Die Geschichte wird aus Sicht von Julien erzählt. Es ist nicht einfach mit den Menschen in einem Land, das noch unter den Auswirkungen des Bürgerkriegs leidet. Aber so nach und nach lebt er sich ein. Julien ist von den asiatischen Frauen hingerissen. Dass er sich zu Min Thi hingezogen fühlt, hindert ihn nicht daran, seine Beziehung zu Clea fortzuführen, obwohl er sie nicht liebt. Clea ist eine selbstbewusste junge Frau, daher verwundert es mich, dass sie sich von Julien zu hinhalten lässt. Min Thi ist asiatisch unterwürfig, so dass man sich zu ihr nur schwer eine Meinung bilden kann. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man das Buch gut und flüssig lesen kann. Das Ende ist für mich ein wenig abrupt. Neben der Liebesgeschichte, die weder besonders intensiv noch dramatisch ist, erfährt man sehr viel über die die asiatische Mentalität. Liebevoll wird geschildert, wie die Menschen leben und ihr Schicksal als gegeben hinnehmen. Es ist ein ruhiger Roman, der einem eine fremde Welt sehr schön nahebringt.

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  • Liebe im Verborgenen

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    RosaEmma

    27. June 2015 um 16:50

    Dieser stille und einnehmende Roman von François Lelord hat mich völlig in seinen Bann gezogen. Es ist das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe, und ich bin immer noch begeistert von dieser bewegenden Lektüre. Lelords Geschichte, die im Vietnam der 90er Jahre spielt, hat auch etwas charakteristisch Asiatisches: Sie ist fließend wie ein ruhiger Fluss und gleichzeitig so mitreißend, tiefgreifend und aussagestark, dass man sich ihr nicht entziehen kann. Lelord schreibt mit einem profunden Wissen über die asiatische Mentalität und bringt uns die uns so fremden Sitten und Gebräuche und vor allem die asiatische Lebensphilosophie näher. Dies gelingt ihm meisterhaft. Ein französischer Arzt in Vietnam Als dem jungen, unangepassten Arzt Julien in Paris eine Universitäts- und Wissenschaftskarriere unmöglich gemacht wird, weil er sich weigert, Forschungsergebnisse für einen bedeutenden Pharmakonzern "aufzuhübschen", nimmt er eine Tätigkeit als Botschaftsarzt in Hanoi/Vietnam an. Das Land und seine Traditionen erscheinen ihm zunächst völlig fremd, doch schon bald fühlt er sich mit den Menschen, die zumeist in tiefer Armut leben, sehr verbunden. Er genießt seine alltäglichen Rituale, die er sich selbst geschaffen hat: Den Spaziergang um den See des zurückgegebenen Schwertes oder den Mangosaft in einem kleinen Art-Déco-Pavillion. Das einzige Problem ist für ihn die komplexe Sprache, die sich ihm einfach nicht erschließt. Auch sein regelmäßiger Sprachunterricht bei seiner Lehrerin Hoa (Vietnamesisch: Blume), die er in Madame Fleur umtauft, ist nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Doch langsam zeichnen sich auch bei ihm Fortschritte ab. Seine Freundschaft und enge Verbundenheit mit Professor Dang, Chefarzt des größten Krankenhauses der Stadt, und Gesundheitsattaché Brunet, Arzt mit Militärlaufbahn und einem Faible für asiatische Schönheiten, tragen ebenfalls dazu bei, dass er sich in Hanoi bald sehr heimisch fühlt. Schicksalhafte Begegnung mit Herbstlicht Auf einem seiner Spaziergänge um den See begegnet Julien einer kleinen Souvenirverkäuferin, Min Thi (Vietnamesisch: Herbstlicht), die im Gegensatz zu den anderen Verkäufern noch die traditionelle Bekleidung mit Kegelhut trägt. Da es in dieser Gegend von Souvenirverkäufern aber nur so wimmelt und diese auch sehr penetrant und lästig sind, verscheucht Julien auch diese Verkäuferin mit einer unfreundlichen Geste. Dies bereut er in dem Moment, als er ihr gekränktes Gesicht und ihren sofortigen Rückzug bemerkt. Min Thi geht Julien nicht mehr aus dem Kopf, er fühlt sich sehr zu ihr hingezogen und ihre Anmut und Natürlichkeit betören ihn. Die Situation ist jedoch problematisch, denn zum einen ist eine Beziehung zwischen einem Ausländer und einer Einheimischen ein unausgesprochenes Tabu. Zum anderen macht die sehr strikte Polizei mehr und mehr Jagd auf die Straßenverkäufer, da man den offenen Verkauf, der am Rande der Legalität ist, eindämmen möchte. Wie soll er sie also wiederfinden? Ein mysteriöser Virus Doch noch bevor Julien weiter darüber nachdenken kann, erkrankt eine der Krankenschwestern an einem rätselhaften Virus, der einen tödlichen Verlauf nimmt. Als bald darauf noch weitere Schwestern erkranken, versucht Julien in Zusammenarbeit mit Prof. Dang mit Hochdruck, den Erreger zu finden. Als man erste Spuren des Virus zu einer entlegenen Bergregion zurückverfolgen kann, fährt Julien zusammen mit seiner Ex-Freundin und Virenspezialistin Clea, die ihn immer noch liebt, dorthin, um Blutproben zu nehmen. Doch diese Reise nimmt ein folgenschweres Ende. Als Julien und Clea zurückkehren, beginnt für sie ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Krankheitsfälle häufen sich. Sie versuchen mit allen Mitteln, den Ausbruch einer Epidemie in Hanoi zu verhindern - dies auch unter wachsendem Druck des Staates, der keine fremde Einmischung wünscht. Zwei Welten Gleichzeitig versucht Julien alles, um Min Thi wiederzusehen und den Kontakt zu ihr gegen alle Widerstände aufrechtzuerhalten, während Min Thi, die seine Gefühle erwidert, verzweifelt versucht, auch weiterhin den Unterhalt für ihre arme Familie bestreiten zu können. Doch die Welten, die sie trennen, scheinen unüberwindbar, ihre Liebe hat nur Raum im Verborgenen. Aber Julien und Min Thi sind nicht bereit, ihre zarte Romanze aufzugeben, bis etwas Unvorhergesehenes geschieht, das ihre Welt ins Wanken bringt... Aufschlussreicher Einblick in die asiatische Seele Die kleine Souvenirverkäuferin ist viel mehr als eine zauberhafte Liebesgeschichte. Durch den Roman lernt man nicht nur sehr viel über Vietnam, sondern erhält auch einen aufschlussreichen Einblick in die asiatische Seele und die spezielle Lebensphilosophie, von der wir meines Erachtens noch viel lernen können. Er ist eine tiefe Zuneigungsbekundung an ein Land, das durch viele Kriege erschüttert wurde, aber dessen Menschen trotz allem unerschütterlich ihr Schicksal annehmen. Der Roman regt sehr zum Nachdenken an, denn er nimmt uns mit auf eine stille Reise, die uns lehrt, was wirklich wichtig ist.

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  • Die kleine Souvenirverkäuferin

    Die kleine Souvenirverkäuferin

    littleowl

    19. June 2015 um 16:22

    Worum geht‘s Vietnam Ende der 90er Jahre: Nachdem er seine Stelle in Paris verloren hat, arbeitet Julien nun als Botschaftsarzt in Hanoi. Als er gebeten wird, eine französische Nonne untersuchen, glaubt Julien zunächst noch an eine harmlose Ursache. Doch schon bald häufen sich die Anzeichen, dass sie es hier mit einer drohenden Epidemie zu tun haben. Unter Umgehung zahlreicher Gesetze machen sich Julien und seine Kollegin Clea zu der abgelegenen Bergregion auf, wo das Virus vermutlich ausgebrochen ist. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Krankheit fordert immer mehr Todesopfer. Während der Expedition schweifen Juliens Gedanken jedoch oft ab zu der kleinen Souvenirverkäuferin, die er am Seeufer in Hanoi kennengelernt hat und die ihm seither nicht mehr aus dem Kopf geht. Seine Sorge um sie ist berechtigt, denn kurz nach seinem Aufbruch wird Minh Thu von den Behörden verhaftet. Meine Meinung „Die kleine Souvenirverkäuferin“ war mein erstes Buch von François Lelord und hat mir Lust gemacht, bald noch weitere seiner Werke zu lesen. Lelord erzählt seine Geschichte auf eine wunderbar ruhige, unaufgeregte Art. Das hat für mich auch gut zum Setting gepasst, schließlich verbindet man mit fernöstlichen Ländern eine sehr gelassene Lebensanschauung, die gerade für uns Westler Balsam für die Seele ist. Überhaupt, das Setting. Man merkt beim Lesen, dass der Autor viel Zeit in Vietnam verbracht hat. Er liefert nicht nur schöne Postkartenansichten, sondern versucht wirklich, uns das Land näherzubringen. Lelord gewährt uns einen tiefen Einblick in die Gesellschaft mit all ihren Facetten. Das kommunistische Regime ist immer präsent und spannt von Botschaftsmitarbeitern bis hin zu Familien in entlegenen Bergdörfern jeden für die Bespitzelung ein. Toll fand ich auch, wie der Autor die feinen Unterschiede zwischen verschiedenen Landesteilen, Bevölkerungsgruppen und sozialen Schichten herausarbeitet. Zum Beispiel sind auch Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung die Gegensätze zwischen Nord- und Südvietnam immer noch omnipräsent. Wie so oft bei Romanen mit tollem Schauplatz gerät die Handlung dabei jedoch ein bisschen ins Hintertreffen. Die Geschichte um die drohende Epidemie klingt im Klappentext ehrlich gesagt spannender als sie tatsächlich ist. Zwar verschärft sich besonders in dem Krankenhaus, das die französische Nonne aufgenommen hatte, immer mehr die Lage, aber erst gegen Ende des Romans kommt wirklich ein Gefühl von Dramatik auf. Das liegt vor allem am Schreibstil, der für ein Gesellschaftsportrait eben einfach besser geeignet ist als für einen Medizinthriller. Auch die Liebesgeschichte entwickelt sich nur zaghaft. Minh Thu ist sehr schüchtern, außerdem trennen sie und Julien gesellschaftlich einfach zu viele Hindernisse. Mich persönlich hat die leichte Handlungsarmut nicht wirklich gestört, aber das ist wohl Geschmackssache. Noch mehr als mit dem Virus kämpft Protagonist Julien damit, zwischen zwei Frauen zu stehen. Auf der einen Seite ist da seine „eigentlich Ex, aber irgendwie immer noch aktuelle“ – Geliebte Clea, auf der anderen Seite die geheimnisvolle Souvenirverkäuferin. Mir persönlich war Clea von Anfang an sympathischer. Sie ist eine starke, selbstbewusste Frau und nur in Bezug auf Julien schwach. Dass er ihr immer wieder Hoffnung macht, obwohl er sie offensichtlich nicht liebt, hat ihn in meiner Achtung nicht gerade steigen lassen. Zu Minh Thu, von Julien „Herbstlicht“ genannt, habe ich dagegen beim besten Willen keinen Draht bekommen. Es gibt keinen Grund, dieses süße und unterwürfige kleine Mädchen nicht zu mögen, aber mir haben da einfach die Ecken und Kanten gefehlt. Ich konnte ehrlich gesagt nicht ganz verstehen, was Julien an ihr findet. Fazit Ein wunderbarer Roman, vorausgesetzt man liest ihn als Reise ins ferne Vietnam und nicht als Medizinthriller oder dramatische Lovestory.   

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