François Loeb

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Autor von Buchhandlung zum goldenen Buchstaben, Zeitweichen und weiteren Büchern.

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François LoebBuchhandlung zum goldenen Buchstaben
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Buchhandlung zum goldenen Buchstaben
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Erschienen am 01.10.2015
François LoebDer Organist von San Marco
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Der Organist von San Marco
Der Organist von San Marco
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Erschienen am 23.09.2011
François LoebParlamentsgeschichten
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Parlamentsgeschichten
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Erschienen am 20.09.2011
François LoebIrrwege des Glücks
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Irrwege des Glücks
Irrwege des Glücks
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Erschienen am 25.09.2010
François LoebGrossvatergeschichten
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Grossvatergeschichten
Grossvatergeschichten
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Erschienen am 01.10.2009
François LoebZeitweichen
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Zeitweichen
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Erschienen am 01.05.2017
François LoebHappy Birthday Babyboomers!
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Happy Birthday Babyboomers!
Happy Birthday Babyboomers!
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Erschienen am 01.10.2014
François LoebTRAM
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TRAM
TRAM
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Erschienen am 25.11.2016

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Neu
M

Rezension zu "Zeitweichen" von François Loeb

Mannigfaltige Kurzgeschichten
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Mannigfaltige Kurzgeschichten

Aus einer Vielzahl von Blickrichtungen nähert sich Francoise Loeb in seinem neuesten Werk dem Thema der Zeit. Wobei die Vielfalt der Themen und die einzelnen eher kurzen Geschichten zum jeweiligen Stichwirt nicht unbedingt rein assoziativ wirken, sondern durchaus eine Struktur aufweisen.

Dass die Zeit >“vergeht wie im Flug“, dass andererseits ein „Zeitmuseum“ denkbar wäre, dass in Sanduhristan“ der Wert der Zeit quasi „gesehen“ werden kann wie eine „Sekunden-OP“ (im Duktus schon „hektisch“ angelegt) abläuft, das ist treffend und in durchaus auch spannend zu lesen. Und zeugt von einem breiten und zugleich tiefen Nachdenken darüber, was die Zeit für den Menschen ist und dass es kaum wertvolleres auf Erden zu finden gibt.

Eine „Zeitimpfung“ könnte da, zumindest mental, für den modernen Menschen anstehen. Eine „Immunisierung gegen Zeitnot, Zeitverlust, dem Zeitzerrinnsyndrom, Überzeit, Feierzeit, Zeitvergeudung, Traumzeit, Sterbezeit“. Begriffe, die Loeb teils künstlich herstellt, die aber genau den Punkt treffen und damit den Leser umgehend mit einbeziehen in die Abläufe der vielen Geschichten im Buch und der ebenso vielen Betrachtungen. Mit den entsprechenden unauflösbaren Paradoxa. Denn zur Zeitimpfung würde gehören, die „Zeitmessung“ einzustellen und damit könnten keine allgemeine verabredete Information zu dieser „Neuerung“ erfolgen oder stringent aufrechterhalten werden.

Wie es der alte Satz sagt, „froh um jede Sekunde, die vergeht und betrübt über jeden Tag, der verstreicht“ bleibt das Verhältnis des Menschen zur Zeit ambivalent. Und genau diese Ambivalenz spiegelt sich im Buch immer wieder.

Wie im Blick auf den „Zeiterling“, der zunächst die Zeit einfach ablaufen lässt, „verdaute spielend die Jahre“ und „schmatzte die Wochen genüsslich durch“. Bis die eigene Vergänglich bewusst wird, der Wert der Zeit unmissverständlich ins Leben einbricht, die Zeit beginnt, zu rasen und am Ende der Tage Bedauern im Raum steht ob der „jungen Jahre“, in denen „er als junger Zeiterling die Tage und Stunden, Wochen und Jahr nicht schnell genug hatte verschlingen können“.

Erfahrungen, die Allgemeingut sind bei erwachsenen Menschen, die einen Blick auf die „Innenlage des Autors“ andeuten und den Leser (wie so oft im Buch) mit ständig kräftigen Wortbildern zum Anhalten und Nachdenken einlädt.

Bis dahin, dass es für die „Zeitfetischisten“ vielleicht eine Lösung wäre, direkt in ein Uhrwerk hinein zu verschwinden, Ein gelungenes Bild für all jene, die das Leben, die Ereignisse, die Zeit aus Angst vor der Hingabe immer nur „formal“ betrachten.

Bis hin zu jener kleinen Geschichte vom „Totschlag“, in der durch die Wahl des Motives (gerichtliche Anklage) bis hin zur ernst vorgetragenen Wortwahl unmissverständlich deutlich wird, wie leichtfertig Menschen (und das nicht nur in jungen Jahren) mit der „Zeit“ umgehen. Und daraus lässt sich folgern, dass keine „Zeit“ unwichtig ist oder ungenutzt verstreichen sollte, auch jene Momente, die man gerne „schnell hinter sich bringen würde“ eher die Aufforderung in sich tragen, auch unangenehme Ereignisse als „Chance des Lebens“ bewusst zu gestalten.

Eine rundweg zu empfehlende Lektüre mit klarem Blick, anregender Sprache und vielfachen Anregungen für den Leser.

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ChrischiDs avatar

Rezension zu "Buchhandlung zum goldenen Buchstaben" von François Loeb

Voller Fantasie
ChrischiDvor 3 Jahren

Welcher Bücherwurm hat sich nicht schon mindestens einmal gewünscht in einer Buchhandlung eingeschlossen zu werden, ungestört stundenlang stöbern zu können und bis zum Morgengrauen versteckte Schätze zu finden? Doch hat man sich dabei auch überlegt was des Nächtens möglicherweise mit den Büchern geschieht? Erwachen Sie zum Leben oder bleiben sie standhaft an dem ihnen zugewiesenen Platz? Der Fantasie sind wahrlich keine Grenzen gesetzt, das zeigt François Loeb eindrucksvoll in diesem hier vorliegenden Erzählband.

Doch betrachtet er mitnichten ausschließlich das Geschehen in einer bei Nacht geschlossenen Buchhandlung. Auch den unterschiedlichsten Kundentypen wird Platz zur Entfaltung eingeräumt. Nicht immer sieht man jemandem sogleich seine wahre Passion an, manches Mal gibt er sogar bewusst vor jemand anderer zu sein, doch allesamt zieht es sie in Buchhäuser, um die geistige Entfaltung nicht einschlafen zu lassen. Die ein oder andere Situation hat man möglicherweise selbst schon einmal erlebt, sei es als Buchhändler, Kunde oder außenstehender Beobachter, in gewissen Ereignissen kann man sich verlieren und gleichzeitig selbst finden.

Der Autor bedient sich einer sehr bildhaften Sprache, so dass nicht immer sogleich ersichtlich wird was er dem Leser mitteilen möchte. Sicher ist, dass jede Geschichte eine bestimmte Aussage beherbergt, die man jedoch erst einmal herausfiltern muss. Manches Mal gelingt dies schnell, teilweise muss eine Geschichte jedoch ein zweites oder sogar drittes Mal gelesen werden, um den wahrhaftigen Sinn zu verstehen. Dadurch ergeben sich von Zeit zu Zeit sogar noch Überraschungen, die sich in den jeweiligen Geschichten verborgen hatten und erst bei erneutem Lesen sichtbar werden.

Mit „Buchhandlung zum goldenen Buchstaben“ hat François Loeb einen Erzählband geschaffen, der den Leser zur Seite steht und bei seiner Entwicklung begleitet. Als besonderes Highlight hat der Autor zehn ausgewählte Geschichten gekennzeichnet, die man als PDF-Datei herunterladen und seinen Freunden und Mitstreitern zukommen lassen kann.

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