Françoise Dorner Die letzte Liebe des Monsieur Armand

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Inhaltsangabe zu „Die letzte Liebe des Monsieur Armand“ von Françoise Dorner

Armand, Philosoph im Ruhestand, glaubt das Leben hinter sich zu haben. Auch Pauline, 20, denkt, sie kenne es. 50 Jahre trennen die beiden, und doch ergeht es ihnen gleich: Sie waren allein in der Stadt der Liebe, bevor sie einander trafen. Nicht um Sex und nicht nur um Freundschaft geht es in ihrer Begegnung, wohl aber um die Wiederentdeckung der Lebensfreude.

herzlich, tiefgreifend, schön

— harakiri

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  • Großer, kleiner Roman über eine Sinnkrise

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    Duffy

    17. March 2017 um 16:36

    Monsieur Armand, pensionierter Philosophielehrer und Pauline, eine Verkäuferin, trennen 50 Jahre Lebenszeit. Der Pensionär, allein lebend und mit einer Familie, die verstreut lebt und sich nur noch zu bestimmten Feiertagen sieht, trifft zufällig Pauline, die sich von Beziehung zu Beziehung hangelt, ohne das zu finden, was ihr am wichtigsten erscheint: eine gewisse Grundgeborgenheit. Zusammen erleben sie eine Zeit, in der es weder um Sex, noch Beziehung oder um die Liebe im Grunde geht, sondern erkennen ihre wahren Bedürfnisse, ihre Fehler, die sie bisher im Leben machten und die Gründe ihres Scheiterns. Mit einer scheuen Distanz, aber engen geistigen Nähe finden sie jeder für sich Antworten auf Fragen, die sie sich vorher nicht in angemessener Form gestellt haben.Francoise Dorner hat ihre Thematik so gut und sensibel angesprochen, wie man es nicht oft findet. Zart und Schritt für Schritt beschreibt sie die Gefühle der Protagonisten, nichts ist unschlüssig, nichts ist überflüssig und der Stil passt ganz hervorragend zu dieser einfühlsamen Geschichte: Zurückhaltend, ohne Lärm, die Zwischentöne ganz leise herausgearbeitet. Das Reslultat ist ein Roman, der direkt ins Herz geht, wenn man das so klischeebefrachtet formulieren darf, aber es trifft den Kern. Traurig nimmt man am Ende des Romans Abschied von Armand und Pauline, glücklich ist man, dass man diese kurze Zeit mit ihnen verbringen durfte.

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  • Das Buch und sein Stoff rufen geradezu nach einer Verfilmung

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    WinfriedStanzick

    28. April 2015 um 10:47

    Monsieur Armand ist ein alter Mann. Vor einigen Jahren hat er seine Frau durch eine schwere Krankheit verloren und lebt seither alleine, wobei ihm eine Zugehfrau den Haushalt führt mit der er aber nicht richtig klar kommt. Als pensionierter ehemaliger Lehrer für Philosophie kann er sich das auch leisten. Er hat zwei Kinder, die sich aber wenig um ihn kümmern und es nur auf sein Erbe abgesehen haben. Monsieur Armand trifft sich mit einer ehemaligen Lehrerkollegin jeden Sonntagabend zum Essen. Doch diese Freundschaft bedeutet ihm nicht viel. Sie kann ihn nicht mehr erreichen. Er, der doch jahrzehntelang seinen Schülern die Existentialphilosophie beigebracht hat, sieht sich nun selbst vor einem Zustand, in dem er keinen rechten Sinn mehr im Leben sieht und sehr oft auch an Selbstmord denkt. So lebt Armand ein recht trauriges Leben mitten in Paris, als ihm plötzlich und unverhofft die 20-jährige Pauline über den Weg läuft. Auch sie ist ein Mensch, der sich vom Leben betrogen fühlt. Sie hat sehr früh ihre Eltern verloren und sucht seit Jahren in den zahllosen Liebhabern das, was sie so sehr vermisst: ihre Familie. Aber natürlich kann ihr von den Dutzenden von jungen Männern, die sie "testet", keiner das geben, was sie wirklich braucht und so flieht sie immer wieder schon nach kurzer Zeit in das nächste Abenteuer. Als sie eines Tages im Bus auf Monsieur Armand trifft, adoptiert sie ihn als ihren Wunsch-Großvater und hat sich damit ausgerechnet einen Mann ausgesucht, der sein Leben lang seinem eigenen Sohn ein ebenso liebloser wie ungerechter Vater gewesen ist. Doch sie weiß das nicht, sondern nimmt ihn so wie er ist. Durch ihre unschuldigen Nachfragen allerdings bringt sie den alten Mann, der sich sofort in Pauline verliebt hat, eine Liebe ohne sexuelles Begehren, ins Nachdenken und zum Handeln. "Zwei Einsamkeiten, die zueinander finden, deren eine die Spielregeln kennt, Intelligenz und Bildung über alles stellt, Herz und Güte der moralischen Pflicht opfert, während die andere, instinktiv und empfindsam, spontan Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken weiß, ohne dass Missverständnisse aufkommen." Die beiden verbindet eine Freundschaft besonderer Art und sie wagen es, einen neuen Weg einzuschlagen und die Lebensfreude neu zu entdecken. Francoise Dorner hat eine warmherzige Geschichte geschrieben, voller Humor. Mit Monsieur Armand schildert sie einen alten Helden mit vielen Ecken und Kanten, eigenbrötlerisch und dennoch mit einer tief vergrabenen Warmherzigkeit gesegnet, die immer wieder durch die raue Schale blitzt. Es ist eine Geschichte, die den Leser dauernd zum Schmunzeln bringt und ihn gleichzeitig tief berührt. Eine Geschichte voller Magie, die den Kult des ewigen Jungseins in unserer Gesellschaft entlarvt. Ein Buch über die Weisheit, dass es im Leben nie zu spät ist und man immer etwas verändern kann. Ein kleines Buch über das große Wunder des Lebens - die Liebe. Das Buch und sein Stoff rufen geradezu nach einer Verfilmung, auf die man gespannt sein darf.

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  • Eine letzte Liebe

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    Bri

    14. December 2014 um 18:26

    Monsieur Armand ist Philosoph - studierter, an der Uni lehrender Philosoph - lebt in Paris, Vater zweier Kinder, verwitwet und ... alt, einsam und verbittert. Die Frau, die sich um seinen Haushalt kümmert kommt regelmäßig, doch zu sagen haben sich der Intellektuelle und die Haushälterin nicht wirklich viel. Die Trennlinie zwischen den beiden ist deutlich spürbar. Auch die Bekannte, mit der sich M. Armand regelmäßig zu einem gemeinsamen Mittagessen trifft, bietet nur eine kurze Ablenkung von den Grübeleien über Leben und Tod, die eigenen Kinder, die sich nur melden, wenn sie etwas brauchen ... und deshalb überrascht es M. Armand umso mehr, dass ihn ein kleines Missgeschick aus diesem grauen Einerlei zu reißen vermag. Eine verfehlte Busstation beschert ihm die erfrischende Bekanntschaft einer jungen Frau, die ohne Familie alleine zurecht kommen muss. Sie - Pauline - ist intelligent, charmant und hübsch und wirkt auf M. Armand wie aus einer anderen Welt, von einem anderen Planeten kommend. Ihre Jugend zeigt ihm, wie unkompliziert und schön das Leben doch sein kann, obwohl auch Pauline bereits schwere Zeiten erlebt hat und sich vielleicht gerade deshalb Hals-über-Kopf in die eine oder andere Liaison stürzt ... Françoise Dorner lässt in ihrer bezaubernden kleinen Geschichte über das Zusammentreffen zweier Generationen Sonnenstrahlen in das Leben eines alten Mannes fallen, der eigentlich keine Freude mehr an seinem Dasein hatte. Jetzt findet er noch einmal so etwas wie eine letzte Liebe. Behutsam und doch ungeschminkt lässt sie den Leser sowohl an Verbitterungen und Enttäuschungen, als auch an positiven Überraschungen teilnehmen. Dabei bleibt Dorner in ihrem Schreiben konzentriert und fernab von Kitsch und Klischees. Doch trotz aller schönen und leichten Momente lässt sie nur ein Ende zu, das überraschend aber unausweichlich, gar alternativlos zu nennen ist. Wie das wahre Leben ist es bittersüß. Ein wunderbar leicht daher kommender Roman, dessen Stärke eben darin liegt, sich durch seine kluge Konzeption fernab vom Mainstream zu bewegen und tatsächlich berühren zu können. Das kleine feine Büchlein erscheint im Mai 2015 in Neuauflage und wurde unter dem Titel Die letzte Liebe des Mr. Morgan prominent besetzt verfilmt.

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  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    larissawolf

    24. September 2012 um 16:51

    www.laris-buecherkiste.blogspot.de Meine Videorezi auf: https://www.youtube.com/watch?v=2bGT595n-D8&feature=plcp Erster Satz: Im 82er habe ich sie zum ersten Mal gesehen. Meine Meinung: Buchgestaltung: Ganz ehrlich, die Gestaltung des Buches hätte mich niemals veranlasst, dieses Buch zu kaufen, wenn ich es nicht auf einen Bücherflohmarkt in die Hand bekommen hätte. Es ist schrecklich langweilig und öde, es lenkt keinerlei Aufmerksamkeit auf sich, was eigentlich sehr schade ist. Denn der Inhalt dieses unscheinbaren Buches ist es wert, gekauft und gelesen zu werden! Handlung: Ich gebe zu, dass ich dieses Buch mit dem Vorurteil angefangen habe, dass es mir bestimmt nicht gefallen würde. Denn es ist mein erstes Buch von Diogenes, und von dem Verlag hat mich bisher noch kein Buch wirklich interessiert bzw bin ich auf keines aufmerksam geworden. Doch ich hatte mich total geirrt, denn trotz des unschönen Covers verbarg sich hier zwischen den Buchdeckeln eine magische und sehr ehrliche Geschichte, die einen zum Nachdenken anregt. Denn wer macht sich in seinen jungen Jahren Gedanken, wie es den alten Menschen gehen könnte? Vor allem erkennt man so etwas meistens erst, wenn diese davon erzählen oder man selbst in das Alter kommt und die Erfahrung macht. Aber Francoise Dorner schafft es, ohne den erhobenen Zeigefinger, auf diese Probleme aufmerksam zu machen. Und das auf sehr subtile Art und Weise. Dieses Buch behandelt den herrschenden Konflikt zwischen Alt und Jung, in einer alternden Gesellschaft, in der das junge Alter eine große Rolle spielt. Eine sehr bewegende Lektüre! Charaktere: Armand ist ein Professor im Ruhestand, der seinen Schülern jahrelang die Philophie nahe gebracht hat. Nachdem seine Frau starb und seine Kinder sich immer mehr von ihm entfremdeten (durchaus auch aus eigener Schuld), lebt er nur noch vor sich hin. Bis er Pauline kennenlernt. Pauline ist jung, lebenslustig und hilfsbereit. Und auf der Suche nach einer Familie. Sie "adoptiert" Armand als ihren Großvater und gibt ihm neuen Lebensmut. Eine "Pauline" als Freundin, wünscht man sich selbst. Armand erkennt mit ihrer Hilfe, dass er sich selbst idealisiert hat und kein so toller Vater/Ehemann war, wie er immer dachte. Tolle Charaktere, die das Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis machen, das den Leser noch lange danach beschäftigen wird! Sprache: Der Schreibstil ist nicht so flüssig, dass man das Buch - trotz der wenigen Seiten - mal schnell runterlesen kann. Das ist aber nichts schlechtes, denn es passt hervorragend zum Inhalt. Denn man sollte sich auch während des Lesens Zeit nehmen, um sich eigene Gedanken zum Thema zu machen, da es sehr aktuell ist und man sich früher oder später damit auseinandersetzen sollte! Mein Fazit: Ein besonderes Buch mit einzigartigen Charakteren auf der Suche nach neuer Lebensfreude und dem Umgang mit dem Alter und der Einsamkeit. Unbedingt lesen!!!

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  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    Textverliebt

    13. July 2012 um 15:30

    Monsieur Armand führt ein Leben, wie es trauriger nicht sein könnte. Seit langer Zeit hat er die Lust an den schönen Dingen verloren. Daher schleppt sich der pensionierte Philosophie- und Lateinlehrer täglich ein Stück weiter durch das Leben, das ihm nichts mehr zu bieten scheint. Seit dem Tod seiner Frau entfremdet er sich mehr und mehr von seinen Kindern, die ihn scheinbar bereits aus ihrem Leben ausgeschlossen haben. Die wenigen Treffen mit ehemaligen Kollegen sowie die regelmäßigen Besuche der Zugehfrau sind die einzigen sozialen Kontakte des Pensionärs. * Plötzlich trifft der alte Herr im Bus jedoch auf Pauline. Sie ist eine 20-jährige Verkäuferin, die bereits in jungen Jahren ihre Eltern verlor und daher meint, das Leben zu kennen. Sie hilft dem alten Mann nach einem kurzen Stolpern wieder auf die Beine und holt ihn unbewusst mit ihrer charmanten Art zurück ins Leben. Die Sehnsucht nach der unbekannten Helferin lässt den Pensionär wieder aufleben. Für Monsieur Armand beginnt eine aberwitzige Suche nach der jungen Frau in den Straßen von Paris, die nach viel Mühe von Erfolg gekrönt ist. * Die besondere Freundschaft zwischen dem Eigenbrötler und der jungen Pauline, die in Monsieur Armand einen Wunschgroßvater sieht, wird zum vorübergehenden Rettungsanker der beiden Einzelkämpfer. Ihre zauberhafte Freundschaft besteht aus einem gegenseitigen Geben und Nehmen, denn Pauline lehrt den ehemaligen Philosophielehrer mit ihrer jugendlichen Sichtweise mehr, als ihm seine Bücher je beibringen konnten. Die kurze, aber intensive Beziehung der beiden ist freundschaftlicher, familiärer und häufig philosophischer Natur. * Françoise Dorner hat mit ihrem Roman Die letzte Liebe des Monsieur Armand eine zarte Geschichte rund um die Freundschaft zwischen den Generationen verfasst. Sie steckt voller Magie und vermittelt unbewusst das besondere Gefühl der französischen Lebensart. Was zunächst eine weitere Story rund die Beziehung von einem alten Mann zu einer jungen Frau vermuten lässt, überrascht schnell mit der Unschuld und Leichtigkeit der ungewöhnlichen Verbindung. Die Erzählweise ist derart sensibel und detailverliebt, dass der Leser die alten Bücher und die trostlose Wohnung des griesgrämigen Philosophielehrers beim Lesen fast zu spüren scheint. Bereits die ersten Seiten laden ein, Teil von etwas ganz Besonderem zu sein. * Die letzte Liebe des Monsieur Armand ist ein gefühlvoller Roman, der an der ein oder anderen Stelle zum Schmunzeln verleitet und dem Leser auf der nächsten Seite vor Rührung die Tränen in die Augen treibt. Die Protagonisten nehmen sofort einen Platz im Herzen des Lesers ein und tragen ihn durch diese magische Geschichte. Die deutsche Regisseurin Sandra Nettelbeck verfilmt Françoise Dorners Roman mit dem Originaltitel Mr. Morgan's Last Love. Bis 2013 müssen wir uns allerdings noch gedulden. Vorfreude pur. * Ich habe dem Göttlichen zeit meines Lebens nie viel Aufmerksamkeit gewidmet, sondern das Problem alljährlich an meine Schüler delegiert, indem ich ihnen für den ersten Aufsatz das Thema: »Gott ist tot« stellte. […] Aber Gott ist offensichtlich nicht rachsüchtig, wenn er noch lebt. – Seite 137–

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  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    Büchereule

    21. August 2011 um 07:10

    So ein wundervolles Büchlein! Es geht um Freundschaft, um Liebe und um Menschlichkeit. Der in die Jahre gekommene Monsieur Armand erwartet nicht mehr viel von seinem Leben. Schließlich ist seine Frau gestorben, seine Kinder behandeln ihn nicht gerade nett und auch die Lust am Bücher lesen hat ihn verlassen. Da taucht eines Tages Pauline auf. In einem Bus begegnet er ihr und nach dieser schicksalshaften Begegnung macht er sich auf die Suche nach Pauline, weil er merkt, dass sie ein ganz besonderer Mensch ist. Aber auch Pauline hat bereits in ihrem jungen Alter die Lust am Leben verloren. Gemeinsam geben sie sich die Wärme, die sie ansonsten im Leben vergeblich gesucht haben und machen sich zusammen auf die Suche nach Lebensfreude und -sinn. Mit einfachen, aber eindringlichen Worten schreibt die Autorin hier von Einsamkeit und von der ganz großen Liebe, die auch zwischen Mann und Frau nicht immer auf körperlicher Ebene bestehen muss. Mit kleinen Szenen schafft sie es, mich als Leser sehr zu berühren. So leicht in eine Erzählung verpackt, vermittelt sie doch ganz wichtige Themen. Das Buch regt zum Nachdenken an, vielleicht sogar zum Umdenken und mich hat es zutiefst berührt.

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  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    Sokrates

    05. August 2011 um 13:51

    Niedlicher, kurzweiliger Roman, gespickt mit einer Reihe lebensphilosophischer Ansichten. Genau das Richtige für Zwischendurch.

  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. February 2011 um 13:49

    Inhalt: Armand, Philosoph und Studienrat im Ruhestand kämpft mit der Einsamkeit und dem Gefühl der Nutzlosigkeit. Früher war er ein bewunderter Lehrer, doch nun ist seine Frau gestorben, seine beiden Kinder wohnen weit entfernt und es gibt keine Schüler mehr zum Unterrichten. Eines Tages trifft er im Bus auf die 20jährige Pauline und fühlt sich zur ihr seltsam hingezogen. Pauline ist an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen. Ihre Männerbekanntschaften fangen an sie anzuöden und im Grunde ist sie eigentlich nur auf der Suche nach einer Familie, Liebe und Geborgenheit. Diese beiden Menschen, die nicht nur der Altersunterschied von 50 Jahren trennt, beginnen eine Freundschaft, von der Beide gleichermaßen profitiere Rezension: Eine Geschichte über Einsamkeit, Hoffnung, Alter, Abschied und Lebenslust. Armand der über einen brillanten Verstand verfügt, wird durch Pauline aus einer Art Winterschlaf erweckt. Durch sie fühlt er wieder Lebensfreude in sich aufsteigen und kann für eine Zeit seiner Lethargie entfliehen. Pauline ist nicht so gebildet wie er und hat Angst vor Büchern, aber sie verfügt über ein warmes Herz und eine Art praktischer Lebensweisheit. Armands Kinder sind sehr unterschiedlich. Sein Sohn Pierre buhlt um die Akzeptanz seines Vaters und muss sich eingestehen, dass sein Leben nicht ganz so verläuft, wie er es sich erhofft hat. Armands Tochter ist gelinde gesagt ein wenig raffgierig. Obwohl dieses Büchlein nur 144 Seiten hat, gelang es der Autorin starke Charaktere zu entwerfen und die Tragödien ihres Lebens, ohne schwermütige Dramatik zu erzählen. Wer am Anfang denkt, er wüsste, wohin die Geschichte läuft, wird überrascht werden. Eine sehr berührende Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Fazit: Wer französische Filme mag, wird auch Pauline und Monsieur Armand ins Herz schließen können.

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  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    Ines_Mueller

    15. October 2010 um 16:41

    Seitdem Armand Leclair seine Frau verlor, hat er die Freude am Leben verloren. Tag für Tag lebt er vor sich hin, versucht einen Sinn in seinem Leben zu finden. Dies ändert sich schlagartig, als er Pauline, ein junges und liebevolles Mädchen kennenlernt. Sie zeigt ihm, dass es sich doch lohnt zu leben... Gerade eben habe ich "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" beendet und bin noch ganz benebelt davon. Dieses Buch ist einfach nur wunderschön. Gefühlvoll beschreibt Francoise Dorner die Gefühle des Witwers Armand und Pauline. Das Buch ist schlicht und auf das Wesentliche reduziert, was der Thematik des Buches noch mehr Tiefe verleiht. Von mir gibt es verdiente fünf Sterne.

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  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    wattwurm18

    27. March 2010 um 10:59

    schönes Buch mit einer schönen Sprache über das Älterwerden und die Einsamkeit

  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    yoko

    14. December 2008 um 18:23

    eine zauberhafte geschichte über einen alten mann und ein junges mädchen und etwas, das zwischen ihnen schwebt.

  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. August 2008 um 00:46

    Inhalt: Während der Busfahrt fällt dem alternden Armand die Pauline ins Auge. Er ist wackelig, der ruheständelnde Philosoph, und so schlägt er sich den Kopf, als der Bus ruckartig hält. Das Mädchen steigt mit ihm aus, sie bringt ihn nach Hause. Das Leben des ehemaligen Professors ist eintöniger geworden, die Kinder rufen von Zeit zu Zeit an, er lebt zu Hause, sein Alltag ist trist. Doch die Begegnung mit dem jungen Mädchen macht einen Anderen aus ihm. Er sucht sie, findet sie und findet auch sich selbst. Rezension: Dies ist eine Geschichte ohne große Details, die aber durch ihre Art, sich zu entfalten, viel preis gibt von dem alten Mann und dem jungen Mädchen.

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  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    Beagle

    17. June 2008 um 08:49

    Fantastische Erzählung über die letzte Liebe eines alten Mannes, die ihn vollkommen neu aufblühen lässt. Eine Geschichte zum mitträumen und schwelgen. Sehr schön und absolut empfehlenswert

  • Rezension zu "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

    la_marite

    29. May 2007 um 10:22

    Der französische Orginaltitel dieses Stückchen wunderbarer Literatur erweckt unmittelbar einen anderen Eindruck, als die deutsche Variante. Fürwahr, sofort denkt man bei letzter Liebe an Melancholie, Trauer, Abschied und doch Hoffnung. Während doch der Titel douceur assassine einen schaligen, kalten Hauptgeschmack entwirft, der nur durch das Wort douceur abgefedert wird. Die Wirkungen beider Titel aber finden sich gleichermaßen in der kleinen Geschichte um den vereinsamten, alten Monsieur Armand und dem nicht weniger einsamen Pariser jungen Mädchens Pauline wieder. Monsieur findet sich am Ende eines Lebens, das er als Lehrer der Philosophie gewidmet und als Vater verpatzt hat. Pauline wiederum steht am vorderen Ende der Skala und sieht ihr Leben bereits im Schatten ihrer kurzen Vergangenheit gezeichnet. Ihre Sehnsucht nach einer intakten Familie ist keine hoch intellektuelle, mit der sie einem Armand entgegentreten könnte. Doch der Wunsch nach intellektuellem Austausch liegt ihm an Pauline ferner, als der Gedanke, dem alten literarischen Bild einer Liebe zwischen einem alten Mann und einer jungen Frau zu entsprechen. Natürlich taucht es in seinen Gedanken auf. In Paulines erstaunlicherweise nicht. Armand ist unvermittelt bereit, sich der puren Paulinschen Inspiration zu bedienen und neue Gedanken an einem Punkt zu entspinnen, an dem er bereits dachte, er hätte schon alle Varianten durch. So geschieht es, dass er sich von seiner vor 3 Jahren verstorbenen Frau verabschiedet, sich der offenkundigen Kritik seiner Umwelt annimmt – de Putzfrau klagt- und sogar noch Zugang zu seinem Sohn findet. Jener, der sich selbst an die Nase fast, als es wiederum Pauline ist, die kühn, fast ein wenig zu kühn, Armand vor ihm verteidigt. Pauline beschließt, ihre langersehnte Familie in Armand zu finden und ihn zu ihrem Großvater zu machen. Eine Freundschaft aber, die wächst und gedeiht und Tiefpunkte passiert, kreiert der Erzähler nicht. Von Kapitel zu Kapitel wechselt er die Perspetiven, erzählt einmal aus den Augen von Pauline, zeigt dann wieder Armands Innenansicht. Und so ist auf 137 Seiten nicht die Möglichkeit gegeben, sich ineinander zu vertiefen und das Ende der Geschichte gleichermaßen absehbar wie überraschend. Tränen nicht ausgeschlossen.

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