Françoise Gilot Die Frau, die Nein sagt

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Inhaltsangabe zu „Die Frau, die Nein sagt“ von Françoise Gilot

Sie ist die einzige Frau, die Picasso verließ. Sie steht mit 93 Jahren jeden Tag in einem ihrer Ateliers in New York und Paris und sucht mit ihrer Malerei nach der Wahrheit. Und sie lacht ihr schallendstes Lachen, wenn sie erzählt, sie habe Picasso gekannt, während sie für ihn ein Rätsel blieb. Françoise Gilot, die Mutter von Paloma Picasso, ist eine lebende Legende, eine Malerin, die sich von Molekularbiologen besser verstanden fühlt als von der Kunstkritik und die nichts so sehr fürchtet wie einen langweiligen Gesprächspartner. In DIE FRAU, DIE NEIN SAGT öffnet die Malerin und Lebenskünstlerin dem renommierten Biografen Malte Herwig die Türen zu ihren Ateliers und vertraut ihm an, worauf es in der Malerei wie im Leben wirklich ankommt.

”Die Frau, die nein sagt” ist F. Gilots Biografie, die Sammlung ihrer Gedanken zu Liebe, Leben&Kunst & ein Appell sich selbst treu zu sein.

— Alexandra_Luchs

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    Die Frau, die Nein sagt

    Alexandra_Luchs

    19. August 2015 um 18:54

    Francoise Gilot hat nein gesagt – sie hat Picasso verlassen und sich damit ihre Eigenständigkeit bewahrt. Aber viel entscheidender, und dieser kleine Unterschied im Titel ist Absicht, ist die Tatsache, dass sie auch noch mit über 90 nein sagt. Malte Herwig zeichnet ein faszinierendes Porträt einer Künstlerin und beeindruckenden Frau, die über viel Lebensweisheit verfügt und ganz nebenbei dem Autor auch noch Lektionen über die Kunst erteilt. Insofern ist dieses Buch keine klassische Biografie. Das Leben von Francoise Gilot wird zwar umrissen, doch vor allem geht es um ihre Gedanken zur Liebe, zum Leben und zur Kunst. Darüber hinaus wird das Buch immer wieder durch Fotos und Zeichnungen von und aus dem Leben von Francoise Gilot aufgelockert. Dadurch liest es sich leicht und auch Kunstbanausen wie ich haben die Chance etwas zu lernen. Dieses Buch ist darüber hinaus auch für jeden etwas, der sich nicht für Kunst interessiert, denn es ist auch ein Manifest dafür sein Leben so zu führen, wie man es selbst für richtig hält. Auch wenn das bedeutet, nein zu sagen. “Die Frau, die nein sagt” ist interessant, regt zum Nachdenken an und lässt sich dennoch ganz leicht lesen. Es ist einfach die Zusammenfassung von spannenden Gesprächen zwischen der Künstlerin und dem Autor. Dazu kommt, dass es durch die schöne Aufmachung und die zahlreichen Bilder ein ideales Geschenk für Kunstinteressierte ist. Ich vergebe vier von fünf Sternen für dieses literarische Kleinod.

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  • Eine beeindruckende Frau

    Die Frau, die Nein sagt

    Gospelsinger

    20. April 2015 um 23:28

    „Man darf kein Feigling sein, wenn man sein Leben dem kreativen Schaffen widmet.“ Françoise Gilot ist eine beeindruckende Frau. Sie ist die Einzige, die es geschafft hat, sich von Picasso zu trennen. Alle anderen Frauen, mit denen er liiert war, sind von ihm verlassen worden. „Olga war ihm schon lästig geworden, als er Marie-Therèse entdeckte und schwängerte. Dann kam Dora, und er machte sich eine Zeit lang sein Vergnügen daraus, beide Frauen gegeneinander auszuspielen.“ Keine Frau außer Françoise Gilot hat es geschafft, sich eigenständig von ihm zu lösen, auch nicht nach der Trennung. „Picassos letzte Frau Jacqueline Roque setzte ihrem Leben 13 Jahre nach seinem Tod mit dem Revolver ein Ende, Marie-Thérèse Walter erhängte sich. Olga Chochlowa und Dora Maar wurden irgendwann wahnsinnig.“ Offensichtlich war Picasso nicht gerade ein Idealpartner, was bei seiner Egozentrik auch nicht weiter erstaunlich ist. „Ich bin die Sonne und die Dunkelheit, ich bin der Mittelpunkt des Universums. Ich, ich, ich.“ Picasso wollte seine Frauen besitzen, er sah sie nicht als Partnerinnen. Sie mussten sich jeder seiner Launen und Eigenheiten unterwerfen. Was sie auch taten. Außer Françoise Gilot, die mit Kindern und Koffern in ein Taxi stieg und ihn verließ. „Picasso tobte.“ Noch spannender als den Blick in die Beziehungsunfähigkeit eines Egomanen fand ich das zweite Thema dieses Buches, und das, obwohl Kunst mein blinder Fleck ist. Françoise Gilot war nicht nur die Muse Picassos, sie ist auch selbst Malerin. Und auch dort geht sie ihren eigenen Weg – querfeldein, wie in ihrem ganzen Leben. Die Malerin gibt dem Autoren dieses Buches eine Art Unterricht, wobei er sehr schnell merkt, dass sich weniger um Unterricht in Malerei handelt, sondern dass er vor allem Ratschläge für das Leben allgemein bekommt. „Du darfst nie etwas ausradieren! Du zeichnest eine Linie und musst dafür sorgen, dass sie etwas bedeutet.“ Das bezieht sich auf das Malen, ebenso wichtig ist es jedoch auch im Leben, zu seinen Fehlern zu stehen. „Alles hat seinen Platz im Leben, auch die schlimmen Erfahrungen. Auf einer Leinwand gewinnt das Licht erst seinen Glanz aus dem Kontrast zum Dunkel - warum sollte das im Leben anders sein?“ Ich fand es sehr spannend, in das Innenleben dieser Malerin einzutauchen, in ihre Arbeitsweise, in ihre Sicht auf das Leben. Und zu meinem großen Erstaunen habe ich eine Reihe von Gemeinsamkeiten gefunden, die ich mit ihr teile. Vielleicht sollte ich meinen blinden Fleck endlich einmal angehen. Dieses Buch ist wirklich lesenswert, und wie üblich bei den Büchern aus dem Ankerherz Verlag wurde der Lesegenuss durch die liebevolle Buchgestaltung zusätzlich gesteigert.

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  • Innenansichten einer dynamischen Beziehung

    Die Frau, die Nein sagt

    michael_lehmann-pape

    07. April 2015 um 14:19

    Innenansichten einer dynamischen Beziehung „Non, je ne regrette rien“. Das berühmteste Lied der Edith Piaf ist zugleich das Lebensmotto von Francoise Gilot. Starke Frau. Ebenbürtige Persönlichkeit. Muse. Künstlerin. Und, nicht zu letzt, aber auch nicht vor allem, zu Zeiten ihres Lebens Geliebte, Begleiterin, Pendant Pablo Picassos. Ein Mann, der als Person kantig, klar, egoman, cholerisch, laut, fordernd lebte. Und so wundert es nicht, dass der erste Satz des Buches nur aus zwei Worten besteht: „Picasso tobte“. Gerade da im Übrigen, was auch mal vorkam, zu Recht. Denn „Sie“ hatte ihn gerade mit den Kindern verlassen. „Keine Frau verlässt einen Mann wie mich!“. „Die Frau im Wagen blickte nicht zurück“. Auch das ein Indiz für eine der großen Stärken Gilots. Nach vorne blicken. Immer. Den eigenen Weg suchen und gehen. Auch in den 10 Jahren zuvor war sie, jung, genauso gerade an der Seite des alternden und alten Picasso ihren Weg gegangen. Zeiten, von denen diese Erinnerungen im Buch, illustriert durch eine Vielzahl privater Fotografien, kündet. „Sie liebte Pablo immer noch, aber die Kinder liebte sie mehr“. Und bei aller Verfallenheit auch an die zärtliche, an die inspirierende Seite des großen Künstlers, schwerer wiegt die „fürchterliche Seite“, von der das Buch ebenso offen erzählt, wie von den sensiblen Momenten. Legt offen, wie wichtig sie selbst als „ruhender Gegenpol“ für das überbordende Ego Picassos war. Und das trotz des „Frauenverschleißes“ des Mannes, der strategisch geplant, geschickt Frauen an sich band und meist einfach nahm, was ihm gefiel. Und doch, wie erwähnt, in diesen Erinnerungen geht es nicht nur um „Ihn“. „Sein Schatten würde immer auf ihr liegen. Dachte er“. Und dachte falsch damit, denn durchaus eigene Kräfte, auch eigene künstlerisch gestaltende Kräfte im Rahmen der Malerei trug Gilot in sich und entfaltete diese. Interessante Werke, klare Gedanken, ein spannungsreiches und inspirierendes Leben ist es, das im Lauf der Seiten sich vor den Augen des Lesers entblättert und in klarer Erzählweise von Malte Herwig nachvollzogen wird. Aktiv und rührig bis heute. „Ich habe gesagt, dass mir das Leben zum Hals raushängt, nicht die Malerei“, das ist so ein typischer Satz der kantigen Persönlichkeit, die lieber ihre Vernunft in den Dienst der Verrücktheit stellt als umgekehrt (was ihre Kunst angeht) und dies in mehr als 5000 Zeichnungen und über 1600 Gemälden auf Leinwand bannt. Beides stellt Malte Herwig im Buch somit heraus. Immer wieder kommen die Gespräche und Themen, natürlich, auf Picasso und sein Werk zurück (bis hin zu den „zwei Musen“ am Ende der Geschichte der Beziehung zu Picasso) und ebenso wendet sich Herwig ausführlich Person und Werk Gilots selbst zu („Eine Zeichnung ist ein konzentrierter Ausdruck von Wirklichkeit“). Ein inspirierendes Buch über die Kraft des Lebens und der Kunst, über die starken Schattenseiten Picassos neben seinem Genie („Immer wollte er, dass ich schwanger bin, damit ich weniger Ich selbst bin“) und über eine starke Frau und Künstlerin, die sich ihren Lebensweg weder hat vorzeichnen noch vorschreiben lassen.

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