Françoise Hauser

 3.8 Sterne bei 36 Bewertungen
Autorenbild von Françoise Hauser (©)

Lebenslauf von Françoise Hauser

Françoise Hauser, geboren 1967, hat in Erlangen, Nanjing/China und Tainan/Taiwan Sinologie studiert. Sie arbeitet als Journalistin mit Reise- und Asien-Schwerpunkt und ist als Buchautorin sowie Trainerin für interkulturelle Themen tätig. Bei National Geographic erschien von ihr "In 80 Fettnäpfchen um die Welt".

Quelle: Verlag / vlb

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Was Sie dachten, NIEMALS über das REISEN wissen zu wollen

Erscheint am 07.04.2020 als Buch bei CONBOOK.

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Cover des Buches In 80 Fettnäpfchen um die Welt (ISBN:9783492405980)

In 80 Fettnäpfchen um die Welt

 (15)
Erschienen am 01.06.2016
Cover des Buches Belgien fürs Handgepäck (ISBN:9783293208186)

Belgien fürs Handgepäck

 (3)
Erschienen am 17.09.2018
Cover des Buches Mit 80 Ängsten um die Welt (ISBN:9783492406253)

Mit 80 Ängsten um die Welt

 (2)
Erschienen am 11.01.2019
Cover des Buches Reise nach Hongkong (ISBN:9783293204751)

Reise nach Hongkong

 (1)
Erschienen am 20.04.2010
Cover des Buches Singapur (ISBN:9783861970194)

Singapur

 (1)
Erschienen am 31.05.2011
Cover des Buches Reise auf die Malediven (ISBN:9783293205079)

Reise auf die Malediven

 (1)
Erschienen am 23.09.2010

Neue Rezensionen zu Françoise Hauser

Neu

Rezension zu "Belgien fürs Handgepäck" von Françoise Hauser

Abwechslungsreicher Rundgang durch Belgien und seine Geschichte und Kultur
aus-erlesenvor 6 Monaten

Es ist ein regelrechtes Auf und Ab der Gefühle, das dieses Buch hervorruft. Da ist die Rede von einem Land, Belgien, das im wahrsten Sinne des Wortes keine Einwohner, nämlich keine Belgier. In ihm wohnen Flamen und Wallonen, und eine deutsche Minderheit. Flamen und Wallonen sind wie Schalke- und Dortmundfans. Man nimmt zähneknirschend zur Kenntnis, dass es die anderen auch gibt. Aber ansonsten bleibt man lieber unter sich.
Doch dann kommen wieder Momente, die Flamen und Wallonen – unsichtbar – vereinen. Genau dann, wenn es um den Genuss geht. Das fängt bei den Fritten an, zweimal frittiert und so knusprig, dass jede Idee vom Kalorienzählen im Halse stecken bleibt. Und es geht weiter, wenn Bier und Schokolade – getrennt – ins Spiel kommen. Mit jeden Sinn ansprechenden, anspringenden Worten fließen die Zeilen die Kehle hinunter und lassen dem Leser nur noch die Wahl des Abfahrtsdatums Richtung Belgien. Denn dort wartet das Schlaraffenland aus Kakao und Hopfen. 
Hat man sich davon erholt, zerrt einen die Geschichte wieder auf den harten Teppich der Realität zurück. Genau dann, wenn Belgiens weniger ruhmreiche Geschichte als Kolonialmacht und deren noch unrühmlicheres Ende zur Sprache kommt. Die letzten Tage von Patrice Lumumba, dem ersten demokratischen Präsidenten des sich von den Fesseln Brüssels befreiten Kongos, lassen das Blut in den Adern gefrieren. 
Belgien auf der Liste der Reiseziele zu haben, heißt ein kleines Abenteuer einzugehen. Prachtvolle Städte wie Brüssel, museale Urbanität wie in Brugge, gentrifiziertes Großstadtgehabe wie in Antwerpen oder lauschige Uniatmosphäre wie in Leuven – Belgien ist eines der abwechslungsreichsten Länder in der Mitte Europas. Und dazwischen liegt eine Kultur, die als einzigartig bezeichnet werden darf. 
„Belgien fürs Handgepäck“ ist mehr als nur ein Lesezeitvertreib, um die Bahnfahrt von Antwerpen nach Namur (rund zwei Stunden) kenntnisreich zu vertreiben. Die Artikel sind so abwechslungsreich wie das Land selbst. Die Reihe „Handgepäck“ ist für jedermann auf Reisen ein tiefer Brunnen voller Eindrücke über ein Land, das man noch zu erkunden hofft. Dieses Buch führt mal satirisch-ironisch, mal sachlich analysierend, aber auf jeder Seite unterhaltsam den Leser in eine Kultur ein, von der man weniger weiß als man vermutet, die man aber besser versteht, wenn man dieses Buch gelesen hat.

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M

Rezension zu "Mit 80 Ängsten um die Welt" von Françoise Hauser

„Klausie“ Paroli bieten
michael_lehmann-papevor einem Jahr

„Klausie“ Paroli bieten

„Klaustrophobie“ (Klausie) ist natürlich nur eine der Ängste, die einen Menschen in bestimmten Situationen überkommen können. Und nicht nur konkrete Ängste sind es, die Francoise Hauser in seiner humorvollen und dennoch durchaus real fundierten Lektüre dem Leser zu Gemüte führt.

Dennoch, gerade die Angst vor Enge ist, natürlich, bei bestimmten Reisen ein echtes Hindernis. Wie die Flugangst, wie die Höhenangst, wie die Angst, die den Leser doch überkommt, wenn Hauser von der neuseeländischen Liebe zum „Extremsport“ berichtet (die sich in keiner Weise darin erschöpft, damals das Bungee Springen erfunden zu haben).

In stets lockerem Ton mit doch ernstem Hintergrund führt Hauser den Leser Seite für Seite anregend und ebenso auch erschreckend durch die Untiefen der „Reise-Ängste“.

Wenn „Barfuß Piloten“ abgelegene Pisten oder abgelegene Gewässer ansteuern, wenn Turbulenzen den Magen nach oben werfen über den Wolken, wenn in Tokio zur Rush-Hour in den U-Bahnen die Passagiere mit Macht noch in die überfüllten Waggons gedrängt werden, wenn in Indien oder Tibet oder Burma Zugreisen weitgehend außen an den Waggons oder auf deren Dächern stattfinden, wenn Aufzüge auch mal über das chinesische Neujahr tagelang nicht unter Aufsicht stehen, wenn in vielen Hotels die oberen Stockwerke die besten Zimmer bieten, doch dies wenig hilft, wenn man unter ausgeprägter Höhenangst leidet.

Und wenn Hauser dann noch einen tiefen Blick in die Sicherheitsbestimmungen, die „Prüfung durch Geldbeträge“ an technischen Beförderungsmitteln in der dritten Welt minutiös beschreibt, dann hat jeder Phobiker bei der Lektüre umgehend Begegnungen mit der „Faust in seinem Magen“.

Dass, ebenfalls in lockerem Plauderton, Hauser aber auch anders kann und klare und direkte Tipps zu geben vermag, wie man zumindest die Auswirkungen seiner Angst ein wenig mildern könnte (zugegeben, 18 Stunden in einem U-Bahn Tunnel in Japan nach einem Erdbeben zu verbringen führt auch da an kaum überwindbare Grenzen für einen Klaustrophobiker ), wenn Hauser munter von der „Linderung durch Bewegung“ erzählt oder von der klugen Platzwahl im Flugzeug, dann bekommen seine munteren Geschichten durchaus auch praktischen Wert, neben der guten Unterhaltung, die das Buch durchgehend bietet.

Das gilt: „Klausie ist immer dabei“ für Menschen, die unter leichten bis starken Ängsten leiden, das kann natürlich auch Hauser nicht einfach „wegerzählen“. Aber es hilft schon durchaus, einfach zu lesen, dass man bei Weitem nicht alleine ist und nicht jede Angst nur aus Einbildung entsteht.

„…manch eine neurotische Abneigung ist im Grunde gar nicht falsch“, denkt man an Schlangen und bissigen Insekten, die einen durchaus das Leben kosten können.

Und noch eines gilt, dass man, auch als Reisegruppe, nicht unterschätzen sollte:

„Phobiker …sind meist exzellente Planer, die ihren Mitreisenden viel Arbeit abnehmen“.
Denn nur beste Planung bringt ein stückweit wenigstens das Gefühl von „Kontrolle“ mit sich. Was die Wahl der Orte, der Reisemittel, der Unterbringung vor Ort, der landesüblichen Besonderheiten und anderes mit sich bringt.

Eine anregende, durchaus auch informative und, in Teilen, hilfreiche Lektüre, die vor allem zunächst einfach Spaß am Lesen in den Raum setzt.

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Rezension zu "Mit 80 Ängsten um die Welt" von Françoise Hauser

‚Fast alle Menschen, die ich kenne [...].'
sabatayn76vor einem Jahr

‚Fast alle Menschen, die ich kenne, nehmen Ängste, Unverträglichkeiten, Ekel und Abneigungen mit, wenn sie auf Reisen gehen.‘ (Seite 7)

Françoise Hauser erzählt in ‚Mit 80 Ängsten um die Welt‘ von Flugangst, Klaustrophobie, Höhenangst, Medikamenten, Extremsport, Insekten und anderen Tieren wie Quallen oder Bären, Toiletten, Krankheiten, Allergien, Naturkatastrophen, politischen Unruhen und Rauchen.

Sie beginnt ihre Ausführungen oft mit einer gewissen Panikmache, relativiert ihre Schilderungen danach, indem sie Statistiken präsentiert, Wahrscheinlichkeiten ins rechte Licht rückt, über Sachverhalte aufklärt, erklärt, was konkret gegen bestimmte Befürchtungen hilft, und wo die Ursachen für Ängste liegen. Bisweilen erwähnt sie zudem berühmte Personen, die an der jeweiligen Angst leiden.

Ich bin Psychologin, die Ausführungen zu Ängsten an sich waren mir somit auch vor der Lektüre geläufig. Nichtsdestotrotz habe ich von Hauser sehr viel gelernt, habe viele aufregende (aber auch angstmachende) Orte kennengelernt, von Kuriositäten gelesen und über Anekdoten der Autorin geschmunzelt.

Ich empfand das Buch als ebenso unterhaltsam und witzig wie hilfreich und informativ. Beachten sollte man, dass hier Leute, die noch keine Angst vor einer bestimmten Sache haben, aber generell eher furchtsam sind, möglicherweise neuen angstmachenden Dingen begegnen. Allerdings gelingt es der Autorin hervorragend, Ängste realistisch einzuschätzen, und bisweilen muss man aufgrund ihrer Wortwahl und ihres trockenen Humors auch einfach lachen.

Von Hauser gibt es - neben anderen Büchern - übrigens auch noch ‚In 80 Fettnäpfchen um die Welt‘, das ähnlich unterhaltsam klingt und praktischerweise bereits in meinem Regal steht. Auf dieses Buch freue ich mich jetzt, nachdem mir ‚Mit 80 Ängsten um die Welt‘ sehr gut gefallen hat.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches In 80 Fettnäpfchen um die Welt (ISBN:undefined)

Gerade eben ist mein neues Buch erschienen - und ich würde es gerne in einer Leserunde vorstellen:

Wer die Suppe schlürft, beweist in Deutschland mangelnde Kinderstube - und in Japan perfekte Tischmanieren. Der galante Handkuss ist in Österreich gang und gäbe, in Saudi-Arabien jedoch ein Garant für den Rausschmiss. Und wer weiß in Deutschland schon, dass man in China Geschenke niemals im Beisein des Schenkenden auspacken darf? So unterschiedlich sind die Verhaltensstandards und Regeln des Miteinanders rund um den Globus, dass auch versierte Reisende im Ausland zwangsläufig immer wieder ins Fettnäpfchen tappen.
Doch warum gibt es so große Unterschiede zwischen den Kulturen? Woher stammen die oft skurril anmutenden Sitten und Regeln? Und warum nur brauchen wir so peinlich lange, bis wir die Regeln anderer Kulturen akzeptiert und verinnerlicht haben? Letztlich sind es immer dieselben Themenfelder, an denen sich die unterschiedlichen Kulturen reiben...

Vor allem all jenen von Euch, die viel unterwegs sind oder selbst gerne reisen und interkulturelle Probleme nicht immer bierernst nehmen, könnte das Buch gefallen... wichtig war mir hier nicht nur der Informationsgehalt, sondern auch ein Ansatz mit Humor.

Der Piper Verlag stellt 10 Exemplare zur Verfügung, die unter allen Bewerbern verlost werden.

Über eine abschließende Rezension bei Lovelybooks und bei Amazon würde ich mich freuen!

Viele Grüße!

Francoise Hauser

257 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches „Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?" (ISBN:undefined)
Im Herbst ist mein neues Buch “Würden Sie für mich aus dem Fenster springen? - Bewerbungswahnsinn für Anfänger und Fortgeschrittene” im Herder Verlag erschienen. In Form eines bissigen Sprachkurses nehme ich die Sprache der Bewerbungen auf die Schippe. Jeder, der sich jemals über die bescheuerten Formulierungen in Stellenanzeigen oder verschraubte Lebensläufe geärgert hat, weiß, wovon die Rede ist … Der Titel stammt übrigens von einer Frage, die mir vor einigen Jahren wirklich während eines Bewerbungsgesprächs gestellt wurde (meine Antwort „ ist die Stelle deswegen frei?“ kam nicht gut an und ich bekam die Stelle nicht).

Nu würde ich Euch das Buch gerne in eine Leserrunde vorstellen. Vor allem Leser, die schon zahlreiche Bewerbungen und/oder Vorstellungsgespräche hinter sich haben (und schon beim Stichwort "Bewerbungen" den Fluchtreflex spüren), sind herzlich eingeladen - und natürlich alle, die Spaß an Satire und Ironie haben.
Eine Leseprobe gibt es hier: www.bewerberwahnsinn.de
Der Herder Verlag stellt 15 Leseexemplare zur Verfügung, die unter allen Bewerbern verlost werden.
Viele Grüße!
Francoise Hauser
139 BeiträgeVerlosung beendet

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