Françoise Kerymer Zwischen Himmel und Meer

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Inhaltsangabe zu „Zwischen Himmel und Meer“ von Françoise Kerymer

Im Finistère, am Ende der Welt, mitten im Ozean liegt sie, felsig, rau und märchenhaft: die Île de Sein. Die Pariserin Emma muss die nächsten Wochen auf der kleinen bretonischen Insel verbringen, gemeinsam mit ihrem bezaubernden, doch für sein Alter viel zu klugen Sohn Camille. Er verliebt sich sofort in die Insel, wo der Wind seine uralten Geheimnisse in die Wellen flüstert. Doch Emma hadert mit ihrem Schicksal. Während die großherzige Restaurantbesitzerin Armelle, der einnehmende Seemann Ronan und der einsame Musiker Louis-Camille langsam herausfinden, welches Geheimnis die schöne Emma hütet, entspinnt sich auf der einsamen Insel ein Drama zwischen der Weite des bretonischen Himmels und dem rauen Meer …

Ein wunderschöner, ruhiger Roman vor der atemberaubenden Kulisse der bretonischen Île de Sein.

— Barbara62
Barbara62

Eine Insel im Atlantik, die Leben verändern kann ...

— MissNorge
MissNorge

Im Finistère, am Ende der Welt, mitten im Ozean liegt sie, felsig, rau und märchenhaft: die Île de Sein.

— friederickesblog
friederickesblog

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  • Île de Sein - Insel der Wunder

    Zwischen Himmel und Meer
    Barbara62

    Barbara62

    02. July 2017 um 21:50

    Eigentlich wollte ich diesen Roman hauptsächlich lesen, weil ich mit der Bretagne, speziell dem Finistère, die Erinnerung an zahlreiche Familienurlaube während meiner Kindheit und Jugendzeit verbinde und sowohl die Île de Sein als auch Audierne und die Pointe du Raz sehr gut kenne. Meine Erwartungen an die Beschreibung der Landschaft und des Meeres, der Menschen, der Geschichte und Legenden sowie die Atmosphäre dieser einzigartigen Region haben sich voll erfüllt. Dass Françoise Kerymer, die ich bis dahin nicht kannte, darüberhinaus eine ganz wunderbare Geschichte im Stil ihrer Landsfrauen Claudie Gallay und Isabelle Autissier erzählt, poetisch, in der Gegenwart verfasst, vieles in Andeutungen belassend, war für mich, die ich eher einen seichten Unterhaltungsroman befürchtet hatte, eine ganz besonders positive Überraschung. Françoise Kerymer bettet die Handlung so gekonnt in die Umgebung ein, dass beides zu einem Ganzen verschmilzt und die Folge der Ereignisse sich zwangläufig aus den örtlichen Gegebenheiten zu ergeben scheint. Dabei scheint die Verschmelzung zunächst unmöglich, denn die junge Frau, Emma, die zu Beginn des Sommers auf der Île de Sein ankommt, ist auf Anordnung ihres dominanten Ehemanns für zwei Monate mit ihrem siebenjährigen Sohn Camille zur Strafe dorthin verbannt. Sie hat kein Auge für die Schönheit der Natur, den Charme des Granithäuschens, das ihr zu klein und zu feucht ist, und die Menschen auf Sein. Ursprünglich eine kleine Stylistin aus dem Süden, hat sie einen märchenhaften Aufstieg als Frau eines reichen Pariser Geschäftsmannes erlebt, doch die Ehe hat sich abgenutzt, sie ist nur das hübsche Anhängsel ihres Mannes, und Camille, der hochbegabte Sohn, mit dem sie überhaupt nicht zurechtkommt, eine einzige Enttäuschung. Die Insel wirkt auf Emma bedrohlich, sie fühlt sich isoliert, erdrückt und trauert allen verpassten Chancen ihres Lebens nach. Camille dagegen, der Junge, der nie mit Kindern spielt, der druckreife Sätze spricht, in Paris psychiatrisch betreut wird, den ein ständiger Wissenshunger antreibt und unberechenbar macht, und in dem doch immer wieder eine rührende Kindlichkeit durchschimmert, wenn er sich nach der Liebe seiner Mutter sehnt, findet Freunde: Armelle, die Wirtin des Gasthofs, eine lebenskluge, geduldige, herzensgute Frau, und den Musiker Louis-Camille, der vor vier Jahren seine Dirigentenkarriere aufgegeben und sich auf Sein zurückgezogen hat. Es bedarf eines gefährlichen Abenteuers und einer existenzbedrohenden Erfahrung, um auch bei Emma eine äußere wie innere Veränderung hervorzurufen, sie für die Schönheit und den Charakter der Landschaft zu öffnen, ihr die Menschen näherzubringen und die Andersartigkeit ihres Sohnes zu akzeptieren. Der Kapitän der Fähre, Ronan, hat maßgeblichen Anteil daran, dass Emma ihre von Wind und Salz getrocknete, hart gewordene Haut abstreifen und zurücklassen kann - Sein hat wieder einmal ein Wunder bewirkt. Erst im kurzen Epilog erfahren wir, was etwa 20 Jahre nach diesem Sommer aus den Protagonisten, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind, geworden ist. Einziger Kritikpunkt ist für mich die auffällig hohe Zahl von nervigen Druckfehlern, ganz untypisch für Bücher von btb. Es wäre sehr schön, wenn sie in der nächsten Auflage korrigiert würden. http://mit-büchern-um-die-welt.de/francoise-kerymer-zwischen-himmel-und-meer/

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  • Ein Bretagne - Roman

    Zwischen Himmel und Meer
    MissNorge

    MissNorge

    11. February 2017 um 08:51

    Kurz zur Geschichte Emma und ihr Sohn Camille werden für einen längeren Zeitraum auf eine kleine bretonische Insel im Atlantik geschickt, von Emma´s Ehemann Boris geht dies aus. Es bahnt sich ein Geheimnis an, warum das geschieht. Camille fühlt sich gleich sehr wohl dort, doch Emma hadert mit ihrem Schicksal, schottet sich ab und will sich nicht einleben.  Meine Meinung Ein Roman der mich, je weiter ich ihn gelesen haben, umstimmen konnte. Zu Anfang dachte ich, oh je, welch ein schwieriger Charakter diese Emma doch ist, aber je mehr ich über sie erfahren habe und je mehr sie aus sich herauskam, umso besser konnte ich sie verstehen. Am Ende mochte ich sie sogar richtig gut leiden. Die Wende kam mit Ronan, einem Kapitän, der mit seinem Schiff täglich Touristen und lebenswichtige Sachen für die Einwohner bringt. Er "knackt" Emma und sie wird endlich menschlich und gefühlvoll, davon profitiert auch Camille, der sonst immer sehr abweisend von ihr behandelt wurde. Das tat mir beim Lesen manchmal richtig weh. Camille hingegen bleibt das ganze Buch über ein Junge, der trotz seiner 7 Jahre, sehr erwachsen und oberklug daherkommt. Es könnte allerdings auch daran liegen, das er in der Story keine einzige Minute mit einem anderen Kind verbringt, sondern sich nur in der Welt der Erwachsenen bewegt. Hier fehlte mir der kindliche Aspekt sehr.  Poetisch und sehr treffend wird die Landschaft der Bretagne beschrieben. Im Epilog wird kurz erwähnt, wie das Leben für Emma, Camille und Ronan weitergeht, welche Entwicklung alles nimmt und wie sich deren Leben nach der Zeit auf der Insel verändert hat.  Alles in allem ein lesenswerter Roman, der es dem Leser aber zu Beginn nicht leicht macht. Mein Tipp: Dran bleiben und weiterlesen. 

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  • Ein Buch mit Höhen und Tiefen

    Zwischen Himmel und Meer
    friederickesblog

    friederickesblog

    27. January 2017 um 15:32

    Klappentext Im Finistère, am Ende der Welt, mitten im Ozean liegt sie, felsig, rau und märchenhaft: die Île de Sein. Die Pariserin Emma muss die nächsten Wochen auf der kleinen bretonischen Insel verbringen, gemeinsam mit ihrem bezaubernden, doch für sein Alter viel zu klugen Sohn Camille. Er verliebt sich sofort in die Insel, wo der Wind seine uralten Geheimnisse in die Wellen flüstert. Doch Emma hadert mit ihrem Schicksal. Während die großherzige Restaurantbesitzerin Armelle, der einnehmende Seemann Ronan und der einsame Musiker Louis-Camille langsam herausfinden, welches Geheimnis die schöne Emma hütet, entspinnt sich auf der einsamen Insel ein Drama zwischen der Weite des bretonischen Himmels und dem rauen Meer …   Die Autorin Françoise Kerymer wurde 1952 in eine Familie von Buchhändlern geboren, ihr Urgroßvater war einer der Bouquinisten von Paris und eröffnete 1886 seine Boîtes am Ufer der Seine. Sie wuchs zwischen Büchern auf, ist heute selbst Buchhändlerin in Paris und verbringt mit ihrem Mann viel Zeit in der Bretagne, wo auch ihre Romane entstehen.   Das Cover Das Cover zeigt mit dem Meer, dem Boot und der rauen Küste die Bretagne und lädt mit seinen harmonischen Farben natürlich sofort ein, sich auf diese Reise zu begeben. Eine Reise zu einer einsamen Insel, die der Klappentext als märchenhaft beschreibt.   Die Geschichte (Achtung: Spoiler) Emma wird von ihrem Ehemann für einige Wochen auf eine kleine Insel geschickt. Sie hat ihren kleinen Sohn Camille dabei, der sich im Gegensatz zu ihr sofort in diese Insel verliebt, während sie selbst mit ihrem Schicksal hadert, unzufrieden ist und ein Geheimnis mit sich herumträgt. In dieser Zeit steht den beiden die Restaurantbesitzerin Armelle zur Seite und versucht, sich in sie einzufühlen. Auch der Seemann Ronan kümmert sich um sie, und der Musiker Louis-Camille findet einen Zugang zu Camille, der sich viel selbst überlassen bleibt. Meine Meinung Das Buch ist in der Gegenwart geschrieben und mit seiner ausladenden Umschreibung der Situationen, Dinge und Geschehnisse in einer sehr poetischen Sprache verfasst. Da Emma sehr oft in ihrer Gedankenwelt unterwegs ist und sich die Autorin, was die Spannung anbelangt, über mehr als hundert Seiten sehr zurückhält, passiert lange Zeit doch recht wenig. Hinzu kommt, dass der kleine Camille, von dem man weiß, dass er für sein Alter viel zu klug ist, ebenso erwachsen und poetisch denkt und fühlt wie seine Mutter (eine Erwachsene). Dies hat mich sehr irritiert, weil so gut wie kein kindliches Verhalten eines kleinen Jungen zu erkennen war. Emma selbst war mir in dieser Phase überhaupt nicht sympathisch, sie war auch keine gute Mutter, und ihre Gedanken drehten sich vermeintlich um so wenig, dass ich nicht wusste, was da noch kommen soll. Außerdem fragte ich mich, wieso sich eine Frau von einem Ehemann auf eine Insel schicken lässt, wo sie doch offensichtlich gar nicht dort hingehen wollte. Auch der Seemann Roman und der Musiker Louis-Camille hatten ihre persönlichen und psychischen Pakete zu tragen, was die Sache nicht einfacher machte.   Und dann, als bei mir die Enttäuschung schon um sich gegriffen hatte, geschah plötzlich etwas, das die ganzen Protagonisten aufrüttelte, der Geschichte Leben einhauchte und sie voranschreiten ließ. Auf einmal fing ich an, die Figuren zu mögen, sie zu verstehen, sie zu bewundern und zu bedauern. Es kam all das an Spannung, was ich mir schon viele Seiten zuvor gewünscht hatte. Am Ende gab es auch noch ein gefühlt gewünschtes Ergebnis. Damit bin ich mit dem Buch versöhnt und kann alles in allem – nicht zuletzt wegen der schönen Beschreibungen der Insel und der Landschaft – eine Leseempfehlung aussprechen. friedericke von "friederickes Bücherblog"

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