Françoise Sagan

 4.1 Sterne bei 299 Bewertungen
Autorin von Bonjour tristesse, Ein gewisses Lächeln und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Françoise Sagan

Geboren als Françoise Quoirez † 24. September 2004 in Honfleur/Frankreich

Neue Bücher

Bonjour tristesse

 (150)
Neu erschienen am 02.05.2019 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

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Bonjour tristesse

Bonjour tristesse

 (150)
Erschienen am 02.05.2019
Ein gewisses Lächeln

Ein gewisses Lächeln

 (20)
Erschienen am 28.04.2017
Lieben Sie Brahms...

Lieben Sie Brahms...

 (18)
Erschienen am 05.04.2011
Ich glaube, ich liebe niemanden mehr

Ich glaube, ich liebe niemanden mehr

 (5)
Erschienen am 01.09.2011
Ein bisschen Sonne im kalten Wasser

Ein bisschen Sonne im kalten Wasser

 (4)
Erschienen am 12.09.2016
Ein verlorenes Profil

Ein verlorenes Profil

 (5)
Erschienen am 01.01.1994

Neue Rezensionen zu Françoise Sagan

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Rezension zu "Ein bisschen Sonne im kalten Wasser" von Françoise Sagan

Schnörkelloses Labyrinth der Gefühle
aus-erlesenvor 18 Tagen

Jeder, der schon mal eine Phase der Lethargie durchlebt hat, kommt es wie Hohn vor, wenn einem zum Trost die berühmte Medaille mit den zwei Seiten um die Ohren gehauen wird. 
Gilles ist gerade in so einer Phase. Im Jahr 1967 ist er Journalist bei einer linken Tageszeitung in Paris. Doch alles in seinem Leben macht ihm keinen Spaß mehr. Die Arbeit ödet ihn an, die Kollegen lassen in ob ihres Zynismus verzweifeln. Und Eloïse, die ihn anscheinend mehr liebt als er sie … naja, ein Hilfe ist die auch nicht. Gilles muss raus. Das weiß er, das tut er. Limoges wird sein Fluchtpunkt, dort, wo seine Schwester ihr führt. Zwei Wochen lange gibt er sich dem Müßiggang hin, so wie zuvor schon in Paris. Bis es eines Tages seiner Schwester zu viel wird. Sie schleift ihn zu einer Party. Oh ja, das ist es, was Gilles nun braucht. Ein depressiver junger Mann, in der Provinz, auf einer Party. Wird bestimmt der Knaller! 
Allen Unkenrufen zum Trotz kann genau dieses Ereignis ihn aus seinem Wachkoma befreien. Die passende Medizin kommt in Gestalt der anmutigen Nathalie daher. Umwerfend schön, eloquent und den Kopf mit Wissbegier und Schläue gefüllt. Soll er wirklich den Schritt wagen und mit Nathalie den weiteren Weg gemeinsam beschreiten? Was wird aus Eloïse? Und die neue Aufgabe als Ressortleiter Außenpolitik in Paris? 
Die Antworten lauten ja, kein Problem und nein. Den Job will er nicht annehmen, weil er damit einen Kollegen vor den Kopf stoßen würde, den man übel mitgespielt hat. Eloïse zeigt erstaunlich viel Verständnis für Gilles‘ Wahl. Was den gemeinsamen Weg betrifft, ist sich Gilles nicht ganz so sicher. Doch die Lust auf Neues, die wieder erwachte Schaffenskraft lassen ihn alle Sorgen beiseite wischen.
Tja, was soll man sagen? Die Medizin hat geholfen. Gilles ist wieder der Alte. Raus in die Nacht, Saufen mit den Freunden und zuhause wartet Nathalie. Sie schaut Paris mit den Augen einer Touristin an. Denn mehr ist sie auch nicht. Gilles Freundeskreis ist sein Freundeskreis, nicht ihrer. Sie hat keine Freunde. Sie tut Gilles gut. Die Zeit zeigt Gilles jedoch auch, dass Nathalies gute Eigenschaften sich langsam aber sicher gegen ihn richten. Was natürlich nicht stimmt, ihm aber so vorkommt. So vorkommen muss. Denn zu wahrer Liebe – ob er will oder nicht – ist er nicht bereit. Das Ende jedoch konnte sich keiner, weder er noch seine Freunde, weder Nathalie noch ihre von ihr verlassene Familie so vorstellen…
Françoise Sagan macht in „Ein bisschen Sonne im kalten Wasser“ keine Kompromisse. Alles taten haben unumstößliche Folgen, ohne Wenn und Aber. Da helfen kein Bitten und kein Flehen – so schonungslos war sie nur in ihrem eigenen Leben, ihren Romanfiguren ließ sie immer eine Hintertür offen. Gilles und Nathalie sind die Verdammten des Krieges, den sie selbst angezettelt haben ohne ausreichend bewaffnet zu sein. Und so gibt es am Ende im Roman nur Verlierer.

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Rezension zu "Lieben Sie Brahms ..." von Françoise Sagan

Klassiker, der nie alt wird
Proteavor 9 Monaten

Auch wenn man in diesem Buch die Zeit in der Sprache klar wiederfindet, das Thema ist nach wie vor aktuell - vielleicht mehr denn je. Noch immer es ist schwer für eine Frau, einen jüngeren Liebhaber zu haben, während Männer sich mit jungen Mädchen schmücken können. Und die Ursache dafür liegt zu einem großen Teil in den Frauen selbst tief vergraben. Das zeigt das Buch sehr schön auf.

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Rezension zu "Ein gewisses Lächeln" von Françoise Sagan

Kurz, bündig und bittersüß
HarIequinvor 2 Jahren

„Und wenn schon! Ich war eine Frau, die einen Mann geliebt hatte. Eine simple Geschichte und kein Grund, sich aufzuspielen.“ (139)

Der Plot ist nicht der ausgefallenste und eigentlich genau das, was man sich erwartet; eine Sommerromanze mit einem verheirateten Mann, der Konflikt mit den Partnern und vielleicht ein wenig Erwachsen werden. Sprachlich ist das Ganze auch nichts Ungewöhnliches - einfach, flüssig und bündig.                   

Die Charaktere sind für mich von der Art „funktionieren gut auf Papier“, aber ich kann sie mir nicht in der Realität vorstellen. Manche Gespräche und Handlungen kämen mir da deplatziert vor. Dominique ist eine junge Studentin, distanziert und ein wenig orientierungslos. Die kurze Beziehung mit Luc läuft relativ leidenschaftslos ab, was vor allem an ihm liegt. Er ist etwas älter, gebildet, pragmatisch und nüchtern. Die Begründung für ihr kleines Abenteuer konnte ich nicht ganz nachvollziehen, da er von Anfang an weiβ, dass er es seiner Ehefrau sagen und ihr damit wehtun wird und beide es  im Vorfeld ganz rational besprechen. Kein leidenschaftlicher (oder betrunkener) Anfang, sondern geplant und pragmatisch. Verstehe ich bis jetzt nicht, andererseits passt es ganz gut zu den Charakteren.       

Was mir besonders gefallen hat ist die Atmosphäre und das dadurch entstehende Gefühl von Melancholie und Trägheit. Obwohl die Handlung ein wenig vor sich hinplätschert, ist es nicht die schlechte Art von hinplätschern, sondern irgendwie unaufgeregt und gemütlich. Einfach ein französischer Klassiker durch und durch. Im Klappentext steht etwas von „Liebeskummerroman“, aber dem kann ich mich nicht ganz anschlieβen. Es kommt zwar ein wenig Kummer vor, aber in angemessener Weise. Dominique ist jung und die Beziehung der beiden wird nicht unnötig aufgeplustert oder emporgehoben. In dem Punkt kam es mir ganz realistisch vor.    

Alles in allem finde ich das Buch ganz gut, leider konnte sie mich nicht so sehr begeistern wie „Bonjour Tristesse“ – dessen Protagonistin Cecile kam mir lebendiger und greifbarer vor als Dominique hier. Trotzdem kann man dieses Werk gut lesen, eine kurze und bittersüβe Geschichte für einen faulen Sommertag. Ich kann nicht einmal wie sonst sagen, dass er mit 139 Seiten zu kurz wäre, denn ich finde es genau richtig. Deshalb bekommt es von mir 3,5 Sterne.



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Zusätzliche Informationen

Françoise Sagan wurde am 21. Juni 1935 in Cajarc (Frankreich) geboren.

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