Françoise Sagan Ein gewisses Lächeln

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Inhaltsangabe zu „Ein gewisses Lächeln“ von Françoise Sagan

Dominique studiert ohne rechte Überzeugung und ist wenig enthusiastisch mit ihrem Kommilitonen Bertrand liiert. Das Studentenleben fließt träge und ziellos dahin, bis Dominique Bertrands charmanten, weltläufigen Onkel Luc kennenlernt. Der ist zwar glu?cklich verheiratet, aber einem Abenteuer nicht abgeneigt, und nach einigem Zögern verbringt Dominique zwei sommerlich heiße Liebeswochen mit ihm an der Riviera, einem Urlaub, von dem Bertrand nichts weiß. Als sie bemerkt, dass sie sich wirklich verliebt hat, ist es bereits zu spät. Ein schöner, junger, zeitloser Liebeskummerroman mit der sinnlichen Melancholie des französischen Existentialismus.

Ein kurzer bittersüßer Roman, weich und prägnant, voller Melancholie. Das Buch ist einfach ein Genuss.

— JulesBarrois

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  • Kurz, bündig und bittersüß

    Ein gewisses Lächeln

    HarIequin

    25. August 2017 um 20:13

    „Und wenn schon! Ich war eine Frau, die einen Mann geliebt hatte. Eine simple Geschichte und kein Grund, sich aufzuspielen.“ (139) Der Plot ist nicht der ausgefallenste und eigentlich genau das, was man sich erwartet; eine Sommerromanze mit einem verheirateten Mann, der Konflikt mit den Partnern und vielleicht ein wenig Erwachsen werden. Sprachlich ist das Ganze auch nichts Ungewöhnliches - einfach, flüssig und bündig.                    Die Charaktere sind für mich von der Art „funktionieren gut auf Papier“, aber ich kann sie mir nicht in der Realität vorstellen. Manche Gespräche und Handlungen kämen mir da deplatziert vor. Dominique ist eine junge Studentin, distanziert und ein wenig orientierungslos. Die kurze Beziehung mit Luc läuft relativ leidenschaftslos ab, was vor allem an ihm liegt. Er ist etwas älter, gebildet, pragmatisch und nüchtern. Die Begründung für ihr kleines Abenteuer konnte ich nicht ganz nachvollziehen, da er von Anfang an weiβ, dass er es seiner Ehefrau sagen und ihr damit wehtun wird und beide es  im Vorfeld ganz rational besprechen. Kein leidenschaftlicher (oder betrunkener) Anfang, sondern geplant und pragmatisch. Verstehe ich bis jetzt nicht, andererseits passt es ganz gut zu den Charakteren.        Was mir besonders gefallen hat ist die Atmosphäre und das dadurch entstehende Gefühl von Melancholie und Trägheit. Obwohl die Handlung ein wenig vor sich hinplätschert, ist es nicht die schlechte Art von hinplätschern, sondern irgendwie unaufgeregt und gemütlich. Einfach ein französischer Klassiker durch und durch. Im Klappentext steht etwas von „Liebeskummerroman“, aber dem kann ich mich nicht ganz anschlieβen. Es kommt zwar ein wenig Kummer vor, aber in angemessener Weise. Dominique ist jung und die Beziehung der beiden wird nicht unnötig aufgeplustert oder emporgehoben. In dem Punkt kam es mir ganz realistisch vor.     Alles in allem finde ich das Buch ganz gut, leider konnte sie mich nicht so sehr begeistern wie „Bonjour Tristesse“ – dessen Protagonistin Cecile kam mir lebendiger und greifbarer vor als Dominique hier. Trotzdem kann man dieses Werk gut lesen, eine kurze und bittersüβe Geschichte für einen faulen Sommertag. Ich kann nicht einmal wie sonst sagen, dass er mit 139 Seiten zu kurz wäre, denn ich finde es genau richtig. Deshalb bekommt es von mir 3,5 Sterne.

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  • Eine Frau, die einen Mann geliebt hatte

    Ein gewisses Lächeln

    JulesBarrois

    03. May 2017 um 08:56

    Ein gewisses Lächeln - Françoise Sagan (Autorin), Helga Treichl (Übersetzerin) 144 Seiten,  Klaus Wagenbach Verlag (28. April 2017), 10 €, ISBN-13: 978-3803127754   Françoise Sagan schreibt einen kurzen Roman in drei Teilen. Im ersten Teil: Dominique, eine Jurastudentin, die mit ihrem Kommilitonen Bertrand zusammen ist, verliebt sich in Luc, dessen Onkel, der mit Francoise verheiratet ist. Im zweiten Teil: Dominique und Luc verbringen zwei Wochen lang zusammen in der Nähe von Cannes. Im dritten Teil: zurück in Paris, Dominique wartet auf Luc, der sie verlässt. Es ist die banale Geschichte eines Ehebruchs, einer Beziehung zwischen einem „alten Mann“ und einem „jungen Mädchen“; Midlife-Krise für diesen, Krise des Übergangs zum Erwachsenenalter für diese. Ordentlich erzählt in einer sanften, reichen Sprache, mit einem Hauch von Zynismus. Im Stil von „Bonjour Tristesse“, dem Stil der Sagan. Alles wird aus der Perspektive von Dominique gesehen und ihre Gefühle mit einer entwaffnenden Genauigkeit beschreiben. Sagan beschreibt perfekt die Sprache des Körpers, die Liebe, die Hoffnung, die psychologische Wandlung, die dieses Gefühl von Eifersucht, Egoismus, Bosheit aber auch Glück, Gelassenheit, Unachtsamkeit oder Zweifel einleiten und auslösen. Ein Roman mit unglaublicher Genauigkeit. Normalerweise sagt man, dass es den Autoren oft schwerfällt, nach einem sehr erfolgreichen ersten Roman, einen gleichwertigen zweiten zu schreiben. Sagan hat diese Falle brillant umgangen. Für mich ist „Ein gewisses Lächeln“ fast noch besser als Bonjour Tristesse. Françoise Sagan war 20 Jahre alt, als sie dieses Buch geschrieben hat, zwei Jahre nach „Bonjour Tristesse“. Und sie spricht über die Liebe, Leidenschaft, Langeweile, Glück und viele anderen Gefühle, mit der Reife von jemandem, der bereits mehrere Leben gelebt hat, mit dem Abstand von einem neutralen Beobachter, der das Leben anderer einfach registriert. „Ich war eine Frau, die einen Mann geliebt hatte. Eine simple Geschichte und kein Grund sich aufzuspielen.“ (Seite 139) So der letzte Satz: Ein Roman, wie geschaffen gegen Liebeskummer und ähnliche Zustände. Ein kurzer bittersüßer Roman, weich und prägnant, voller Melancholie. Das Buch ist einfach ein Genuss. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Klaus Wagenbach Verlages https://www.wagenbach.de/buecher/titel/1103-ein-gewisses-laecheln.html Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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