Fran Cardinal Die Tote von Bantry Bay

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Inhaltsangabe zu „Die Tote von Bantry Bay“ von Fran Cardinal

Der junge Sergeant Brian Sheehy ist kaum in der malerischen Bantry Bay angekommen, um dort Pflichtdienst zu schieben, als er auch schon miteinem Todesfall konfrontiert wird: Eine junge Frau wird in einem Container mit Fischabfällen gefunden. Zunächst schließt die Polizei auf Ertrinken. Doch je mehr sich Brian unter den misstrauischen Dorfbewohnern umhört, desto rätselhafter ist der Tod.

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    Die Tote von Bantry Bay
    R-E-R

    R-E-R

    23. September 2013 um 21:59

    Wenn man lange genug sucht, findet man mittlerweile zu fast jeder Region der Welt den passenden Krimi. Mein Reiseziel in diesem Jahr war der Süden Irlands. Nach eingehender Suche stieß ich im Internet schließlich auf den Erstling von Fran Cardinal “Die Tote von Bantry Bay”, die meinem Reiseziel Cork geographisch am nächsten kam. Meine Erwartung war nicht allzu hoch, denn die Bewertungen des Buches waren durchwachsen und nach dem ersten Fall von Brian Sheehy war nur noch ein weiterer Folgeband erschienen. Den ich mir allerdings in jedem Fall noch besorgen werde. Denn mir hat das Debüt der unbekannten irischen Autorin sehr gut gefallen. Wie übrigens auch mein erster Besuch auf der grünen Insel. Brian Sheehy hat seinen Dienst in Castlebere noch gar nicht offiziell angetreten, da wird er bereits zu seinem ersten Fall gerufen. Der alte Simson hat Lizzy, die Tochter des reichsten Mannes am Ort, tot in einem Müllcontainer für Fischabfälle gefunden. Der Mord an der hübschen Unternehmertochter erregt Aufsehen in dem malerischen Hafenort der Bantry Bay, Als sich herausstellt, das die siebzehnjährige nicht mehr so unschuldig war, wie sie aussah, werden alle männlichen Bewohner des Dorfes zu einem Gentest beordert. Mit einem überraschenden Resultat, dem bald das nächste Opfer folgt. Der Stil von Fran Cardinal ist sehr eigen, weshalb mir die verhaltenen Reaktionen in den Leserkritiken durchaus verständlich sind. Ihre Erzählweise ist gewöhnungsbedürftig: “Die Sache ist so. Bryan sagte zu Suzy, sie solle alles noch einmal durchgehen. Was durchgehen?, fragte Suzy am Telefon. Und weil Bryan immer noch nicht genau definieren konnte, was er eigentlich genau suchte, sagte er: Alles.“ Sätze wie “Die Sache ist so” oder “es ist festzustellen, Bryan hatte keine Lust Leute zu belästigen, die gerade ihr Kind verloren hatten” oder auch “jetzt muss man sich folgendes vorstellen” klingen zunächst naiv, so als ob hier jemand schreibt der das Ressort Krimi oder den Leser nicht Ernst nimmt. Das Gegenteil ist der Fall, wie sich im Verlauf der Handlung und vor allem bei näherem Kennenlernen der Figuren beweist. Brian, die Hauptfigur, ist von seiner Frau verlassen worden und sucht durch die räumliche Trennung Abstand zu gewinnen. In der neuen Umgebung und mit den neuen Kollegen kommt er zunächst nicht zurecht. Nur die Gerichtsmedizinerin Suzy mag er von Anfang an und beginnt ein Verhältnis mit ihr. Wie er sich um den ersten Kuss drückt, diesen dann aber bei einer viel besseren Gelegenheit nachholt und dafür stolz auf sich ist gewartet zu haben, das macht das Besondere an diesem Roman aus. Es gibt einige solcher Szenen. Situationen die nur jemand beschreiben kann, der neben einer gehörigen Portion Menschenkenntnis auch ein Gefühl für seine Mitmenschen und ihre Befindlichkeiten entwickelt hat. Als Betreiberin eines Restaurants auf der Pensinsula Beara hat Cardinal aber sicher auch täglich genügend Anschauungsmaterial vor Augen. Dazu finde ich, man sollte positiv hervorheben, dass der Krimi wohltuend unblutig und dennoch spannend ist. Fran Cardinal legt verschiedene Fährten, mit den unterschiedlichsten Motiven, die alle plausibel erscheinen. Hier kann man wirklich von einem klassischen Krimi sprechen, bei dem vor allem die Psychologie und die Vernetzung der Fäden eine Rolle spielen.

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