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MimisLandbuecherei

vor 1 Woche

Kapitel 6-10

Guten Morgen,

In Kapitel 1-5 empfinde ich die Situation zwischen Nick und Conny als oft angespannt. Nick schlägt sich die Nächte mit Partys um die Ohren und Conny weigert sich an Nicks Leben teilzuhaben. Sie mag nicht begafft werden und die abfälligen Bemerkungen über Nicks Wahl seiner Ehefrau machen sie wütend. Andererseits kann sie sich nicht von ihm lösen und verbringt regelmäßig Zeit mit ihm im Bett.
Conny verhält sich ein wenig wie ein trotziges Kind.

Als Nick eines Tages mit Fieber und rötlichen Flecken aufwacht, überzeugt sie ihn davon, dass er Syphilis hat und da sie sowieso glaubt, dass er sie regelmäßig betrügt, nutzt sie die Gelegenheit um ihm die Namen seiner Sexpartner der letzten Zeit zu entlocken. Sie ist dann aber doch erstaunt, dass es nicht so viele sind, wie sie es vermutet hatte. Diese Situation fand ich schon sehr amüsant.
Als Nicks bester Freund und Teilhaber aus einer längeren Auszeit wieder auftaucht, stellen sich Nicks eigentliche Absichten Conny gegenüber heraus. Er bezweckt damit, seine ehemalige Geliebte Fanchette loszuwerden. Sie soll aus seinem Leben und auch als Model Nr. 1 seiner Firma verschwinden. Er will sie mit der Heirat in die Arme eines anderen Mannes treiben und sie somit loswerden. Wenn dies geschafft ist, will er sich von Conny scheiden lassen, ob sie nun damit einverstanden ist oder nicht.

Nick zeigt ein sehr abgebrühtes Verhalten und Conny lässt sich für meinen Geschmack doch ziehmlich viel gefallen.
Es kommen aber auch Dinge aus Nicks Leben ans Licht, die einen tieferen Einblick in seinen noch an vielen Stellen verborgenen Charakter geben.

Ich hatte auch hier das Gefüh,l es könnte sich mehr zwischen den beiden entwickeln, als diese Hassliebe.

Ich bin gespannt wie es weitergeht.

Schönen Sonntag und liebe Grüße
Mimi

ElkeK

vor 1 Woche

Kapitel 6-10
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@MimisLandbuecherei

Hallo Mimi, ich kann Deinen Post so unterstreichen. Wobei ich ja gestehen muss, das ich auch schon den dritten Abschnitt gelesen habe und dieser zweite mir einfach besser gefällt. Mit beiden Persönlichkeiten habe ich ein großes Problem: Nick ist mir zu arrogant und selbstbezogen und kennt offenbar keine echten Gefühle und Conny lässt sich durch bloße Berührungen schon erweichen. Nun ja, man muss es ihr wirklich zu Gute halten, das sie so jung und scheinbar auch naiv ist. Aber was ihr da entgegen schlägt, hätte mich teilweise doch so sehr verletzt, das ich das Haus aus eigenem Antrieb verlassen hätte. Sie ist ja nicht auf ihn angewiesen, sie hat ihren Beruf und ihre Arbeit! Der Freund und Geschäftspartner Patchou ist mir sehr sympathisch. Er scheint der erste Mensch zu sein, der Nick die Wahrheiten ins Gesicht sagen kann, ohne das er Konsequenzen befürchten muss. Er mag Conny scheinbar, aber ist es wirklich so? Liebe Grüße, Elke!

Ausgewählter Beitrag

Fran_Henz

vor 1 Woche

Kapitel 6-10

Liebe Mimi, liebe Elke,

ja, Conny lässt sich tatsächlich einiges gefallen, versucht aber auch auszuteilen. Beim Telefonat mit ihrer Schwester sagt sie ja auch ganz klar, dass sie ihn mag. Und dass das für sie der ausschlaggebende Grund ist, warum sie nicht schreiend davon läuft. Warum sie ihn mag, sagt sie unmittelbar vorher.

Die Szene mit Patchou zeigt ja auch, dass Nick nicht immer so war wie jetzt.

Das Problem mit Menschen, die sehr jung UND aus eigener Kraft zu Reichtum und Macht gekommen sind, ist ja dass das schwer zu verkraften ist. Wie Falco einmal gesagt hat, Nummer eins in Amerika – was soll da noch kommen? Da war er Mitte/Ende zwanzig. Und hatte de facto keine Ziele mehr.

specialang

vor 2 Tagen

Kapitel 6-10
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Also Conny lässt sich viel zu viel gefallen. Aber wenn man verliebt ist, ist das leider oft so. Nick ist nicht gerade sympathisch für mich. Ich hoffe, dass sein Plan nicht aufgeht und er sich in Conny unsterblich verliebt und sie ihm dann den Laufpass gibt. Mir gefällt die Geschichte immer noch sehr gut und bin gespannt, wie es mit den beiden weitergeht.

specialang

vor 2 Tagen

Kapitel 6-10

Fran_Henz schreibt:
Die Szene mit Patchou zeigt ja auch, dass Nick nicht immer so war wie jetzt. Das Problem mit Menschen, die sehr jung UND aus eigener Kraft zu Reichtum und Macht gekommen sind, ist ja dass das schwer zu verkraften ist. Wie Falco einmal gesagt hat, Nummer eins in Amerika – was soll da noch kommen? Da war er Mitte/Ende zwanzig. Und hatte de facto keine Ziele mehr.

Ja, Reichtum in jungen Jahren kann den Charakter sehr verändern. Sieht man ja auch bei den ganzen "Justin Biebers etc".

Fran_Henz

vor 2 Tagen

Kapitel 6-10
@specialang

Was dann noch dazu kommt, ist die Kunstfigur, die viele für die Medien schaffen und die sie dann nicht loswerden. Nick ist da ja in guter Gesellschaft, nicht nur Hansi Hölzel hat Falco am Ende verflucht, auch Tom Neuwirth droht Conchita seit kurzem mit Mord und Totschlag. Roy Black wollte statt Schlager Rock singen, Gustl Bayrhammer war alles andere als der gemütliche Bayer und ich wage zu behaupten, dass Andrea Berg privat nicht in SM-Klamotten rumläuft. Aber das, womit man Erfolg hat, bleibt an einem hängen. Und die Kraft (und die Unterstützung durchs Management oder Musikproduzenten), sich daraus zu befreien fehlt meistens.

Und im Unterschied zur Musikbranche war die französische Modebranche der 80er noch schneller. Also von einem Musikalbum kann ein Singer-Songwriter – also ein Kreativer, nicht nur ein Interpret - ein bis zwei Jahre leben, mit Tourneen etc. Außerdem werden die Hits ja immer wieder gespielt. Aber die großen Modehäuser hatten zwei Kollektionen im Jahr, die praktisch am Tag nach der Präsentation Geschichte waren. Ein Modeschöpfer musste sich alle sechs Monate neu erfinden – das hast du mittlerweile eh gelesen – und zwischenzeitlich noch für Schlagzeilen sorgen, um im Gespräch zu bleiben. In den 80ern ging es um die Kleider und um die Namen der Designer/Modehäuser. Der Hype mit den Models, also dass die Models wichtiger wurden als die Kleider, damit ein wirkliches Vermögen machen konnten, das kam erst in den 90ern. Vorher waren sie tatsächlich nur Kleiderständer und das Gesicht einer großen Modemarke zu sein, war karrieremäßig das letzte große Ziel, das sie erreichen konnten.

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