Frances Hardinge

 3.9 Sterne bei 72 Bewertungen
Autor von Die Herrin der Worte, Der Lügenbaum und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Schattengeister

 (3)
Neu erschienen am 24.03.2020 als Hardcover bei Freies Geistesleben.

Alle Bücher von Frances Hardinge

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Cover des Buches Die Herrin der Worte9783570131404

Die Herrin der Worte

 (28)
Erschienen am 02.08.2006
Cover des Buches Der Lügenbaum9783772527982

Der Lügenbaum

 (9)
Erschienen am 23.08.2017
Cover des Buches Das Mädchen ohne Maske9783772527722

Das Mädchen ohne Maske

 (6)
Erschienen am 01.08.2014
Cover des Buches Wunsch Traum Fluch9783772527715

Wunsch Traum Fluch

 (4)
Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches Schattengeister9783772528408

Schattengeister

 (3)
Erschienen am 24.03.2020
Cover des Buches The Lie Tree9781447264118

The Lie Tree

 (6)
Erschienen am 07.05.2015
Cover des Buches A Skinful of Shadows9781509869305

A Skinful of Shadows

 (3)
Erschienen am 21.09.2017
Cover des Buches Deeplight9781509836956

Deeplight

 (2)
Erschienen am 31.10.2019

Neue Rezensionen zu Frances Hardinge

Neu

Rezension zu "Schattengeister" von Frances Hardinge

Nach Anfangsschwierigkeiten konnte ich diese außergewöhnliche Geschichte richtig genießen!
faanievor 2 Monaten

Mit historischer Fantasy bin ich bisher noch nicht oft in Berührung gekommen, umso mehr habe ich mich auf Frances Hardinges ‚Schattengeister‘ gefreut. Nach einer anfänglichen Durststrecke, die mich kurz vor die Entscheidung des Abbruchs gestellt hat, hat sich die Geschichte doch noch gemacht – und wie. Ich habe ein Jugendfantasybuch bekommen, wie ich es so noch nie gelesen habe. Atmosphärisch, außergewöhnlich und definitiv empfehlenswert!


Anfangs fand ich unglaublich schwer ins Buch. Wir folgen als Leser einem jungen Mädchen namens Makepeace. Und das ist glaube ich der ungewöhnlichste Name, den eine Protagonistin je hatte. Aber egal, man gewöhnt sich an alles, selbst an puritanische Namen. Man merkt also schon mit den ersten Seiten, dass wir uns im 17. Jahrhunderts befinden, als der Puritanismus in England Einzug hielt.
 Makepeace wohnt zusammen mit ihrer Mutter in einer kleinen Stadt nahe London, in einer sehr gottesfürchtigen Gemeinde, in der Makepeace noch der harmloseste Name ist. Neben What-God-Will, Forsaken und Kill-Sin. Das war mir auch alles noch verständlich. Doch das Verstehen hat aufgehört, als Makepeace‘ Mutter sie über Nacht in einer Friedhofskapelle einsperrt um ihr ihre Albträume auszutreiben. Und damit sie sich gegen die Toten zur Wehr zu setzt. Und das nicht nur einmal. Im Nachhinein macht wirklich alles Sinn, doch während des Lesens dachte ich mir nur „Hä?“. Generell find ich das Handeln von Makepeace‘ Mutter ziemlich konfus und mir gefällt nicht wirklich, was ich lese. Selbst als sich der Schauplatz ändert und Makepeace zur Familie ihres Vaters, den sie nie kennengelernt hat, zieht, sträube ich mich immer noch gegen die Geschichte. Ich verstehe auch hier einfach nicht, um was es geht. Selten war bin ich so schlecht in ein Buch gestartet und ich weiß wirklich nicht, ob ich nicht abgebrochen hätte, hätte es sich nicht um ein Rezensionsexemplar gehandelt. Da andere Meinungen jedoch nicht von Einstiegsschwierigkeiten schreiben habe ich mich durchgebissen und es einfach mal auf mich zukommen lassen. Ahnungslos, aber voller Hoffnung quasi.


Und siehe da, mit (weitem) Fortschreiten der Handlung eröffnet sich mir immer mehr, was vor sich geht und warum Makepeace‘ Mutter sich so verhalten hat, wie sie es getan hat. Und warum sie Makepeace von der Familie ihres Vaters fernhalten wollte. Und als ich dann soweit war und für mich alles einen Sinn ergab, ich alles richtig einordnen konnte, habe ich das Buch richtig genossen. Denn es ist ein sehr außergewöhnliches Buch.


Denn zum einen finde ich die Idee hinter dem Buch ziemlich toll. Geister von Toten suchen Zuflucht bei den Lebenden. Dabei ist die Interaktion der Geister mit den Besessenen so vielseitig wie es die Menschen selbst sind. Das hat mir gut gefallen und enorm viele Möglichkeiten eröffnet. Denn als Person, die Geister in sich aufnimmt, eignet sie sich deren Wissen an und kann sogar mit ihnen kommunizieren. Somit erreicht der Geist quasi Unsterblichkeit in einem fremden Körper. Und wenn man als Geist einmal davon profitiert hat, möchte man diese „Freiheit“ natürlich mit allen Mitteln verteidigen.


Zum anderen fand ich die Zeit, in der die Geschichte spielt, ungemein interessant. England während der Herrschaft des Stuart-Königs Karl I., der versucht hat, absolut zu regieren und das Parlament aufzulösen. Er sah seine Herrschaft als göttliches Recht an und ein Parlament störte dabei natürlich. Es kam zum Bürgerkrieg und Makepeace fand sich zwischen Königstreuen und Parlamentariern wieder, verlor ihre Mutter, schmuggelte sich durch Feindesgebiet, spielte eine Spionin, traf sogar den König.


Makepeace hat also nicht nur viele Abenteuer erlebt, sondern sich auch toll entwickelt. Anfangs war sie einfach ein kleines Mädchen, doch mit den Herausforderungen, denen sie sich stellen musste, ist sie gewachsen und hat sich zu einer Persönlichkeit entwickelt, die ich sehr mochte: neugierig, loyal, empathisch. Auch mit ihrer übersinnlichen Fähigkeit, Geister aufzunehmen, ging sie fast von Anfang an rational um, auch wenn sie natürlich zuerst versucht hat, gegen ihren ersten Bewohner, Bär, zu kämpfen. So wie ihre Mutter es ihr beigebracht hat. Doch als Bär und sie sich arrangiert hatten, gar Freunde wurden, hat Makepeace aus freiem Willen weitere Geister aufgenommen. Denn um in den von Kriegswirren zerrütteten England gegen eine mächtige Familie anzutreten, muss man jede Hilfe annehmen, die man bekommen kann. Und wieso sollte man den Feind nicht mit seinen eigenen Waffen schlagen?


So hat sich also aus einer wirren Geschichte etwas entfaltet, das ich sehr gerne gelesen habe. So gerne, dass ich die Anlaufschwierigkeiten fast vergessen konnte. Da diese aber an mir und meinem fehlenden Durchblick gelegen haben, möchte ich euch unbedingt ans Herz legen, es trotzdem mit dem Buch zu versuchen. Denn die Idee ist grandios, die historischen Begebenheiten sehr interessant und die Geschichte eigentlich auch.  4 Sterne.

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Rezension zu "Deeplight" von Frances Hardinge

Grauenvolle Götter!!
Janine1212vor 3 Monaten

https://janinesbookishworld.blogspot.com/2020/02/deeplight-frances-hardinge.html#more

Inhalt:

Jahrhundertelang regierten die Götter der Tiefsee die Inseln des Myriad mit Furcht und Terror: sie waren genauso real wie gefährlich und konnten lange Zeit nur durch Menschenopfer besänftigt werden. Sie wurden angebetet, gefürchtet und verehrt. Dann, vor 30 Jahren, stürzten sich die Götter urplötzlich, einem Wahn verfallen, aufeinander und rissen sich gegenseitig in Stücke.
Heute sind diese Götter nicht mehr. Die Inseln haben sich erholt und weitergelebt, doch der Schatten des ehemaligen Terrors lastet noch schwer auf ihren Bewohnern. 
Auf einer dieser Inseln leben Hark und sein bester Freund Jelt. Für sie sind die Götter nichts weiter als Mythen und die Überreste von ihnen wertvolle Tiefseematerialien, von denen sie ab und an ein Stückchen ergattern und teuer verkaufen können. 
Doch eines Tages finden die beiden etwas seltsames unter Wasser, etwas pulsierendes, das fast scheint als riefe es jemanden der mutig genug ist es zu bergen...

 

Meine Meinung:

 "Deeplight" war mal wieder ein absoluter Coverkauf für mich...ich hatte vor dem Kauf auch noch nie von der Geschichte gehört und da ich sowieso mal wieder Lust auf eine Geschichte hatte, von der ich so noch nichts gehört hatte und weil ich das Cover so unglaublich schön fand, musste ich es unbedingt bestellen. 
 
 
 

 

"I'm glad we're free, even if we do stupid things with the freedom sometimes. Maybe sometimes there isn't a right thing to do. Maybe there's just lots of wrong answers, and you have to pick one you can bear - something that doesn't break who you are."

 
 Die Geschichte hat mich, trotz langer Lesezeit (aus zeittechnischen Gründen), wirklich gefesselt und hat mir wahnsinnig gut gefallen. Wir haben Spannung, Mysterien, die zum Glück zum letzten Teil noch recht gut aufgelöst werden (ich hasse diese mysteriösen Geschichten wo bis zum Schluss und darüber hinaus alles geheim gehalten wird!!!) und eine tolle Geschichte zur Bedeutung von Freundschaft und wie weit dieses Band gehen darf.  
 
 Die Charaktere dagegen fand ich ein wenig blass. Von Hark als Protagonisten bekommen wir die meisten Einblicke, aber auch die finde ich nicht so sehr umfassend. Trotzdem hat es mir sehr gefallen wie hier Charaktere verschiedenster Art, Alter, Herkunft und Lebensstil aufeinander treffen. 
 
 
 

"Despair was a numbing poison. That moment you decided the worst was inevitable, it was."

 
 Die Welt, der Mythos und die Geschichte der grauenvollen Götter sind aber das Element, welches die Geschichte von "Deeplight" so besonders und so spannend macht. Man wird von Anfang an in der Story immer wieder indirekt, manchmal direkt, mit den Göttern und zumindest dem zurückgebliebenen Terror konfrontiert und brennt darauf mehr von ihnen zu erfahren. Da die Götter dazu als so abstrakte Tiefseeungeheuer beschrieben werden, fand ich es sehr hilfreich, dass auf der aller letzten Seiten des Buches die größten dieser Götter noch einmal illustriert dargestellt werden. 

"Human fear has a terrible power. It changes everything, distorts everything, maddens everything. Fear is the dark womb where monsters are born and thrive."

 
 Wie oben schon geschrieben, fand ich es super, dass die Götter nicht durchweg als geheimnisvolle Sage im Raum stehen blieben, sondern der Leser nach und nach der Herkunft, der Geschichte und dem wahren Mythos auf die Spur kommt und dieses Geheimnis größtenteils lüftet, ohne den mhytischen Wesen ihren grausigen Zauber zu nehmen! Ich finde wirklich nichts so frustrierend, wie eine Geschichte in der ein großes Geheimnis im Mittelpunkt steht und welches bin zum Ende hin einfach nicht gelüftet wird!  
 

Fazit:

 
 "Deelight" hat mir wirklich gut gefallen und wenn ich mich nicht gerade noch am Jahresanfangen befinden würde, wäre ich mir vollkommen sicher, dass diese Geschichte eines meiner Jahreshighlights würde!
 
 

Ich bewerte das Buch mit 10/10 Punkten!


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Rezension zu "A Face Like Glass" von Frances Hardinge

Enttäuschend
Ingrid_Davisvor 2 Jahren

Obwohl Hardinge auch in diesem Buch eine wundervolle Welt voller unglaublicher Menschen, Kreaturen und Dinge erschafft, fand ich die Geschichte an sich enttäuschend und ich hatte Mühe, sie zu Ende zu lesen. Irgendwie hat sie mich trotz wichtiger sozialer Botschaft und eigentlich genug Intrigen und Hindernisse für die Heldin nicht gepackt. Eine etwas straffere Erzählweise hätte dem Buch, glaube ich, gut getan. Wirklich schade, aber ich bin sicher, das nächste Buch wird wieder besser. Schließlich hat Hardinge ja vor Kurzem mit "A Skinful of Shadows" ein wahres Meisterwerk geschrieben.

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