Frances Hardinge A Face Like Glass

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Inhaltsangabe zu „A Face Like Glass“ von Frances Hardinge

In Caverna, lies are an art - and everyone's an artist ...
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  • A Face Like Glass

    A Face Like Glass
    Windflug

    Windflug

    In der unterirdischen Stadt Caverna kreieren die besten Handwerker der Welt wunderbare Dinge: zum Beispiel Käse, der einem die Zukunft zeigen kann oder Parfum, das einen dazu bringt, demjenigen, der es trägt, noch zu vertrauen, während er einem die Kehle durchschneidet. Die Menschen hier sind anders als alle anderen: Sie haben Gesichter, die so blank sind wie frischgefallener Schnee. Gesichtsausdrücke müssen gelernt werden, und die berühmten Gesichtsschmiede lehren die Leute, Freude, Verzweiflung oder Furcht auszudrücken - gegen Bezahlung. In diese dunkle und von Misstrauen geprägte Welt hinein stolpert Neverfell, ein Mädchen ohne Erinnerung und mit einem Gesicht, das für die anderen so erschreckend ist, dass sie immer eine Maske tragen muss. Denn Neverfell hat ein Gesicht, das ihre Emotionen zeigt. Ein Gesicht, das unfähig ist zu lügen. Ein Gesicht, das gleichzeitig eine gefährliche Drohung ist und ein unwiderstehlicher Schatz - ein Gesicht, für das jemand töten würde ... (meine Übersetzung des Klappentextes) Was soll ich dazu noch schreiben? "A Face Like Glass" ist der bislang neueste Roman der Autorin und für mich der vierte, und ich habe jeden davon mit restloster Begeisterung gelesen. Frances Hardinge hat für mich drei unschätzbare Gaben. Die erste: Sie kann wahnsinnig gut mit Sprache umgehen und schafft Wortgebilde, die mich immer wieder glücklich machen, so wie in folgendem Beispiel: "The lantern showed her a long face with a narrow black beard that looked as if it had been painted on. He had deep, watchful eyes and a complicated mouth, a hiding place for secret smiles." Die zweite Gabe ist die unbändiger Kreativität. Sie erschafft Welten und Charaktere, die ich so noch nie gelesen habe, die in sich stimmig sind und glaubwürdig, aber gleichzeitig absolut irre und schräg und toll. So wie ebene die Käsesorten, die durchaus gefährlich werden können und explodieren, wenn man sie nicht in regelmäßigen Abständen dreht. Oder der Herrscher der Stadt, der "Grand Steward", der sich aus Sicherheitsgründen angewöhnt hat, nur mit einer Gehirnhälfte zu schlafen, so dass die andere wach ist - aber dann oft verwirrt über die Entscheidungen, die getroffen wurden, während sie schlief. Überhaupt die ganze Welt von Caverna mit ihrer politischen Struktur und mit ihren unüberblicklichen Tunnelsystemen, die einem so bildlich vor Augen tritt beim Lesen. Und als drittes schafft es Frances Hardinge jedes Mal wieder, mich mit der Handlung komplett zu überraschen. Ich kann selten auch nur teilweise vorhersagen, was passieren wird, und es ist immer ein spannender Plot voller Intrigen und Verschwörung - ich liebe sowas. Zudem sind die Figuren, die das alles erleben, wunderbar lebendig und individuell, und sie entwickeln sich während der Handlung weiter. Oft hat man es ja, dass sich Romanfiguren doch ein wenig ähneln - aber hier ist es für mich das dritte etwa zwölfjährige Mädchen in der Hauptrolle ihrer Bücher, und jede der drei ist eine eigenständige Persönlichkeit und von den jeweils anderen gänzlich verschieden. Mosca aus "Fly By Night"/"Die Herrin der Worte" und "Twilight Robbery" ist eine ziemlich kratzbürstige Wörtersammlerin, Hathin aus "Gullstruck Island" eine stille, unscheinbare, aber starke Persönlichkeit, und Neverfell - Neverfell ist und bleibt ein sprunghaftes Wesen, am Anfang unglaublich naiv und unerfahren, jedem vertrauend, und am Ende immer noch begeisterungsfähig, liebevoll und loyal, auch wenn sie an ihren Erlebnissen gereift ist. Jedem, der spannende, kreative Jugendfantasy gänzlich abseits des Mainstreams mag, kann ich "A Face Like Glass" und die anderen Romane der Autorin nur immer wieder ans Herz legen. 'Nuff said. ;-)

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    wandablue

    wandablue

    30. April 2014 um 09:46