Der Lügenbaum

von Frances Hardinge 
3,5 Sterne bei8 Bewertungen
Der Lügenbaum
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Positiv (4):
steffis-und-heikes-Lesezaubers avatar

Eine dunkle und mysteriöse Geschichte mit innovativer Idee, unerwarteten Entwicklungen, aber auch ein paar Schwächen.

Kritisch (2):
Cynni93s avatar

Ich habe sehr lange gebraucht um in das Geschehen hineinzukommen. Nach 170 Seiten kommt auch endlich mal der Lügenbaum vor ;) dann ging es

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Inhaltsangabe zu "Der Lügenbaum"

Es geht um Fossilien und Fälschung,
Glauben und Wissenschaft und –
Mord. Mittendrin steht die 14-jährige
Faith, die das Unheimliche aufklären
und als Mädchen forschen will.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783772527982
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Freies Geistesleben
Erscheinungsdatum:23.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht ganz leichte Kost, und ich brauchte Durchhaltevermögen
    Was hat kurze Beine?

    Meine Meinung zum Jugendbuch:
    Der Lügenbaum

    Aufmerksamkeit:
    Diesen Punkt gibt es auf meinem Blog zu entdecken.

    Inhalt in meinen Worten:
    Faith musste mit ihrer Familie umziehen, denn es ist etwas passiert, was den Familienruf zerstörte. Doch am neuen Ort geschieht das unfassbare und Faith muss erkennen, das Lügen nicht gut ist. So stirbt ihr Vater und Faith will nicht glauben dass das was unterstellt wird, wirklich die Wahrheit ist, wird sie es schaffen die Wahrheit aufzudecken, doch was bedeutet es, wenn eine Lüge weiter gesponnen wird, als das man sie selbst in die Welt gesetzt hat, das erklärt euch Faith und wie es mit ihr und ihrer Familie ausgeht.

    Wie ich das gelesene empfand:
    Ich tat mir irgendwie nicht ganz so leicht mit diesem Buch, immer wieder wollte ich es abbrechen und auf die Seite legen, weil ich das Gefühl hatte das ich mit Faith nicht wirklich zurecht komme, doch irgendwas lies mich nicht los, und ich musste weiter lesen, aber deswegen brauchte ich auch gefühlt ewig für dieses Buch. Dabei ist die Grundidee des Buches wirklich nicht schlecht und auch die Sprache im Buch ist sehr faszinierend.

    Sprache im Buch:
    Falls ihr Flavia de Luce kennt, dann könnt ihr euch evtl vorstellen wie die Sprache im Buch ist. Einerseits einfach, verspielt und lustig, gleichzeitig schwer und schleppend und leicht ausbremsend im Lesen. Jedoch ist es für die Epoche, wo Faith groß wird, sehr ansprechend und auch realistisch, denn um 1900 war das Leben für Mädchen und Frauen einfach noch einmal ganz anders und auch die Sprache war gehobener und intensiver. Das hat die Autorin in diesem Buch relativ gut einfangen können.

    Spannung:
    Dieses mal ist die Spannung nicht so vorhanden, denn dann hätte ich eher schneller gelesen, dafür trumpft die Geschichte mit der leisen und ziehenden Art. Es ist wie ein Kaugummi, einmal im Mund ist er erst etwas hart, umso länger man ihn kaut und sich mit ihm beschäftigt umso mehr nimmt der Kaugummi einen in Bann und manche bilden mit diesem Kaugummi riesen Blasen, andere kauen und sind einfach glücklich. Letztlich möchte ich damit auch die Spannung vergleichen. Sie ist anfangs zäh, man muss mit der Schreibart, mit der Stimmung im Buch umgehen können, sich auf das leise und unvorstellbare einstellen, sobald dies gelingt wird es spannend, auch wenn mir von vornherein irgendwie klar war, wie die Geschichte enden wird, so haben die klebrigen Fasern mich einfach nicht loslassen wollen, bis ich dann wirklich am Ende angekommen war.

    Charaktere:
    Die Hauptakteurin im Buch ist Faith. Sie ist die wo alles voran treibt, die Träume und Wünsche hat, die irgendwie für ihr Alter schon recht Erwachsen ist und immer wieder sich in Gefahr bringt und dank dem Lügenbaum sich berauscht. Sie muss die Wahrheit erkennen, wie ihr Vater verstarb und was es bedeutet Verantwortung zu tragen, auch wenn diese im Hintergrund ist, denn Frauen sind in der Zeit von ihr nicht wirklich die Sprachrohe, Männer haben einfach mehr zu sagen und sind so viel schlauer als Frauen und junge Mädchen, doch nicht mit Faith, sie wehrt sich und macht sich auf die Spur. Dabei ist sie nicht immer besonnen und stellt so gewisse Dinge an, die nicht unbedingt nachzueifern sind.
    Es gibt noch sehr viel mehr Charaktere in der Geschichte, doch diese blieben eher grau und leuchteten nicht so extrem hervor wie es bei Faith der Fall war.

    Geschichte und die Zeitepoche:
    Wie liefen damals Forschungsarbeiten ab und wie entwickelte sich die Forschung, wo nahmen die Forschung ihren Lauf und was bedeutet es, eine Lüge zu spinnen? Für mich war es interessant wie die Autorin die Welt von Faith aufmalte und klar machte, sei dankbar das du heute und im hier lebst, auch wenn du als Frau immer noch nicht so angesehen sein magst, wie die Männerwelt, hast du heute um so viel mehr Freiheit, und unterdrücke nicht deinen Forschergeist, denn dieser ist es, der die Neugier in dir weckt und zeitgleich klar macht, das Leben mehr ist, als nur zu atmen.
    Die Welt um 1900 ist eigen, sie ist magisch sie ist aber auch ungerecht und das zeigt die Autorin wunderbar auf.
    Die Idee eines Lügenbaumes der sich von den Lügen eines Menschen ernährt finde ich ziemlich gewagt aber auch genial, denn es zeigt auf, das Lügen einfach doof ist und zeitgleich wie schnell aus einer mini Lüge ein riesen Spektakel wird.

    Empfehlung:
    Ich weiß nicht ob 12 jährige Jugendliche wirklich schon den Biss haben bis zum Ende zu kommen, denn das Buch ist gar nicht so einfach, es ist gehobener in der Sprache, und gerade das macht auch den Reiz aus, es ist aber auch dunkel, schwer und rauchig zeitgleich ist es aber auch toll wie ein Mädchen ihrer Zeit trotzt und alles dafür tut um die Wahrheit durch eine Lüge aufzudecken. Interessante Idee die im Buch wunderbar abgerundet ist.

    Bewertung:
    Am Ende war ich einfach froh endlich am Ende angekommen zu sein, denn einfach war das Buch nicht und ich empfinde die Autorin hätte manches abkürzen und kürzer verfassen dürfen, auch wurden manche Freundschaften für mich nicht genügend aufgeklärt und das Ende ist sehr vorhersehbar gewesen. Dafür fand ich die Grundidee des Buches total interessant und auch gut. Die Figur Faith hat mir gut gefallen, bis auf manche Eigenheiten, aber gerade das war gut. Dennoch rundherum kann ich und will ich dem Buch leider nur drei Sterne geben. Es hat mir unterhalten, aber es hat mich nicht immer in seinen Bann ziehen können und manchmal war es sehr zäh und deswegen brauchte ich auch ewig um das Buch zu beenden.

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    Bibilottas avatar
    Bibilottavor einem Jahr
    eine spannende und abenteuerliche Reise in eine Zeit, in der Frauen noch ganz anders behandelt wurde

    Zu Beginn der Geschichte wird man in die Zeit um 1860 eingeführt. Das Bild der Frauen war zu dieser Zeit ja ganz anders als heute – darum war es auch ganz gut, dass hier alles sehr anschaulich und ausführlich dargestellt wird.
    Wenn man sich vorstellt, dass Frauen damals nicht zur Schule gehen durften, von arbeiten wollen wir mal gar nicht reden – und dass der Mann hier voll das Sagen hat – eine Vorstellung die mir nur sehr schwer fiel – denn mit unserem Dasein heute hat das ja gar nichts gemeinsam.
    In dieser Zeit spielt also die Geschichte rund um Faith.

    Wenn sich auch der Einstieg ins Buch sehr langatmig erschienen lässt – gab ja auch allerhand zu beschreiben, erzählen um den Leser in die Zeit richtig heineinzubringen – so nahm es dann auf einmal ganz schön an Fahrt auf.

    Ich habe Faith bei ihrer Suche nach dem Mörder und nach sich selbst – hier sehr gerne begleitet – auch wenn ich das Buch anfangs gerne mal an die Seite legen wollte. Doch ab einem gewissen Punkt war mir dies nicht mehr möglich. Faith ist eine sehr neugierige und auch kluge Persönlichkeit, die sich hier ihren eigenen Weg bahnt. Ich war erstaunt über ihren Mut, den sie nach und nach hier aufgebracht hat – genauso wie ihre Schlagfertigkeit. Eine starke junge Frau, die hier ihren Weg findet und dem Mörder immer näher kommt.

    Themen wie Verrat und Lügen, aber auch Familie und Zusammenhalt findet man hier vor. Es gestaltet sich alles sehr spannend und teilweise auch sehr erschreckend. Die Sache mit dem Lügenbaum ist hier eine wirklich tolle Idee – die leicht mit Fantasy angehaucht ist. Es machte auf jeden Fall Spaß , nachdem die Geschichte hier Fahrt aufnahm und ich mich in die Zeit eingefühlt hatte. Das Rätsel lässt sich hier nicht so leicht lösen – es ist lange nicht absehbar wo es hinführt, dementsprechend überraschend war dann auch die Auflösung der Sache.

    Es war für mich sehr lehrreich und informativ, in diese Zeit abzutauchen, und ich wurde gepackt durch eine Geschichte, der es an Spannung aber auch an erschreckenden Momenten nicht fehlt.

    Die Charaktere – auch wenn ich viele nicht wirklich mochten – gaben der Geschichte die nötige Tiefe und den Feinschliff. Sie waren für diese Geschichte einfach nur stimmig und passend. Faith, die Hauptfigur, brachte mich manchmal zur Verzweiflung – da hätte ich sie gerne mal geschüttelt – aber sie hat nach und nach eine tolle Entwicklung mitgemacht und mich mehr als einmal überrascht.

    Der Schreibstil von Frances Hardinge passte sich der Zeit sehr gut an – war aber trotzdem leicht und flüssig zu lesen, so dass es genau richtig ist, auch für das angegebene Lesealter.

    Ich bin aus der Geschichte raus – mit allerhand Gedankengängen, die mich jetzt noch beschäftigen. Was bin ich doch froh, dass heute alles was anders ist – wenn auch nicht immer auch gleich besser. Interessant ist der Einblick und die Geschichte auf alle Fälle und ich kann euch dieses Buch sehr empfehlen.

     

    Fazit

    „Der Lügenbaum“ von Frances Hardinge entführt uns in eine längst vergangene Zeit, in der das Frauenbild ganz anders war als wir es heute kennen. Sehr anschaulich und einfühlsam wird man in diese Zeit entführt und liest sich flüssig und leicht durch die Seiten. Wenn es zu Beginn auch was langatmig ist, so nimmt es dann auf einmal rasant Fahrt auf und man fiebert mit Faith regelrecht mit. Es gibt hier einiges an Spannung und erschreckenden Momenten und steht lange vor dem Rätsel um den Mörder. Das Ende überraschte mich sehr, was ich aber klasse fand, da es nicht vorhersehbar war.

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    steffis-und-heikes-Lesezaubers avatar
    steffis-und-heikes-Lesezaubervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine dunkle und mysteriöse Geschichte mit innovativer Idee, unerwarteten Entwicklungen, aber auch ein paar Schwächen.
    Eine dunkle und mysteriöse Geschichte mit innovativer Idee

    Kurzbeschreibung:
    Es geht um Fossilien und Fälschung, Glauben und Wissenschaft und – Mord.
    Mittendrin steht die 14-jährige Faith, die das Unheimliche aufklären und als Mädchen forschen will.

    Meinung:
    Die Kurzbeschreibung ist ja wirklich sehr knapp gehalten und doch hat sie mich zusammen mit dem düsteren Cover sofort angesprochen.

    Dass die Geschichte wirklich so dunkel und mysteriös ist, wie das Cover vermuten lässt, merkt man schon auf den ersten Seiten. Die Atmosphäre ist düster, doch leider dauert es recht lange, bis wirklich etwas passiert und bis man in der Geschichte ankommt. Die ersten 100 Seiten werden wir Zeuge, wie die Familie der jungen Faith auf einer kleinen, abgeschiedenen Insel ankommt. Dabei geht es vor allem darum, die Familienverhältnisse darzulegen, die alles andere als rosig sind und auf die vielen Geheimnisse hinzudeuten.

    Die Geschichte spielt in einer anderen Zeit. In einer Zeit, in der Frauen noch nichts zu sagen hatten und man der Meinung war, dass sie dümmer sind als Männer. Diese Einstellung bekommt man im Buch auch oft mit und vor allem Faith muss sich oft Aussagen in diese Richtung gefallen lassen, da sie als Mädchen doch am Forschen und der Wissenschaft interessiert ist. Als sie dann ihr Vater stirbt, setzt sie alles daran zu beweisen, dass es Mord war. Dafür schreckt sie auch vor nichts zurück und diese Skrupellosigkeit ist ihr in meinen Augen auch ein bisschen zum Verhängnis geworden.

    Obwohl ich es schön finde, dass sich trotz der abwertenden Haltung Frauen gegenüber ihr wahre Rolle und Bedeutung am Ende gezeigt hat, bin ich einfach mit kaum einer der Figuren warm geworden. Sie waren mir alle unsympathisch und ja, einfach ein bisschen zu dunkel. In der ein oder anderen Nebenfigur gab es zwar ein paar Lichtblicke, aber vor allem Faith als Protagonistin ist mir trotz allem Verständnisses für ihre Lage einfach nicht nah gekommen.

    Die Handlung selbst ist definitiv innovativ und im Grunde recht spannend. Die Geschichte mit dem Lügenbaum hab ich so noch nicht gelesen und auch wenn ich mir mehr Hintergründe dazu gewünscht hätte, fand ich die Idee an sich eigentlich recht unterhaltsam. Es gab auch wirklich einige unvorhersehbare Wendungen und Spannung, sowie Mystik haben sich im Verlauf immer weiter gesteigert.

    Der Schreibstil ist recht kühl, da er eben viel auf diese dunkle und mystische Seite setzt, aber manchmal blicken auch ein paar Emotionen durch und vor allem lässt er sich abgesehen von den ersten 100 Seiten schnell lesen. Das Ende ist ziemlich zufriedenstellend und passt auch zur Art des Buches.

    Fazit:
    Eine dunkle und mysteriöse Geschichte die durch ihre innovative Idee und die unerwarteten Entwicklungen durchaus unterhalten kann. Leider dauert es etwas lange, bis die Geschichte wirklich in Fahrt kommt und die Figuren blieben mir zu fremd, weshalb ich die Handlung nicht wirklich mitfühlen, sondern nur nachlesen konnte. Da mich das Ende aber doch noch recht zufriedengestellt hat und ich die positiven Aspekte der Geschichte würdigen möchte, runde ich die eigentlichen 3,5 Sterne auf gaaaaanz knappe 4 auf.

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    Cynni93s avatar
    Cynni93vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe sehr lange gebraucht um in das Geschehen hineinzukommen. Nach 170 Seiten kommt auch endlich mal der Lügenbaum vor ;) dann ging es
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    kitty4s avatar
    kitty4vor 5 Monaten
    barabooks avatar
    barabookvor 8 Monaten
    stravaganzas avatar
    stravaganzavor einem Jahr
    HutschLs avatar
    HutschLvor einem Jahr

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