Frances Hardinge Twilight Robbery

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Inhaltsangabe zu „Twilight Robbery“ von Frances Hardinge

The city at night is a dangerous place ...
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  • Twilight Robbery von Frances Hardinge

    Twilight Robbery
    Windflug

    Windflug

    29. May 2013 um 18:10

    "Twilight Robbery" (oder "Fly Trap", wenn man die amerikanische Ausgabe liest) ist quasi die Fortsetzung zu "Fly by night" oder, in der deutschen Übersetzung "Die Herrin der Worte" (WER hat sich bitte diesen TITEL ausgedacht? Hat so ziemlich gar nix mit der Geschichte zu tun! Dabei ist die Übersetzung ansonsten echt gut ... *seufz* Mit der Übersetzung von Titeln haben's die deutschen Verlage echt nicht so ...), aber an sich eine abgeschlossene Geschichte. Es gibt nur ein paar Verweise auf "Fly by night", aber man muss letzteres nicht gelesen haben, um dieses zu verstehen. Zum Inhalt: Mosca Mye, 12 Jahre und hm ... ein intelligentes Mädchen mit einem sehr eigenwilligen Charakter (und einer ziemlich aggressiven Gans namens Saracen), ist unterwegs mit Eponymous Clent, einem Dichter und Betrüger. Auf ihrem Weg, die Städte zu vermeiden, in denen Clent schon mal negativ aufgefallen ist, geraten sie nach Toll, der Stadt, die die einzige Brücke über den reißenden Langfeather unterhält. Um hinein zu kommen, muss man eine Gebühr bezahlen. Um wieder hinaus zu kommen, ebenfalls (daher auch der Name). Das Geld, um hinein zu kommen, haben Mosca und Clent - äh, gefunden. ;-) Für das "Hinaus" wollen sie eine Information verkaufen. Aber dann geht dabei einiges schief, und die Stadt hält Geheimnisse bereit, die sie sich nicht hätten träumen lassen - es gibt nämlich eine Stadt bei Tag - aber eine ganz andere bei Nacht ... Hach. Also, ganz kurz gesagt: Die Frau ist einfach genial. Ihre Geschichten sind aufregende Abenteuer mit skurrilen, aber niemals überzogenen Charakteren, und ich habe bisher bei keinem der drei Bücher, die ich von ihr gelesen habe, auch nur ansatzweise erahnen können, wie das Ganze ausgehen würde. Immer wieder nimmt die Handlung unerwartete Wendungen, und Klischees sind so sehr Mangelware, dass es mich nicht wundert, dass die Bücher nicht den Riesenerfolg haben, sondern immer noch ein Geheimtipp sind. Leider bedeutet das auch, dass nach dem ersten, in England recht erfolgreichen "Fly by night" wohl keines ihrer Bücher mehr übersetzt werden wird. Nun lese ich zwar an sich sehr gerne auf Englisch, und bei "Gullstruck Island" habe ich z.B. kaum Probleme gehabt - aber dieses hier führte mich oft an den Rand des Verstehens. Frau Hardinge spielt mit Worten, genauso wie ihre Hauptcharaktere das tun. Eponymous Clent heißt nicht umsonst so, im Deutschen übertragen mit "Wortmeister", was ich aber etwas plump finde. Und Mosca sammelt Worte, in diesem Buch vor allem aus der Gaunersprache. Das macht das Lesen nicht gerade leicht. Es wimmelt von Vokabeln, die mir noch nie unter die Augen gekommen waren, und man weiß nicht, ob man sie im Wörterbuch finden wird, weil es auch sein kann, dass es Rotwelsch ist oder sonstwas Erfundenes. Jane Austen ist um Längen leichter zu lesen. ;-) Trotzdem hatte ich unheimlich viel Spaß mit dem Buch. Habe halt vieles überlesen, was soll's. Also kann ich nur eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, für beide Bände von Moscas Abenteuern. All-Ager für jeden, der Abenteuergeschichten mag und eine intelligent ausgedachte Welt - wobei sich das eigentlich weniger auf die großen Zusammenhänge bezieht, die man eigentlich kaum mitbekommt, sondern die kleinen Dinge. Vor allem natürlich die Religion der "Goodmen and Goodladies", kleine Götter, von denen es so viele gibt, dass ihnen nicht jeweils ein Tag, sondern nur ein paar Stunden des Tages zugeordnet sind, und nach denen die Leute ihre Namen bekommen. Mosca z.B. wurde unter Goodman Palpitattle geboren, "He Who Keeps Flys Out Of Jams And Butterchurns", daher auch ihr Name - Mosca bedeutet schlicht Fliege auf Spanisch. Sie hätte z.B. auch Buzzletrice heißen können. Ich mag diese Worspiele, auch wenn ich die Hälfte nicht verstehe. ;-) P.S.: Ich mag ja auch das Coverdesign von "Twilight Robbery" sehr - obwohl es quasi glitzert. ;-) Es hat so eine Art farbwechselnden Hologrammfolien-Aufdruck bei der Uhr, dem Pendel und dem Autorennamen, sieht total schick aus.

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