Francesca Segal Die Arglosen

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Inhaltsangabe zu „Die Arglosen“ von Francesca Segal

Zwölf glückliche Jahre sind Adam und Rachel schon zusammen, und niemand ist überrascht, als sie ihre Verlobung bekannt geben. Alles ist perfekt: Sie haben einen gemeinsamen Freundeskreis, Adam arbeitet in der Anwaltskanzlei seines Schwiegervaters, und sie werden in jener jüdischen Gemeinde im Nordwesten Londons eine Familie gründen, in der sie selbst aufgewachsen sind. Doch plötzlich taucht Rachels Cousine Ellie auf, und Adam fühlt sich gefährlich hingezogen zu der gleichzeitig wilden und verletzlichen jungen Frau. Zum ersten Mal in seinem Leben ist er gezwungen, seine Welt infrage zu stellen und alle bisherigen Entscheidungen neu zu bewerten. Francesca Segal erweckt ihre Figuren anschaulich zum Leben und lässt sie sofort warm, lustig, komplex und sehr vertraut erscheinen. Der mehrfach ausgezeichnete Roman einer begnadeten Newcomerin, die das moderne jüdische Leben mit viel Humor und Empathie porträtiert.

Besonders die humorvolle, warme, detailreiche Schilderung des Lebens in der jüdischen Gemeinde macht diesen Roman so lesenswert.

— Barbara62

Wer eine Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Es geht eher um die Beschreibung des jüdischen Lebens heute.

— mabuerele

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  • Jüdisches Leben in London

    Die Arglosen

    Barbara62

    25. May 2015 um 19:02

    Das schriftstellerische Talent hat Francesca Segal vom Vater Erich (Love Story), Vorbild für ihren Debütroman ist aber Edith Wartons The Age of Innocence, verlegt ins heutige jüdische Viertel Londons. Dort haben sich nach zwölfjähriger Beziehung Adam und Rachel endlich verlobt, als plötzlich Ellie, Rachels skandalumwitterte Cousine, auftaucht und Adams Gefühlswelt auf den Kopf stellt. Besonders die humorvolle, warme, detailreiche Schilderung des Lebens in der jüdischen Gemeinde macht diesen mehrfach ausgezeichneten Roman sehr lesenswert.

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  • Leserunde zu "Die Arglosen" von Francesca Segal

    Die Arglosen

    KEIN & ABER Verlag

    „Gedanken sind nur Sünden, wenn man sie in die Tat umsetzt.“ Zwölf glückliche Jahre sind Adam und Rachel schon zusammen, und niemand ist überrascht, als sie ihre Verlobung bekannt geben. Alles ist perfekt: Sie haben einen gemeinsamen Freundeskreis, Adam arbeitet in der Anwaltskanzlei seines Schwiegervaters, und sie werden in jener Gemeinde im Nordwesten Londons eine Familie gründen, in der sie selbst aufgewachsen sind. Doch plötzlich taucht Rachels Cousine Ellie auf, und Adam fühlt sich gefährlich hingezogen zu der gleichzeitig wilden und verletzlichen jungen Frau. Zum ersten Mal in seinem Leben ist er gezwungen, seine Welt infrage zu stellen und alle bisherigen Entscheidungen neu zu bewerten. Francesca Segal erweckt ihre Figuren bildstark zum Leben und lässt sie sofort warm, lustig, komplex und sehr vertraut erscheinen. Ein unwiderstehlicher Roman über Menschen im Spannungsfeld der Konventionen und eigenen Wünsche. Leseprobe Francesca Segal, 1980 in London als Tochter des Autors Erich Segal (Love Story) geboren, studierte in Oxford und Harvard und ist Journalistin und Kritikerin. Sie veröffentlichte unter anderem im Granta Magazine, Guardian und Daily Telegraph. Drei Jahre lang schrieb sie für den Observer eine Prosakolumne, bis vor Kurzem war sie Feuilletonistin für das Tatler Magazine. Die Arglosen ist Segals Debüt, das in elf Ländern erscheint und vielfach prämiert wurde. Wir suchen 20 Leserinnen und Leser, die Lust haben, Segals Roman zu lesen und eine Rezension zu schreiben. Hierfür verlosen wir Bücher inklusive eBook-Download, damit Ihr das Buch klassisch gebunden oder praktisch auf Eurem Reader lesen könnt. Wenn Ihr neugierig auf DIE ARGLOSEN geworden seid, dann kommentiert bis zum 09. Juli  folgende These aus Francesca Segals Roman: „Gedanken sind nur Sünden, wenn man sie in die Tat umsetzt.“

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  • Rezension zu "Die Arglosen" von Francesca Segal

    Die Arglosen

    aba

    Keine Überraschungen Ein junger Mann möchte die Liebe seines Lebens heiraten. Eine andere junge Frau erscheint und schon ist er sich nicht mehr so sicher, dass seine Entscheidung zu heiraten die richtige ist. Diese Geschichte, obwohl sie in der Literatur oft vorkommt, klingt interessant. Dass dieser junge Mann und seine zukünftige Frau aus jüdischen Londoner Familien stammen, machte das Ganze noch interessanter für mich. Es handelt sich um "Die Arglosen" von Francesca Segal. Francesca Segal ist die Tochter von dem berühmten US-amerikanischen Bestseller- und Drehbuchautor Erich Segal ("Love Story"). Sie ist in London geboren und wuchs abwechselnd in New York und London auf, und gilt in Großbritannien als aufsteigender Stern der englischen Gegenwartsliteratur. Ich meinerseits wollte auf keinen Fall zulassen, dass "Die Arglosen" an mir vorbeiging. Ich musste es lesen. Nach einem guten Anfang habe ich feststellen müssen, dass Francesca Segals Schreibstil nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht, und etwas, das wichtiger für meine spätere Beurteilung war, ist die Tatsache, dass ich den Eindruck hatte, dass die Wahl der Schwerpunkte und Themen nicht immer relevant für die Handlung war. Adam heißt der von Zweifeln geplagte Protagonist von diesem Buch. Aus ihm und seinen Grübeleien hätte die Autorin viel mehr machen können. Adam ist eine Figur, die trotz Höhen und Tiefen bis zum Ende unverändert und vorhersagbar geblieben ist. In der Regel möchte der Leser eine gewisse Entwicklung bei den Romanfiguren erleben und immer wieder von diesen überrascht werden, entweder mit plötzlichen Wendungen oder mit aufregenden Charaktereigenschaften. In diesem Fall war Adam mit seinen wiederkehrenden Gedanken und Zweifel an der bevorstehenden Hochzeit das, was mich bei der Stange hielt. Ich habe gerne diese Passagen gelesen. Eine informative Beschreibung einer jüdischen Gemeinde im Herzen Londons ist leider ausgeblieben. Stattdessen schien die Autorin Spaß am Schreiben von substanzlosen Szenen gehabt zu haben, in denen jüdische Familien, vor allem die Frauen, als geistlos dargestellt werden. Bei mir hat sich die Freude an diesem Buch fern gehalten. Einzig Adams Gedanken haben mich unterhalten... aber leider war das doch noch zu wenig...

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    schokoloko29

    22. August 2013 um 09:59
  • Nicht wirklich schlecht aber...

    Die Arglosen

    Biene759

    ... ich hatte mehr erwartet - viel mehr. Inhalt: Zwölf glückliche Jahre sind Adam und Rachel schon zusammen, und niemand in ihrer Gemeinde im Nordwesten Londons ist überrascht, als sie ihre Verlobung bekanntgeben. Doch mit der Rückkehr von Ellie, Rachels undurchsichtiger Cousine, kommen Adam plötzlich Zweifel. Zweifel an einer Beziehung, die eingebettet ist in gesellige Feiertage, Urlaube in Israel, allgegenwärtige Mütter und einen gemeinsamen Freundeskreis. Ein Roman, der das moderne jüdische Leben mit viel Witz und Empathie porträtiert und bereits mit zahlreichen wichtigen Preisen ausgezeichnet wurde. Meinung:Die Idee der Geschichte hat mich interessiert, deswegen wollte ich dieses Buch auch unbedingt lesen. Und am Anfang fand ich das Buch auch wirklich interessant und ich hab gerne gelesen. Ich fand das Buch trotz der vielen Abschweifungen vom eigentlichen Thema recht angenehm zu lesen. Da ich vorher auch noch kein Buch zum Thema "jüdisches Leben" gelesen hab, fand ich sogar die vielen Beschreibungen hierzu und zu den jüdischen Bräuchen interessant. Aber irgendwann war es mir zu viel. Zu viele Abschweifungen, zu viel für die Geschichte belangloses Zeug, zu viel jüdisch (bitte nicht falsch verstehen, aber ab irgendwann konnte ich mir vorstellen wie das alles abläuft). An dem Punkt hatte ich in Gedanken schonmal einen Stern abgezogen. Und dann kam das Ende. Und ich reg mich immer noch wahnsinnig über die Feigheit und die Klischeehaftigkeit von diesem Ende auf. Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht, das hätte vieles retten können meiner Meinung nach. Aber so musste ich nochmal einen Stern abziehen weil es einfach so absoluter Durchschnitt war. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch...

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  • Die Arglosen

    Die Arglosen

    bookgirl

    Inhalt Adam und Rachel sind bereits seit zwölf Jahren ein Paar und wollen nun den nächsten Schritt wagen und heiraten. Doch als Ellie, die Cousine von Rachel aus New York in den Nordwesten Londons zurück kehrt, ist Adam sich plötzlich nicht mehr sicher, ob Rachel die Richtige ist. Seine Gedanken kreisen nur noch um Ellie und so stellt er nach und nach seine Beziehung zu Rachel in Frage. Meine Meinung Im Klappentext wird das Buch als Roman, der das moderne jüdische Leben mit viel Witz und Empathie porträtiert beschrieben. Den Witz konnte ich leider nicht feststellen. Ganz im Gegenteil habe ich schon lange kein so zäh geschriebenes Buch mehr gelesen, wie dieses hier. Über viele Seiten hinweg geschieht nichts. Adam und seine Gedankenwelt stehen im Fokus, die jedoch immer wieder um das gleiche Thema kreisen: Ellie. Er ist fasziniert von der Cousine seiner Verlobten. Von ihrer Art und ihrer Lebensweise. Er vergleicht sie mit Rachel, die dabei schlecht abschneidet und langweilig wirkt. Ich kann ja verstehen, dass man vor einer Heirat noch mal in sich geht und zweifelt, ob man das richtige tut und auch war sehr gut verständlich in welch engem Korsett er sich durch seinen jüdischen Glauben befindet. Aber ein wenig mehr Lebendigkeit hätte die Autorin bei ihren Schilderungen gerne einbringen dürfen. So quält man sich von Seite zu Seite und hofft, dass endlich etwas geschieht. Zumindest auf den letzten 100 Seiten liest sich das Buch ein wenig flüssiger, was eine regelrechte Wohltat war. Das Ende selbst hat mir nicht so gut gefallen, weil man keine Entwicklung feststellen konnte. Adam war der gleich Adam, wie ca. 400 Seiten zuvor. Ein Mensch, der durch die jüdische Lebensweise und auch seine vaterlose Jugend geprägt ist und diese unsichtbaren Fesseln wohl nie ganz wird ablegen können. Fazit "Die Arglosen" ist eine Lektüre, die gewiss anspruchsvoll ist, mich jedoch leider nicht überzeugt hat

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  • Die Arglosen (Francesca Segal)

    Die Arglosen

    LieLu

    Kein & Aber Verlag Die Autorin Francesca Segal ist englische Autorin und zugleich Journalistin. Sie veröffentlichte u.a. Artikel im Granta Magazine, dem Guardian und dem Daily Telegraph. Die Arglosen ist Francesca Segals Debüt. Es wurde bereits mit dem Costa First Novel Award, dem National Jewish Book Award und dem Sami Rohr Preis ausgezeichnet. Die Arglosen Sie sind frisch verlobt, seit 12 Jahren ein Paar, gehören der jüdischen Gemeinde Hampstead Garden Suburb an und stecken mitten in den Hochzeitsvorbereitungen. Adam und Rachel, ein argloses Paar, bei dem alles so läuft wie geplant, inmitten ihrer Hochzeitsvorbereitung, taucht auch Rachels Cousine Elli auf. Die jedoch total unpassend und unkonventionell zu sein scheint, immer falsch angezogen und die falschen Phrasen auf den Lippen. Sie wuchs unter schwierigen Verhältnissen auf, nimmt Drogen und besticht durch Affären mit älteren Männern. Zudem dreht sie einen erotischen Film, weshalb sie mit ihrem Studium aufhören muss. Plötzlich kommen Adam Zweifel an der Beziehung zu der geordneten und immer besonnenen Rachel und das nach 12 glücklichen Jahren? Alles scheint perfekt: der gemeinsame Freundeskreis, Eltern, Adam hat eine tolle Arbeit in einer Anwaltskanzlei. Doch Ellie ändert plötzlich alles. Adam findet sie einerseits völlig unpassend, andererseits fühlt er sich zu dieser Frau gefährlich hingezogen. Sie zeigt ihm, dass es mehr im Leben gibt als Traditionen und Familienfeste und plötzlich scheint Adam nicht mehr der Alte zu sein. Er will ausbrechen aus den Zwängen und der Enge, in der er sich plötzlich gefangen fühlt. Doch ist er bereit für Ellie seine Frau und sein bisheriges Leben auf einen Schlag zu beenden? Fazit Bereits das erste Kapitel beginnt mit dem Anzugkauf von Adam und dem Auftauchen von Ellie. Der Leser ist sofort mitten im Hochzeitstrubel von Rachel und Adam und im Streit um Rachels Cousine Elli. Die Beschreibungen der einzelnen Personen, lassen dem Leser ein Bild der jeweiligen Figur erscheinen, was den Leser noch mehr ins Geschehen einbringt. Auch der Titel passt sehr gut, denn als „arglos“ wird jemand bezeichnet, dem noch nichts schlimmes widerfahren ist, der blauäugig durchs Leben geht. Nach außen hin wirkt das junge Paar Rachel und Adam auch so, als würden sie ihr Leben so gestalten wie geplant. Doch als Rachels unkonventionelle Cousine Ellie aus Amerika anreist, ist es um die Ordnung der Familie geschehen, denn diese ist nicht nur chaotisch und wild, sondern auch ziemlich ausgebrannt, wie Adam bereits beim 1. Treffen mit ihr feststellt. Dieser Gegensatz ist es, der Adam förmlich anzieht. Das ist es, was Adam im Roman plötzlich unsympathisch werden lässt, obwohl er bis dahin auch nicht der perfekte Ehemann war. Doch für Ellie setzt er alles aufs Spiel. Leider ist die ganze Geschichte etwas zäh erzählt und man hat Mühe dabei zu bleiben, da recht wenig passiert. Im Endeffekt leider nur ein Durchschnittsroman, der von der Story her recht interessant ist, aber leider nichts Neues aufweist. Eine gescheiterte Liebesgeschichte, über das Begehren eines Mannes, der sich plötzlich in einem anderen Leben als erwartet wiederfindet. Auch um die Geschichte der Juden wird einiges aufgegriffen, was vor allem die jüdischen Feier- und Festtage betrifft, aber auch Regeln und Norman in der jüdischen Gemeinde werden angesprochen. So scheint es nur klar, wie sich Adam letztendlich entscheiden wird.

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    • 2
  • Soll er oder soll er nicht?

    Die Arglosen

    Grandville

    Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen.   Von den Versprechungen des Klappentextes („Der mehrfach ausgezeichnete Roman einer begnadeten Newcomerin, die das modernes jüdisches Leben mit viel Humor und Empathie porträtiert.“) ist nicht viel geblieben. Sicherlich hat sie mit diesem Buch (mindestens) drei Preise gewonnen (Sami Rohr ,Prize for Jewish literature in fiction 2013, den Costa First Novel Award 2012 und den National Jewish Book Award for fiction 2012). Das lässt mich allerdings fragen: wie schlecht waren die anderen Einsendungen? Wenn man dann noch erfährt, dass Francesca Segal die Tochter von Erich Segal ist, stellt man sich in Bezug auf die Preise noch ganz andere Fragen.   Das einzige Versprechen, dass gehalten wurde, war das Porträt des jüdischen Lebens im gegenwärtigen London. Wobei ich mir allerdings ziemlich oft in Erinnerung rufen musste ‚Wir sind nicht im Jahr 1955!’ und erschrak, wenn das Internet, Smartphones und ähnliches moderne Zeugs im Text erwähnt wurde.   In wie weit die Darstellung des Lebens in einer jüdischen Gemeinde getroffen ist und einen treffenden realen Hintergrund für diese Geschichte bietet, kann ich nicht beurteilen, da ich selbst keine Einblicke in Sitten und Gebräuche dieser Religionsgemeinschaft habe. In diesem Roman war es schon interessant zu erleben, wie eng die Konventionen sind und jeder versucht, sich seine kleinen Freiheiten zu erkämpfen. Aber im Grunde sind die Personen und der religiöse Hintergrund austauschbar, denn diese Geschichte hätte z.B. auch in einer guten katholischen Gemeinde so geschehen können. Was mich ein klein wenig gestört hat ist, dass anscheinend viel Vorwissen verlangt wurde. Da ich nicht mit dem Judentum vertraut bin und nur wenig rudimentäres Wissen aus Dokumentationen usw. habe, sind mir einige Stellen fremd geblieben, weil z.B. Begriffe und Vorgänge nicht näher erläutert wurden.   Was ich leider nicht im Buch finden konnte war der angekündigte Humor. Auch konnte mich keiner der Charaktere irgendwie fesseln oder für sich einnehmen (bis auf die Großmutter, die aber leider viel zu sehr im Hintergrund bleiben musste). Die Handlung war ziemlich vorhersehbar und nicht wirklich überraschend, was den Eindruck des „sich Ziehens“ aufgrund der Spannungslosigkeit noch verstärkte. Das Buch war (es tut mir sehr leid, dass sagen zu müssen) einfach langweilig.   Abschließend fällt mir eine Bewertung schwer. Die Idee fand ich von Anfang an interessant und da hätte man was draus machen können. Leider ist der Humor aber auf der Strecke geblieben und die Geschichte im Grunde von Anfang an vorhersehbar, was einen fragt, warum man überhaupt weiterlesen soll. Die Charaktere sind fast alle unsympathisch und treiben einen in den Wahnsinn, weil sie so merkwürdig agieren. Ein Coming of Age Roman, dem einiges an Schwung fehlt.   Da es sich um das erstes Werk der Autorin handelt, sehe ich noch eine schriftstellerische Entwicklung nach oben möglich und tendiere zu gut gemeinten 3 Sternen. Aber auch nur, weil ich keine 2,5 vergeben kann. Wer sich für das jüdische Leben bzw. das Judentum in der Gegenwart interessiert, wird hier bestimmt nicht schlecht unterhalten werden. Wirklich empfehlen kann ich diesem Roman aber leider nicht.

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    • 2
  • Die Arglosen

    Die Arglosen

    anell

    Nachdem ich die Inhaltsangabe zweimal gelesen hatte, war mir klar, ich will dieses Buch lesen.  Ich dachte, es ginge um einen Mann, der eine Entscheidung trifft die sein Leben auf den Kopf stellt, vielleicht aus den Angeln wirft und ihn hinterher für immer verändert.  Nach 432 Seiten muss ich sagen, die Geschichte ist relativ belanglos.  Eingebettet in das Alltagsleben der Protagonisten, und vielen von der Autorin sehr weitschweifend gestalteten Exkursionen in das moderne jüdische Leben in London und die Viten der Bewohner, bekommen wir die Geschichte von Adam, Rachel und Ellie erzählt.  Adam der eigentlich immer genau das gemacht hat, was die Gemeinschaft von ihm verlangt hat. Und jetzt steht er kurz davor, Rachel zu heiraten. Dann kommt Rachels Cousine Ellie aus New York zurück in den Schoß der Familie und Adam verfällt ihr. Allerdings über weite Strecken des Buchs nur in Gedanken.  Das Buch teilt sich in drei Teile auf und vom ersten Teil war ich noch sehr angetan. Auch wenn die Autorin weitschweifig erzählt und des öfteren die eigentliche Geschichte in den Hintergrund stellt, so machte es doch die Figuren zu Typen und ich musste schon öfters schmunzeln, über die Verschrobenheiten von Adams und Rachels Familien.  Irgendwie hatte ich erwartet, das Buch würde fulminant mit der Hochzeit enden, aber die Hochzeit bildet eher den Übergang zwischen Teil eins und zwei. Danach ging es für mich steil bergab.  In den letzten beiden Teilen habe ich gewisse Antipathien gegen Adam und Rachel entwickelt. Je weiter ich gelesen habe, desto unsympatischer wurde mir Rachel. Ich war von beginn an nicht wirklich ein Fan von ihr. Ich empfand sie als oberflächlich und nur aufs Äußere und materielle Dinge fixiert. Eine Figur die ihr Heil als Hausfrau und Mutter sieht (was keine Kritik an Hausfrauen/Müttern sein soll) und sich bei Adam ins wohlig gemacht Nest setzt. Ihr Leben bestetht nur noch daraus, ihn herumzukommandieren, ihr gemeinsames Leben alleine zu planen und weiterhin die verwöhnte Prinzessin zu spielen.  Das ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass Adam einfach ein naiver Schwächling ist. Sogar ein Gummibärchen hat mehr Rückgrat als er. Er ist zu feige Entscheidungen zu treffen, weil ihm klar ist, dass sein Leben so wie er es kennt und braucht, vorbei sein wird, wenn er einen Schritt in eine andere Richtung wagt. Die meiste Zeit probt er einen Aufstand nur in Gedanken. Sei es Krititk oder den Betrug an seiner Verlobten/Ehefrau.  Das erschreckende ist, dass mir absolut kein Grund einfällt, warum Adam und Rachel heiraten sollten. Außer vielleicht der, dass sie jetzt eh schon zwölf Jahre zusammen sind, und es auf die nächsten fünfzig jetzt eh nicht mehr ankommt. Und es auch alle von ihnen erwarten. Ein Gedanke der mich zu gleichen Teilen anwidert und entsetzt, weil ich mir die Frage stellen musste, was eine langjährige Beziehung eigentlich sonst noch ausmacht, außer der Routine zu der ein Leben nun mal geworden ist.  Als letztes haben wir Ellie.  Ellie die genau wie Adam ein Elternteil tragisch verloren hat, aber mit ihrem Leben allein zurecht kommen musste, und es geschafft hat, auch ohne die Familie zu überleben (ja das ist möglich Adam). Sie ist Model. Unkonventionell. Eine Schönheit mit dem "gewissen Etwas". Und Adams heimliche Flucht aus dem Alltag. Wer hier eine brissante und riskante Affäre oder großes Drama erwartet, wird enttäuscht werden. Ellie ist von den dreien die einzige die ich als wirklich "erwachsen" einstufen würde.  Während Rachel das verwöhnte Prinzesschen gibt, und Adam ein naiver Träumer bleibt, lebt sie ihr Leben in ich nenns mal "der echten Welt". Ich gebe dem Buch drei Sterne.  Es war nicht das, was ich erwartet habe. Aber die Figuren haben mich für sich eingenommen (wenn auch die meisten davon negativ. Und manchmal hatte ich den Drang zwischen die Seiten  zu kriechen und abwechselnd Adam und Rachel zu würgen).  Die Arglosen haben mich zum Grübeln gebracht. Über Konventionen, das straffe Korsett aus Erwartungen, Hoffnungen, Wünschen das wir uns alle immer noch umlegen, um die die uns wichtig sind nicht vor den Kopf zu stoßen. Über Beziehungen.    Ob ich das Buch empfehlen kann? Zu gleichen Teilen ja und nein.   Einerseits bringt es mich zum Grübeln (was ich immer gut an Büchern finde), andererseits hat es schon seine Hänger, seine ausufernden Zwischenkapitel in denen die Story auf der Stelle tritt, und Charaktere die mich des öfteren zur Weißglut treiben. 

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    • 2

    aba

    08. August 2013 um 14:32
  • Die Unentschlossenen

    Die Arglosen

    Dreamworx

    Die Autorin Francesca Segal erzählt in ihrem Roman „Die Arglosen“ die Geschichte von Adam, Rachel und Ellie. Als sich Rachel und Adam verloben, sind sie schon seit 12 Jahren ein Liebespaar. Ihre Freunde und Familien sind glücklich, haben sie dies doch schon längst erwartet. Rachel und Adam leben im Nordwesten Londons, jüdische Traditionen und die ihre Gemeinde prägen ihren Alltag. Doch all dies wird wie durch ein Erdbeben auf einmal erschüttert, denn Rachels Cousine Ellie bringt mit ihrem Auftauchen die Gefühlswelt von Adam ins Wanken. Plötzlich stellt er fast alles in seinem Leben in Frage, beginnt an seiner Beziehung zu Rachel zu zweifeln und verliebt sich in Ellie und was diese verkörpert. Aber Adam ist auch unentschlossen, wankelmütig. Er möchte Rachel nicht verlieren, aber Ellie möchte er auch behalten. Wie soll er sich bloß entscheiden? Rachel scheint von diesem Zwiespalt so gar nichts mitzubekommen. Und am Ende trifft Ellie für alle die Entscheidung allein… Der Grundgedanke der Geschichte an sich ist interessant. Aber leider verliert die Story ihren Schwung durch die ständigen Abschweifungen und Nebenerzählungen, die die Autorin unbedingt in dem Buch unterbringen möchte. Die chaotische Gefühlswelt von Adam wurde nur sehr oberflächlich ausgearbeitet und war nicht wirklich nachvollziehbar. Die ahnungslose Rachel war auch keine Sympathieträgerin, da sie als ein Mensch dargestellt wird, dem nur Materielles wichtig ist. Die Beschreibung der Charaktere und ihre Beziehung untereinander war leider auch sehr oberflächlich, so dass man sich mit keinem der Protagonisten so richtig verbunden fühlte. Der Schreibstil der Autorin tut ein Übriges dazu, dass man sich regelrecht durch das Buch durchkämpfen musste. All diese Negativpunkte machten das Lesen dieses Romans zu einer wirklichen Geduldsprobe. Leider kann die Geschichte kaum fesseln, eine Spannung baut sich gar nicht erst auf. Wer sich auf den Klappentext verlässt, erlebt eine Enttäuschung. Die liebevolle Gestaltung des Buches samt Cover durch den Verlag entschädigt dafür leider nicht. Sehr schade!

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    • 2
  • "Die Arglosen"

    Die Arglosen

    Lole

    03. August 2013 um 11:24

    Inhalt: 12 Jahre sind Adam und Rachel ein Paar- glücklich, sorglos wie am ersten Tag. Zusammen leben sie in einer jüdischen Gemeinde wo jeder jeden kennt und alle wie eine große Familie sind. Doch als Rachels Cousine Ellie wieder auftaucht, stellt Adam zum ersten Mal seine heile Welt in Frage. Meine Meinung: In das bezaubernde Cover habe ich mich sofort verliebt- es wirkt so besonders. Auch der Klappentext klang sehr interessant und vielversprechend- aber davon sollte man sich eben nicht täuschen lassen. Von vornherein hatte ich aber leider meine Probleme mit dem Buch- der Inhalt konnte mich einfach nicht mitreißen... Die ersten Kapitel verlaufen sehr sehr schleppend- der versprochene Humor? Fehlanzeige. Immer wieder schweift die Autorin sehr von der tatsächlichen Handlung ab- natürlich versteht man dadurch Adams Umwelt und das Leben in einer jüdischen Gemeinde besser, aber was zu viel ist, ist einfach zu viel. Es ist daher sehr mühsam zu lesen, da man, wenn es mal interessant wird, wieder durch unnötige Szenen aus dem Konzept gebracht wird. Auch wenn es in den späteren Kapiteln endlich etwas interessanter wird, konnte das meinen Gesamteindruck nicht mehr wirklich beschönigen. Das Ende war nicht überraschend- die ganze Geschichte war eigentlich sehr vorausschaubar. Ich fand es auch unpassend, dass der erste Teil der Geschichte sich dauernd um die Hochzeit drehte- und dann wum, war alles auch schon vorbei. Warum dann zuerst so ein trara drum machen? Nur um die Dispute zwischen Rachel und Adam zu verdeutlichen? Dies hätte man auch anders rüberbringen können. Was ich interessant fand, war die Beschreibung des Lebens, welches Adam und Rachel führen. Ein Leben das bestimmt wird durch die Eltern und vor allem durch die Gemeinde. Welche Erwartungen muss man erfüllen? Was wird als richtig, was als falsch angesehen? Eigene Meinung, Individualität? Fehlanzeige. Ein erdrückendes Leben. Erzählt wird die Geschichte aus Adams Sicht- der mir am Anfang ja noch leid tat, man spürt merklich, dass er nicht glücklich ist und sich mehr vom Leben erhofft- aber ich finde, dann hätte er endlich mal Klartext sprechen müssen. Er ist total zwiegespalten- einerseits auf der Suche nach mehr, nach etwas Neuem, endlich mal ein "eigenes" Leben führen. Andererseits ist er 12 Jahre mit Rachel zusammen, ihr Vater ist sein Boss und sein Vaterersatz, er möchte von ihm geliebt werden. Er hat eigentlich alles was er braucht- nur seinen eigenen Willen darf er mehr oder weniger nicht haben. Dauernd lässt er sich von allen rumkommandieren- wer wenn nicht er, könnte an seinem Leben etwas ändern? Seine Liebe zu Rachel ist mir zu "extrem", er versucht dauernd ihr alles recht zu machen und sein dauerndes "Spatz" nervte mich im verlauf des Buches immer mehr. Rachel war mir auch total unsympathisch- anstrengender geht's wohl nicht. Allein schon beim Lesen fühlte ich mich genervt von ihrer perfekten Art. Sie ist glücklich in ihrer kleinen Welt- aber dumm ist sie auf jeden Fall nicht, auch sie merkt, dass Adam mehr will im Leben. Der Schreibstil und Wortwahl war zwar in Ordnung, aber die dauernden Ausschweifungen waren anstrengend. Dadurch wurde das Buch für mich leider nicht zum page-turner. Fazit: Zusammengefasst war es wohl einfach kein Buch für mich- auch wenn die letzten Kapitel endlich spannender werden, konnte mich das Buch einfach nicht fesseln.

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  • Die Arglosen

    Die Arglosen

    susafoe

    29. July 2013 um 15:43

    Die Arglosen Adam und Rachel leben im jüdischen Viertel in London, sind beide Ende zwanzig und seit Teenagerzeiten ein Paar. Die Geschichte beginnt, nachdem sie sich gerade verlobt haben. Ihre Hochzeit wird von Rachel und ihrer Mutter groß geplant, Adam wandelt zumindest gedanklich jedoch gerade auf Abwegen. Ellie, die schöne aber auch etwas zwielichtige Cousine von Rachel schwirrt ihm ständig durch den Kopf ist zurzeit auch gerade in London angekommen, nachdem es in New York für sie einige Schwierigkeiten gab. Adam arbeitet als Anwalt in der Kanzlei seines zukünftigen Schwiegervaters, der für ihn zu einer Art Ersatzvater geworden ist, nachdem sein leiblicher Vater starb, als Adam noch ein Kind war. Da er und Rachel bereits so lange ein Paar sind, wird Adam längst wie ein Familienmitglied behandelt. Daher ist Adam auch zutiefst verunsichert. Zum einen glaubt er Rachel zu lieben und spürt tagtäglich die Sicherheit der Familie und Gemeinde. Zum anderen fühlt er sich zu Ellie hingezogen, was jedoch für ihn kaum überschaubare Konsequenzen nach sich ziehen würde, würde er diesem Verlangen nachgeben. Wir erfahren sehr viel über das heutige Leben und den Zusammenhalt der jüdischen Gemeinde in London. Es ist anzunehmen, dass es sich auch anderenorts so oder ähnlich abspielen könnte. Die Familien sind untereinander sehr stark verbunden, jeder scheint alles über den anderen zu wissen. Für mich war dies sehr interessant und meines Erachtens auch nicht zu ausführlich dargestellt, dafür ab und an mit einem Augenzwinkern. Der Großteil des Romans behandelt Adams Gefühlswelt. Alle anderen Charaktere spielen eher eine Nebenrolle. Rachel ist das perfekte kleine Frauchen, das zur Prinzessin erzogen wurde, der jeder Wunsch erfüllt wird und die nach der Hochzeit zu allererst ihren Job aufgibt. Wobei man dazu sagen muss, dass sie fast ausschließlich aus Adams Sicht beschrieben wird und von der Autorin keine eigenen Gedankengänge zugelassen wurden. Das hat mir gefehlt und das fand ich sehr schade. Daher fällt es einem leicht, sie als sehr unsympathisch zu bezeichnen. Adam entfernt sich ja auch mehr und mehr von ihr – der Leser daher auch. Ellie ist das genaue Gegenteil von Rachel und wird von Adam wahrscheinlich genau aus diesem Grund nahezu angebetet. Genau wie Adam hat auch Ellie sehr früh ein Elternteil verloren und diese Tatsache nimmt Adam zum Anlass, sich erst mal als eine Art Beschützer für Ellie anzusehen. Ellie ist mir von diesen dreien noch die Figur, die am sympathischsten wirkt und einigermaßen authentisch rüberkommt. Adam selbst befindet sich von Anfang in diesem Dilemma, dass er sich nach diesen vielen Jahren mit Rachel fragt, ob es nicht doch noch ein anderes Leben für ihn gibt. Er allerdings nicht sicher ist, ob er den Mut besitzt, überhaupt ein anderes Leben führen zu wollen. Gerne hätte ich ihn das ein oder andere Mal kräftigt wachgerüttelt... Es hat sich mir bis zum Ende nicht erschlossen, warum sich Adam für Rachel oder Ellie entscheiden sollte. Für mich passt er weder zu der einen, noch zu der anderen... Mir fällt eine Bewertung etwas schwer. Einerseits war ich sehr gespannt auf dieses Buch, weil mich die Leseprobe sehr angesprochen hat. Andererseits hat mich die Geschichte nicht so gepackt, wie ich erhofft hatte. Gerne würde ich 3,5 Sterne vergeben, was nicht geht. Für 4 Sterne hat es dann aber leider nicht gereicht.

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  • Anpassung oder Risiko?

    Die Arglosen

    passionelibro

    25. July 2013 um 14:14

    „Die Arglosen“ von Francesca Segal ist im Verlag Kein & Aber, Zürich erschienen. Der Roman erzählt die Geschichte von Adam, der als Anwalt bei seinem Schwiegervater in spe und Ersatzvater arbeitet und seit 12 Jahren glücklich mit Rachel zusammen ist. Sie leben im jüdischen Viertel Londons, ihre Familien sind eng verbunden wie auch die ganze jüdische Gemeinschaft. Jetzt haben sich verlobt und es beginnen schon bald die Vorbereitungen zur Hochzeit. Doch dann kommt Rachels Cousine Ellie aus New York zurück nach London und bei Adam kommen Zweifel auf, ob er dieses Leben, eng mit der Familie und der Gemeinschaft verbunden und vor allem mit Rachel überhaupt möchte. Soll er weiterhin sich anpassen und dabei alle Vorteile und wenige Nachteile genießen oder soll er den Ausbrauch mit Ellie riskieren? Das Buch gibt einen ehrlichen Einblick in das Leben eines jungen Mannes, der den Tod seines Vaters nicht überwunden hat und sich aus Bequemlichkeit seiner Umwelt anpasst. Als er plötzlich sieht, dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt, gerät er ins Schwanken – aber er ist ohne Rückgrat und wenn er auch gedanklich sündigt, schafft er es nie, eigene Entscheidungen zu treffen. Ich hätte mir mehr Einblicke in die Gedankenwelt von Rachel und Ellie gewünscht, damit die Charaktere tiefgründiger werden – so waren sie mir insgesamt doch alle zu oberflächlich.

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  • Der Versuch eines Ausbruch aus der Konvention

    Die Arglosen

    mabuerele

    22. July 2013 um 17:08

    Adam ist Anwalt in London und Mitglied der jüdischen Gemeinde. In der Synagoge nimmt der die Glückwünsche zu seiner Verlobung mit Rachel entgegen. Sie kennen sich seit mehr als 10 Jahren. Adam arbeitet in der Anwaltskanzlei von Lawrence, seinem Schwiegervater. Plötzlich steht Adam Ellie Schneider gegenüber, der Cousine von Rachel. Ellie hat bisher in New York gelebt und mit freizügigen Fotos von sich reden gemacht. Die Autorin beschreibt das jüdische Leben im heutigen London sehr detailgenau. Auch die Personen werden sehr gut charakterisiert. Dabei wird deutlich deutlich, dass die Gemeinde wie eine geschlossene Gesellschaft wirkt. Sie gibt Geborgenheit und Sicherheit. Jeder kann im Ernstfall auf Hilfe hoffen. Dieses Leben hat aber auch seine Schattenseiten. Ein Ausbruch aus den Beziehungen ist nur schwer möglich. Im Roman stehen sich zwei Personen gegenüber. Adam, der den vorgezeichneten Weg gegangen ist, und in Rachel eine Partnerin gefunden hat, die zu ihm passt. Da er schon in jungen Jahren seinen Vater verloren hat, ist Lawrence für ihn wie ein Vater. Ellie musste ihr Leben allein meistern. Sie ist nicht bereit, sich für ihre Fehler zu entschuldigen, sondern möchte so angenommen werden, wie sie ist. Adam fühlt sich von ihr angezogen. Sie bietet ihm die Chance, aus der Normalität auszubrechen. Rachel dagegen ist wie eine verwöhnte Prinzessin erzogen worden. Die Ehe ist ihr Lebensziel. Wer eine rasante Liebesgeschichte erwartet, ist bei dem Buch definitiv falsch. Lange betrügt Adam seine Freundin nur in Gedanken. Eigentlich könnte man es auch härter ausdrücken: Er weiß nicht, was er will. Die Dreiecksgeschichte ist eingebettet in die Beschreibung des alltäglichen Lebens. Das bedeutet auch, dass ich als Leser viel aus der Vergangenheit der handelnden Personen erfahre. Die Spannungen, die durch das enge Zusammenleben entstehen, werden ab und an thematisiert. Außerdem drehen sich Adams Gedanken nicht nur um Ellie, er schweift auch gern zu anderen Themen ab. Das Buch besteht aus drei Teilen. Der erste hat mir sehr gut gefallen, die folgenden beiden weniger. Adams Verhalten war dort für mich nicht in jedem Fall nachvollziehbar. Eine der Protagonisten möchte ich noch erwähnen, weil sie mich durch ihr Verhalten sehr beeindruckt hat. Das ist Ziva, die Großmutter von Rachel und Ellie. Sie scheint lange die einzige zu sein, die die Verhältnisse durchschaut. Und sie mag Ellie um ihrer selbst willen. Wenn man sich für jüdisches Leben in der Gegenwart interessiert, dann kann ich das Buch empfehlen. Ich hatte den Eindruck, dass die Beziehung zwischen Adam und Ellie nur als Möglichkeit genutzt wurde, die unterschiedlichen Lebensverhältnisse junger Juden in der heutigen Zeit darzustellen. Dem wird das Buch sicher gerecht. Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen, wenn er auch speziell im zweiten Teil einige Längen aufweist.

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  • "Die Arglosen"

    Die Arglosen

    MintCandy

    22. July 2013 um 12:54

    "Du hast mir einen flüchtigen Blick aufs Paradis gewährt, darauf, wie das Leben sein könnte, und jetzt verlangst du von mir (...), dass ich mich mit dem zufrieden gebe, was ich mir ausgesucht habe, bevor mir klar wurde, dass das Leben auch anders sein kann." "Die Arglosen" von Francesca Segal, erschienen im Kein&Aber Verlag. Adam und Rachel stecken mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen. Doch mit der Rückkehr von Ellie, Rachels unangepasster Cousine, kommen Adam plötzlich Zweifel. Zweifel an einer Beziehung, die eingebettet ist in den Charme Nordwestlondons, in gsellige Feiertage und allgegenwärtige Mütter. Die Geschichte von Adam, Rachel und Ellie geht durch Höhen und Tiefen und einigen Stimmungsschwankungen bei Adam. Ich liebe Rachel...ich liebe sie nicht. Ich liebe Ellie...Ich liebe sie nicht. Der Schreibstil liest sich zwar sehr flüssig, aber man hat das Gefühl das sich in den 430 Seiten ständig wiederholt wird. Zu wenig Handlung für zu viele Seiten. Fazit: Die Geschichte von Adam, Rachel und Ellie reißt einen nicht wirklich mit. Schade:(

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  • Die Arglosen.....

    Die Arglosen

    ninael

    21. July 2013 um 14:55

    .....Adam, Rachel und Ellie. Klappentext: Zwölf glückliche Jahre sind Adam und Rachel schon zusammen, und niemand ist überrascht, als sie ihre Verlobung bekannt geben. Alles ist perfekt: Sie haben einen gemeinsamen Freundeskreis, Adam arbeitet in der Anwaltskanzlei seines Schwiegervaters, und sie werden in jener Gemeinde im Nordwesten Londons eine Familie gründen, in der sie selbst aufgewachsen sind. Doch plötzlich taucht Rachels Cousine Ellie auf, und Adam fühlt sich gefährlich hingezogen zu der gleichzeitig wilden und verletzlichen jungen Frau. Zum ersten Mal in seinem Leben ist er gezwungen, seine Welt infrage zu stellen und alle bisherigen Entscheidungen neu zu bewerten. Das Buch: Ich hatte mich richtig auf das Buch gefreut, der Klappentext macht neugierig und als das Buch endlich kam war ich total überrascht. Das Cover find ich schick es fühlte sich alles gut an und es konnte losgeshen. Leider kamen dann auch die negativeren Seiten. Ich konnte mich mit der Geschichte des Adam, der nach 12 Jahren Beziehung endlich sich mit Rachel verlobt hatte, nicht wirklich reinfinden. Irgendwie hatte ich nie wirklich das Gefühl in der Geschichte drin zu sein. Die Beziehung zu Ellie und deren Anziehung zueinander ist für mich zu oberflächlich geblieben. Ich konnte dadurch nicht mitfühlen wie die beiden anfingen füreinander Gefühle zu entwickeln und somit die im Buch beschriebene große Anziehung nicht nachempfinden. Die Nebengeschichte mit der Kanzlei GGP des zukünftigen Schwiegervater Lawrence die durch Fondsgeschäfte die Pensionsrückstellungen aller Mitarbeiter verloren empfand ich als kurzer Hoffnungsschimmer. Das Buch gewann dadurch an Spannung. Für mich, der sich mit dem Brauchtum der Juden nicht wirklich auskennt waren die vielen Begrifflichkeiten, die im Buch oft ohne große Erklärung erwähnt wurden ein Hinderniss. Es hat mich aus dem Lesefluss gebracht da ich diese dann nätürlich nachgeschlagen habe. So mußte ich mich eher durch dieses Buch "arbeiten". Damit konnte es leider nicht halten was ich mir vom Klappentext versprochen hatte. Weil ich viel neues gelernt habe gibt es dafür immerhin noch 3 Sterne.

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