Francesco Dimitri

 3.9 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf von Francesco Dimitri

Francesco Dimitri ist ein in London lebender italienischer Autor und Geschichtenerzähler. Er hat Romane, Sachbücher, Essays und Comics verfasst, für Kino, digitale Medien und Zeitschriften geschrieben und für Top-Geschäftskunden gearbeitet. Auf seiner ständigen Suche nach Wundern hat er Dokumentarfilme über UFO-Kulte gedreht, tief in den Wäldern Siebenbürgens geschlafen, sich mit Mathematikern, Künstlern, Köchen, Psychologen und Bühnenmagiern unterhalten.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Francesco Dimitri

Cover des Buches Das Buch der verborgenen Dinge (ISBN:9783453320352)

Das Buch der verborgenen Dinge

 (7)
Erschienen am 10.02.2020

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Rezension zu "Das Buch der verborgenen Dinge" von Francesco Dimitri

Spannende Geschichte, aber nicht ganz mein Thema
Kitty_Catinavor einer Stunde

Schon in ihrer Jugend haben die vier Freunde Fabio, Tony, Mauro und Arturo einen Pakt geschlossen. Jedes Jahr, immer am gleichen Tag und zur selben Zeit, treffen sie sich in ihrem Heimatort Casalfranco. Als aber in diesem Jahr ausgerechnet Arturo, der diesen Pakt ins Leben gerufen hat, nicht zum Treffen erscheint, sind sich die anderen drei sicher, dass irgendetwas geschehen sein muss. Schnell stellen sie fest, dass hinter Arturos Verschwinden mysteriöse Gründe stecken.


Neugierig hat mich bei diesem Buch definitiv das Cover gemacht, denn dieses ist richtig toll und ich kann bereits sagen, dass es ziemlich gut zur Handlung passt. Ebenfalls hörte sich der Klappentext wirklich interessant und spannend an und teilweise konnte die Geschichte auch halten, was dieser verspricht, aber leider nicht zum größten Teil.


Schon der Schreibstil des Autoren ist nicht einfach nullachtfünfzig. Vielmehr schreibt er sehr bildlich, aber auch ausführlich, manchmal schon zu ausschweifend. Das untermalt zwar die Atmosphäre der Geschichte recht gut, sorgt aber eben auch teilweise dazu, dass sich die Geschichte an manchen Stellen ein bisschen in die Länge zieht. Ansonsten ließ sich das Buch, auch auf Grund der recht kurzen Unterkapitel, flüssig und schnell lesen.


Erzählt wird die Geschichte unregelmäßig abwechselnd aus Sicht der drei Freunde Fabio, Tony und Mauro, was bei dem einen oder anderen vielleicht zu Verwirrungen führen könnte. Ich bin damit aber größtenteils ganz gut klar gekommen. Außerdem mochte ich das Setting der Story und ihre Atmosphäre. Man spürt beim Lesen förmlich die Wärme des Südens und das italienische Flair und durch die bildlichen Beschreibungen bekam ich ein sehr gutes Bild von der Landschaft und den Menschen. Zudem war die ganze Geschichte sehr mysteriös, hatte einen leicht düsteren Unterton, und war, solange der Autor eben nicht zu sehr in Trivialitäten abschweifte, meistens sogar wirklich spannend. Nur einige Anekdoten aus der Vergangenheit fand eher langweilig und nicht zielführend. Bei diesen hatte ich das Gefühl, dass sie nur eingebaut wurden, um manchmal gerade in entscheidenden Momenten die ansonsten reichlich vorhandene Spannung zu drosseln. Auch dieser ganze Aspekt rund um Religion und Glaube hat mir gar nicht gefallen, war er mir doch zu negativ behaftet und teilweise sogar respektlos. Weiter wird dieses Buch in die Genres Fantasy und Horror eingeordnet, wovon ich aber nicht wirklich etwas gespürt habe, denn obwohl es oft mysteriös zugeht und ein großes Geheimnis um Arturos Verschwinden gemacht wird, passiert nichts wirklich Unerklärliches, bis die ganze Geschichte mit nur einem Wort aufgelöst wird. Mich persönlich hat das zwar nicht gestört, aber wer genau das erwartet, wird wohl eher enttäuscht werden. 


Die Beschreibungen der Charaktere fand ich okay. Extrem aufgefallen ist mir, dass sich Fabio, Tony und Mauro viel zu sehr geähnelt haben. Zwar führt jeder von ihnen ein anderes Leben, aber keiner von ihnen hat irgendetwas Besonderes, was ihn aus der Menge hätte herausstechen lassen. Zudem ist in diesem Roman niemand, auch keiner der Nebencharaktere, sonderlich sympathisch und ihre Ansichten habe ich auch eher selten geteilt. Trotzdem waren die einzelnen Figuren irgendwie authentisch und wirkten lebendig und greifbar, was mir hingegen ganz gut gefallen hat.


Wer hier also einen total gruseligen Fantasyroman erwartet, der sollte gewarnt sein, denn das ist dieses Buch auf gar keinen Fall. Vielmehr gibt es hier eine Geschichte über eine langjährige Freundschaft, gepaart mit ein bisschen Detektivarbeit und fast schon okkultistisch angehauchtem Mysterium. Diese hat mich zwar durchaus gepackt, war aber oftmals thematisch einfach nicht mein Ding.

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Rezension zu "Das Buch der verborgenen Dinge" von Francesco Dimitri

Ein ungewöhnliches Buch, das sich mit der Frage nach Glauben und Freundschaft auseinandersetzt.
Flaventusvor einem Tag

Manche Bücher sind ein kleines Überraschungs-Bonbon. Trotz Genre-Zuordnung, Klappentext und Werbebotschaften lässt es sich nur schwer erraten, was mich als Leser zu erwarten hat. “Das Buch der verborgenen Dinge” ist ein solcher Überraschungs-Roman.

Ungewöhnlich

Eingeordnet wird das Buch als paranormaler Fantasy-Roman, der Klappentext liest sich eher nach einem Drama, am Ende ist es eine Mischung aus beidem, wobei sich das Paranormale dezent im Hintergrund hält. Das Buch ist eindeutig mehr Drama als alles andere und konzentriert sich auf die Beziehung der vier Freunde, die sich regelmäßig einmal im Jahr im italienischen Apulien treffen.

Gerade zu Beginn des Buchs glückt die Mischung aus der Beschreibung der Region und der Beziehung zwischen den einzelnen Figuren. Ebenso passend ist die Erzählsicht aus der Ich-Perspektive von einem der Freunde. Ein bisschen Konzentration wird vom Leser verlangt, wenn die Erzählperspektive anfängt zwischen den drei Freunden zu springen und die Ereignisse der Vergangenheit langsam aufgedröselt werden.

Die gesamte Erzählung dreht sich um das eine Ereignis, das zunächst nicht näher benannt wird. Vor allem zu Beginn des letzten Drittels fängt es ein wenig an zu nerven, dass dieses Zentrum der Geschichte nicht offenbart wird und immer kurz vor der Auflösung zu einer anderen Szene geblendet wird. Hier wird meines Erachtens der Leser ein bisschen zu lange zu wenig gefüttert und die Geschichte flacht merklich wenig ab.

Mit der Offenbarung des Ereignisses wird klar, dass das Buch kaum offen enden kann. Natürlich wird die Beziehung zwischen den Figuren vertieft und das Paranormale gewinnt mehr an Bedeutung, aber es kann einfach nicht passen, wenn das Buch konkret endet. Und so scheint es auch zu kommen, wenn denn der letzte Satz des Buchs nicht wäre, der dem Leser einen letzten großen Überraschungsmoment beschert und dazu drängt, die gesamte Geschichte dann doch in einem anderen Licht zu sehen.

Fazit

Es ist sicherlich ein recht ungewöhnliches Buch, das sich mit der Frage nach Glauben und Freundschaft auseinandersetzt und einen Blick in die (mafiöse) Gesellschaft einer kleinen italienischen Ortschaft in Apulien gewährt. Das Übernatürliche erhält erst spät Zutritt zum Geschehen und bleibt lange Zeit auf einer eher fragwürdigen Ebene bevor es sich in den Vordergrund drängt.

Eine Zielgruppe für dieses Buch zu definieren, um eine Empfehlung auszusprechen, fällt mir tatsächlich schwer. Der Leser sollte sicherlich Dramen und Charakterstudien nicht abgeneigt sein, um Gefallen an diesem Buch zu finden und sich hin und wieder auch mit der Sinnfrage des Lebens auseinandersetzen. Dann wird er sicherlich Freude mit diesem Buch haben.

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Rezension zu "Das Buch der verborgenen Dinge" von Francesco Dimitri

Solide Story, aber kein Fantasy…
JuliesBookhismusvor 3 Tagen

Der Titel des Buches hat mich direkt angesprochen und auch der Klappentext klang vielversprechend, weswegen ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Angekündigt war Horror und Fantasy. Gefunden hab ich weder das eine noch das andere.

Wir lernen zuerst einmal 3 Männer kennen, die uns ihre Lebensgeschichte erzählen. Mal gehen wir dabei in die Vergangenheit, mal sind wir in der Gegenwart. Der eine ist Fotograf, der nächste Chirurg und der Dritte ist Anwalt. Soweit so gut, aber es fehlt einer der Freunde. Arturo taucht zum vereinbarten Termin nicht auf, obwohl er es doch war, der diesen Pakt ins Leben rief. Die 3 Männer begeben sich auf die Suche nach ihm und stoßen dabei auf merkwürdige Orte und Dinge, deren Bilder sie nie wieder aus dem Kopf kriegen werden.

Wer ist Arturo fragt man sich sofort und langsam bekommt man einen Eindruck von ihm. Er war die treibende Kraft hinter der Vierer-Freundschaft. Schon früher und auch heute noch. Nur hat sich irgendwie alles verändert. 

Wir begeben uns also auf die Suche nach Art und uns begegnen die Abgründe eines Lebens. Wir sehen sowohl Schönes, als auch Unschönes. Wir erleben Sex, Betrug, Verletzung, Liebe, Zärtlichkeit, Freundschaft und Wahnsinn. Allerdings finde ich nirgends Horror oder Fantasy. Ja, Art ist etwas schräg, verrückt, wahnsinnig, wie man es eben benennen will, aber ich finde keine Magie. Wir finden Hokuspokus in einigen Momenten, aber Magie würde ich das nicht nennen. 

Außerdem lernen wir vieles über verborgenes. Über wichtige Momente im Leben der 4, sowie ihre Einstellungen zum Glauben und der Kirche. Das alles hat mich in meinem „Unglauben“ noch einmal bestärkt, muss ich zugeben.

Alles in allem ist es ein solider Roman über Freundschaft und das ganze drumherum. Für mich trägt er zwar eine besondere Freundschaft in sich, dennoch ist die Geschichte nicht die, die ich mir versprochen hatte. 


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