Francine Jay Less is More

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Inhaltsangabe zu „Less is More“ von Francine Jay

Wer kennt das nicht? Im Laufe der Zeit sammelt sich unnützes Zeug in der Wohnung an und bald hat man vor lauter Staubfängern und nutzlosem Plunder kaum mehr Platz für sich selbst. Francine Jay geht dem Phänomen intelligent auf den Grund und erkundet unser zutiefst menschliches Sammelverhalten. Sie zeigt, wie wir uns von unnötigem Ballast befreien können und macht mit praktischen Anregungen und einer überzeugenden Konsumkritik Lust aufs Loslassen.

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    Less is More

    michael_lehmann-pape

    02. October 2016 um 12:49

    Einfache RatschlägeZunächst sollte der Leser grundlegend interessiert und auf der Suche nach einem „Minimalisieren“ des eigenen Lebens sein, um mit diesem Buch etwas anfangen zu können.Zwar beginnt Jay mit einer motivierenden Hinführung (nicht „etwas“ wird verloren, sondern „Platz“ wird gewonnen), aber die eingestreuten Verweise auf das ZEN mit seinem Ziel der Lösung von allem weltlichen als Hintergrund des möglichst weit „Minimieren“ des eigenen, dinglichen Besitztums, wirken am Ende der Lektüre doch recht fordernd auf jene Leser, die sich dem Thema mit allgemeiner Neugier eher nähern als mit festen Entschlüssen.Dazu tritt eine überaus einfache, man könnte sagen fast kindgerechte Sprache, innerhalb der der Leser konsequent vertraulich direkt in „Du-Form“ angesprochen wird. Ein Stil, der einem auch liegen muss, um die Inhalte des Buches aufzunehmen und für sich zu prüfen.Was diesen Teil angeht, bietet Jay durchaus ein umfassendes Denkmodell und, daraus folgend, praktisches „Programm“ in zehn Schritten, in welchem viele handfeste und verwendbare Anhaltspunkte mitgeteilt werden, so man sein Leben gründlich „entrümpeln“ möchte. Sehr gelungen dabei ist die „Entzauberung der Dinge“, die Gedanken, wie sehr jeder der „Aufladung“ bestimmter Gegenstände durch Werbung und Imagekampagnen bereits „erlegen ist“. Von Smartphones bis zu Automobilen, von Kunst über Möbel bis zur Kleidung reicht diese „Aufladung“ als „Wertsteigerung“ des „Benutzers“, so er genau die gerade angesagten richtigen Dinge besitzt und vorzeigen kann.Das aus diesen Grundgedanken und dem 10-Schritte Programm eine „wahre Lust am Minimieren“ entstehen kann (und in den Augen der Autorin auch sollte) mag eine mögliche Folge sein. Was ein stückweit zu kurz kommt in der gesamten Atmosphäre, die das Buch aufbaut, sind jene auch kleinere „Zwischenformen“, die ihre Zweck bereits erfüllen könnten mit einem gewissen Maß des Aussortierens.So mancher würde sich vielleicht gerne ein wenig Raum schaffen, ohne direkt in minimalistisch eingerichteten Räumen im Anschluss zu leben und ebenso möchte vielleicht nicht jeder Leser Zimmer für Zimmer zunächst komplett leeräumen, um dann das „Notwendige und Erfreuliche“ wieder einzuräumen.Vom oft zu vertraulichen Ton abgesehen und für jene, die tatsächlich umfassend die „Welt der Dinge“ auf das reduzieren möchten, was es braucht, bietet Jay allerdings dann durchaus eine breite und umfassende „Schritt-für-Schritt“ Anleitung zu diesem „Weniger ist mehr“.Wobei viele der Inhalte und Ratschläge im Buch nicht unbedingt neu sind, sondern in so gut wie jedem Ratgeber in Richtung eines „Weniger ist (deutlich) mehr) zu finden sind.Leicht und locker zu lesen, prägnant beschreiben und mit hervorgehobenen Merksätzen versehen, bietet das Buch eine inhaltlich eine gute Verständlichkeit und klare Zielrichtung. Die man, wie den Tonfall, mögen sollte, um Gewinn aus dem Werk zu ziehen.

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