Francine du Plessix Gray

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Alle Bücher von Francine du Plessix Gray

Francine du Plessix GrayMajakowskis letzte Liebe
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Majakowskis letzte Liebe
Majakowskis letzte Liebe
 (1)
Erschienen am 03.09.2008
Francine du Plessix GrayThe Queen's Lover
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Erschienen am 14.06.2012

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Rezension zu "Majakowskis letzte Liebe" von Francine du Plessix Gray

Rezension zu "Majakowskis letzte Liebe" von Francine Du Plessix Gray
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

„‘Er [Majakowski] kritisierte Rußland zwar nicht unmittelbar, erinnerte sie [Tatjana Jakowlewa] sich ein halbes Jahrhundert später, ‚aber ich merkte doch, daß er desillusioniert war.‘“ (Plexis Grey 53)

Im Jahr 1928 lernen sich Tatjana Jakowlewa und Wladimir Majakowski bei einem eingefädelten Arztbesuch in Paris kennen.
Eigentlich sollte die von Lili Briks Schwester arrangierte zufällige Begegnung von der Amerikanerin Elly Jones ablenken, mit der Majakowski ein Kind hatte und deren Aufeinandertreffen in Nizza für die lebenslange Muse Majakowskis, Lili Brik, zu einem gefährlichen Dorn im Auge wurde.
Doch dieses Ablenkungsmanöver geriet ähnlich aus den Fugen: Majakowski verliebte sich unsterblich in Tatjana, die "[groß], blond, lebhaft, fleißig, sehr klug, sehr eitel, wohl wissend um ihre Wirkung auf Männer" war.

Diese doch sehr sachlich niedergeschriebene Liebesgeschichte um die aufgrund ihrer Tuberkulose nach Paris emigrierte Russin Tatjana Jakowlewa und den mondänen Wladimir Majakowski spiegelt das schaffende Leben des russischen Futuristen plastisch und bogenspannend wieder.
Francine du Plessix Gray, die Tochter von Jakowlewa, selbst rang um die Lüftung der Liebesgeschichte ihrer Mutter mit ihrem geistigen Vater.

Die Lage um die Zugänglichkeit der Dokumente, Briefe, Telegramme ... , war sehr schlecht. Du Plessix Grays Stiefvater Alex Liberman, der mit Tatjana Jakowlewa eine Liebesbeziehung bis zu ihrem Tod unterhielt, wusste die Herausgabe der Brief von Majakowski lange Jahre zu verhindern.

Das Bild, welches Francine du Plessix Gray entwirft, ist immer auch gezeichnet von ihren eigenen Gedanken und diesem Weg, den sie zurücklegen musste, um an die Dokumente zu kommen. Das macht diese recht punktuelle Darstellung sehr greifbar und die wenigen Auszüge aus dem Briefwechsel Jakowlewas und Majakowskis sprechen ergreifend, aber eher zwischen den Zeilen, von der Tiefe dieser unmöglichen Liebe.
Das Buch aber vermag es sehr plastisch, die historische Lage, die menschliche Verzweigtheit, das kommunistische bzw. sozialistische Wirken zu umreißen und bringt mit den im Anhang von Alexander Nitzberg übersetzten Gedichten, die Tatjana gewidmet waren, eine weitere Nuance der Liebesgeschichte aber auch des nicht nur in der Funktion des poeta laureatus Fungierenden zu Tage.
Dieses Buch ist ein kurzer, prägnanter, aber dennoch wunderbarer Einblick in das (Liebes-)Leben eines großen Dichters

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