Francine du Plessix Gray Majakowskis letzte Liebe

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Inhaltsangabe zu „Majakowskis letzte Liebe“ von Francine du Plessix Gray

Zwei Jahre, bevor der Revolutionsdichter Wladimir Majakowski 1930 in Moskau Selbstmord beging, hatte er sich in Paris in eine Exilrussin verliebt: Tatjana Jakowlewa, der er zwei seiner schönsten Poeme gewidmet hat. Die Verbindung stand unter keinem guten Stern: In Russland wachte Lily Brik, Muse und Quälgeist, darüber, dass die Liebenden getrennt blieben. Wei Majakowski nicht mehr nach Paris durfte, heiratete Tatjana einen Diplomaten, Vater der Autorin dieses Buchs. Majakowski, isoliert und verzweifelt, erschoss sich, kurz nachdem er davon erfahren hatte. Seine Geliebte stieg nach dem Krieg in New York an der Seite des Pressemagnaten Alex Libermann zu einer Berühmtheit in der Modewelt auf. Das Geheimnis ihrer großen Liebe bewahrte sie bis zuletzt. Ihre Tochter hat die bittersüße Geschichte aufgeschrieben.

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  • Rezension zu "Majakowskis letzte Liebe" von Francine Du Plessix Gray

    Majakowskis letzte Liebe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. May 2010 um 01:34

    „‘Er [Majakowski] kritisierte Rußland zwar nicht unmittelbar, erinnerte sie [Tatjana Jakowlewa] sich ein halbes Jahrhundert später, ‚aber ich merkte doch, daß er desillusioniert war.‘“ (Plexis Grey 53) Im Jahr 1928 lernen sich Tatjana Jakowlewa und Wladimir Majakowski bei einem eingefädelten Arztbesuch in Paris kennen. Eigentlich sollte die von Lili Briks Schwester arrangierte zufällige Begegnung von der Amerikanerin Elly Jones ablenken, mit der Majakowski ein Kind hatte und deren Aufeinandertreffen in Nizza für die lebenslange Muse Majakowskis, Lili Brik, zu einem gefährlichen Dorn im Auge wurde. Doch dieses Ablenkungsmanöver geriet ähnlich aus den Fugen: Majakowski verliebte sich unsterblich in Tatjana, die "[groß], blond, lebhaft, fleißig, sehr klug, sehr eitel, wohl wissend um ihre Wirkung auf Männer" war. Diese doch sehr sachlich niedergeschriebene Liebesgeschichte um die aufgrund ihrer Tuberkulose nach Paris emigrierte Russin Tatjana Jakowlewa und den mondänen Wladimir Majakowski spiegelt das schaffende Leben des russischen Futuristen plastisch und bogenspannend wieder. Francine du Plessix Gray, die Tochter von Jakowlewa, selbst rang um die Lüftung der Liebesgeschichte ihrer Mutter mit ihrem geistigen Vater. Die Lage um die Zugänglichkeit der Dokumente, Briefe, Telegramme ... , war sehr schlecht. Du Plessix Grays Stiefvater Alex Liberman, der mit Tatjana Jakowlewa eine Liebesbeziehung bis zu ihrem Tod unterhielt, wusste die Herausgabe der Brief von Majakowski lange Jahre zu verhindern. Das Bild, welches Francine du Plessix Gray entwirft, ist immer auch gezeichnet von ihren eigenen Gedanken und diesem Weg, den sie zurücklegen musste, um an die Dokumente zu kommen. Das macht diese recht punktuelle Darstellung sehr greifbar und die wenigen Auszüge aus dem Briefwechsel Jakowlewas und Majakowskis sprechen ergreifend, aber eher zwischen den Zeilen, von der Tiefe dieser unmöglichen Liebe. Das Buch aber vermag es sehr plastisch, die historische Lage, die menschliche Verzweigtheit, das kommunistische bzw. sozialistische Wirken zu umreißen und bringt mit den im Anhang von Alexander Nitzberg übersetzten Gedichten, die Tatjana gewidmet waren, eine weitere Nuance der Liebesgeschichte aber auch des nicht nur in der Funktion des poeta laureatus Fungierenden zu Tage. Dieses Buch ist ein kurzer, prägnanter, aber dennoch wunderbarer Einblick in das (Liebes-)Leben eines großen Dichters

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