Francis Durbridge

 4,2 Sterne bei 264 Bewertungen

Lebenslauf von Francis Durbridge

Francis Durbridge wurde 1912 in Hull/Yorkshire geboren. Er studierte altenglische Philologie und Volkswirtschaft. Nach kurzer Arbeit als Börsenmakler begann er Krimis, Hörspiele und Drehbücher für Fernsehfilme zu schreiben. Francis Durbridge starb nach langer Krankheit am 11. April 1998 in London.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Francis Durbridge

Cover des Buches Paul Temple und der Fall Z (ISBN: 9783746622842)

Paul Temple und der Fall Z

 (3)
Erschienen am 01.11.2006
Cover des Buches Melissa. Die Puppe (ISBN: 9783746622644)

Melissa. Die Puppe

 (2)
Erschienen am 01.07.2006
Cover des Buches Wer ist Mr. Hogarth? (ISBN: 9783572010561)

Wer ist Mr. Hogarth?

 (2)
Erschienen am 01.01.1999
Cover des Buches Paul Temple und der Fall Max Lorraine (ISBN: 9783948724122)

Paul Temple und der Fall Max Lorraine

 (2)
Erschienen am 10.12.2021
Cover des Buches Paul Temple (ISBN: 9783948724061)

Paul Temple

 (0)
Erschienen am 17.05.2020

Neue Rezensionen zu Francis Durbridge

Cover des Buches Paul Temple und der Fall Max Lorraine (ISBN: 9783948724122)
Katrin87s avatar

Rezension zu "Paul Temple und der Fall Max Lorraine" von Francis Durbridge

nicht ganz gelungener Debutroman des tollen Autors
Katrin87vor 2 Monaten

Der allererste Roman von Francis Durbridge war bisher nicht ins Deutsche übersetzt worden. Dr. Georg Pagitz hat dies nun übernommen und ich habe mich sehr auf diesen Fall gefreut, da ich ein sehr großer Fan der Hörspiele von Francis Durbridge bin und auch seine Kriminalromane sehr liebe.

Leider konnte mich dieser Debutroman nicht so ganz überzeugen. Einige Entwicklungen scheinen mir etwas zu konstruiert zu sein und es gibt viele Zufälle, die etwas zu viel des Guten sind. Einige Verstrickungen waren für mich zu vorhersehbar. Die Übersetzung ist sehr gut gelungen, man merkt dem Schreibstil an, dass der Roman von 1938 ist. Das gefällt mir sehr gut. 

Für eingefleischte Durbridge-Fans allerdings trotzdem ein Muss, lernt doch Paul Temple in diesem Band seine Frau Steve kennen. 

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Cover des Buches Paul Temple und der Fall Conrad (ISBN: 9783898133296)
kreszenzs avatar

Rezension zu "Paul Temple und der Fall Conrad" von Francis Durbridge

Zur Sache, Schätzchen!
kreszenzvor 10 Monaten

Als der berühmte Schriftsteller und Privatdetektiv Paul Temple eines Tages mit seiner Frau Steve von einem Ball nach Hause kommt, wartet bereits der neue Fall auf ihn – in Form von Sir Graham Forbes von Scotland Yard und dessen Kollegen Inspektor Heinz Ullersberg, der extra aus München angereist ist.

Betty Conrad, die Tochter eines angesehenen Psychiaters, ist spurlos aus ihrem Mädchenpensionat im bayerischen Unterwies verschwunden.

Obwohl Paul nicht besonders an dem Fall interessiert ist, reist er mit Steve nach Bayern, wo es nicht lange dauert, bis sie über erste mysteriöse Hinweise stolpern. Kurz danach werden sie promt von der Straße abgedrängt. Paul dämmert, dass an Bettys Verschwinden wohl mehr liegt als anfangs vermutet…

Obwohl ich Hörspiele eigentlich nicht so gerne mag, wie klassische Hörbücher, wollte ich hier einmal eine Ausnahme machen. Das liegt wohl auch daran, dass es bereits in den 60er Jahren aufgenommen wurde – also in etwa zu der Zeit als die von mir sehr geliebten Edgar-Wallace- und die ersten James-Bond-Filme im Kino liefen. Man merkt, dass es damals etwas ganz Besonderes war, Hörspiele einzusprechen und mit handgemachten Soundeffekten abzurunden.

Einziges Manko: Paul Temple ist ein Mann seiner Zeit – mit dem zugehörigen Chauvinismus. Nicht nur einmal habe ich mich beim Augen-verdrehen erwischt. Dennoch: ein unterhaltsamer Zeitvertreib!

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Cover des Buches Paul Temple und der Fall Max Lorraine (ISBN: 9783948724122)
Sigismunds avatar

Rezension zu "Paul Temple und der Fall Max Lorraine" von Francis Durbridge

Nette Unterhaltung ohne literarische Nachhaltigkeit
Sigismundvor einem Jahr

REZENSION – Wohl nur die Älteren unter uns erinnern sich noch an die mehrteiligen TV-Krimis „Das Halstuch“ oder „Tim Frazer“, die in den 1960er Jahren mit einer heute unvorstellbaren Einschaltquote bis zu 93 Prozent den Begriff „Straßenfeger“ prägten. Diese und weitere TV-Krimiserien jener Zeit waren nach den später zu Romanen umgeschriebenen Büchern des britischen Schriftstellers Francis Durbridge (1912-1998) gedreht worden. In den 1970er Jahren folgten die 52 TV-Episoden „Paul Temple“, in denen der gleichnamige Kriminalschriftsteller mit Unterstützung der Journalistin Steve Trent, die später seine Ehefrau wird, als Privatdetektiv ermittelt.

Heute ist der in den 1950er bis 1970er Jahren erfolgreiche Francis Durbridge weitgehend vergessen, weshalb der Österreicher Georg Pagitz, der schon durch einige Aufsätze sich als Durbridge-Kenner ausgewiesen hat, den britischen Kriminalschriftsteller wieder in Erinnerung zu rufen versucht. Nach dem von ihm 2018 herausgegebenen Band „Paul Temple. Die verschollenen Fälle“ mit 20 von ihm übersetzten, vorher auf Deutsch noch unveröffentlichten Kurzgeschichten erschien nun im Dezember wieder beim Pidax Film- & Hörspielverlag
mit „Paul Temple und der Fall Max Lorraine“ ein weiterer von Pagitz übersetzter, ebenfalls bisher nicht auf Deutsch veröffentlichter Durbridge-Krimi aus dem Jahr 1938. Das besondere an der Wiederentdeckung ist, dass dieser erste Fall aus der Paul-Temple-Krimireihe zugleich das Romandebüt des späteren Bestseller-Autors war, der bis dahin relativ erfolglos Lustspiele und Hörspiele verfasst hatte. Auch dieser erste Roman war erst nach Ablauf seiner zuvor im selben Jahr auf BBC gesendeten und unerwartet erfolgreichen Hörspielreihe als „Buch zum Thriller“ geschrieben worden, wobei sich der mehr auf Dialoge spezialisierte Durbridge für seine Romanfassung noch einen Ghostwriter zur Unterstützung geholt hatte.

Diese und andere überaus interessanten literaturhistorischen Hinweise erfährt man im Vorwort des Durbridge-Sohnes Nicholas sowie in den Vor- und Nachbemerkungen des Übersetzers, die in ihrer Ausführlichkeit den eigentlichen Reiz und literarischen Wert des Buches ausmachen. Denn der Kriminalroman allein entspricht keinesfalls den Ansprüchen heutiger Krimi-Leser. Deutlich sind Anleihen bei Edgar Wallace festzustellen wie unterirdische Geheimgänge, Falltüren oder sich unerwartet öffnende Wandverkleidungen, auf die wir von Georg Pagitz im Begleittext hingewiesen werden. Es ist unverkennbar, dass Durbridge in seinem 1938 erschienenen Debütkrimi sein sechs Jahre zuvor verstorbenes Vorbild Wallace stilistisch nachzuahmen versuchte.

Worum geht es nun in „Paul Temple und der Fall Max Lorraine“? Eine unheimliche Serie von Juwelen-Diebstählen hält Scotland Yard in Atem. Die Bande schreckt sogar vor Mord nicht zurück. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln, weshalb die Presse fordert, endlich den bekannten Schriftsteller Paul Temple einzuschalten, der schon in einem früheren Fall seine Fähigkeit als Ermittler bewiesen hatte. Als der ermittelnde Superintendent Gerald Harvey in einem heruntergekommenen Gasthof erschossen wird, beginnt Paul Temple seine Ermittlung und findet heraus, dass Kopf der Bande ein gewisser „Diamantenfürst“ Max Lorraine ist.

„Ich glaube, dass dies mein bisher größter Beitrag zur Unterhaltungsliteratur werden wird, Ja, bei Timothy, dessen bin ich mir sicher“, ist Hobby-Ermittler und Autor Paul Temple von seiner Arbeit überzeugt. Ob auch Durbridge Ähnliches über seinen Debütroman gedacht hat? Aus heutiger Sicht muss Widerspruch erlaubt sein: Nicht nur stilistisch ist manches am Roman zu bemängeln, sondern die Handlung strotzt nur so von unglaubwürdigen Zufällen. Um sich bei der Lektüre den Spaß nicht zu verderben, ist empfehlenswert, nicht jede Einzelheit oder unerwartete Wendung zu hinterfragen, sondern sie so hinzunehmen, wie sie ist. Dies gilt auch für den unrealistischen Schluss. Sei's drum! Was bleibt also vom Romandebüt des damals erfolgreichen Francis Durbridge? Paul Temples erster Fall ist gewiss ein literaturhistorisch interessantes Erinnerungsstück, das man zur Entspannung lesen kann. Aber mindestens aus heutiger Sicht hat der Kriminalroman gewiss keinen nachhaltigen literarischen Wert. Ob er wohl deshalb noch nie ins Deutsche übersetzt wurde?

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