Er sollte sie nicht beobachten. Ihr nicht nachspionieren. Vor allem aber sollte er sich nicht in sie verlieben.
Als Vida in einem Club auf Krystian trifft, bekommt sie gleich zwei Seiten von ihm zu sehen: eine charmante und einnehmende, die jedoch schnell von eisiger Abneigung abgelöst wird. Doch Krystian, dessen Blick aus der Dunkelheit durchweg auf ihr liegt, stellt sich am Ende der Nacht als ihr angeblicher Retter heraus. Aber ist er das wirklich? Ein Held? Oder läuft die junge Frau direkt in die Arme eines Stalkers? Trotz aller Warnzeichen lässt Vida sich auf ein gefährliches Spiel aus Wahrheiten und Geheimnissen mit ihrem Bewunderer ein. Als schließlich ans Licht kommt, warum Krystian sich so intensiv für ihr Leben interessiert, steht Vida vor einer folgenschweren Entscheidung: Kann sie ihm wirklich vertrauen – oder sollte sie lieber fliehen?
Vida ist eigentlich auf Nichts aus, aber als sie Krystian in einem Club trifft, ist ihr Interesse geweckt. Allerdings sendet er ihr gegensätzliche Signale und trotzdem lassen die beiden sich auf eine heiße Romanze ein. Aber ist Krystian tatsächlich ehrlich zu Vida?
Das Buch spielt einerseits in der Gegenwart, in der wir entweder aus Sicht von Vida oder Krystian lesen und andererseits ca. 5 Jahre zuvor, bei deren Kapiteln es um die Erlebnisse eines Mädchens namens Clarisse geht.
Bei Büchern aus dem DR-Genre ist es ja immer eine große Wundertüte, ob man jetzt eine gute Geschichte erwischt oder wie leider viel zu oft einen totalen Reinfall. In dem Fall hat die Story stark angefangen und zum Ende hin leider nachgelassen, ist aber trotzdem kein totaler Fail wie der Großteil auf dem DR-Markt. Der Spice war ok, hat sich für meinen Geschmack aber etwas zu oft wiederholt. Was mir gut gefallen hat, war Clarisse’ Nebenstrang. Die 16-Jährige verliebt sich in Knox, den besten Freund ihres älteren Bruders, und fängt eine heimliche Beziehung mit ihm an. Was anfangs noch leicht scheint, wird zunehmend düsterer und fordernder. Im Gegensatz zu der Geschichte von Vida und Krystian passiert hier ständig etwas Neues und ich war permanent am Rätseln, wie Clarisse zu den Ereignissen der Gegenwart passt.
Positiv überrascht hat mich der solide Schreibstil und die angenehme Kapitellänge, auch wenn ich die Überschriften mit “Regel #XY” überhaupt nicht verstanden habe, da ja keine wirklichen Regeln vorkamen. Leider war für mich die größte Schwäche, dass ich die Chemie zwischen Vida und Krystian nicht gefühlt habe und deshalb auch nicht nachvollziehen konnte. Auch einige Aktionen erschienen mir unglaubwürdig. So findet Viva bspw. bei Krystian ein Tagebuch mit brisanten Informationen zu Clarisse, liest die Einträge aber nicht schnellstmöglich durch, sondern lässt dazwischen jeweils einige Tage vergehen. Wer würde das so machen? Richtig, niemand.
Was mich echt wurmt - die Stalker-Thematik spielte eine so untergeordnete Rolle, dass es die Erwähnung im Vorfeld gar nicht wert gewesen wäre. Ich hatte dadurch andere Erwartungen und hab auch gedacht, dass nicht so schnell eine Einvernehmlichkeit herrscht, sondern das Interesse anfänglich einseitig ist. Da wäre meiner Meinung nach mehr drin gewesen.

























