Francis Fukuyama

 3.9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Identität, Das Ende des Menschen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Francis Fukuyama

Francis Fukuyama, geboren 1952 in Chicago, studierte Politische Philosophie in Ithaca. Berühmt wurde er 1989 durch seinen Essay Das Ende der Geschichte?, in dem er im Zuge des Falls des Eisernen Vorhangs die liberale Demokratie als Höhepunkt der gesellschaftlichen Evolution bezeichnet. Er ist einer der bedeutendsten politischen Theoretiker in den USA und veröffentlichte zahlreiche Bücher zur US-Politik. Derzeit lehrt Fukuyama an der Stanford-Universität.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Francis Fukuyama

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Cover des Buches Das Ende des Menschen (ISBN:9783423340700)

Das Ende des Menschen

 (2)
Erschienen am 01.02.2004
Cover des Buches Identität (ISBN:9783455005288)

Identität

 (2)
Erschienen am 05.02.2019
Cover des Buches Scheitert Amerika? (ISBN:9783548607368)

Scheitert Amerika?

 (1)
Erschienen am 01.06.2007
Cover des Buches Der große Aufbruch (ISBN:9783552049574)

Der große Aufbruch

 (0)
Erschienen am 13.03.2000
Cover des Buches Staaten bauen (ISBN:9783548368108)

Staaten bauen

 (0)
Erschienen am 01.02.2006
Cover des Buches The End of History And the Last Man (ISBN:0743284550)

The End of History And the Last Man

 (1)
Erschienen am 28.02.2006

Neue Rezensionen zu Francis Fukuyama

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Rezension zu "Identität" von Francis Fukuyama

Nachhilfe in Geschichte der Philosophie
wandabluevor 3 Monaten

Nachhilfe in Geschichte der Philosophie.
Der Autor schreibt über „Tymos, Anerkennung, Würde, Identität, Einwanderung, Nationalismus, Religion und Kultur“, wie er selbst sagt. Um diese Begriffe zu erklären und zu definieren, holt er weit aus. Gefühlt fängt Fukuyama bei den Dinosauriern an oder bei der Entstehung von Leben. Faktisch begegnen wir unter anderem Platon, Sokrates, Rousseau, Freud, Hegel, Kant, Nietzsche; seltsam, dass Aristoteles fehlt. Aristoteles wird doch immer bemüht ;-).

So gleicht das Buch einem Kompendium für Philosophiestudenten.

Wenn Fukuyama dann endlich, nach einem Viertel des Buches, in der Neuzeit anlangt, steigt mein Interesse.

Zunehmende Identitätspolitik sei die Gefährdung der Demokratie heute. Was ist das? Vereinfacht ausgedrückt: Die Zuspitzung des Politkmachens für immer engere (kleinere) Gruppen.

Es fehle an einer nationalen Identität, also einem übergreifenden Gemeinschaftsgefühl aller. Doppelte Staatsbürgerschaften seien auf lange Sicht nicht hilfreich bei der Assimiliation von Einwanderern. [Anmerkung: Es wollen sich nicht alle Gruppen von Einwanderern assimilieren, ganz im Gegenteil – ihre Sprecher sind bestrebt, sie genau davor zu warnen. Und das ist das Problem]. Dies ist nur ein winziger Ausschnitt aus Fukuyamas Vortrag. Schließlich soll der geneigte Leser das Buch selber lesen und es nicht vom Rezensenten vorgekaut bekommen.

Fukuyama schreibt flüssig, obwohl er ebenso wie seine Kollegen Nominalgruppen bevorzugt, sind seine Sätze kürzer und deshalb auch lesbar.

Besonders interessant fand ich die Überlegungen darüber, ob der Radikalismus heutzutage islamisiert ist oder ob der Islam radikalisiert. Die wachsende Entfremdung in der Moderne treibe den Menschen zurück auf die Religion. Das ist ja nichts Neues!

Fazit: Fukuyamas Ausführungen sind teilweise interessant für mich gewesen, dürften aber nicht von einem großen Teil der nicht akademischen Leserschaft zur Kenntnis genommen werden. Dazu sind sie dann doch zu theoretisch und wollen zudem einen, eventuell versäumten, Geschichtsunterricht nachholen.

Kategorie: Sachbuch: Politik und Philosophie
Verlag. Hoffmann und Campe, 2019

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Rezension zu "Identität" von Francis Fukuyama

Rechter Zustrom und Linkes Abwandern
Guccinivor 8 Monaten

Francis Fukuyamas Buch „Identität“ ist im wesentlichen in drei Teile gegliedert: Im ersten Teil behandelt er die jüngste Geschichte der Demokratie anhand der Beispiele USA, Europa, China, Russland, aber auch Ungarn, Türkei, Thailand und Polen. Eine „Demokratische Rezession“ nennt er es. Wie konnte es zur Wahl Donald Trumps und des Brexit kommen. So eröffnet das das Vorwort auch mit den Worten „Dieses Buch wäre nicht geschrieben worden, hätte man Donald J. Trump nicht im November 2016 zum Präsidenten gewählt“. Der Hauptteil ist dann eine Reise durch die Philosophie der Würde. Er beschreibt Sokrates über Rousseau, Luther, Smith, Kant und Hegel. Zum Ende des Buches unter „Was tun?“ nennt er Anleitungen wie die Neoliberale Demokratie gerettet werden kann. Die Ideologie der Linken bekommt in seinem Buch das „Fett weg“. Die Ansätze der Stärkung der Würde durch Integration und Assimilation in den westlichen Weltengemeinschaften ist seine Antwort. Die europäischen Regierungen hingegen betätigen, seiner Meinung nach, lediglich Lippenbekenntnisse. Das Schengen-System der Freizügigkeit wird sich innerhalb der Union nicht aufrecht erhalten lassen, falls das Problem der Aussengrenzen nicht gelöst wird. Einen Lösungsansatz für die Grenz- und Küstenwache Frontex liefert er gleich mit. Schnell gelesen, gut geschrieben und regt zum Denken an.

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