Francis Knight Weg ins Nichts

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Inhaltsangabe zu „Weg ins Nichts“ von Francis Knight

Mahala ist eine Stadt, die sich sehr viel mehr in die Höhe als in die Weite ausgedehnt hat. Straßen verlaufen über Straßen, Häuser werden auf Häusern gebaut. Gleichzeitig lassen sich nirgendwo sonst Gesellschaftsschichten deutlicher voneinander trennen. Rojan Dizon kümmert sich nicht um das, was mit der Stadt geschieht, und lebt sein Leben in den unbedeutenden Schatten und Winkeln von Mahala. Eine Hilfe ist ihm dabei jedoch eine Fähigkeit, die bereits Jahre zuvor verboten worden war. Er ist Schmerzmagier - seine größte Kraftquelle, um Magie zu wirken, ist der Schmerz selbst. Als Rojan schließlich einigen Geheimnissen auf die Spur kommt, muss er seine Fähigkeiten gezielt einsetzen. Von ihm hängt wohlmöglich das Schicksal der gesamten vertikalen Stadt ab. Das könnte wehtun …

Ein grandioser Auftakt in eine neue Welt

— bk68165
bk68165

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  • Ein grandioser Auftakt in eine neue Welt

    Weg ins Nichts
    bk68165

    bk68165

    03. August 2017 um 18:48

    Rojan Dizon ist eigentlich Schmerzmagier. Eigentlich, denn in Mahala ist Magie verboten. So lebt Rojan seit geraumer Zeit als Kopfgeldjäger und bringt Ausreißer nach Hause oder führt Straftäter ihrer gerechten Strafe zu. Doch sein neuester Fall lässt ihn so schnell nicht los. Und dann bittet auch noch sein Bruder um Hilfe. Der lebt zwischenzeitlich ganz oben in der Stadt und der Kontakt der beiden Brüder ist seit dem Tod der Mutter eigentlich nicht mehr vorhanden. Aber Rojan lässt seinen Bruder und vor allem seine kleine Nichte nicht im Stich. So macht er sich in die Unterwelt der Stadt. Und schon bald wird Rojan sich entscheiden müssen. Kann er seine Fähigkeiten gezielt einsetzen und wie er mit den Konsequenzen leben können? Er wird auf alte Bekannte treffen und auch neue Freunde finden, die ihn auf seinem Weg begleiten. Aber die alles entscheidende Frage muss Rojan sich selbst stellen und auch selbst beantworten.Nun zu meiner persönlichen Meinung zu diesem Buch. Das Buch ist sehr lebendig und ausführlich geschrieben. Rojan hat so eine gewisse Ist mir doch egal Einstellung, aber wenn man ihn näher kennen lernt, merkt man, dass er auch einen weichen Kern haben kann. Seine Sprüche bringen einem auch in der düsteren Welt in Mahala immer wieder zum Schmunzeln. Mahala ist eine sehr interessante Stadt, schichtweise aufeinander gebaut. Dank der Beschreibungen kann sich der Leser die Stadt sehr gut vorstellen. An sich ist die Geschichte erst einmal abgeschlossen, aber eines sei sicher. Wer Mahala einmal betreten hat, will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Und wer weiß, wie es bei uns in einigen Jahren aussehen wird? Ich kann dem Buch 5 Sterne geben. 

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  • Weg ins Nichts

    Weg ins Nichts
    Si-Ne

    Si-Ne

    06. March 2016 um 14:59

    Fazit: Ein wirkliches spannendes Buch, mit eher Anti-Charakteren, welches auch keine leichte Kost für nebenbei ist. Ganz umhauen konnte es mich dennoch nicht, da fehlte noch die letzte Prise. Bewertung: Das ist der erste Band der Reihe. Ich brauchte etwas um in das Buch hineinzukommen. Es ist alles recht verwirrend und viel. Die Straßen haben komische Namen, die Menschen tun Dinge, die nicht recht erklärt werden. Erst nach ein paar mehr Seiten, erkenne ich wieder etwas und was neues muss ich wieder rausfinden. Aber nach ein paar Seiten, waren wenigstens einige Dinge klar, das hat mir schon etwas geholfen. Hier geht es um Rojan, der ein Schmerzmagier ist. Magier sind eher illegal und müssen sich verstecken. Er lebt in der Stadt Mahala, die nach oben gewachsen ist. Die einzelnen Stadtabschnitte haben komische Namen, wie "Handel" oder "Höhen". Da muss ich nicht etas dran gewöhnen. Nach außerhalb kann man nicht, denn 1. ist dort nichts und 2. kommt man nicht so leicht raus. Rojan ist einer, der Menschen sucht auf Grund seiner Gabe. Eines Tages muss er jemanden suchen, die ihn an seine Grenzen bringt. Und da kommen ganz unglaubliche Dinge an den Tag, das ist einfach richtig gut gemacht. Die Story fand ich wirklich spannend und das war sie auch bis zum Schluss. Rojan ist ein Frauenheld, der keine längeren Beziehungen hat und gerne auch mehrere gleichzeitig. Außerdem ist er ein Magier. Er ist eher der Anti-Held, einfach passt er nicht ganz ins Bild. Ich würde seine Art von Typ nicht mögen, aber es ist für mich hier nicht wichtig, dass ich ihn total sympathisch finde. Es passt einfach Der Schreibstil ist nicht so lockerleicht. Da ich oft Jugendbücher lese, fällt mir das hier sehr auf. Es ist ein Buch für mich, auf das ich mich konzentrieren muss, da einfach immer wieder was zwischen den Zeilen passiert.

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  • Wilder Genremix

    Weg ins Nichts
    Wuerfelheld

    Wuerfelheld

    10. November 2015 um 12:06

    Hmmm… In einer Stadt irgendwo zwischen Cyberpunk und Postapokalypse haben wir es mit der Geschichte des Schmerzmagier-Kopfgeldjägers Rojan Diszon zu tun. Die Handlung ist recht klassisch. Mahala besteht nicht nur aus der Oberstadt, wo die Reichen und Mächtigen oder zumindest die durchschnittlich Begüterten leben, sondern es gibt auch eine unterirdische Region, die Unterstadt. Das Konzept sieht schwer so aus, als sei es beim indischen Kastensystem entlehnt, wobei die Unterstadt der Ort der Unberührbaren ist. Dorthin verschlägt es Rojan ziemlich flott und er rauft sich nach und nach mit Jake und Pasha zusammen, zwei Bewohnern dieser Region, die ihn unterstützen. Rojan selber ist zu Beginn ein durch seine Historie bedingter krasser Egoist, der im Laufe der Zeit leicht cheesy beginnt uneigennütziger zu handeln. Auch nix, was man nicht schon einmal irgendwo anders gelesen hätte – Han Solo, ich blicke in deine Richtung! Neben der Entwicklung des Protagonisten wird auch die (vergangene) Entwicklung der Stadt reflektiert, sodass der Leser neben der recht harten Story auch etwas „food for thought“ mit auf den Weg bekommt. Insgesamt ist mir die Handlung dann doch etwas zu zerfasert und ich wäre mit 250 Seiten vermutlich glücklicher gewesen. Ach ja – Handlung! Harter Typ macht sich auf die Suche nach seiner entführten Nichte, gerät in Ghetto, wird von allen verfolgt, kommt großer Verschwörung auf Spur,… You know the drill. Eher als die Handlung weiß dann wirklich die Sprache zu gefallen und auch die Action-Szenen sind gar nicht mal so übel. Mein Fazit: Puh! Irgendwie laviert der Roman etwas unentschlossen zwischen Hard-Boiled, Fantasy und Cyberpunk hin und her, was einerseits recht interessant ist, aber andererseits auch ziemlich ermüdend. Der Held ist recht interessant und die Sprache angenehm unkonventionell. Gerade durch den Genre-Mix wird nie die Klasse eines Harry Dresden oder eines durchschnittlichen Shadowrun-Romans erreicht. Die Autorin kann allerdings wirklich schreiben, sodass mit etwas mehr Fokussierung durchaus noch etwas von ihr zu erwarten ist. Diese Umschlaggestaltung mit der doppelt zu klappenden Rückseite ist zwar ein nettes Gimmick und ist sicher gut gedacht, aber die Lektüre (gerade im Bus oder an anderen Orten mit eingeschränktem Raum) wird dadurch arg behindert. Bitte also Folgebände ohne dieses Experiment.

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  • Endlich mal eine andere Art von Dystopie :)

    Weg ins Nichts
    CathrinKuehl

    CathrinKuehl

    22. May 2015 um 11:47

    Schreibstil Knight hat einen klaren und deutlichen Schreibstil, sodass ich mich als Leserin leicht in ihre Welt einfinden konnte. Die Begriffe ihrer Welt veranschaulicht sie manchmal mit Metaphern; es geht immer hervor, wie etwas funktioniert und wie es zu dieser Entwicklung kam.CharaktereRojan ist ein Schmerzmagier, der mit Hilfe dieser Magie die Gabe besitzt, Menschen ausfindig zu machen und ein weiterer kleiner Nebeneffekt: Er kann sein und das Aussehen anderer kurzfristig verändern. Er ist ein Weiberheld und definitiv nicht Everbodys Darling. Anfangs fiel es mir ein wenig schwer, mit ihm warm zu werden, doch schließlich fand ich ihn sogar sympathisch. Auch die Angst, die Rojan vor dem Nichts hat – die Bewusstseinsebene, in die man als Schmerzmagier fällt, wenn man sich der Magie zu sehr hingibt -, machte ihn ein wenig menschlicher. Jake ist eine Kämpferin, die in der Unterstadt ihr Zuhause hat. Sie hat ihren eigenen Kopf und setzt ihn auch meist durch. Berührungen kann sie nicht ausstehen, deswegen bleibt sie immer auf Distanz, auch emotional. Was sie zu dem gemacht hat, was sie ist, wird erst im Laufe der Geschichte immer klarer. Pasha, ebenfalls ein Schmerzmagier, ist Jakes Freund und würde alles für sie tun – auch wenn das bedeutet, sich gegen sie zu stellen. Er überschreitet Grenzen und muss dafür einen hohen Preis bezahlen. UmgebungMahala ist eine vielschichtige Stadt, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn sie breitet sich in die Höhe aus, nicht in die Breite. Ich konnte mir die Satdtteile, selbst die in Unterstadt, sehr gut vorstellen und war begeistert von dem Gesellschaftssystem und deren soziale Strukturen. Zwar gefallen sie mir nicht, aber die Autorin hat sich da etwas Schönes einfallen lassen. Zusätzlich agieren die Figuren mit ihrer Umgebung, was ich umso besser finde. PlotHauptplot: Rojans Nichte finden. Und dann gibt es noch einige Subplots wie Jakes Herkunft, den Weg ins Nichts, wo Glimm (die Akkus, mit denen die ganze Stadt betrieben wird) wirklich herkommt, wie verbreitet die Schmerzmagie wirklich ist, etc pp. Das scheint ein wenig viel zu sein, ist aber so geschickt eingeflechtet, dass es zum Lese- und Entdeckungsvergnügen wird. EndeWahnsinn! Ich habe es genossen. Es war für mich das Highlight des Buches und strahlte heller als Glimm ;). Fazit5 verdiente Sterne von mir. Die Idee der Schmerzmagie und deren Folgen hat mich nicht mehr losgelassen!

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  • ein zuerst zäher Einstieg, dann rasant und fesselnd :)

    Weg ins Nichts
    Pearsson

    Pearsson

    17. May 2015 um 20:07

    die Autorin: Francis Knight wurde in Sussex geboren, wo sie auch heute noch wohnt. Vor ihrem Leben als Autorin hat sie in vielen verschiedenen Berufen gearbeitet, angefangen von der Reinigungskraft auf den Balearen, wo sie einen Polizisten geschlagen hat, aber damit durchgekommen ist, bis hin zur IT Administratorin. Sofern sie nicht gerade in einer ihrer Gedankenwelten versunken ist, interessiert sie sich für alles, was mit Science Fiction und Fantasy zu tun hat. Sie mag WWE, bringt ihren Kindern Monty Python-Sprüche bei und wagt sich, wann immer es geht, hinaus, um neue Zivilisationen zu entdecken und zu erforschen. Quelle: Amazon Die Reihe: Band 2 "Vor dem Fall" erschien im April 2015 Klappentext: Mahala ist eine Stadt, die sich sehr viel mehr in die Höhe als in die Weite ausgedehnt hat. Straßen verlaufen über Straßen, Häuser werden auf Häusern gebaut. Gleichzeitig lassen sich nirgendwo sonst Gesellschaftsschichten deutlicher voneinander trennen. Rojan Dizon kümmert sich nicht um das, was mit der Stadt geschieht, und lebt sein Leben in den unbedeutenden Schatten und Winkeln von Mahala. Eine Hilfe ist ihm dabei jedoch eine Fähigkeit, die bereits Jahre zuvor verboten worden war. Er ist Schmerzmagier - seine größte Kraftquelle, um Magie zu wirken, ist der Schmerz selbst. Als Rojan schließlich einigen Geheimnissen auf die Spur kommt, muss er seine Fähigkeiten gezielt einsetzen. Von ihm hängt wohlmöglich das Schicksal der gesamten vertikalen Stadt ab. Das könnte wehtun … Zitat: Ich glaube an Kälte, Bargeld und daran, dass es gesund ist, mich aus Ärger rauszuhalten und zu versuchen, nicht draufzugehen. Ich glaube daran, dass die Sonne aufgeht, denn manchmal bekomme ich sie zu Gesicht, und ich glaube daran, dass dies das einzige Leben ist,das wir haben, und es daher nicht nur dumm ist, Pluspunkte für ein Leben im Jenseits zu sammeln, es ist einfach nur lachhaft. Seite 227 Charaktere: Rojan ist ein Einzelgänger. Er meidet Verantwortung und Bindungen, wo er nur kann. So hat er nicht nur nach dem Synth-Tod seiner Mutter die Verbindung zu seinem Bruder gekappt, auch in puncto Frauen ist er eher der Typ Spaßsucher, etwas Festes kommt für ihn nicht in Frage. Er mag es einfach, Komplikationen versucht er stets aus dem Weg zu gehen. So lebt er ein schlichtes, sparsames Leben, immer darauf bedacht, nur das Beste für sich -was in dem Kontext schlicht und ergreifend bedeutet: Vorteile oder noch besser Geld- herauszuholen. Als einer der wenigen übrig gebliebenen Schmerzmagier muss er immer auf der Hut sein, nicht erwischt zu werden. Denn die Schmerzmagie ist, seit das Ministerium an der Macht ist, illegal. So lebt er sein Leben, macht Jagd auf Ausreißer und Galgenvögel und versucht, wo immer es geht, die Magie zu meiden. Aber obwohl er alles andere als ein Prinz Charming ist, trägt er tief in sich drinnen jedoch ein gutes Herz, das ab und an auch mal durchschimmert ;) Meinung: Ohne Einleitung landen wir direkt mitten im Geschehen, bei der Verfolgung einer Ausreißerin, die Rojan mehrfach beinahe das Leben kostet. Ja, Mahala ist ein dunkles, gefährliches Pflaster geworden, das umso übler wird, je tiefer man vordringt. Die Stadt Mahala, die in verschiedenen Ebenen verläuft, bietet alles: Luxus für die Reichen, Dreck, Krankheit, usw. für die Armen. Eine Stadt, in der das Ministerium alles kontrolliert und damit meine ich WIRKLICH alles. Die Alchemisten gleichermaßen wie die Nachrichten. Der Großteil der Bevölkerung jedoch, lebt in den unteren Bereichen, wo nicht einmal die Sonne richtig hinkommt. Aber richtig schlimm wurde es erst mit dem Synth. Eine Energiequelle, ursprünglich entwickelt, um die Stadt von der damals herrschenden Energieversorgung durch Magie -und somit gleichermaßen von der Abhängigkeit von durchgeknallten Zauberern- zu befreien. Doch Synth entwickelte leider Spätfolgen, bei einem Unfall wurde die gesamte untere Stadt verseucht und viele tausend Menschen starben. Rojan führt ein mehr oder minder geregeltes Leben, immer darauf bedacht, nicht auf dem Schirm des Ministeriums aufzutauchen. Doch das ändert sich leider schlagartig, als sein Bruder Perak nach vielen Jahren plötzlich auftaucht und ihn um Hilfe bittet. Seine Frau wurde getötet, er ist gerade so entkommen, aber seine Tochter wurde bei dem Übergriff entführt. Ob er will oder nicht, Rojan muss helfen, auch, wenn er es bereuen könnte. Denn egal wie die Dinge liegen, oder sich in den letzten Jahren entwickelt haben: Er ist und bleibt der große Bruder! Seine Suche nach seiner Nichte führt ihn in einen Teil der Stadt, die komplett geräumt sein sollte, da sie auf Grund der Synth-Vergiftung eigentlich nicht mehr bewohnbar ist. Die Höhle... Wie soll er dorthin gelangen und wie kann es sein, dass dort unten überhaupt noch jemand ist??? Rojan muss sich auf eine mehr als gefährliche Mission begeben, von der er nicht weiß, ob es für ihn überhaupt eine Möglichkeit gibt erfolgreich zu sein und auch wieder zurückzukehren... Denn das Synth, könnte für ihn zum sicheren Tod führen. Und wenn nicht das, dann lauern ja auch noch irgendwo die Entführer... Eins steht fest: Er wird Hilfe brauchen, und das nicht zu knapp... Und, obwohl er diese zumindest teilweise auch bekommt, stolpert er nach und nach in etwas hinein, dass sehr viel größer ist, als er ursprünglich angenommen hat. Denn scheinbar ist Amarie nicht das einzige Kind, das entführt wurde. Letzten Endes muss er sich nicht nur großen Gefahren aussetzen, sondern auch sich selbst und seine höchsten Prinzipien verraten. Schlussendlich ist nur eine einzige Frage wirklich wichtig: wie weit würdest du gehen? Francis Knight erschafft mit ihrer detaillierten Beschreibung Mahalas, der Umwelt aber auch der Bewohner genau die perfekte düstere, beklemmende Atmosphäre, die eine dermaßen dunkle, verseuchte und gefährliche Stadt mit sich bringen würde. Eine Stadt, in der noch nicht mal das Sonnenlicht bis ganz nach unten vordringt... Diese trost- und hoffnungslose Stimmung wird von Rojans oftmals derben, zynischen Ausdrucksweise perfekt untermauert, auch wenn einige es nicht mögen sollten, es passt einfach dazu, wie die Faust aufs Auge ;) Ehrlich gesagt, hatte ich ein Zeit lang vor, dem Buch "nur" 2-3 Sterne zu geben, denn leider haben mich ein paar Punkte doch etwas gestört. Zum Einen blieb ich fast immer an der Übersetzung der Eigennamen hängen. Die Ebenen haben Namen wie: "Namrats Achselhöhle", "Begrenzung", "Handel" oder "Keine-Hoffnung" und auch die um sich greifende Droge nennt sich schlicht und ergreifend: "Rausch". In Kombination mit relativ langen Schachtelsätzen und wirklich viel Umgebungsbeschreibungen sind so einfach Längen entstanden, durch welche ich leider zu Beginn nicht in die Geschichte reingekommen bin :(. Aaaaaber: nach ca. der Hälfte des Buchs, zieht die Handlung und somit die Spannung dann so richtig an. Die Geschichte wird schön rund, interessant und auch der Schreibstil wird bedeutend flüssiger und eingängiger. Es erschien fast, als hätte sich die Autorin "warmgeschrieben" oder sich eben einfach nur in der Einführung verrannt... Sei es wie es wolle, ab Seite 200 hatte ich dermaßen Spaß an der Story und den Protagonisten, dass ich unbedingt wissen muss, wie die Geschichte um Rojan und Konsorten weitergeht ;) Ich freue mich schon sehr auf Band 2 "Vor dem Fall"! Vielen herzlichen Dank an den Papierverzierer Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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  • Buchverlosung zu "Weg ins Nichts: Dystopie, Thriller, Dark Fantasy, Urban (Rojan Dizon 1)" von Francis Knight

    Weg ins Nichts
    Papierverzierer_Verlag

    Papierverzierer_Verlag

    Liebe Rezensentinnen und Rezensenten, wir suchen 50 Teilnehmer, die das Buch schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin am 09.12. als MOBI auf ihrem Kindle lesen und rezensieren möchten. Und darum geht es in WEG INS NICHTS von Francis Knight: Rojan Dizon liebt sein Leben, so wie es ist: tagsüber mit ein paar Tricks gutes Geld verdienen und abends irgendwelche Mädels abschleppen. So lässt es sich in Mahala leben. Das könnte auch so weitergehen, wenn da nicht dieser eine Auftrag gewesen wäre. Und dann noch die Sache mit seinem Bruder, der sich ironischerweise in Mahala viel weiter nach oben gearbeitet hat, als Rojan das bislang annahm. Die Tochter seines Bruders wurde entführt und wer wäre besser für das Auffinden geeignet, als Rojan, der Schmerzmagier, der mit seiner magischen Kraft an jeden Ort Mahalas gucken und sie daher leicht finden kann. Um seine magische Kraft aufzufüllen, muss sich Rojan Schmerzen zufügen. Zwar macht er das nicht oft, aber wenn, dann kann er sich einfach den Arm auskugeln und schon fließt die Magie durch ihn hindurch - ihn wieder einzukugeln bringt übrigens noch mal so viel. Begleite Rojan auf seinem Weg in die Tiefen Mahalas - dorthin, wo der Abschaum lebt … dorthin, wo das Synth alles kontaminiert hat … dorthin, wohin eigentlich niemand mehr eingelassen wird, der im Kontrollstadtstaat Mahala nichts zu sagen hat … Warum eigentlich nicht? Ihr könnt daran teilnehmen, wenn ihr hier schreibt, wo ihr eure Rezension veröffentlichen werdet (am besten euren Blog mit angeben) und wenn ihr am 26.11. Zeit für einen mobi-download erübrigen könnt. Außerdem bitten wir euch, so vielen befreundeten Bloggerinnen und Bloggern davon zu erzählen, denn die Aktion startet nur, wenn sich (bis zum 25.11.2014, 24 Uhr) 50 Teilnehmer gemeldet haben. Also weitersagen. Und unter allen bis zum Erscheinungsdatum der gedruckten Ausgabe geschriebenen Rezensionen zu diesem Buch auf amazon.de verlosen wir noch einmal 5 Print-Exemplare von WEG INS NICHTS. Darum ran an die Tasten! Amazon-Seite zu WEG INS NICHTS von Francis Knight Verlagsprogramm Verlagsseite zum Buch Viel Erfolg! Euer Papierverzierer Verlag

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  • „Es wird Schmerz kosten, aber es wird unser Schmerz sein …“ (Pos. 5009)

    Weg ins Nichts
    Tallianna

    Tallianna

    21. March 2015 um 22:14

    Bei Rojan Dizon scheint es gut zu laufen: Er geht seinem Beruf als Detektiv nach und findet vermisste Menschen. Doch dann verschwören sich nicht nur drei seiner Geliebten gegen ihn, sondern auch sein kleiner Bruder meldet sich nach Jahren der Funkstille wieder bei ihm, denn seine Tochter, Rojans Nichte, wurde entführt. Nur Rojan kann sie finden – denn er ist ein Schmerzmagier und das ist in Mahala verboten. Auf seiner Suche verstrickt er sich immer weiter in dem Lügennetz, dass Mahala zusammenhält und schließlich ist nicht nur sein Leben in Gefahr … Man muss „Weg ins Nichts“ ein wenig Zeit und eine Chance geben, denn der Anfang kann ein wenig verwirrend sein, da man direkt ohne Erklärungen in Mahala reingeworfen wird. Hält man allerdings die ersten Kapitel durch, wird man mit einem spannenden Fantasybuch belohnt, dass einen packt und mitreißt. Indem Rojan sich seiner Verantwortung stellt, erlebt man sein Wachsen hautnah mit und versteht seine Beweggründe, Ängste und Zweifel. Gut und Böse sind hierbei nur vage Richtungsangaben. Mir hat sein Charakter gut gefallen. Auch die Nebencharaktere sind interessant geschildert und haben ihre eigene Hintergrundgeschichte, die sie genauso und nicht anders handeln lässt. Sie bleiben durchweg sich selbst treu. Das Ausmaß der Verschwörung und das Ende selbst hat mich total überrascht, denn damit hätte man zu Anfang gar nicht gerechnet. „Weg ins Nichts“ ist eine etwas andere Fantasygeschichte, die einen mit dem dringenden Wunsch den nächsten Band zu lesen zurücklässt.

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  • Spannende Dystopie

    Weg ins Nichts
    nodi

    nodi

    07. January 2015 um 16:54

    Rojan lebt in der Stadt Mahala und ist Schmerzmagier, eine Fähigkeit, die bereits vor Jahren verboten wurde.  Er wohnt in den unteren Ebenen der Stadt und verdient sein Geld damit, verschwundene Menschen zu finden. Als seine Nichte vermisst wird, begibt er sich in noch dunklere Ebenen, um eine Spur von ihr zu finden. Der Protagonist Rojan erzählt uns in dem Buch seine Geschichte in der Ich-Form. Ich empfand ihn zumindest am Anfang als nicht sonderlich sympathisch, er wirkte sehr auf sich bezogen. Dem Leser begegnet eine düstere Welt, in der er sich bewegt. Zu Beginn konnte ich mir die Stadt nicht richtig vorstellen, aber nach und nach gab es immer mehr Erklärungen, die mir die Welt, in der Rojan lebt, deutlicher machte. So konnte ich mir das Geschehen und die Orte der Handlungen später viel bildlicher vorstellen. Die Geschichte ist eine Dystopie, die von Anfang an spannend geschrieben ist. Sie lässt sich flüssig lesen, nur manche Stellen empfand ich als etwas zu langatmig. Es gibt einige Wendungen die mich überrascht haben und auch das Ende hat mir gefallen, es ist sehr ereignisreich. Viele, aber nicht alle Fragen sind geklärt, vielleicht darf man auf eine Fortsetzung hoffen.

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  • Absolut Spannende Dystopie mit einem unglaublich tollen Protagonisten ...

    Weg ins Nichts
    jenkrini

    jenkrini

    03. January 2015 um 15:01

    Cover: Das Cover gefällt mir richtig gut vom Stil her und von der Atmosphäre, passt aber meiner Meinung nach nicht so recht zum Inhalt. Die Beschreibung der Stadt unterscheidet sich vollkommen, weil es sich auf dem Cover zugegeben um sehr hohe aber doch eher normale Wolkenkratzer handelt und man außerdem problemlos den Himmel sehen kann. Inhalt: Rojan ist einer der zahlreichen Einwohner der Stadt Mahala, die sich über mehrere Ebenen dem Himmel entgegen streckt. Jeder der Ebenen hat dabei eine ganz eigene Funktion und bildet den Lebensraum für die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Die Ärmsten leben unten und ganz oben die wohlhabenden Menschen die größtenteils zum Ministerium gehören und als einzige den Luxus von Sonnenlicht und Blick auf den Himmel geniessen können, während in den unteren Ebenen der Stadt Dunkelheit, Elend und der tägliche Kampf ums Überleben an der Tagesordnung sind. Rojan lebt und arbeitet in einer der unteren Ebenen aber nicht ganz unten und verdient sich seinen Lebensunterhalt als Kopfgeldjäger. Die Geschichte und das Schicksal seiner Zielpersonen interessieren ihn eher wenig, solange er an leicht verdientes Geld kommt und keinen Ärger mit dem Ministerium hat. Den Rojan hat ein Geheimnis, er ist einer der wenigen Schmerzmagier die dem Ministerium entkommen sind und das muss unbedingt geheim bleiben. Die Stadt Mahala ist kurz vor dem Ende, einige Jahre zuvor wurde ein Stoff namens Synth entwickelt welcher die Schmerzmagie ersetzen sollt, mit der zuvor die Stadt mit Energie versorgt wurde, da die Schmerzmagie viele Magier in den Wahnsinn getrieben hatte und es immer wieder zu Katastrophen kam. Als die Regierung Synth einführte, vertrieb sie alle Schmerzmagier aus der Stadt und verbot Schmerzmagie. Leider stellte sich heraus das der neue Wunderstoff Synth hochgiftig ist und schon bald forderte er unzählige Leben und die unteren Ebenen werden verseuchte Gebiete. Als Ersatz wird Glimm von der Regierung eingeführt und seitdem scheint sich die Stadt etwas zu erholen. Als Rojan von seinem Bruder, zu dem er schon lange keinen Kontakt mehr hat welcher aber mittlerweile einen sehr hohen Posten in der Oberstadt innehat, den Auftrag erhält seine entführte Tochter zu finden zögert Rojan nicht. Die Suche nach seiner Nichte führt ihn ganz nach unten in die Höhle, die unterste Ebene von Mahala welche eigentlich versiegelt sein sollte da die Synthkonzentration dort an höchsten ist. In der Höhle muss Rojan feststellen das nicht alles in Mahala ist wie es auf den ersten Blick scheint und das hinter Glimm und seiner Anwesenheit in der Höhle mehr steckt als reiner Zufall. Meinung: Weg ins Nichts ist eine unglaublich spannende Dystopie, wo man direkt auf den ersten Seiten mitten im Geschehen ist. Man findet sich sehr schnell in der Handlung und der Stadt zurecht und wird von Anfang bis Ende mitgerissen.  Alle Charaktere sind liebevoll und absolut einzigartig gestaltet und entsprechen in keiner weise irgendeinem der Bekannten Klischees. Alle Charaktere waren mir von Anfang an sympathisch und ich konnte mich recht gut in sie hinein versetzen. Rojan fand ich einen tollen Charakter auch wenn er zu beginn eher als ziemlich ungehobeltes Arschloch dargestellt wird, der auch selbst weiß das er das ist. Im Laufe der Suche nach seiner Nichte beginnt seine harte Schale aber immer mehr zu bröckeln und er denkt auch immer wieder über sein Leben nach und ob es so wirklich lebenswert ist. Man weiß in dieser Geschichte nie was als nächstes kommt und die Spannung wird immer weiter gesteigert bis zu einem sehr schönen Ende das auf einen interessanten zweiten Teil hoffen lässt. Fazit: Absolut Spannende Dystopie mit einem unglaublich tollen Protagonisten und eine Story mit vielen unvorhersehbaren Wendungen.

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  • Kein Protagonist für mich

    Weg ins Nichts
    mamarina64

    mamarina64

    29. December 2014 um 21:15

    Zu allererst, ich kann leider keine halben Sterne vergeben, daher gebe ich 3 Sterne, hätte aber lieber nur 2,5 Sterne vergeben. Ich habe extrem lange gebraucht um mich mit dem Protagonisten anzufreunden, er hatte nur wenig sympathische Züge und ist ein zynisches, chauvinistisches Arschloch, der mit seiner Art irgendwie weiterkommt. Erst als es zu der eigentlichen Aufgabe oder Geschichte kommt, hat mich die Story wieder fesseln können mit der Darstellung der "Unterwelt", die exisitiert, damit es der "Oberwelt" gut geht. Es gab einige interessante Ideen, wie zum Beispiel die Magie aus Schmerzen, die Energiequellen, die Arena und nicht zuletzt der Vater des Protagonisten. Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich mich durch das Buch durchkämpfen mußte und ich danach Bücher gelesen habe, die mich weit mehr gefesselt haben. 

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  • Interessant aber langatmig

    Weg ins Nichts
    Bambi-Nini

    Bambi-Nini

    29. December 2014 um 13:20

    Rojans Job ist es, vermisste Personen zu finden. Als seine Nichte entführt wird, ist er gezwungen, sich in die tiefen seiner Stadt vorzuwagen und sich den dort lauernden Gefahren zu stellen. Schnell ahnt er, dass nicht das Kind, sondern er selbst – der Schmerzmagier, der er ist, so ungern er auch seine Fähigkeiten einsetzt – das wahre Ziel sein könnte.   In „Weg ins Nichts“ eröffnet sich dem Leser eine ungewöhnliche dystopische Welt, die für mich voller Verwirrung war. Nicht zuletzt die irreführenden Bezeichnungen der verschiedenen Etagen der Stadt Mahala trugen dazu bei, dass ich mir die Strukturen lange nicht bildlich vorstellen konnte.   Rojan ist ein vielseitiger Charakter, was sich allerdings erst im Verlauf der Geschichte wirklich offenbart. Der erste Eindruck, den er hinterlässt, ist nicht zwingend positiv, sodass ich mich zunächst auch schwer getan habe, mich in ihn hineinzuversetzen. Als Ich-Erzähler führt Rojan durch die Handlung, wobei man als Leser entsprechend nur erfährt, was auch Rojan herausfindet, sodass lange viele Fragen offen bleiben und die Motive seiner Gegner verborgen sind. Der Ausdruck, eine etwas derbere Sprechweise, passt zu der Figur, wie sie sich zunächst darstellt.   Die Handlung ist im Grunde interessant, verläuft aber über weite Strecken eher schleppend. Für mich war die Geschichte konstant ein bisschen spannend, sodass ich zwar weiterlesen wollte, um zu erfahren, was wohl als nächstes passiert, große Höhepunkte blieben aber trotz einiger Überraschungen aus.   Am Ende sind zwar viele Fragen geklärt und die wichtigsten Handlungsstränge abgeschlossen, das Schicksal der Stadt bleibt allerdings noch offen.   Fazit: Brutal und düster präsentieren sich sowohl die Charaktere als auch die Handlung. Zwar ist die Geschichte nicht uninteressant, es gibt aber leider viele langatmige Passagen, sodass sich die Handlung für mich bis zum ereignisreichen Finale ziemlich zog und mich die Geschichte nicht mitreißen konnte.

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  • [Rezension] Weg ins Nichts

    Weg ins Nichts
    idatebooks

    idatebooks

    18. December 2014 um 10:53

    Rojan Dizon ist ein Schmerzmagier und Einzelkämpfer in der Stadt Mahala, die extreme Schichten hat. Ganz dem Aufbau der Stadt angepasst, leben ganz oben die wohlhabenden Ministeriumsmitglieder mit Sonnenlicht und Blick auf den Himmel, während in den unteren Ebenen der Stadt Dunkelheit und täglicher Überlebenskampf herrscht. Rojan wohnt in einer dieser Ebenen und verdient sich seinen Lebensunterhalt indem er mithilfe seiner Magie Menschen findet. Als er dann einen sehr persönlichen Auftrag bekommt, den er nicht ablehnen kann – obwohl er es vermutlich gerne tun würde – muss er ganz ans untere Ende von Mahala, wo laut Erzählungen Krankheit und Tod herrscht und fast niemand wieder zurück kommt. Beginnt man, dieses Buch zu lesen, ist man bereits auf der ersten Seite mitten im Geschehen. Ich konnte mich recht schnell einfinden und mich hat wirklich sehr begeistert, dass die Spannung nie abreißt, sondern sich bis zum Ende hin immer weiter steigert. Kurz vor Schluss kommt eine sehr unerwartete Wendung, sodass ich mich in den letzten Kapiteln überhaupt nicht mehr von diesem Buch losreißen konnte! Auch die einzelnen Charaktere sind alle sehr einzigartig und haben alle eine Geschichte, die sie ausmacht und entgegen meiner Befürchtung zu Anfang, sind die Beschreibungen der Schmerzmagie-Szenen nicht sehr brutal formuliert. Nach etwa vierhundert Seiten voller Spannung wurde die Geschichte dann mit einem überraschend schönen Ende abgeschlossen. » Auch zu finden auf meinem Blog: http://idatebooks.blogspot.de/2014/12/rezension-weg-ins-nichts.html

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  • Düsteres Abenteuer

    Weg ins Nichts
    Nenatie

    Nenatie

    08. December 2014 um 18:25

    Inhalt Mahala ist eine riesige Stadt zwischen den Bergen, da der Platz fehlte ist sie über die Jahre in die Höhe gewachsen. In einer der unteren Schichten lebt Rojan Dizon, er findet vermisste Personen. Manchmal nicht ganz ohne seine Magie, die er aber nur selten und ohne Zuschauer einsetzt, da Schmerzmagie verboten ist. Als sein Bruder ihn eines Tages zu sich ruft und Rojan mitteilt, dass seine Nichte entführt wurde mach sich Rojan auf die Suche. Sein Weg führt ihn in die untersten Ebenen der Stadt, die eigentlich versiegelt wurden. Und nach und nach deckt er eine große Verschwörung auf. Meinung "Weg ins Nichts" ist der spannend klingende Auftakt zu einer Dystopie. Der Entwurf der Stadt hat mir gut gefallen, eine Stadt die nach oben wächst. Es gibt verschiedene Ebenen und alles scheint über Hängebrücken und Straßen verbunden zu sein. Allerdings braucht der Leser recht lange um das Bild der Stadt in den Kopf zu bekommen. In den ersten Kapiteln wird mit Ortsnamen umhergeworfen, ohne dass eine wirklich greifbare Erklärung folgt. Erst nach und nach bekommt man einen Überblick. Die Geschichte der Stadt fand ich gut und schlüssig erklärt, auch diese erfährt man nach und nach. Die Geschichte wird von Rojan erzählt. Aber ich fand Rojan war kein wirklich guter Erzähler. Es wird vieles kurz angerissen und einiges einfach erstmal nicht erklärt. Rojan kennt die Welt ja und findet alles ganz normal. In Mahala gibt es keine Elektrizität. Alles wird durch Glimm angetrieben, allerdings brauchte ich einige Zeit um mir das Vorstellen zu können. Die Gegend wird ziemlich wenig erklärt und man muss schon sehr viel Fantasie einbringen um sich die Welt vorstellen zu können. In der Unterstadt wurde es dann deutlich besser mit den Erklärungen. Nach und nach habe ich mich in das Buch eingefunden und dann wollte ich nicht aufhören zu lesen. Es gibt manche überraschende Wendung, wenn auch ab und an etwas Klischeehaft. Das ganze Buch über wird eine gewisse Spannung gehalten und man darf auch miträtseln wie die ganzen Verbindungen unter den Personen denn nun sind. Einen Schmerzmagier als Hauptcharakter zu haben fand ich sehr interessant. Diese Art von Magie ist mir bis jetzt noch nicht begegnet und war mal was Neues. Und es war zu genüge Erklärt wie diese Magie funktioniert. Rojan ist ein zynischer Ar***. Ich mochte seinen Zynismus aber sonst war Rojan ein nicht sehr sympathischer Charakter. Er ist ziemlich auf sich bezogen und so erfährt man leider sehr wenig über die anderen Charaktere, die durchaus interessant waren. Er ist leider auch ein Charakter der sich nicht allzu viele Gedanken macht und ihm fallen erst sehr spät einige wirklich wichtige Hinweise auf. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Wie schon erwähnt wurde mir an manchen Stellen zu wenig erklärt und ich hatte am Anfang meine Probleme ins Buch zu finden. 3,8 Sterne. Wer gerne Dystopien gemischt mit Fantasy liest, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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  • Spannende Dystopie in ungewöhnlichem Setting

    Weg ins Nichts
    LadyVengeance

    LadyVengeance

    06. December 2014 um 12:44

    Inhalt Rojan Dizon ist ein Kopfgeldjäger, der sich mit einfachen Aufträgen einen passablen Lebensunterhalt verdient. Die Schicksale seiner Zielpersonen interessieren ihn dabei wenig, solange er an leicht verdientes Geld kommt und keinen Ärger mit dem Ministerium hat. Zu seinem Bruder hat er schon lange keinen Kontakt mehr. Dieser hat mittlerweile einen guten Posten in der Oberstadt und eine kleine Familie. Er bittet Rojan um Hilfe, als seine Frau ermordet und seine Tochter entführt wird. Da irgendwo in Rojan doch ein guter Kern schlummert, nimmt er den Auftrag an, der von Anfang an alles andere als leicht erscheint. Die Suche nach seiner Nichte führt ihn in die Höhle, die unterste Ebene von Mahala. Dort entdeckt er einige düstere Wahrheiten und Geheimnisse, die er sich nicht hätte träumen lassen. Setting Die Geschichte spielt in einer düsteren, futuristischen Welt, die mir am Anfang in ihrer Einzigartigkeit sehr fremd war. Die Stadt Mahala bildet einen zentralen Handelsengpass und wurde daher so sehr in die Höhe gebaut, dass Bewohner der unteren Ebenen kaum jemals echtes Sonnenlicht zu sehen bekommen. Es gibt die vom Ministerium verbotenen und verfolgten Schmerzmagier, beziehungsweise gibt es eigentlich nicht mehr viele von ihnen. Ihre Kräfte gewinnen sie dadurch, dass sie sich selbst Schmerzen zufügen. Wer sich trotz der Schmerzen zu sehr dem Rausch der Magie ergibt, endet im Nichts. Abgesehen von den Schmerzmagiern handelt es sich um eine ganz normale Welt, die aber bei weitem noch nicht unserem heutigen Entwicklungsstand entspricht. Die Pistole wurde gerade erst erfunden und Elektrizität wird auch gerade erst entdeckt. Trotzdem gibt es Autos, die aber von einer Energiequelle namens Glimm betrieben werden. Geschichtlich wichtig für das Setting ist außerdem das Synth, die Energiequelle, die es vor Glimm gab. Sie hat sich als giftig für Menschen und Tiere herausgestellt und viele Tote gekostet. Fleisch und andere Nahrungsmittel sind dadurch knapp und das Synthox verpestet immer noch die untersten Ebenen. Meinung Francis Knight ist eine spannende Dystopie mit einigen unerwarteten Plot Twists gelungen. Sie führt den Leser gut in ihre Welt ein und liefert die notwendigen Hintergrundinformationen um mit den Charakteren mitzufiebern und das von ihr geschaffene Universum zu verstehen. Das Konzept der Schmerzmagier finde ich großartig, weil damit nicht jeder von Geburt an magisch befähigte mühelos mit einem Fingerschnipsen magische Tricks produzieren kann. Nein, hier ist Magie ebenfalls etwas Düsteres, dessen Einsatz man sich vorher zwei Mal überlegt. Auch und vor allem da die für die Magie zugefügten Wunden von selbst heilen müssen. Der Protagonist ist anfangs das reinste Arschloch und reflektiert auch selbst über seine Einstellung zum Leben. Im Laufe der Geschichte blitzen bei ihm aber immer öfter Momente der Güte und Menschenfreundlichkeit auf, so dass er sich am Ende zu einem recht harten aber passablen Kerl entwickelt. Alles in Allem war mir das Ende etwas zu rosa: die Bösen verlieren, die Guten gewinnen und alle werden gerettet. Aber das Lesen lohnt sich!

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  • Düster, fesselnd und authentisch

    Weg ins Nichts
    BUECHERLESERjw

    BUECHERLESERjw

    05. December 2014 um 12:47

    Seit der Beerdigung seiner Mutter hat Rojan nicht mehr mit seinem Bruder gesprochen. Wusste nicht, dass dieser Vater geworden ist und für das Ministerium arbeitet. Heute hat sein Bruder ihn zu sich gerufen. Ins Krankenhaus. Rojans Nichte wurde entführt und er soll sie finden... Rojan Dizon ist ein Oberstädter, Zyniker, Kopfgeldjäger und was keiner wissen darf: auch Schmerzmagier. Quelle für seine Magie ist der Schmerz selbst - sein eigener oder der von anderen. Diesen Umstand gilt es zu verheimlichen. In Mahala, einer Stadt, die in einer Höhle ihren Ursprung hat und Jahr für Jahr in die Höhe wächst, sind Schmerzmagier seit dem Tod des Magier-Königs und der Machtübernahme durch das Ministerium verpönt. Rojan nutzt seine Magie nur manchmal, wenn ein Auftrag es erfordert. Aber nie zu viel, den am Rande der Magie lauert das Nichts. Es lockt, verspricht und verschlingt den Magier, lässt nur einen Wahnsinnigen zurück. Auf dem Weg zu seiner Nichte Amarie muss Rojan nicht nur durch das Nichts. Er muss zum Ursprung Mahalas, die Unterstadt, einen Ort, der eigentlich wegen einer Vergiftungsgefahr gesperrt sein sollte und doch vor Leben pulsiert. Hier unten trifft er auf Jake und Pasha, zwei Unterstädter, die gegen das Ministerium und dessen Grausamkeit vorgehen. Sie helfen Rojan bei seiner Suche nach Amarie und führen ihn dabei auf die Spur vermisster Kinder und in ein Schloss voll Schmerz. Fazit Rojan wäre gerne ein gefühlloses Arschloch und das bringt Autorin Francis Knight am Anfang des Buches gut rüber. Ihr Hauptcharakter wirkt fast schon unsympathisch und abstoßend. Aber dennoch spürt man auch, dass das nicht alles bei Rojan ist. Hätte ich nicht diesen Eindruck gehabt, ich hätte nicht weitergelesen. Zum Glück habe ich das aber doch. "Weg ins Nichts" ist eine Dystopie, die es sich zu lesen lohnt. Rojan nimmt den Leser mit auf eine Entdeckung der menschlichen Abgründe und stellt sich und den Leser vor moralische Fragen, die sich auch -in abgespeckter Form- in Teilen unserer Gesellschaft wiederfinden: Gibt es Menschen, die weniger Wert sind als andere Menschen? Wie viel Leid darf einem Einzelnen zugemutet werden, um das Überleben der Masse zu gewährleisten? Ich kann "Weg ins Nichts" allen Lesern empfehlen, die gerne in düsteren Atmosphären unterwegs sind, Zyniker mögen und Bücher lieben, die authentisch wirken. Für mich wirkte "Weg ins Nichts" nicht nur wie ein Roman, sondern wie eine mögliche Zukunft unserer Gesellschaft, wenn bestimmte Entwicklungen weiter voran schreiten.

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