Francis Mohr

 4.3 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Flashback Ost, Februar und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Francis Mohr

Dresdner und Leipziger in Personalunion; Abgeschlossenes Studium der Psychologie; als Kind schon in der AG Bühnenbild des Leipziger Pioniertheaters, zwanzig Jahre Darsteller am Studententheater und Labortheater Dresden; gründete 2006 mit Leif Hauswald die Federkrieger Dresden mit eigener Leseshow; 2009 veröffentlichte und im Landestheater Parchim uraufgeführte Bühnenfassung von „Der Schimmelreiter“ nach Th. Storm (Regie: Matthias Stier); 2011 brachte der Dresdner Buchverlag sein Romandebüt „Flashback Ost“ heraus, es folgten Lesungen in Dresden, Leipzig, Potsdam und Czernowitz (Ukraine); 2013 Gründungsmitglied der Dresdner Lesebühne Phrase4 Francis ist ein Verehrer der Familie, seiner Freunde, des Portweins, des Südens, des Ostens & des Meers. www.federkrieger-dresden.de www.phrase4.de www.facebook.com/federkrieger

Neue Bücher

HOTEL A_TORIA

Neu erschienen am 01.10.2018 als Buch bei salomo publishing.

Alle Bücher von Francis Mohr

Flashback Ost

Flashback Ost

 (3)
Erschienen am 01.05.2011
Februar

Februar

 (1)
Erschienen am 01.03.2015
Kafka und Knödel

Kafka und Knödel

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Erschienen am 01.10.2014
Kafka & Knödel / Die Invasion der Elstern

Kafka & Knödel / Die Invasion der Elstern

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Erschienen am 15.03.2013
HOTEL A_TORIA

HOTEL A_TORIA

 (0)
Erschienen am 01.10.2018

Neue Rezensionen zu Francis Mohr

Neu
karatekadds avatar

Rezension zu "Flashback Ost" von Francis Mohr

Wirklich ein Flashback
karatekaddvor 3 Monaten

Road Fiction: Used for works in which a journey, as a life-changing experience, is a central part of the Action. 

Okay, dann stimmts. Die Reise führt den Polen Stani, den Galizier Igor und den Deutschen Hannes von Leipzig über Dresden nach Opole und nach Lwiw. 


Also, der  Hannes  pendelt in den achtziger Jahren zwischen Leipzig, da ist er geboren, und Dresden hin und her. Mitte der Neunziger agiert er mit den beiden anderen von  Opole  aus.  Stani  „arbeitet“ mehr in Polen, kommt aber mit  Igor  auch mal bis nach  Lwiw . Das ist Igors Heimatstadt und dessen Eltern leben dort. Igor war mal in Deutschland, als Soldat der Roten Armee und spezifische Erlebnisse als solcher, werden Einfluss auf das Ende der Roadfiction haben. An den Anführungszeichen sieht man, dass die „Arbeit“, nun sagen wir mal, zwar gegenständlich aber weniger ehrlich ist. Kurz gesagt, der Hannes nimmt Leuten in Deutschland die Westautos weg, in Opole werden sie umgefriemelt und Igor fährt die Kisten dann in die Ukraine. Mehr muss man zum Modus Operandi nicht erwähnen, nur dass sich das Mitleid bezüglich der ehemaligen Besitzer ob deren Verhalten und Benehmen in Grenzen hält. Kurz, die haben das verdient. 

Aber das ergibt ja noch keine Geschichte.  Eine Geschichte ergibt sich, wenn man gleich zu Beginn liest, dass ein altes polnischen Mütterchen im Landkreis Opole, den Stani Poniatkowski und den Hannes vor einer Polizeikontrolle rettet. Eine Geschichte ergibt ebenfalls, wenn der Hannes in Dresden Löbtau in einer Zwei-Zimmer-Altbau-Wohnung mit einer elektrischen Dusche in der Küche und dem Klo eine halbe Treppe tiefer wohnt und der hier schreibende Blogger äußerst private Bilder zu diesem Umstand an sich vorbei ziehen sieht. Im Winter war es auf dem stillen Örtchen schweinekalt und darum hatte das Ding eine Elektroheizung, genau wie bei Hannes.


Der Stani hat einen Onkel Pavel , der in einem klösterlichen Altersheim in der Nähe wohnt. Der Hof, in dem sie die Autos umfriemeln, gehörte einem deutschen Schlesier, bei dem Pavel zur Zwangsarbeit eingewiesen wurde. Die Zwangsarbeit war 1945 bekanntlich vorbei und der Schlesier zog in Richtung Westen. Pavel konnte einen sowjetischen Offizier überzeugen, dass es mit ihm und dem Hof seine Richtigkeit hat. Der Offizier stammte aus der Ukraine...

Ständig auszuführen, wie die drei Westautos verschieben, mit Vorliebe Audis, ergäbe  Langeweile.  Dem Autor,  Francis Mohr  gelingt es aber, verschiedene Zeiträume durch die drei Kumpane bei Opole zu verknüpfen. Was geschah in Lwiw, als 1941 die deutsche Wehrmacht einmarschierte und nicht nur sich, sondern weitere gegenüber der Bevölkerung unfreundlich handelnde Organisationen im Schlepptau mitbrachte? Kann Pavel dazu was berichten? Was hat es mit der Unterstützung von Galiziern und Ukrainern für die deutsche Besatzung auf sich?
Oder, welche Rollen spielten Polen bei der Verfolgung der Juden in den Ghettos vonWarszawa und Krakow, aus dem Stanis Mutter gerettet werden konnte?
Wie gestaltete sich das Verhältnis der Fans von Lok und Chemie Leipzig zu Zeiten der DDR-Oberliga? Von wem bekommt Hannes nach vielen Jahren dann doch noch das Einklebebild von Hansi Müller auf einem Trödelmarkt voller Militaria? Die letzten Jahre der DDR und ein paar darauf folgende laufen wie auf einer Leinwand am Blogger vorbei.

A propos Roadfiction:  Es ist ein großer Spaß, der Führung von Natalia, der Mutter Igors in Lemberg zu folgen, die den Stani und den Igor durch die Straßen führt  [5] , von Kirche zu Kirche bis in die Oper, in ein ziemlich ukrainisch – nationales Stück. 

Gegen Ende zeigt sich das Geflecht zwischen den drei „Autohändlern“ durch die Erzählungen des alten Pavel.

* * *

Ein Sprung von Episode zu Episode.  Vor und zurück. Durch drei Länder. Gelegentlich ein ganz langes Stück zurück  [6] . Städte in verschiedenen Zeiten. Völker und ihre Beziehungen.
Es ist mehr ein deutsches Buch, denn der Rückblick, zum Beispiel auf die Zerstörung Dresdens, auf das Leben in Leipzig und das Studieren in Sachsens Hauptstadt, vor allem die Zustände in der DDR sowie die Wende am Ende nehmen einen großen Platz ein. Trotzdem sind dieser Stani Piatkowski und der Igor Petruk sehr interessante Kontraparts. Ist es schon ein gewaltiger Zufall, dass die sich über den Weg laufen, sind es die nach und nach aufblätternden Beziehungen noch viel mehr, was den Roman spannend macht. Zumal genau diese Beziehungen oft beiläufig eingeworfen werden und wenige Worte und Sätze eine viel umfassendere Bedeutung für den Leser bekommen.

Es ist berührend, gegen Ende des Buches dem Onkel Pavel lesend zuzuhören und zu erkennen, dass die Geschichte der drei durch Autoklau zusammengekommen Freunde – stimmt, das sind nicht nur Kumpane – bzw. deren Familien auf diesem schlesischen Bauernhof kreuzt. Hierin liegt die Botschaft des Autors, der damit etwas Einendes schafft, so seltsam dies erscheinen mag.

Es war ein sehr kurzweiliger Roman, der den Leser schlucken lies und lachen.

* * *

„Zum Abschluss eines herrlichen Abends demonstrierte Vater seinen neuen 3er Golf. Rot. Ein Einjahreswagen. Mit Radio und Kassettenfach. Sommer- und Winterreifen inklusive. Hannes empfahl ihm, den Wagen gut zu versichern und in eine Lenkradkralle zu investieren. 
Der Herbst hatte die Leipziger Innenstadt voll im Griff. Der Nachmittag hangelte sich gen Abend. Die Bäume verloren ihre Blätter und das Laub wehte durch die Straßen. Hannes hatte zunehmend Mühe, seine Stadt als solche zu erkennen. Rasant ging es aufwärts. Gebäude wurden entkernt, deren Seelen bei bleibenden Fassaden herausgehämmerc. Glaspaläste wuchsen in Höhe und Breite und begannen, den Wohlstand auszuspeien, nach dem sich so viele gesehnt hatten. Die Straßen wurden verbreitere, Wege neu gepflastert und dafür neue und alte Straßennamen verliehen. Die Universität verlor ebenfalls ihren Namen, Karl Marx kehrte in die Regale der Bibliotheken zurück. Nachts erhellten die Konsumbotschaften in farbigem Neon die Häuser und Wege. Es durfte gebettelt werden. Roma und Deutsche wurden so zu Konkurrenten. Wahlplakate vergilbten an den J\1auern oder auf zertretenen Pappen. Weiße Wände bekamen Kolorit, eine neue Spezies von Künstlern taufte es „Graffiti“ und Hausbesitzer lebten in ständiger Angst vor neuen Parolen in Farbe. Hannes‘ Fußballclub gab sich vorkriegstraditionell und verpuffte als VfB in der zweiten Liga. Als VfB war er nicht mehr sein Club. Aber die Chemiker wollten es noch fetter, adelten sich mit FC Sachsen, panschten allerdings nur noch in der Regionalliga. Manager aus den alten Bundesländern brachten den Clubs das Wirtschaften bei, verzockten sich, gingen und neue Blender kamen. So verloren zwei Fußballclubs ihre Identitäten. Hannes schlenderte die Grimmaische Straße hinauf in Richtung Augustusplatz, der einst Karl-Marx-Platz hieß. Ein Schaufenster hielt ihn auf. Im Grunde war es keines zum Hineinschauen, sondern eines zum Draufschauen. Die komplette Scheibe war mit Urlaubsangeboten bekleistert. Hochglanz bis sonnengebleich c. Nüsse in Kokospalmen, weiße Strände, schneebedeckte Berggipfel, glasklare Seen, in der Hitze flimmernde Pyramiden, grasende Zebras, aufdringliche Affen zwischen Jeeps, dösige Löwen in der Ferne, verwinkelte Schlösser, vollklimatisierte Busse, lachende Reiseleiter, fröhliche Urlauber. Dazwischen in riesigen Zahlen die supergünstigen Preise. Transfer, Übernachtung, Frühstück, Mittagessen, Büfett zum Abendbrot, Besuch des Museums, des Safariparks und der Höhle inklusive. Schnäppchen für ein Jahr Malochen im neuen Büro, hinterm Lenkrad, in Versandhallen. Das Angebot war überschaubar, beherrschte man die Abkürzungen.“  (Seite 370/371)

Hier holt uns der Autor zurück bis in die Gegenwart,  auch wenn dies nun schon zwanzig Jahre zurückliegt. Hier findet Hannes sein Glück. Finden es auch Stani und Igor?

Ich habe ja nicht die Angewohnheit, eine Buchbesprechung mit einem Teil „Mein Fazit“ abzuschließen. Hier mache ich das mal:

MEIN FAZIT: unbedingt lesen. „Der Roman ist witzig und kräftig und grob. Ein großer Überblick über die Jahre, die uns so heftig beschäftigen.“  - Christoph Hein ( Salomo Publishing )

© Bücherjunge

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EvyHearts avatar

Rezension zu "Februar" von Francis Mohr

Eine dystopisches Buch für Dresden-Interessierte
EvyHeartvor einem Jahr

"Februar" war anders, als ich dachte und gefiel mir durchgängig gut. Ich habe ein tiefes Gefühl der Verbundenheit gespürt, aber ich stellte auch fest: Die meisten Kritikpuntke, die die Rezensenten sehen, sehe ich auch. Der Reihe nach.

"Februar" wird vom Verlag als Kriminalroman eingeordnet, der Kriminalfall selbst spielt aber eine Nebenrolle*. Beherrscht wird das Buch von der politisch-geladenen Atmosphäre in der Stadt. Der Handlungsort weist starke Parallelen zu Dresden auf, viele Ortsbeschreibungen passen zu Dresden. Die Stadt wird am 13./14. Februar "traditionell" zum Anlaufpunkt rechter Demonstranten, Gegendemonstranten und Demokratie-Freunden, weil Dresden an diesem Datum im Zweiten Weltkrieg bombardiert wurde und u.a. die Frauenkirche ausbrannte und in sich zusammenfiel. Francis Mohr geht nur einen kleinen Schritt weiter und das macht die Geschichte sehr nahbar: Was würde passieren, wenn sich linke und rechte Kräfte zusammenschließen und gegen die Polizei kämpfen?

Die Hauptfiguren sind Kommissar Kafka, der in Mohrs Kurzgeschichten oft auftaucht, und der Psychologe Fritz Sölle. Sölle ist etwas neurotisch und hat Angst, dement zu werden. Er ist vor seiner Ex-Frau in den Osten "geflüchtet" und grübelt oft über dem Thema "Ost - West". Er ist ein genauer Beobachter und wirkt sehr mit sich beschäftigt. Mit Kafka teilt er u.a. die Vorliebe für Portwein. Kommissar Kafka ist kein grummliger Polizist, sondern ziemlich menschlich. Er ist manchmal mürrisch und belächelt seinen Chef Herrn Tanker, aber er ist von den Kollegen geachtet und hat ein gutes Verhältnis zu seiner Sekretärin. Im Gegensatz zu seiner Bekannten Gerlinde ist er ein Kopfmensch. Gerlinde ist nett und emotional, neigt aber im Überschwang zu gefährlichen Handlungen.

Nebenfiguren (oder Hauptfiguren?) sind Patienen Fritz Sölles, die zufällig in das Verbrechen verwickelt sind. Interssant fand ich, dass es mir schwer fiel eine rechts- und eine links-extremistische Figur auseinander zu halten. Wahrscheinlich ist das die Botschaft: Es geht nicht um Argumente, es geht um die Gewalt, die ausgeübt wird.

Leider sind die Passagen, in denen Fritz Sölle die Lebensgeschichten seiner Patienten aufnimmt, sehr langatmig. Für Menschen, die sich für Psychologie interessieren, sind sie gut, aber man verliert den Überblick, weil man Figuren kennenlernt, aber ihre Rolle erst in der zweiten Hälfte klar wird.

Weniger interessant fand ich den Ost-West-Konflikt, der oft ausgebreitet wird. Für mich als Kurz-vor-der-Wende-Kind haben "Ost" und "West" eine geografische Bedeutung, aber ich sehe das nicht in Menschen. Menschen, die älter sind, haben das intensiv erlebt und können sich wiedererkennen.

Stilistisch ist der Roman gut lesbar. Mohr schreibt an manchen Stellen derb, aber überwiegend entspannt und gut lesbar. Die Perspektive wechselt zwischen personal (Kafka) und Ich-Perspektive (Sölle). Besonders der Erzähler bei Kafka wird manchmal etwas distanziert.

Das Ende der Geschichte war krass und beklemmend. Allerdings: Die Gewalt wird nicht detailreich erklärt, sodass auch Leer, die explizite Gewaltdarstellung nicht mögen, gut damit klarkommen, denke ich.

Fazit: "Februar" reißt einige Themen an und für Leute interessant, die sich gern damit beschäftigen. Es ist kein klassischer Krimi, aber ein Buch, dass ich auf jeder Seite fesselnd fand.


* Spoiler: Er wird nicht restlos aufgeklärt. Der Täter wird aufgedeckt, aber weder das genaue Motiv noch der genaue Ablauf werden erzählt.

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ewigeweltens avatar

Rezension zu "Flashback Ost" von Francis Mohr

Roadtrip durch die Geschichte
ewigeweltenvor 4 Jahren

Hannes, Igor und Stanislaw verschieben in den 90er Jahren geklaute Autos von Sachsen über Polen in die Ukraine. Was sie alle erlebt haben – in der DDR und nach der Wende, in Dresden, Leipzig und in Osteuropa –, hat sie geprägt und zu einem ungleichen Trio werden lassen, das Onkel Pavels alten Bauernhof besetzt und sich mit Wodka und Wurstbemme durchs Leben schlägt, bis sich die drei Freunde für dieselbe Frau interessieren: Die temperamentvolle Polin Graczyna.

Vom Bauernhof als Ausgangspunkt springen die Kapitel in die 80er, 70er und noch weiter zurück und unterbrechen die aktuellen Pläne der Bande mit Sequenzen aus anderen Lebensabschnitten oder von Orten, die die Figuren geprägt haben. Mohrs „Flashbacks“ sind Rückblenden, die sich in die etwas schleppende Haupthandlung geschickt einpassen. Mit einem Drittel des Buches ist das Setting für den Roman stabil, aber der Spannungsbogen bleibt diffus und verliert sich in atmosphärischer Erzählung. Dichte und Beschreibungen sind dabei Mohrs große Stärke, und sein bildhafter Stil macht den Genuss der Sprache leicht:

„Den Hof hatte man erst nach dem ersten Weltkrieg durch ein Pflaster geadelt. Den Belastungen der Zeit hatte es nicht standgehalten, sodass es nur noch Stückwerk war. Traktoren und Vieh hatten ihm zugesetzt. Die Pflastersteine wurden zum Material beim Ausbessern an Stall und Scheune. An manchen Stellen sah es so aus, als klettere der Hof die Mauern hoch. Löwenzahn und Unkraut schickten sich an, das marode Hofpflaster zu ersticken. In den Ecken türmten sich Schrott und verdreckte Fässer.“

Die zahlreichen Exkurse in verschiedene Lebens- und Zeitabschnitte sind gerade ausreichend lang gewählt, um bedeutende Themen nicht nur zu streifen. Ob Fußball in den 80er Jahren, die Hooliganszene, osteuropäischen Kulturen, Menschenschmuggel, politische Betrachtungen der Jugend zur Wendezeit oder die Probleme, in der DDR an einen Studienplatz zu kommen …

„Hannes passte nicht hinein in die Begrenzungen, den Zerfall, die Lügen, die geistige Zucht, die engen Perspektiven, die Diktatur des Proletariats. Er verachtete die geduckte Intelligenz, die ihre Existenz infrage stellte und ihr Potential verriet. Er hasste diesen Staat, der von nuschelnden Idioten geführt und von Anpassern getragen wurde. Aber er liebte sein Land, seine Stadt, seine Familie, seine Freunde. Seine Heimat. Die würde er nie verlassen.“

Die Reflektionen sind vielseitig und markant und lassen auch die Nachkriegszeit und die Bombardierung Dresdens nicht aus – prägende Episoden aus dem Leben einer anderen Generation. Dabei werden verschiedene Perspektiven der Parteien beleuchtet, bis Mohr schließlich alle Fäden gekonnt wieder zusammenführt.

Der Dresdner Autor gibt seiner Stadt im Buch eine Rolle als Hintergrund für Teile der Handlung: Vorwiegend Autodiebstähle in verschiedenen Stadtteilen, die mit ihren demografischen Variationen skizziert werden. Insgesamt lässt sich der Roman als Chronik betrachten, als buntes, aber auch kontrastreiches Album der neueren Geschichte unserer Region, die durch bewegte und bewegende Bilder ausgefüllt wird.

Josefine Gottwald für Elbmargarita.de

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