Neu-York

von Francis Spufford 
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Neu-York
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alascas avatar

Ein geheimnisvoller Reisender in Alt-New York, ein rätselhafter Auftrag, gekonnt altertümelnde Sprache und ein toller Humor. Großartig!

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Inhaltsangabe zu "Neu-York"

1746 wirkt Neu-York noch wie ein holländisches Städtchen am Rande der Welt. Eines Tages steigt hier im Regen ein Brite namens Smith von einem Segler – liebenswert, charmant, doch irgendwie auch verdächtig. Mit sich trägt er einen Wechsel über tausend Pfund, keiner weiß, woher die ungeheure Summe stammt und was Mr. Smith damit in den Kolonien vorhat. Können die braven Kaufleute von Neu-York ihm trauen? Was sollen sie tun mit diesem Mr. Smith: Ihn bei sich einladen, ihn verführen, ihn berauben, ins Gefängnis werfen oder gar töten? Denn irgendwann steht Mr. Smith seinem besten Freund im Duell gegenüber – es wird nicht die letzte Überraschung sein in diesem geistreichen, spannenden Wunderwerk von einem Roman.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499290695
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:21.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor 7 Monaten
    Die wundersamen Abenteuer des Mr.Smith

    Neu York, 1746. Zu dieser Zeit ist die spätere Millionenstadt ein kleines englisches Kolonialstädtchen, immer noch geprägt von den holländischen Gründern. Von den beständigen Einwohnern kennt jeder jeden, Neuankömmlinge werden mißtrauisch beäugt. In diese Dorfwelt platzt der Londoner Richard Smith, ausgestattet mit einem Wechsel über tausend Pfund, den einzulösen der zuständige Kontor sich weigert. Eine Anfrage wird zurück nach London geschickt, damals noch per Schiff. Die erhebliche Wartezeit stellt Mr.Smith nicht nur vor finanzielle Probleme, nein, er muss sich auch erwehren gegen Versuche, ihn auszuhorchen oder gar politisch vor einen Karren zu spannen.

    Was so zusammengefasst vielleicht ein wenig trocken wirken mag, ist genau das aber keineswegs. Spufford hat einen herrlichen Schelmen- und Abenteuerroman geschrieben um diesen mysteriösen Mr. Smith, der weder die Neu Yorker noch uns Leser hinter die Karten gucken lässt. Was treibt diesen offensichtlichen Großstädter in die Kolonien? Was möchte er mit den tausend Pfund dort erreichen?

    Francis Spufford ist eigentlich bekannt als Sachbuchautor. Dies ist sein erster Roman und, das sei gleich dazu gesagt, hoffentlich nicht sein letzter. Denn hier treffen genaue und gekonnte Beschreibungen der damaligen Gegebenheiten auf überbordende Fabulierlust und ein Händchen für geschickte Wendungen. Immer dann, wenn man eine neue Idee entwickelt hat, wohin die Reise gehen könnte, macht Spufford einem charmant lächelnd einen Strich durch die Rechnung. Und so hatte ich hier tatsächlich einen der wenigen Romane vor mir, bei denen ich bis zum Schluss überraschende Entdeckungen machen konnte. Dazu kommen interessant gezeichnete Charaktere, von Mr Smith selbst natürlich, über die ein wenig überspannte Tochter des Kontorbesitzers, bis hin zu den holländischen Platzhirschen vor Ort, einer wirklich freundlichen Familie, mit einer gehörigen Portion Eisen unter dem Zuckerguss.

    Um dem Ganzen nun noch die Krone aufzusetzen, hat Rowohlt das Buch auch besonders hübsch gestaltet. Jeder Teil wird mit einer Illustration von Eleanor Crow eingeleitet, die dabei Zeichnungen aus dem 18.Jahrhundert zum Vorbild nahm. Der Schutzumschlag zeigt eine Häuserreihe in holländischem Hansestil mit Goldprägung akzentuiert, und ja, es gibt ein Lesebändchen, für mich immer das seligmachende Tüpfelchen auf dem i.

    Scheinbar ist dieser Roman bei den Neuerscheinungen des letzten Jahres unverdient ein wenig untergegangen. Grund genug, jetzt eine definitive Leseempfehlung auszusprechen, denn für mich zählt der Roman zu den besten, die ich dieses Jahr bisher gelesen habe.

     

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    alascas avatar
    alascavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein geheimnisvoller Reisender in Alt-New York, ein rätselhafter Auftrag, gekonnt altertümelnde Sprache und ein toller Humor. Großartig!
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    hannipalannis avatar
    hannipalannivor 10 Tagen

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    Pressestimmen

    Spufford legt in seinem facettenreichen Buch Schicht um Schicht den amerikanischen Gründungsmythos bloß. (.) Und nebenbei erzählt der Wortmagier Spufford in der reichsten Sprache seit Henry Fielding und Thomas Pynchon eine traurige, hinreißend schöne Liebesgeschichte. (.) Lesen Sie Francis Spufford, Neu-York.

    Francis Spufford hat den vielleicht glanzvollsten historischen Roman der Gegenwart vorgelegt.

    Ein rauschhaftes Geschichtenerzählen mit so viel Intelligenz im Hintergrund, das ist ein seltenes Leseglück.

    Dieser Autor kann noch mit dem unwahrscheinlichsten Thema faszinieren und unterhalten. Neu-York tut beides.

    Es passieren ja auf der Welt derzeit viele schlimme Sachen, aber Francis Spuffords Buch bietet eine ganz und gar einzigartige Ablenkung.

    Eine meisterhafte Leistung, voller verlockender Drehungen und Wendungen, ein blendend geschriebener Roman.

    Dieser Text knistert vor Energie und Freude. Allein für seine Schlusspointe verdient der Roman einen großen glänzenden Stern.

    Phantastisch unterhaltsam und raffiniert. Spufford schafft vor Leben strotzende pittoreske Bilder, und nie fühlt es sich an, als würden hier die Früchte historischer Recherche angehäuft … erstklassige historische Unterhaltung.

    Dieser Roman ist von einer handwerklichen Reife, dass er nicht wie ein Debüt, sondern wie ein krönendes Abschlusswerk wirkt. Figuren und Szenerien werden mit größter Leichtigkeit zum Leben erweckt. Die Beschreibungsgabe des Autors ist verblüffend. Seine außergewöhnliche visuelle Einbildungskraft und das brillante Tempo verdanken dem Kino wohl mehr als allem anderen.

    Unglaublich hinreißend. Makellos vom ersten Satz an.

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