Francis Wyndham Der andere Garten

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Inhaltsangabe zu „Der andere Garten“ von Francis Wyndham

England, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Der Ich-Erzähler, ein Junge in Pubertät, lebt in abgeschiedener ländlicher Idylle. Eines Tages lernt er die doppelt so alte Kay kennen, Tochter der Familie Demarest. Kay ist schüchtern und still, extravagant und erotisch. Die beiden werden Freunde. Im anderen Garten – ein formaler Garten, den der Vater des Jungen mit großer Hingabe stutzt und hegt – findet die ruhelose Kay für kurze Zeit einen Platz zum Sonnen. Sie kann sich ihren Tagträumen hingeben und sie selbst sein, was ihr in ihrer Familie und im Leben verwehrt bleibt.

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    wattwurm18

    10. July 2012 um 20:33

    Mir hat diese Geschichte gut gefallen, auch wenn der andere Garten nur kurz erwähnt wird. Aber die Geschichte des Ich-Erzählers und seiner Freundin ist anrührend.

  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    elRinas

    18. September 2010 um 12:22

    Berührendes & verstörendes Gesellschaftsbild aus der Zeit vor-nach 2.Weltkrieg. Tragik junger Leute vom/am Land, Unverständnis der Eltern, Illusion, Drama aus besserem Hause zu sein, weltfremd wie zB Siddhartha, Nachbarkinder versuchen einander zu "helfen"(?)-begleiten - was nicht wirksam gelingt (sie "kriegen" sich nicht) ... Der (typisch?) englische Dünkel des verarmten Bürgertums - ein Spiegel für uns ... naja, ich fand es etwas (sehr) mühsam zu lesen, eher bedrückend als inspirierend ... kommt bei mir ins Regal "schweigende (vor)Väter" = Kriegsliteratur, Kulturgeschichte u.a. Sozialkritisches & Psychosoziales ... Ein brilliantes "Anti-Buch" sozusagen, ohne happy-end und rosa Brille ... um Familienkarma, Helfersyndrom & kontextuelle (Co-) Abhängigkeit darzustellen ... für Sozialarbeiter und BewusstSeins-Coaches ...

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    Imoagnet

    12. September 2010 um 15:03

    Der andere Garten ist ein Roman von Francis Wyndham. Das Buch (191 Seiten, die in neun Kapitel untergeteilt sind) ist eine Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag. Es wirkt sehr elegant. Dieser Eindruck wird durch das rote Lesebändchen verstärkt. Auf dem Cover ist ein Garten bzw. Park angedeutet. Mitten auf einem Weg steht eine, in einen roten Mantel gehüllte, Person. Schon dieses Bild lässt meine Gedanken kreisen. Ist diese Person die im Klappentext angekündigte Kay? Der Roman ist eine Ich-Erzählung. Der Erzähler ist ein junger Mann. Sein genaues Alter und sein Name sind mir nicht bekannt. Jedoch vervollständigt sich das Bild über ihn mit jedem Kapitel. So erfährt der Leser, dass der Erzähler während des zweiten Weltkrieges Wache am neuen Flughafen halten muss. Also muss er im wehrfähigen Alter sein. Was mich wundert, im Roman geht es gar nicht um den Garten an sich. Er wird nur als Rückzugsort von Kay erwähnt. Mit jedem Kapitel wird mehr über den Erzähler offenbart. Es werden Freunde, wie der an Tuberkulose erkrankte Denis vorgestellt, es wird von den Umständen des zweiten Weltkrieges gesprochen, der Leser wird in vornehme Familien eingeführt. Aber hauptsächlich dreht sich der Roman um Kay. Sie ist die Freundin des Ich-Erzählers und etwa doppelt so alt wie er. Sie ist extravagant und muss durch äußere Umstände wieder bei ihren Eltern leben, was ihre Situation nicht gerade einfacher macht. Außerdem hat sie keine feste Beziehung, obwohl sie sich sehr danach sehnt. Ich habe den Eindruck, dass Kay ein klein wenig depressiv ist. Und sie ist sehr eigen. Als sie zum Beispiel von einem Soldaten versetzt wird, beschließt sie, sich nie wieder hübsch zu machen. Sie lässt sich äußerlich verkommen. Gerade als sich ihre finanzielle Situation zu verbessern scheint, bekommt sie eine schlechte Diagnose bezüglich ihres Gesundheitszustands. Wie sich ihr Leben weiter entwickelt, soll jeder Leser selbst herausfinden. Alles in allem lässt sich dieser Roman gut und schnell lesen. Jedoch sind die Erwartungen aufgrund des Titels bei mir in eine andere Richtung gegangen. Erst ab ca. der Hälfte hatte ich für mich akzeptiert, dass das Thema nicht der Garten, sondern Kay ist. Das sehe ich als einzigen Kritikpunkt. Trotzdem ist der Roman lesenswert. Ob er mir lang in Erinnerung bleiben wird, wird sich zeigen. Jedenfalls sieht der Roman gut im Bücherregal aus.

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    Rush

    08. September 2010 um 18:14

    Das Buch der andere Garten spielt zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Der Ich Erzähler berichtet von der Geschichte seiner Beziehung zu einer erwachsenen Frau (Kay), die er in dem Garten seines Vaters kennenlernt. Der Titel und auch der Klappentext haben einiges versprochen, allerdings konnte der Autor meine Erwartungen nicht erfüllen. Sicherlich ist das Buch vom Schreibstil her gut geschrieben, inhaltlich habe ich mich allerdings sehr oft gelangweilt und mich gefragt ob ich das Buch überhaupt weiterlesen soll. Die Angekündigte Beziehung zwischen den Beiden hat sich dann letztendlich nicht als romantische Liebesgeschichte entwickelt, sondern einfach nur als Freundschaft. Die Freundschaft ist meiner Meinung nach auch sehr einseitig rübergekommen. Kay hat schon sehr oft ihr eigenes ding gemacht, während die Gedanken des Jungen schon relativ oft bei Kay waren. Komisch fand ich auch den Titel, den "der andere Garten" wurde nur kurz am Anfang erwähnt und hatte dann nichts mehr mit dem Buch zu tun, zumindest nicht direkt. Wie oben schon erwähnt, hat mich das Buch gelangweilt und ich war froh das es nur 180 seiten sind. Ich kann leider nur 2 Sterne geben!!

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    Querbeetleserin

    30. August 2010 um 16:58

    Die Geschichte spielt in England,kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges.Ein junger Mann und eine fast doppelt so alte Frau lernen sich über ihre Familien kennen und werden Freunde:der Teenager,der die Geschichte auch erzählt,wächst auf dem Land mit seinen Eltern auf.Die ältere Kay besucht ihre Eltern,die in die Nachbarschaft gezogen sind und so lernen die beiden sich kennen.Kay ist trotz ihres Alters sehr unreif,hat kein geregeltes Leben und versteht sich nicht mit ihren Eltern.Sie hat noch einen Bruder,der für die Eltern die erste Geige spielt,sie scheint das schwarze Schaf der Familie zu sein.Der Junge erzählt in verschiedenen Kapiteln Episoden aus seinem Leben,auch der Krieg wird erwähnt und so erfahren wir einiges aus seinem Leben. Ich muss sagen,mir kam es fast so vor,als wäre der Klappentext des Buches für eine andere Geschichte geschrieben worden,denn ich hatte etwa völlig anderes erwartet.Der andere Garten,der ja auch der Titel des Buches ist,wird nur beiläufig erwähnt,der Tod des Vaters des Jungen auch nur in einem kurzen beiläufigen Satz und das war´s dann schon.Die Geschichte hat weder Höhen noch Tiefen,alles wird in einem monotonen Stil erzählt,einzig die Nachbarin Dodo hat mir noch etwas Abwechslung gebracht.Entweder ist mir der Sinn des Buches entgangen oder es ist einfach nicht mein Stil,auf jeden Fall frage ich mich,für was der Autor einen Preis für dieses Buch bekommen hat.Schade,das ich ihn nicht persönlich danach fragen kann,seine Antwort würde mich auf jeden Fall interessieren.

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    wortakzente

    29. August 2010 um 19:34

    England in den 40er Jahren. Ein dreizehnjähriger Junge lernt die etwa 20 Jahre ältere Kay kennen, eine unkonventionelle Frau, die, obwohl mit den Eltern zerstritten, gezwungenermaßen bei ihnen leben muss. Er ist fasziniert von dieser innerlich zerissenen Person, und die beiden befreunden sich. Das Buch beleuchtet in großen Sprüngen etwa 10 Jahre dieser ungewöhnlichen Freundschaft vor dem Hintergrund des 2. Weltkrieges. Wenn ich diese Inhaltsangabe anschaue, klingt das für mich eigentlich vielversprechend. Tatsächlich war ich etwas enttäuscht von dem Buch. Es ist wunderschön geschrieben, Sprache und Stil machen großen Spaß und die Übersetzung ist lobend hervorzuheben. Trotzdem hat es eine gewisse Leere hinterlassen. Die Motivationen der Protagonisten werden nicht klar, für mich ist diese Freundschaft nicht nachzuvollziehen, von keinem der beiden. Wyndham schafft es trotz teilweise sehr detaillierter Personenbeschreibungen, die Handlung an der Oberfläche zu lassen. Englischer Smalltalk, schwere Krankheiten und der Krieg bilden eine irgendwie unwirkliche Hintergrundkulisse. Auch der titelgebende andere Garten wird nur am Rande erwähnt. Dennoch habe ich das Buch gerne und mit Genuss gelesen. Fazit: Ein Buch, das mich ein wenig ratlos zurücklässt.

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    Pelippa

    29. August 2010 um 15:58

    Optisch ein hübsches Buch, das sich vom Schreibstil auch gut lesen lässt. Trotzdem hätte ich ohne die Testleserunde das Buch wohl nicht zu Ende gelesen, da mich weder Geschichte noch Personen wirklich berührt haben. Die Handlung plätschert vor sich hin und die Personen werden distanziert beschrieben, so dass man ihre Handlungsmotive nicht nachvollziehen kann und eigentlich auch kein Interesse hat, überhaupt darüber nachzudenken. Und auch nach kompletter Lektüre fällt es schwer, eine Rezension zu schreiben, da mir leider immer noch nicht klar ist, um was es in dem Roman eigentlich gehen sollte. Um „den anderen Garten“ sicher nicht, der wird im Text nur am Rand erwähnt. Kurzum, das Buch lässt mich ziemlich ratlos zurück.

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    Sternenstaubfee

    "Der andere Garten" von Francis Wyndham ist ein kleines Büchlein , das man recht schnell durchlesen kann. Auf nicht einmal 200 Seiten wird die außergewöhnliche Freundschaft zwischen dem Ich-Erzähler und Kay erzählt. Kay ist fast 20 Jahre älter, aber das steht ihrer Freundschaft nicht im Wege. Die Geschichte spielt in England zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Auf anschauliche Weise schildert der Autor kleine Episoden des Lebens. Beide erkranken irgendwann während des Krieges an Tuberkulose, was für den Erzähler die Rettung bedeutet. Kay jedoch wird nicht wieder gesund werden. Ich bin mir unschlüssig, wie ich dieses Buch bewerten soll. Allein vom Äußeren bzw. von der Aufmachung her gefällt mir das Buch ausgesprochen gut! Etwas verwirrend ist für mich der Titel, denn in der ganzen Geschichte wird "der andere Garten" kaum erwähnt. Auch fehlt mir irgendwie die Spannung oder "der rote Faden". Die Erzählung plätschert so dahin. Langweilig würde ich das Buch jedoch nicht nennen. Trotzdem habe ich das gewissen Etwas vermisst.

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    Mina - Das Irrlicht

    27. August 2010 um 22:56

    Soooo - nun will ich auch meine Rezension schreiben. Ich muß mich vielen Vorscheibern anschließen, denn auch mir hat das Buch nicht so gut gefallen. Ich bin im Moment noch enttäuscht. Die Leseprobe und die Zusammenfassung hier, hatten mich total angesprochen. Ebenso der Umschlag. Ich hatte gedacht, mich erwartet ein wunderschönes Buch, das mich in seinen Bann zieht, die Welt vergessen und mich entspannen lässt...gefunden habe ich eine träge Geschichte, die wenig mit Umschlaggestaltung und Klappentext gemein und mich überhaupt nicht berührte oder gar verzaubert hätte. Die Geschichte bleibt flach und ebenso flach bleibt irgendwie auch meine Rezension, weil ich einfach nicht mehr dazu schreiben kann...

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    Buecherfee82

    27. August 2010 um 09:51

    Ich bin ein bisschen enttäuscht von diesem Buch. Der Klappentext liest sich idyllisch, romantisch. Es wird vom anderen Garten gesprocheen, dem geliebten Garten des Vaters vom Ich-Erzähler. Dem Titel des Buches. Doch nur am Anfang des Buches wird der Garten beschrieben und das sich der Vater dort gern in jeder freien Minute aufhält. Am Ende wird noch kurz erwähnt, dass der Garten jetzt zum größtenteil eiin Gemüsegarten ist und die schönen und gemütlichen Gegenstände wie Sonnenuhr und Bänke an einen Antiquitätenhändler verkauft wurden. Über den Jugendlichen Ich-Erzähler erfährt man auch nicht sonderlich viel in diesem Buch. Ich habe das gefühl, als gäbe es nur Nebenpersonen und keine Hauptperson. Das Buch ist bis auf die vielen französischen Wörter leicht zu lesen. Es hat einen wunderschönen Umschlag und ein schönes, rotes Lesebändchen. Gut für zwischendurch, jedoch war es für mich nicht fesselnd.

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    Robert_05_85

    26. August 2010 um 10:50

    »Der andere Garten« erzählt die Geschichte der etwa 35jährigen Kay mit dem gut 20 Jahre jüngeren Ich-Erzähler. Zeitlich befinden wir uns am Anfang des zweiten Weltkrieges in einem englischen Dorf bei Swindon, als Kay in das Leben des Erzählers tritt. Anfangs noch befremdlich wirkend, entwickelt sich bald eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden, die viele Jahre – bis zum Ende des Krieges – überdauert. Über diese Zeitspanne lernen wir die Protagonisten näher kennen. Meist werden nur kurze Episoden aus diesen vielen Jahren geschildert, die nach außen sichtbaren Geschehnisse umrissen. Worauf der Fokus liegt, ist das Innenleben, die zwischenmenschlichen Abgründe, die Absurdität der auf dem Land lebenden »upper middle class«, die versucht, ihrem Leben etwas vom Glamour der Adligen in London zu verleihen. Man trifft sich zum Tee, übt sich in unverbindlichem Small Talk, in dem das Thema Krieg zu vermeiden versucht wird; ohnehin bemerkt man diesen sowieso nur durch die anwesenden Militärs, Lebensmittelrationierung und die Nachrichten. Dennoch werden – trotz der »trockenen«, distanzierten, aber immer genauen Erzählweise – die Ängste zwischen den Zeilen evident: Welche der Freunde oder Verwandten werden den Krieg überleben? Wann wird man eingezogen und wie kann man seinem Schicksal entkommen? Wir erfahren von Tuberlose-Erkrankungen, die das Leben beschwerlich machen, von Streitigkeiten mit Eltern, die scheinbar keine Ursache haben, aber latent immer anwesend sind. Die Eingeschlossenheit in einem kleinen englischen Dorf mit begrenztem Horizont wird dabei genauso thematisiert wie verzweifelte Versuche diesem Gefängnis zu entkommen. Trotz der Vielfältigkeit der Themen – oder gerade deshalb – »plätschert« die Story ein wenig vor sich hin. Alles wird angeschnitten, aber kaum etwas näher ausgeführt. Vielleicht unterstreicht aber gerade das die Art und Weise, wie die Protagonisten auf der Straße Höflichkeiten austauschen oder wenn sie sich zum Tee treffen. Das Buch ist dabei eine durchaus kurzweilige Leseerfahrung mit dem Potential länger in Erinnerung zu bleiben, lässt in meinen Augen aber einen gewissen roten Faden vermissen.

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    Dupsi

    22. August 2010 um 18:21

    Hm, so richtig weiß ich nicht, was ich zu dem Buch sagen soll. Es war irgendwie ganz anders als ich es erwartet hatte. Nicht schlecht anders, aber anders. Die Geschichte wird aus der Sicht eines Ich-Erzählers erzählt, der am Anfang der Geschichte ungefähr 13 ist und während der Erzählung älter wird. Schauplatz ist England unmittelbar vor Ausbruch und während des Zweiten Weltkriegs, doch Thema ist nicht sosehr der Krieg an sich, sondern die Gesellschaft und wie diese sich in diesen schweren Zeiten verändert. Über seine Familie, eher über eine Freundin seiner Familie lernt der Junge die doppelt so alte Kay kennen, eine für ihn geheimnisvolle, aufregende Frau. Gleich während des ersten Abends des Kennenlernens wird deutlich, dass die Beziehung zwischen Kay und ihren Eltern nicht gerade einfach ist, sie ihren Bruder aber im Gegenzug dazu nahezu vergöttert. Doch zum dem Ich-Erzähler scheint sie Vertrauen zu fassen. Eine Freundschaft entwickelt sich zwischen den beiden, die sich durch das gesamte Buch zieht. Auf knapp 200 Seiten werden ungefähr sieben Jahre beschrieben, doch es wirkt nicht oberflächlich, auch wenn es manchmal schwierig war, sich nach einem Zeitsprung in die neue Situation reinzufinden. Der Stil hat mr gefallen. Es war so wie ich es erwartet habe,trotz des Zeitraumes in dem es spielt ein eher ruhiges Buch, in dem nichts dramatisiert wird, selbst etwaige Krankheiten, Verletzungen und Todesfälle wurden mit einer Ruhe beschrieben, die mich erstaunt hat. Das einzige, was mich gestört hat, war dass der "andere Garten" in der Geschicte letztendlich eine geringere Rolle gespielt hat, als es der Titel vermuten ließ. Deshalb auch "nur" 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Der andere Garten" von Francis Wyndham

    Der andere Garten

    Clari

    18. August 2010 um 12:42

    Kriegsjahre in England; eine Gesellschaftsstudie. In einer ländlichen Idylle im Dorf Watermead in England verläuft das Leben ruhig und unaufgeregt. Der zweite Weltkrieg steht kurz bevor. Hier lernte der mit seinen 13 Jahren noch sehr junge Icherzähler eine doppelt so alte junge Frau kennen. Kay wohnt mit ihren Eltern auf einem angrenzenden Grundstück. Sie fühlt sich von ihren Eltern nicht sehr geliebt und führt ein planloses Leben. Der Icherzähler langweilt sich und wartet gequält auf den Schuljahrsbeginns. Seine Eltern, eine lässige Nachbarin, deren Mann und gelegentliche Klatschgeschichten muntern das Leben auf, das aus einem wohlgemuten Müßiggang zu bestehen scheint. Ab und an ist von Sandy Demarest die Rede. Er ist der Bruder von Kay und soll ein hübscher und begabter, sportlicher Junge sein. Man brennt darauf, ihn zu Gesicht zu bekommen. Doch er bleibt geheimnisvoll verborgen. Schon bald befinden wir uns mitten im Zweiten Weltkrieg. Das Jahr 1941 bringt auch den Icherzähler in die Nähe des Wehrdienstes. Nach einem Knöchelbruch und einer zu spät erkannten Tuberkulose findet er sich mit Kay, die ebenfalls an dieser Krankheit leidet, in einem Sanatorium wieder. Beide kehren später in ihr Dorf zurück und werden zur einzigen und wichtigsten Gesellschaft für einander. Der Roman rückt auf eine eigentümliche und ungewöhnliche Weise die Schatten des Krieges in den Fokus. Die tragische Beziehung von Kay zu ihren Eltern und die innige Verbindung zu ihrem Bruder Sandy ergeben das Bild einer geheimnisvollen Familienkonstellation. Zu den tieferen Schichten der Gründe für Schuld und Sühne dringt man nicht vor. Leicht dekadent sieht eine unsichere Jugend der Zukunft entgegen. Man weiß zwischen Gesellschaftsschichten zu unterscheiden; wer zu wem gehört und wer nicht, wird zwischen den Zeilen angedeutet. Das Ende des Krieges lässt eine zerrüttete Gesellschaft zurück. Das Sitten - und Zeitgemälde ist farbig gestaltet und zeigt eine englische Landgesellschaft, die sich im Kleinkrieg des Alltags verfängt. Die Freizügigkeit Kays steht im Gegensatz zur spießbürgerlichen Moral der Mittelstandsgesellschaft. Jeder beobachtet jeden, und der Klatsch blüht. Im Kontrast zu den Feinheiten der Landschaft und dem bürgerlichen Lebensstil wird der Eindruck einer Überdrussgesellschaft eklatant. Der Icherzähler befindet sich im Übergang von der Pubertät zur Erwachsenenwelt. Seine Neugierde, sein Liebesbedürfnis und seine Ablösung aus den eingefahrenen Strukturen der Familie werden überdeutlich. Zugleich zeigt der Autor die Distanz, mit der sein Held die Welt von außen betrachtet. Neben den poetischen Feinheiten der Naturbeobachtungen sind es die diversen Entwicklungen einer Jugend, die vom Krieg gezeichnet einen eigenen Weg sucht. Dieser erste Roman des Autors Francis Wyndham erschien 1987 zum ersten Mal und wurde mit dem Withbread First Novel Award ausgezeichnet. Die Übersetzerin Andrea Ott ist bekannt durch hervorragende Übersetzungen englischer Autoren ins Deutsche.

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