Francoise Giroud 'Die Menschheit braucht auch Träumer': Marie Curie.

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Inhaltsangabe zu „'Die Menschheit braucht auch Träumer': Marie Curie.“ von Francoise Giroud

Das Wichtigste gleich vorneweg: Der französischen Publizistin, Schriftstellerin und Filmemacherin Françoise Giroud ist mit "Die Menschheit braucht auch Träumer". Marie Curie eine feinfühlige, ausgewogene wie präzis-sachliche Biografie der zweifachen Nobelpreisträgerin Marie Curie -- 1903 für ihre Arbeit über die Uranstrahlung (auf der Basis der Erkenntnisse von Henri Becquerel) in Physik und 1911 für die Gewinnung und Analyse des Radiums in Chemie -- gelungen.
Marie Curie (1867-1934), die lange nur als Frau und Gehilfin ihres Mannes Pierre Curie betrachtet wurde, wird hier als das wissenschaftliche Genie, die unermüdliche Arbeiterin und Lehrerin, als selbstbewusste wie selbst bestimmende und selbstlose Frau gewürdigt (sie verzichtete beispielsweise auf die Patentierung ihrer Forschungsergebnisse, um sie allen Menschen zugänglich zu machen). Doch Giroud zeigt auch die Privatperson, von der man sonst so gar nichts erfährt: liebende Ehefrau, engagierte Mutter, Vertraute und fachliche Korrespondentin prominenter Forscherkollegen. Liest man heute über die erbärmlichen Laborausstattungen, lebensgefährdenden Materialien, mit denen sie ungeschützt experimentierte, und widrigen Hindernisse, die man ihr -- auch und besonders aufgrund ihres Geschlechts -- lange in den Weg legte, so sind ihre hier ausführlich geschilderten wissenschaftlichen und intellektuellen Leistungen umso höher zu bewerten.
Wer nun fürchtet, erschlagen zu werden von unverständlichem Fachjargon, kann beruhigt werden: Auf das Wesentliche reduziert, leicht nachvollziehbar und in die zeitgenössischen naturwissenschaftlich-medizinischen Forschungen und Entdeckungen eingebettet, schildert Giroud Tätigkeitsfeld und Arbeitsalltag von Marie Curie. Bei aller Bewunderung der Biografin für ihren Gegenstand verliert sie jedoch nie die kritische Distanz, benennt Fehler und Charakterschwächen, erklärt, aber entschuldigt nicht, stellt sie privaten und öffentlichen Menschen gegenüber und fügt beide schließlich zu einer Einheit zusammen. Persönliche Briefe, Auszüge aus wissenschaftlichen Diskursen und Berichte Dritter vervollständigen das Bild einer der bedeutendsten Frauen des vergangenen Jahrhunderts. --Osseline Kind

Solide Biografie. Ich hätte mir mehr Detailverliebtheit und Tiefgründigkeit gewünscht.

— leucoryx

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    'Die Menschheit braucht auch Träumer': Marie Curie.

    leucoryx

    20. November 2015 um 09:22

    Das Buch "Die Menschheit braucht auch Träumer: Marie Curie" ist eine Biografie von der zweifachen Nobelpreisträgerin Marie Curie. Ihr gesamter Lebensweg von Polen nach Frankreich, ihre Arbeit als Wissenschaftlerin, ihr Leben als Mutter und Ehefrau wird erzählt. Das Buch teilt Maries Leben in mehre große Abschnitte ein und zeigt somit ihre Hochs und Tiefs an. Der Schreibstil ist angenehm, aber der Erzählstil nicht immer praktisch. Auf den ersten Seiten fehlte mir das Geburtsdatum von Marie Curie. Jahreszahlen tauchen zwar auf, das Lebensalter wird jedoch nur sporadisch genannt. Generell erhält man einen Blick von Außen und im Nachhinhein, so dass die Autorin viele Anmerkungen zu späteren Ereignissen macht. Marie Curie weiß durch ihren Charakter, ihren Werdegang und durch ihren Erfolg absolut überzeugen. Und der Autorin ist es auch gelungen ein positives Bild von Marie Curie zu zeichnen. Mir fehlte allerdings die Detailverliebtheit und die Tiefe. Ein paar Briefewechsel lassen zwar erahnen wie es in Maries Inneren ausgesehen haben mag, aber allumfassend ist der Eindruck nicht. Marie selbst hielt sich jedoch auch sehr bedeckt, was dies sicherlich erschwert. Für mich hätte die Biografie gerne ausführlicher sein dürfen. Marie Curie war eine beeindruckende Frau. Alleine dadurch lohnt das Buch. Allerdings ist es vermutlich nicht die beste Biografie von Curie. Es gibt z.B. eine Biografie geschrieben von Eve Curie, ihrer Tochter.

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