Frank Baer

 3.9 Sterne bei 42 Bewertungen
Autor von Die Magermilchbande, Die Brücke von Alcántara und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Frank Baer

Frank Baer, Jahrgang 1938, wuchs in Würzburg auf, studierte in München Geschichte und Philosophie, absolvierte ein Volontariat bei einer Tageszeitung und arbeitete danach als fester freier Mitarbeiter für verschiedene Redaktionen des Bayrischen Fernsehens. Bereits sein erster Roman "Die Magermilchbande" wurde ein großer Erfolg und im Auftrag des Bayerischen Fernsehens verfilmt. Beim renommierten amerikanischen Verlag Little, Brown erschien 1983 die englische Übersetzung. Nach umfangreichen Recherchen veröffentlichte Frank Baer Ende der 80er Jahren den historischen Roman "Die Brücke von Alcántara", der zu einem Bestseller wurde und vor allem in Spanien bis heute eine große Leserschaft findet.Der Autor lebt mit seiner Familie in München.

Quelle: Verlag / vlb

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Cover des Buches Die Magermilchbande (ISBN: 9783328100645)

Die Magermilchbande

 (19)
Erschienen am 13.03.2017
Cover des Buches Die Brücke von Alcántara (ISBN: 9783442720873)

Die Brücke von Alcántara

 (12)
Erschienen am 01.12.1996
Cover des Buches Die Brücke von Alcántara (ISBN: 9783442473182)

Die Brücke von Alcántara

 (0)
Erschienen am 08.03.2010
Cover des Buches Die Brücke von Alcántara (ISBN: 9783641181086)

Die Brücke von Alcántara

 (0)
Erschienen am 30.09.2015
Cover des Buches Die Brücke von Alcantara, Geschenkausgabe (ISBN: 9783442428809)

Die Brücke von Alcantara, Geschenkausgabe

 (6)
Erschienen am 01.08.1997
Cover des Buches Die Brücke von Alcantara (ISBN: 9783813506198)

Die Brücke von Alcantara

 (2)
Erschienen am 01.05.1997

Neue Rezensionen zu Frank Baer

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Rezension zu "Die Magermilchbande" von Frank Baer

Fazit: Wichtig!
Anne-Sophie_Fuchsvor 3 Jahren

Dieses Buch hab‘ ich nur für meine Oma gelesen. Denn wie die Helden aus Frank Baers „Magermilchbande“ war auch sie ein deutsches Flüchtlingsmädchen, das aus Angst vor Krieg und Zerstörung ihre Heimat verlassen musste – und wichtige Kindheitsjahre in Tschechien verbrachte.

Ich habe Maxe Milch, Peter, Adolf, Bille und Tilli begleitet – auf ihrem Weg aus den Schul-Lagern zurück in die Heimat. Ein unfassbarer Weg mit Bildern, Menschen und Erfahrungen, die ich mir heutzutage nicht im Geringsten vorstellen könnte. Nach diesem Buch schaut man verändert auf die Welt und auf die Vergangenheit viel zu vieler Menschen, die ein ähnliches Schicksal erlebten wie die fiktive Magermilchbande.

Die Sprache ist jung und alt zugleich, lässt Raum für Interpretation und das Verständnis zwischen den Zeilen, das den kindlichen Helden noch fehlt. Worte beschreiben Handlungen, Gedanken und Umgebung zum Anfassen nah und machen den Leser automatisch zum Flüchtlingskind. Ein Kind, das sich im neuen „Zuhause“ ein Königreich erbaut hat. Das es vor Sehnsucht und Freude auf die Heimat wieder verlässt, um auf dem Weg ins Ungewisse Gestern erneut alles zurücklassen muss – und nicht nur über Grenzen sondern bis an die eigene gehen muss.

Absolut ein lesenswertes Buch, das einige Sichtweisen gravierend verändert. Und ein Buch, das mich immer noch beschäftigt und in Gesprächen und Gedanken begleitet.
Leider verlor mich die Geschichte ab und an in langwierigen Erzählungen.
Fazit: Wichtig!

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Rezension zu "Die Magermilchbande" von Frank Baer

Absolute Empfehlung!
SophieNdmvor 3 Jahren

Inhalt:
April 1945: Angeführt von Maxe Milch, Spitzname »Magermilch«, irren nach Pilsen verschickte Berliner Schüler in den Wirren des Krieges heimwärts – zwischen geschlagenen Soldaten, Gefangenenkolonnen und Flüchtlingstrecks, querfeldein, durch Wälder und Felder, zu Fuß, in Güterwaggons, auf Lastern, mit Pferdefuhrwerken.
Sie sehen die Toten am Wegesrand, begegnen amerikanischen Soldaten und Menschen, die sich in ihren Häusern und Höfen verschanzt haben.
Als sie endlich zu Hause sind im zerstörten Berlin, findet dort keiner, was er sich während des langen Weges erträumt hat.

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte beginnt etwas apprupt. Man bekommt keine Einführung wer der Erzähler ist und in welcher Situation er sich befindet merkt man auch erst später.
Die Tagebucheinträge aus Billies Sicht fand ich lustig aber anfangs auch etwas zusammenhangslos. Später klärt sich ihre Beziehung zu Maxe auf und die Einträge wechseln sich mit Maxes Erlebnissen ab.
Als nächstes lernt man nun endlich besagten "Maxe Milch" kennen, von dem im Klappentext die Rede ist.
Er war mir von Anfang an sympathisch, ein mutiger und loyaler und ehrlicher Junge, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt.
Der Schreibstil bzw. der Ausdruck der Tagebucheinträge hat gut zur Geschichte gepasst, war für mich aber anstrengend zu lesen.
Ich musste mich sehr auf den Text konzentrieren und bin auch nicht so schnell voran gekommen.
Hingegen der Teil, der von Maxe und seinen Freunden erzählt war wieder leicht zu lesen und gut verständlich.
Die Story ist sehr spannend, ohne übertrieben oder gekünstelt zu wirken, man fiebert total mit Maxe und seinen Freunden mit.

Ich fand die Geschichte sehr berührend und auch schockierend, da sie ja zum Teil auf wahren Begebenheiten beruht.
Für mich kaum vorzustellen, was die Bevölkerung und vor allem die Kinder während und nach des zweiten Weltkrieges alles erleben mussten.

Fazit:
Ein spannender, emotionaler und schockierender Roman über das Ende des zweiten Weltkriegs und dessen Folgen für die Zivilisten.
Absolute Empfelung, eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe!

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Rezension zu "Die Magermilchbande" von Frank Baer

Eine ergreifende und spannende Reise, auf die man sich mit der "Magermilchbande" begibt..
Nepomurksvor 3 Jahren

Bereits 1979 erschien die erste Auflage des Romans „Die Magermilchbande“ von Frank Baer. Das Buch wurde nun im Penguin Verlag in korrigierter Fassung neu verlegt. Ein Roman über Krieg, Angst und Flucht. Aber auch über Freundschaft, Vertrauen und Sehnsucht.

Man befindet sich zeitlich in den letzten Tagen des 2. Welt-Krieges. Nazi-Deutschland hat verloren – im Westen marschieren die Alliierten vor, im Osten die Russen. Auf der Flucht, oder vielmehr auf dem Weg „nach Hause“ befinden sich einige Kinder aus der Kinder-Landverschickung aus Pilsen, die allesamt zu ihren Familien im Deutschen Reich zurückkehren wollen. Kilometer um Kilometer begleitet man die Protagonisten dieses Romans auf ihrer Reise. Die abgeklärte und doch teils kindliche Sichtweise auf die Wirren des Kriegsendes, die Toten am Wegesrand oder die neuen Gefahren durch die Besatzung der Alliierten ist dabei unglaublich fesselnd und ergreifend. Mit ungeschönt direktem Blick und einem feinen Gespür für die zwischenmenschlichen und nachkriegsprägenden Zustände führt Baer durch den Roman und schafft eine ganz eigene, dichte Atmosphäre. Die Figuren rund um den Hauptprotagonisten und „Banden-Führer“ Maxe Milch wirken dabei durchweg authentisch und packend. Es entstehen beim Lesen immerzu Bilder und Landschaften vor dem inneren Auge und so wird man schnell Teil der Gruppe. Die Schilderungen, ob nun als kurze Tagebuch-Fragmente oder Fließtext waren für mich durchgängig flüssig lesbar und setzen die vergangenen Zeiten lebendig in Szene. Mich hat der Roman absolut gefesselt und ich war fasziniert von den Eindrücken, die Frank Baer hier aufleben lässt. Von einem subtilen Humor über unglaublich schockierende und tragische Verläufe oder Bilder - das Buch bietet eine große Bandbreite, immer vor dem Hintergrund der Flucht und Heimkehr der Kinder und den Trümmern des besiegten Nazi-Deutschland.

Ich fand den Roman großartig und sehr eindrücklich. Man sollte sich definitiv mit „Magermilch“ und seinen „Komplizen“ auf die Reise begeben. Eine ganz klare Leseempfehlung, 5 Sterne.

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