Frank Bajohr Parvenüs und Profiteure

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Inhaltsangabe zu „Parvenüs und Profiteure“ von Frank Bajohr

Die Korruption im "Dritten Reich" hatte viele Facetten: Reichsminister, die mit öffentlichen Mitteln Schlösser und "Herrensitze" erwarben und beträchtliche Steuerprivilegien genossen; Höhere SS- und Polizeiführer, die Marmorbäder aus französischen Schlössern demontierten, um ihre Diensträume damit auszustatten; Gestapobeamte, die ihre jüdischen Opfer bei "Haussuchungen" ausplünderten; und, nicht zu vergessen, eine riesige Zahl von Parteigenossen und Funktionären, die Mitgliedsbeiträge und Sammlungseinnahmen unterschlugen. Allein von 1934 bis 1941 strengte der NSDAP-Reichsschatzmeister 10.887 Strafverfahren an. Korruption war kein isoliertes Randphänomen, sondern ein zentrales Strukturproblem der NS-Herrschaft. Der Autormacht nicht nur den Umfang der Korruption deutlich, sondern geht vor allem ihren Ursachen nach: der NS-Bewegung, die in Cliquen zerfiel und durch Patronage und materielle Gefälligkeiten zusammengehalten wurde; den diktatorische Verhältnissen, in denenes weder eine wirksame Machtkontrolle noch eine kritische Öffentlichkeit gab; der engen Verbindung von Rassismus mit absoluter Macht, die ein auf Bereicherung orientiertes "Herrenmenschentum" förderte.

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  • Rezension zu "Parvenüs und Profiteure" von Frank Bajohr

    Parvenüs und Profiteure

    Sokrates

    14. August 2011 um 10:40

    Das Buch gibt einen guten Überblick über ein brisantes Thema: äußerlich gebärdete sich das NS-Regime mit besonderer Rechtschaffenheit. So war erklärtes Ziel, die ‚Bonzenwirtschaft‘ der Weimarer Republik abschaffen zu wollen. Tatsächlich übertraf man jedoch die Weimarer Zustände haushoch und in perfider Art und Weise. Bajohr schafft ein erschreckendes Bild: nicht nur, dass sich die Nazis an dem von ihnen konfiszierten fremden – meist jüdischen – Eigentum nach Strich und Faden bedienten, nein, sie häuften überdies auf Staatskosten massenweise Besitz und Geld an. Steuerstraftaten wurden nur schlecht bis gar nicht geahndet. Materieller Besitz wurde auf Staatskosten erworben, ausgebaut und wirtschaftlich – einschließlich Personal – unterhalten. Gehälter bewegten sich jenseits der Grenze des verhältnismäßigen. Nach Außen jedoch wurde der Schein des Normalen, des „Anständigen“ gewahrt. Das Buch erschrickt, befremdet, irritiert.

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