Frank Bergmann Stärke und Mut

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Inhaltsangabe zu „Stärke und Mut“ von Frank Bergmann

Als Baby einer ledigen Mutter Anfang der sechziger Jahre ins Kinderheim gegeben, weiß Michael nicht, was Eltern sind. Er hat eine alles andere als behütete Kindheit. Im Alter von fünf Jahren wird er von Inge und Joachim als Pflegekind aufgenommen. Glücklich endlich eine Familie zu haben, ahnt Michael nicht, dass er vor einem Martyrium steht. Überfordert mit dem Heimkind und wütend auf ihr eigenes Versagen als Mutter, richtet Inge all ihre Wut gegen Michael. Sie misshandelt ihn körperlich und psychisch. Während ihre Übergriffe immer heftiger werden, entwickelt Michael eigene Strategien, um seine Würde zu schützen, zu überleben und zu leben. Erst spät beginnt er, die Beweggründe seiner leiblichen Eltern zu hinterfragen, zu verstehen und die schicksalhafte Verbindung zu ihnen zu erkennen. Vor dem Hintergrund der düsteren und emotional kalten Zeit des späten Nachkriegsdeutschland der sechziger Jahre, ist dieses Buch das spannend und lebendig erzählte Psychogramm eines jungen Mannes, seiner Eltern und der Suche nach Geborgenheit und Selbstbestimmung.

Sehr bewegend und emotional. Super Buch!

— klengt

Sehr bewegend, gnadenlos authentisch und doch spannend!

— NealSkye

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  • Zu diesem Buch gehört tatsächlich Stärke und Mut

    Stärke und Mut

    Kerstin66

    15. January 2017 um 17:25

    Lange Zeit hatte ich das Taschenbuch, welches ich signiert vom Autor erworben hatte, im Regal stehen. Ich ahnte wohl unterbewusst, dass es ein Buch ist, welches unter die Haut geht.Der Roman lässt uns Einblick in eine Zeit nehmen, in der alte "Werte" bestimmend waren, die es heutzutage Gott sei dank nicht mehr gibt. Junge, ledige Mütter hatten es schwer, wurden beschimpft, fallen gelassen und mussten sich allein durchkämpfen. Nicht selten blieb ihnen nur der Ausweg, wie auch hier in dem Roman, ihr Kind in ein Heim zu geben, in der Hoffnung, ihm dadurch ein besseres Leben zu ermöglichen.Schockiert erlebt man die Kindheit von Michael mit, dem genau das passiert war. Das Leben im Kinderheim, ohne Gefühle und eine liebende Bezugsperson, muss unwahrscheinlich schwer gewesen sein. Schlimmer noch, es vermittelte dem Kind die Botschaft, ich bin es nicht wert, geliebt zu werden. Als er endlich von Pflegeeltern aufgenommen wird, hofft man für Michael, dass er in ein liebevolles und wegweisendes Elternhaus kommt. Doch was sich dann in all den Jahren abspielt, ist erschreckend und lässt einen oftmals nur mit dem Kopf schütteln. Die Erniedrigungen, psychische und physische Gewalt, der Michael ausgesetzt wird, sind kaum in Worte zu fassen und noch weniger zu begreifen.Mit Fassungslosigkeit liest man, dass der Beistand des Jugendamtes nur auf dem Papier bestand und aus Bequemlichkeit, die Augen vor dem Offensichtlichen verschlossen wurden. Von keiner Seite konnte er Hilfe erwarten und zog sich immer mehr zurück.Ich bin beeindruckt, dass Michael, trotz seiner schlimmen Erfahrungen, für sich einen Weg gefunden hat, der ihm letztendlich zu einem normalen Leben verholfen hat. Dazu gehörte tatsächlich Stärke und Mut. Und ich bin mir sicher, nur aufgrund dieser beiden Eigenschaften, konnte er durch seine Kindheit und Jugend kommen und seine Menschlichkeit und sein gutes Herz bewahren.Dieses Buch ist eine Biografie des Autors, in der er versucht, seine Erlebnisse zu verarbeiten. Wie er selbst schreibt, sind einige Teile seiner Fantasie entsprungen. Welche, wird dem Leser nicht mitgeteilt, aber wahrscheinlich half ihm auch dieser Teil, bei der Vergangenheitsbewältigung. Vielleicht handelt es sich um Wunschantworten, die er von den leiblichen Eltern und seinen Pflegeltern nie erhalten hatte. Ich selbst hatte nie den Eindruck, dass hier etwas "erfunden" war. Alles hatte sich perfekt ins Gesamtwerk gefügt. Und ich denke, der Autor hatte sicher seine guten Gründe, Realität und Fiction miteinander verschmelzen zu lassen.Ein Rezensent schreibt, dass eine zarte Liebesgeschichte zu detailliert und pornografisch dargestellt wurde. Dem kann ich nicht zustimmen. Hier wurde ein gesundes Maß gewählt, um die Gefühle authentisch darzustellen, ohne zu übertreiben oder gar im sprachlichen Gebrauch abzurutschen.Obwohl das Werk von Verlagsseite schlecht lektoriert wurde, gebe ich volle 5 Sterne. Für mich zählt hier einzig und allein die Geschichte und der Mut und die Stärke, sein Leben zu veröffentlichen.Ich wünsche dem Autor weiterhin alles Gute und bin schon gespannt auf die Fortsetzung.

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  • Sehr bewegend und emotional. Super Buch!

    Stärke und Mut

    klengt

    09. December 2016 um 14:33

    Wow also ich weiss nicht so recht wie ich anfangen soll :ONa vielleicht als erstes Mal vielen lieben Dank Frank Bergmann für dieses Rezi-Exemplar. Ich habe es regelrecht verschlungen, wie du mitbekommen hastAls ich das Cover sah, konnte ich mir nicht wirklich was unter dem Titel „Stärke und Mut“ vorstellen. Hatte keine Ahnung worum es gehen könnte. Klappentext habe ich erst später gelesen und wusste dann schon, dass dieses Buch nicht ganz ohne werden würde. Ich sollte Recht behalten.Wenn man anfängt mit lesen, dann kann man einfach nicht mehr aufhören. Von der ersten Zeile an, brechen sämtliche Gefühle aus einem raus (so war es auf jeden Fall bei mir). Ich empfand während des Lesens, Wut, Hass, tiefe Traurigkeit, Mitleid, usw. Je weiter man im Buch liest, desto tiefer werden diese Gefühle. Man denkt noch länger über das Gelesene nach, denn es kann einen einfach nicht loslassen.Mich hat dieses Buch mehr als berührt, so sehr wie schon ewig nicht mehr.Ein kleiner Kritikpunkt gibt es dennoch. Ab Mitte des Buches haben sich leider öfters paar Fehler eingeschlichen, wo gut und gerne ein ganzes Wort einfach fehlt. Für einen „Langsamleser“ könnte das sehr störend sein, mir ist es nicht so sehr aufgefallen, weil wie vorhin schon beschrieben, ich das Buch regelrecht verschlungen habe und auch so wusste welches Wort eigentlich da stehen sollte.Auf jeden Fall ist dieses Buch absolut empfehlenswert und meiner Meinung nach sollte es jeder gelesen haben, der gerne wissen will wie das Leben sich nach dem 2. Weltkrieg so entwickelt hat. Kurz gesagt, wie die Überlebenden klar kamen. Ob es leicht für sie war oder ein ganzes Stück Arbeit.Also holt euch dieses Buch an lest es unbedingt.

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  • Emotionales Erstlingswerk

    Stärke und Mut

    Maritahenriette

    07. April 2016 um 21:25

    Michael wurde als Baby von seiner Mutter in einem Kinderheim abgegeben. Seine leiblichen Eltern waren nicht verheiratet ;der Vater zur damaligen Zeit mit 18 Jahren nicht volljährig. Später wurde Michael von Pflegeeltern aufgenommen.  Die Pflegemutter  völlig überfordert und der Pflegevater nicht in der Lage sich durch zu setzten.  Michael war von Babybeinen an körperlicher und seelischer  Gewalt ausgesetzt. Meine Meinung :Der biografische Roman,  Erstlingswerk des Autor's , hat einen interessanten und gut zu lesenden Schreibstil. Er ist in Prolog, Epilog und jährlichen Kapiteln und diese in kurzen Absätzen unterteilt. Dadurch kann man das Buch auch mal aus der Hand legen und kommt trotzdem gut wieder hinein.  Frank Bergmann schildert darin sehr anschaulich und authentisch  auch die damalige Sichtweise zu einem uneheliche Kind in den sechziger Jahren. Michael's Leben im Kinderheim war schon nicht einfach. Die Hoffnung das es durch die Pflegeeltern besser wird,  wurde mir als Leserin schnell geraubt. Die Protagonisten,  aber auch die Schauplätze sind hier sehr anschaulich dargestellt,  sodass ich immer wieder das Gefühl hatte dem Autor über die Schulter zu schauen.Die Schichtweise wechselt zwischen Michael's Leben und den Leben seiner leiblichen Eltern. Der Wechsel ist gut und unmissverständlich zu erkennen und zeigt die Gefühle und Problem auf beiden Seiten auf.  Der Inhalt hat mich sehr emotional ,  stellenweise mehr als traurig und kopfschüttelnd, fassungslos und dann wieder freudig Achterbahn fahren lassen.  Durch das Wissen das Frank Bergmann in diesem biografische Roman über sein Leben schreibt hat mich wahrlich berührt. Fazit :"Stärke und Mut " von Frank Bergmann in 415 Seiten gibt es als E-Book und Printexemplar und wird vom Franzius - Verlag veröffentlicht. Durch den Schreibstil und Inhalt führt uns der Schriftsteller nicht nur durch seine Kindheit. Das Buch ist gut durchstruktuiert,  sehr berührend und emotional keine leichte Kost. Es ist ein Buch für junge und ältere Erwachsene gleichermaßen. Nicht nur für Fans Biografischer Romane kann ich dieses Buch nur empfehlen. Für mich ein Werk das unbedingt gelesen werden muss und 5 von 5 Punkt eigentlich zu wenig sind. 

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